Neubau, Flachdach, ca. 170qm, 1x 10kWp, 1x20kWp oder 2x10kWp?, und wie hoch ist der Eigenverbrauch?

  • Hi Zusammen,


    nachdem ich nun diverse Angebote, diverse Excel und Webrechner durchprobiert habe etc, viel hier gelesen habe würde ich dann doch gerne Eure Meinung hören bzw. bräuchte ich noch den einen oder anderen Vorschlag zum Vorgehen bei einer neuen PV-Anlage:


    Hier mal ein paar Eckdaten:


    • Neubau EFH + Einliegerwohnung in München.
    • Rohbaubeginn: vermutlich Juli 2019
    • Heizung: vermutlich Luft/Luft Wärmepumpe
    • Aktueller Verbrauch Wohnung 1 Stock + unterm Dach mit 2 Erw. + 1 Kind (2), Heizung über Gas = 4500kWh/Jahr
    • Geschätzter Verbrauch Neubau inkl. Wärmepumpe: 8500kWh/Jahr (Wärmepumpe zwischen 3500-5000?)
    • Dachart: Flachdach
    • Beschattung: Kaum, es gibt einen Kamin der 1,5 Meter hoch ist, ein 50cm hohes Flachdach und ein 18cm hoher Aufzugschacht. Siehe Plan anbei.
    • Dachfläche: 190qm, davon ca. 20qm "begrünt" und nicht nutzbar -> ca. 170qm zur Verfügung.
    • Förderung Stadt München: 200€ pro kWp bis 10kWp, von 10-30 (maximal) kWp 100€ pro kWp.
    • Förderung Stadt München Batterie: 300€ pro kWh
    • Förderung Notstromversorung+ Autarkiefähigkeit: 500€
    • Einspeisevergütung: 0,11€
    • Stromkosten Bezug: 0,28€ (Habe bewusst mal den günstigeren Wärmepumpentarif von 0,21€ außen vor gelassen)


    Generell spucken die Systeme teils sehr unterschiedliche Werte beim Eigenverbrauch aus daher bräuchte ich hier mal von Euch Erfahrungswerte.


    Panelausrichtung Ost/West da optimal um nicht zu oft in die 70% zu kommen (ca. 15°), evtl. aber auch einen Teil nach Süd je nach Platz.


    1. Option:


    • 10kWp aufs Dach
    • ca 30-31 Module (310-330) je nach Kapazität
    • Keine Optimierer da man Verschattung ausweichen kann
    • Keine Batterie
    • Bei 8500kWh Verbrauch
    • 9000 kWh PV Produktion / Jahr
    • 2650 kWh Eigenverbrauch (31%)
    • 5850 kWh Bezug (69%)
    • 6200 kWh Einspeisung (69%)
    • Vergütung pro Jahr Einspeisung = 680€
    • Stromkosten Eigenverbrauch = 1640€
    • Stromkosten pro Jahr = 960€


    2. Option:


    • 20 kWp aufs Dach auf einmal
    • Ca 60-62 Module (310-330)
    • 1 String mit Optimierern (ca. 50-55€ pro Optimierer mal 7-8 Module), die restlichen 3 ohne.
    • Keine Batterie
    • Bei 8500kWh Verbrauch
    • 9000 kWh PV Produktion / Jahr
    • 3400 kWh Eigenverbrauch (40%)
    • 5100 kWh Bezug (60%)
    • 14600 kWh Einspeisung (81%)
    • Vergütung pro Jahr Einspeisung = 1600€
    • Stromkosten Eigenverbrauch inkl. EEG= 1640€
    • Stromkosten pro Jahr = 45€


    3. Option


    Erst 10kWp wie bei Option 1 allerdings schon Kabel legen für die Erweiterung (+2 Strings) auf das doppelte nach 1 Jahr um die EEG Umlage zu umgehen (Lohnt sich das überhautp bei dem geringen EEG Anteil von knapp über 200€ pro Jahr? Wenn man es auf 20 Jahre hochrechnet dann kommen da natürlich schon 4400€ zusammen bei gleichbleibender EEG Umlage).


    Zusatzoption


    Speicher erst installieren wenn wirtschaftlicher bzw. wenn der Strompreis doch weit mehr als 3 % pro Jahr steigt?


    Welches System bei WR/Panelen?


    WR kommt immer wieder SMA ins Spiel und auch mal Kostal oder Solaredge (Einzelmodulüberwachung)

    Batterie BYD und E3DC (Sonnenbatterie schließe ich aus)

    Solarzellen oft QCells, LG, Bauer oder Viesmann


    Wichtig ist mir beim der Anlage, dass ich auch ohne Cloud die Daten über zb. Modbus oder eine KNX Schnittstelle ins Smart Home bekomme. Geht wohl bei den meisten.


    Die obigen Berechnungen machen natürlich nur Sinn wenn die % bei Eigenverbrauch und Bezug und Einspeisung so halbwegs stimmen, hier würde ich Euch Bitten nochmal zu überprüfen ob ich hier weit (zu hoch wahrscheinlich) daneben liege oder ob eher Eigenverbrauchswerte um die 20-25% anzusetzen sind für sowohl 10kWp als auch 20kWp.


    Danke schon mal für konstruktive Beiträge :)


    Lg

  • Pino72

    Hat den Titel des Themas von „Neubau, Flachdach, ca. 170qm, 1x20kWp oder 2x10kWp, wie hoch ist der Eigenverbrauch?“ zu „Neubau, Flachdach, ca. 170qm, 1x 10kWp, 1x20kWp oder 2x10kWp?, und wie hoch ist der Eigenverbrauch?“ geändert.
  • Jetzt komplett voll und ohne Speicher ist der günstigste Weg! Garagen, Carports,

    ...?

    Warum Optimierer in einem String?

  • Ja schon, die Frage mit dem % Eigennutzung bleibt aber....


    Optimierer wegen dem Kamin evtl. an einem String, die anderen dann ohne?


    Carport und Garage sind schon unter dem OG daher keine zusätzlichen Flächen verfügbar.

  • Eigenverbrauch ist schwer planbar,

    es wird welchen geben und man kann sich drüber freuen.

    Setzte z.B. pessimistisch 1500kWh an, alles, was drüber liegt ist dann Bonus

    für angepasstes Nutzerverhalten.

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • Ja schon, die Frage mit dem % Eigennutzung bleibt aber

    Bei 4,805 kWp komme ich im Schnitt der letzten 5 1/2 Jahre auf ca. 30 % Eigenverbrauch. Dieser hat sich auch nicht im letzten Jahr dadurch erhöht, dass jetzt jemand zu Hause ist, der gezielt Verbraucher einschalten kann.

    Bei höheren Leistungen der PV wird der %-Satz eher niedriger sein....

  • EV ist Bonus, der Gewinn kommt aus der Vergütung.

    20-30 Prozent sind häufig erzielte Werte. Große Anlage deckt absolut mehr.

    Opt. wird i.d.R. nur bei gemischten stark abweichenden Ausrichtungen in einem String benötigt.

  • 20-30 Prozent sind häufig erzielte Werte. Große Anlage deckt absolut mehr.

    Wie kann eine große Anlage absolut mehr Eigenverbrauch abdecken? Egal ob eine Anlage 4.000 oder 10.000 Watt produziert, wenn im Haushalt nur maximal Verbraucher für 3.000 Watt laufen (weil mehr eben nicht da ist...) dann ist die prozentuale Abdeckung bei der kleineren Anlage höher...:?::?:

  • die Eigenverbrauchsquote ist vollkommen

    uninteressant, auf die Autarkie kommt es an, mit Wärmepumpe kann man gar nicht groß genug bauen...

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • Bitte schaut doch erst mal, was überhaupt auf's Dach geht.

    Von der m² Zahl erst mal sehr gut, aber dann kommen noch die Abzüge durch die Aufbauten.

    Wie hoch ist die Umrandung des Daches?

  • Udo2009 z.B. im Winter, in Randzeiten, bei wenig Sonne ... von Vorteil. Klar wächst die Autarkie mit steigender Anlagengröße langsamer bis keine nennenswerte Steigerung mehr folgt. DAs ist uns aber allen klar.


    MAximale Größe, EV ist unerheblich. Bei 8,5 MWh/a darf von deutlich mehr als 1,5 MWh/a EV ausgegangen werden. Das ist Bonus, tragen wird sich die Anlage auch ohne EV allemal gut.


    Module aufs Dach rastern, dann sehen wir weiter. |\/\/| bei Attika.