Habe ein Angebot bekommen und bräuchte euer Schwarmwissen

  • Ich habe mal mein Angebot hier angehängt mit zwei Bildern vom Dach. Die grünen Flächen sollen belegt werden.


    So wie man mir sagte, ist im Speicher ein WR schon mit drin. Aufgrund der Größe der Anlage bräuchten wir aber noch einen zweiten. Zu diesem fehlen mir aber jegliche Angaben. Wir bekommen die Anlage quasi "Schlüsselfertig" übergeben. Kabel werden unter Putz verlegt, es werden zusätzliche Kabel für das Laden zweier eAutos ins Carport gelegt, Satellitenschüssel verschoben, inkl. einer Ladestation, usw.


    Ich habe noch ein anderes Angebot mit annähernd gleichem Preis (keine 20Euro unterschied) dann allerdings mit anderen Komponenten. Der aus dem angehängten Angebot wohnt nur 300m von mir entfernt und der andere käme von außerhalb somit ist mir dieser hier lieber. Preislich empfinde ich das Angebot als OK, mir geht es eher um die verbauten Komponenten


    Was meint ihr dazu? Der Speicher soll eines der Besten am Markt sein, gerade weil er mit 10kWh wieder geladen werden kann.


    LG

    Frank

  • Stop! Bei Unterputz gibt es einiges zu beachten. Speicher ist Müll! Der kostet dich Gewinn, bringt dir aber NICHTS!

    Lass uns heute in Ruhe planen und die Frist vom 27.4. berücksichtigen.

  • Stop! Bei Unterputz gibt es einiges zu beachten. Speicher ist Müll! Der kostet dich Gewinn, bringt dir aber NICHTS!

    Lass uns heute in Ruhe planen und die Frist vom 27.4. berücksichtigen.

    Hey, Danke dir für die schnelle Antwort!

    Welche Frist meinst du? ist der angegebene Speicher mist. oder generell? Ich weiß dass ein Speicher kontrovers diskutiert wird, ich war zwischenzeitlich auch wieder davon runter. Im Moment überwiegt eher der ideologische Gedanke.... Ich bin aber sehr an anderen Meinungen zu dem Thema interessiert.

  • Antworten genügt meist, statt Vollzitat.


    Mein Beitrag in 72461 | 8,99kWp || 1783€ | Winaico enthält einige Informationen, beantwortet einige deiner Fragen samt Anleitung für PVGIS, das nennt dir erwartbare kWh je kWp. Bitte beantworte die dortigen Fragen hier.


    JEDER Speicher gehört nach /dev/null !

    Es gibt Ausnahmen: bei leistungsgemessene Anschlüsse zwecks Lastglättung. Vergiss das im Privaten.

  • Danke dir! Ich verstehe was du mir sagen willst. Das Bauchgefühl habe ich schon länger, man lässt sich nach einem "Beratungsgespräch" doch immer wieder einfangen...


    Was sagst du zu den Modulen? Welchen WR würdest du empfehlen?

  • Im Moment überwiegt eher der ideologische Gedanke.... Ich bin aber sehr an anderen Meinungen zu dem Thema interessiert.

    Welcher "ideologische Gedanke" spricht denn für einen Speicher? Ein Speicher ist wie eine Metalliclackierung oder eine Modelleisenbahn. Das "will" man vielleicht haben, aber eine dazu passende Ideologie gibt es nicht. Warum sollte man für stationäre Anwendungen Batterien verwenden? Die gehören in mobile Anwendungen oder vielleicht in die Netzstabilisierung, aber nicht in einen Privathaushalt. Aber ich glaube, die Speicherdiskussion hast du in deinem Planungsthread schon durch, oder?

    Ich hätte nichts gesagt, wenn du nicht explizit nach anderen Meinungen gefragt hättest - ganz sicher scheinst du also selber nicht zu sein.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Den Speicher kenne ich nicht. Aber das Angebot für das Angebotene (18 kWp + 10 kWh + Wallbox = Bruttopreis?) scheint mir ok zu sein. Den Speicher wirst du nicht wirtschaftlich betreiben können. Du holtst maximal 150 Euro Ertrag im Jahr raus. Nach 15 Jahren ist der Speicher runter und du hast mit ihm einen Ertrag von 2250 Euro gemacht, aber deutlich mehr bezahlt. E-Autos würde ich nicht zwingend aus dem Speicher laden, die Verluste sind dann schon sehr deutlich. Du musst schon mit dem Speicher alleine mit Verlusten von 20 Prozent rechnen. 1200 kWh rein - 1000 kwh raus.


    Nun zur ideologischen Seite: Es gibt verschiedene Theorien von 100 Prozent regenerativer Energieversorgung. Die einen sehen ein kontinentales Verbundnetz, in dem immer irgendwo genug Strom durch Wind und Sonne erzeugt wird, unterstützt von Wasserkraft und Biomasse, die anderen reden von Kurz- und Langzeitspeichern. Mit der Anlage aus dem Angebot kannst du dich über min. ein halbes Jahr bei entsprechendem Stromverbrauch selbst versorgen. Wenn das alle PV-Betreiber täten, würde auch am Abend deutlich mehr EE-Strom zur Verfügung stehen.


    Aussagen wie Speicher sind Müll sind IMHO für Interessenten nicht sonderlich konstruktiv. Hier wird immer nur der kleine einzelne Hausspeicher gesehen. Wenn es Millionen sind, sieht die Sache aber deutlich anders aus. Du kaufst dir 2 Elektroautos, da ist wesentlich mehr Speicher drin verbaut und du zahlst auch mehr dafür, als für einen identischen Verbrenner. Warum tust du dir das an?


    Das sind meiner Meinung nach die Fragen, die man sich stellen muss, wenn die Anlage nicht nur der Rendite dienen soll.

    20,565 kWp SMA STP 10.0 SE + SMA Tripower 6.0 + LG Resu Flex 8.6 + SHM 2.0 + Ost-West Flachdach 10° - -65° / 115° / Carport 10° - 25° - Tesla Model 3 Performance Erst- und Einzig-KFZ - SMA EV-Charger 22 - Wärmepumpe Vaillant Arotherm VWL 75/6 A

  • Im Moment überwiegt eher der ideologische Gedanke.... Ich bin aber sehr an anderen Meinungen zu dem Thema interessiert.

    Welcher "ideologische Gedanke" spricht denn für einen Speicher? Ein Speicher ist wie eine Metalliclackierung oder eine Modelleisenbahn. Das "will" man vielleicht haben, aber eine dazu passende Ideologie gibt es nicht. Warum sollte man für stationäre Anwendungen Batterien verwenden? Die gehören in mobile Anwendungen oder vielleicht in die Netzstabilisierung, aber nicht in einen Privathaushalt. Aber ich glaube, die Speicherdiskussion hast du in deinem Planungsthread schon durch, oder?

    Ich hätte nichts gesagt, wenn du nicht explizit nach anderen Meinungen gefragt hättest - ganz sicher scheinst du also selber nicht zu sein.

    Nein ich bin mir nicht sicher! Ich bin seit einiger Zeit schon am Planen und bin "ohne" Speicher in die Erstplanung gegangen. Dann war ich wieder dafür, dann wollte ich wieder keinen haben... Ideologisch in der Form von, das ich nur noch 30% "öffentlichen" Strom zukaufen muss. So viel selbst verbrauchen wie es geht... das war mein Gedanke.

    Ich weiß, dass sich finanziell der wahrscheinlich im günstigsten Fall amortisiert... Aber ich verstehe auch alle Gegenargumente bezüglich des Speichers! Ganz ehrlich, ich muss den nicht unbedingt haben. Zusätzliche Technik die kaputt gehen kann.


  • Danke für deine Antwort!!! Sehr konstruktiv und nicht so viele Pauschalaussagen! Ich kann verstehen, wenn Leute, gerade wenn sie ein Thema immer und immer wieder herunter beten, zu kurzen Antworten neigen, mir fällt es aber schwer diese zu bewerten!


    Das was du geschrieben hast: "Wenn alle einen Speicher hätten würde es anders aussehen" den Gedanken hatte ich auch. Finanziell will ich natürlich kein minus machen durch den Speicher. Ich erwarte aber auch keinen zusätzlichen Gewinn. Mir geht es in erster Linie darum so wenig Kohlestrom wie möglich zu nutzen. Auch wenn ich einen Ökostromanbieter habe, ist ja dennoch Kohlestrom in meiner Steckdose...


    War die Frage zu den eAutos und warum ich mir das antue rhetorischer Natur oder möchtest du eine Antwort?

  • So wenig Kohlestrom wie möglich zu nutzen und dafür 25 Prozent des Stroms den du in einen Speicher steckst vernichten? Betrachte es über deinen Haushaltsverbrauch hinaus welche Variante mehr Kohle aus den Netz verdrängt!

    Lass uns über Dachmaße und Dächer sprechen, nur dort lässt sich der Strom gewinnen. Nicht im Speicher.