Ideenfindung zum Drölfzigsten

  • Mahlzeit zusammen!


    Neulich piepste mir ein Floh einen kleinen Satz ins Ohr, den ich gern mal erörtern würde, da mir das Thema PV auf dem Dach nicht mehr aus dem Kopf geht.

    An Dachflächen sind folgende zu haben:


    DF1 11,2x6,5m@38° Südlage, aber 5° nach Westen gedreht, Dachausstiegsluke plus zwei Tritte zu einem Schornstein und ein Dachflächenfenster

    DF2 7,3x3,3m@11° -85° (leicht nach Südosten gedreht)

    DF3 7,3x3,3m@11° 95° (leicht nach Nordwesten gedreht)

    DF4 6x3m@11° (an DF3 angebaut -> Schleppdach)

    Verschattung: eventuell zwischen November und Februar auf DF3 und DF4 durch DF1 und auch nur teilweise


    Da die DF1 zu einem Hausneubau gehört, wird dieses über eine Wärmepumpe beheizt (Heliotherm Schlagmichtot mit Flächenkollektor, max. Wärmeleistung knapp 8kW)

    Laut dem Freundlichen GWS-Installateur soll diese Anlage angeblich mit einem Heizstab ausgestattet werden können, der alternativ zum Kompressor betrieben werden kann und vor dem Umschaltventil Warmwasser <-> Heizung eingebaut werden würde. Die Heizung verfügt auch über ein sogenanntes RCG und lässt externe Anforderungen zu.

    Unter DF2 und 3 befindet sich ein Schuppen, der mit einer Luft/Luftwärmepumpe ausgestattet werden soll (Frostschutz im Winter, moderate Klimatisierung im Sommer, nur tagsüber.

    Wohin meine Gedanken gehen, ist dem einen oder anderen sicherlich schon klar. In der Heizperiode soll der meiste erzeugte Strom in die Beheizung des Hauses und des Schuppens gehen, nur bin ich mir total unsicher wie ein sinnvoller Aufbau der PV-Anlage sein könnte und ob Eigenleistung Vorteile mit sich bringt.


    DF1: ~11kWp mit 1 WR und zwei Strings

    DF2 und DF3 zusammen ~6kWP, 1WR, zwei Strings

    DF4 ca. 2,6kWP 1WR, 1 String


    Außer auf der DF1 kann ich prinzipiell alles selbst montieren. Das Strom klein, schwarz und hässlich macht hab ich schon erfolgreich getestet (darf an bestimmte Anlagen bis 1000V und unbegrenzter Leistung sowie an Anschlusskästen ran).

    Den Anschluss an das Netz würd ich trotzdem einem Elektrolurchen überlassen.

    Leitungen zur UV im Haus liegen schon (ein Leerrohr vom Spitzboden unter DF1 in den HWR) und 2x 5x2,5mm² vom Schuppen zum HWR.

    Wegen der WP und der Bafa-Förderung bin ich vorerst auf zwei Zähler angewiesen (es sind zwei Zweirichtungszähler).

    Wie seht ihr die optmalste Anbindung an das Netz oder wo können in der Konstellation nach eurer Erfahrung Fallstricke lauern?

    Wo sind die Wechselrichter am sinnvollsten zu installieren? Im HWR, der recht klein ist oder Giebelseitig unterm Dach oder im Spitzboden?

    Sollte ich mich überhaupt jetzt damit beschäftigen? (Hausneubau -> nix Kohle -> gefühlt 30 Millionen Sachen auf dem Grundstück zu erledigen -> höchstens Kredit über KfW)

    Für Sachdienliche Hinweise zur Erlangung der Erleuchtung wäre ich sehr dankbar!


    mfg

  • wie ein sinnvoller Aufbau der PV-Anlage sein könnte und ob Eigenleistung Vorteile mit sich bringt.

    Vollbelegung ALLER GUTEN Flächen! Bei Dn11° sind alle flächen gut. Ab 15 Grad läuft die Selbstreinigung der Module. 11 Grad würde noch heißen ab und an putzen gehen. Lieber ein paar Grad mehr!

    Eigenleistung nur wenn du wirklich weißt was du tust - denn das schrumpft die Gewährleistung der Installateure. Die sind erfahren und schnell. Da stört der Kunde eher.


    Dein Mix aus 3 WR ist Murks.


    WR im HWR, unterm Dach wirds ihnen unnötig warm.

    Sollte ich mich überhaupt jetzt damit beschäftigen?

    Unbedingt, sehr gut!

    Und kein Speicher, der würde deinen Gewinn deutlich schmälern.


    Lies z.B. meinen Beitrag in 72461 | 8,99kWp || 1783€ | Winaico samt Hausbau-Link dort und stelle dann bitte eventuelle übrigen Fragen erneut.


    Vgl. auch Kaskadenmessung

  • Wegen der WP und der Bafa-Förderung bin ich vorerst auf zwei Zähler angewiesen (es sind zwei Zweirichtungszähler).

    Meines Wissens braucht man für die BAFA-Förderung einen eigenen Stromzähler für die WP, das darf jedoch auch ein eigener, ungeeichter Hutschienenzähler sein, der muss nicht vom MSB kommen.

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE,

    Nibe F1155-6 mit RGK im sanierten Altbau von 1909

    • Offizieller Beitrag

    Riecht nach SE17K mit P650 und 2 Strings.

    Sicherheit für dich bei der Montage und die Ausrichtung der Module wird weitestgehend egal, solange es immer

    Pärchen sind.


    Richtig, für die Wärmepumpe reicht sowohl bei der Wärmemenge und beim Strom ein ungeeichter Zähler (50€ hutschiene)

    WMZ ist meist integriert. ich habe für beides den CAN-EZ2 von technische alternative, so kann man live die AZ auswerten, loggen etc.

    ob sich mit 20kWp PV ein separater Tarif lohnt bei Erdwärme ist fraglich...

    2*13 + 8 G5 Süd, 2*10 +10 l G9.3 XL Nord an Fronius Symo 12,5 & Solis RHi,

    12 Sharp NUSC Süd und 4 TSC PowerXT Ost an Primo 4,6,

    4xPylontech US2000C, Nibe S1155-6 an Ringgrabenkollektor, 15,6m² Hewalex Solarthermie
    Technische Alternative UVR16x2, CAN-Mtx2, CAN-EZ2 und C.M.I.

  • Der Wärmemengenzähler ist Herstellerseitig in die WP eingebaut worden. Der Hersteller bietet auch einen integrierten Stromzähler an - die Preise dafür liegen aber jenseits aller Vernunft.

    Zwischen den Zeilen lässt sich also der Umbau der UV auf Kaskadenmessung und der Betrieb aller Module an einem WR lesen. (?)

    Dann muss ich allerdings rund 50m Wegstrecke zwischen Schuppen und HWR berücksichtigen (lassen). Ein Leerrohr mit Zugseil liegt, und eine CAT7-Netzwerkleitung darin, aber eben nur die oben beschriebenen zwei H07-Erdkabel daneben. Nochmal aufbuddeln will ich eigentlich nichts und deswegen gab's den Gedanken mit mindestens einem zweiten WR am Schuppen, um dann auf Drehstrombasis zum Haus zu kommen.

    Auf der anderen Seite bietet die Kaskadenmessung den Vorteil der flexibleren Eigenverbrauchsgestaltung...

    Der WP-Tarif liegt derzeit bei nem fünfer für die Grundgebühr, 20,2C/kWh und ist dazu schaltzeitfrei, dafür ist die Grundgebühr des anderen Zählers deutlich höher.

    Die Verbräuche würd ich auf ca 2600kWh/a (mit Zwerg #2 ab Dezember vielleicht 3000kWh/a) für den normalen und ~2500 bis 3000kWh/a für die WP schätzen. Genau sagen lässt sich das freilich noch nicht

    Dein Mix aus 3 WR ist Murks.

    Destawegen stellte sich der Schreibende ja auch dem Frage-Antwortspiel! ;)

    Was die Umsetzung angeht, ist der derzeitige "Planungsstand" komplett ergebnisoffen.


    BTW:

    Ein Wechselrichter für das ganze System im HWR bedeutet irgendwas zwischen 300W und 1000W maximaler Verlustleistung. Der Raum ist nur 7,5m² groß und hat eine Ausrichtung nach Westen. Die eine oder andere (unerwünschte) Kilowattstunde Wärme kommt da im Sommer sicherlich zu stande, die aber nicht in's Haus gehen soll/darf.

    Ideen?


    Was den Speicher angeht:
    Hab gesehen das es diverse Eigenbauprojekte zu geben scheint. Das wär was - zum Rest kann und will ich noch nichts sagen weil mir der Überblick fehlt. In Brandenburg gibt's einen 50%-Zuschuss, aber die Bedingungen kenn ich noch nicht. Da kann man also entspannt bleiben.

  • Zwischen den Zeilen lässt sich also der Umbau der UV auf Kaskadenmessung und der Betrieb aller Module an einem WR lesen. (?)

    Ich lese die vorigen Beiträge so dass fast jeder beliebige Zähler die BAFA-Anforderung erfüllt und du keine Kaskade benötigst.

    LLWP mach dich da bitte schlau ob die nicht am Ende ein teurer Stromfresser ist. Ringgrabenkollektor wird hier häufig empfohlen.


    Rohr zum Schuppen wird Graben eh vermeiden, oder verstehe ich dich falsch?


    1kW Verlustleistung am WR wäre eine ganze Menge - im Winter freust du oder die WP sich drüber ;) Ok, zurück zum Thema. Das kann erst genauer angeschaut werden wenn klar ist was auf die Dächer passt.


    PV-Sol premium ermöglicht dir, es zu simulieren. Wenn du noch Einfluss auf die Dächer hast: Mit ca. 1,70*2 = ca. 3,40 statt 3,30 bekommst du 2 Module Hochkant drauf. (Montage-Experten fragen.)


    Wenn dann klar ist was installiert werden kann macht man sich Gedanken um Verstringung und WR. Erstmal Raster aufs Dach und Module wo welche hinpassen. Hoch- und querkant kann (zum Teil) gemischt werden.

    weil mir der Überblick fehlt. In Brandenburg gibt's einen 50%-Zuschuss, aber die Bedingungen kenn ich noch nicht

    "Brandenburg ( Alpha ESS Storion-SMILE 5 für 3,75 kwp auf dem Dach )" ist in meinem oben genannten Link - hast du meinen in #2 verlinkten Beitrag (nicht den ganzen Thread) trotz seiner Länge genau gelesen? - erwähnt. Vergiss den Schrott.


    Im Übrigen empfehle ich wärmstens https://www.robinwood.de/schwerpunkte/%C3%B6kostrom-wechsel

    • Offizieller Beitrag

    LLWP mach dich da bitte schlau ob die nicht am Ende ein teurer Stromfresser ist. Ringgrabenkollektor wird hier häufig empfohlen.

    für ne Werkstatt ist das schon ok, kein Frostrisiko und man kann mal schnell direkt die Luft aufheizen.


    Heliotherm ist Premiumhersteller, Flächenkollektor ist aufwändig. Direktverdampfer mit R290 oder Sole? Leistungsgeregelt und nicht überdimensioniert ist wichtig für hohe Effizienz und gute PV Verwertung.

    für Sole baut man besser einen Ringgrabenkollektor.

    2*13 + 8 G5 Süd, 2*10 +10 l G9.3 XL Nord an Fronius Symo 12,5 & Solis RHi,

    12 Sharp NUSC Süd und 4 TSC PowerXT Ost an Primo 4,6,

    4xPylontech US2000C, Nibe S1155-6 an Ringgrabenkollektor, 15,6m² Hewalex Solarthermie
    Technische Alternative UVR16x2, CAN-Mtx2, CAN-EZ2 und C.M.I.

  • Es gibt mindestens zwei Anbieter, deren LLWP bis -25°C ohne Heizstab arbeiten. Und selbst wenn - der Schuppen soll nur bei Bedarf auf 20°C aufgeheizt werden. Hab bald zwei Kinder - wird also eher selten vorkommen, dass ich während der Heizperiode zur Ausübung meiner Hobbies im Schuppen verschwinden kann. Wenn die Brut später halbwegs flügge ist, wird's mir wohl eher egal sein wenn da mal ein paar kWh zusätzlich gezogen werden.

    Ansonsten ist alles über 0°C in Ordnung.

    Bezüglich des Hauses wird von rund 5kW Heizlast bei -15C gerechnet. Wär natürlich klasse wenn die wenigstens Stundenweise zwischen November und Februar zusammenkommen. Bei der Anlagengröße hab ich aber meine Zweifel und sollten sich diese bestätigen, wird eben auf den Kompressorbetrieb der Anlage zurück gegriffen. (ist übrigens ein Direktverdampfer mit Flächenkollektor)

    Putzen wäre auch nicht so das Problem - der Schuppen ist nur 3m hoch und entsprechendes Equipment (Stangen etc.) gibts ja zu kaufen. Großartig aufständern möchte ich nicht - da brauchts hier wohl einen Bauantrag und da hier jeder seinen "Spaß" mit der zuständigen Sachbearbeiterin der unteren Bauaufsicht hatte, lass ich das lieber.


    Verdammte Flöhe im Ohr! X-)

  • So!

    Iche hier nochmal.


    In den letzten Tagen blieb Zeit Informationen zusammen zu tragen und jetzt wird der passende "Tritt in den Hintern" benötigt, um eine Entscheidung zwischen Verstand und Geldbeutel zu treffen. Auf dem Haus wird die Anlage von einem Fachmann errichtet, weil ich nicht auf dem Dach herumturnen werde. Auf dem Schuppen und zwei Anbauten nehm ich mir die Zeit zur Eigenmontage.

    Dazu hab ich alle Leistungsdaten, Preise und zu erwartenden Erträge via pv-sol-Online in einer Datei zusammen gefasst.

    Aus reiner Renditesicht hätten, was gäbe es auch anderes zu erwarten, die Chinakracher die Nase weit vorne.

    Ja Solar, gefolgt von AEG, wiederum gefolgt von Trina. Aus Ertragssicht im Bezug auf die Heizperiode sind Heckert und Hanwha Q.Cells auf den ersten beiden Plätzen.

    Nun frag ich mich, was das sinnvollste ist? Maximalertrag in 20 Jahren oder in der Heizperiode.

    Zur Auswahl kämen folgende Module:


    JaSolar JAP72S-03-335-SC (Anlagenertrag in der Heizperiode ~2750kWh, Kosten der Module 4350€)

    AEG AS-P605-280 (Anlagenertrag in der Heizperiode ~3150kWh, Kosten der Module 5350)

    AEG AS-M605-310 (Anlagenertrag in der Heizperiode ~3450kWh, Kosten der Module 6350€)

    Trina Honey Plus TSM-DD05A.08 (2II) 310Wp (Anlagenertrag in der Heizperiode ~3500kWh, Kosten der Module 6600€)

    Luxor LX-315/120-60+ (Anlagenertrag in der Heizperiode ~3600Wh, Kosten der Module 6900€)

    Heckert Nemo 60M2.0 315W (Anlagenertrag in der Heizperiode ~3600kWh, Kosten der Module 7750€)

    Hanwha Q.Cells Q.Peak-Duo G5 330 (Anlagenertrag in der Heizperiode ~3750kWh, Kosten der Module 8150€)


    Herstellergarantien sind in den Berechnungen berücksichtigt und der Ertrag per Wurfpassung auf 20 Jahre gemittelt gerechnet. Der WR bleibt erstmal außen vor (gehe von rund 3-4k€ aus, da mir der Vorschlag von mdonau sehr gut gefällt)


    Was Chinaware bedeuten kann, weiß ich aus dem Bereich der Zerspanungstechnik. Man kann damit arbeiten, Spaß macht es aber nur selten. Andererseits können die mittlerweile auch in Gut, verlangen dann aber auch entsprechende Preise.

    Im Gegensatz dazu haben die Koeraner meist richtig was auf der Pfanne weil sie ihre Hausaufgaben machen und bei deutschen Produkten hab ich mehrfach erleben müssen, dass sie vom Image leben.

    Ist das bei PV-Modulen auch so?


    P.S.: LG und SunPower sind auch durchgerechnet - da stehen Kosten und Nutzen in keinem sinnvollen Verhältnis weil ich den Blick auf die Verhältnismäßigkeit wahren will.

  • Wenn Du einen Fachmann da hast, dann lass den alles bauen.

    Du hast dann volle Gewährleistung auf das Werk.

    Für IBN usw. brauchst Du den eh für alle Anlagenteile.


    Alle sinnvollen Flächen belegen und bei Dir klingen alle Flächen sinnvoll.


    Heizstab klingt dagegen nicht sinnvoll.

    Weg lassen oder tod legen, abklemmen, abschalten.

    Das Ding wird sonst zum Verbrauchsmonster ... die WP kann günstiger WW machen.


    Kannst Du noch Datenkabel zum Schuppen nachziehen?


    Zur BAFA Förderung kann ich nix beitragen.


    Was meinst Du mit "optimalste Anbindung ans Netz"?

    WR an die Wand, Strings dran und AC für Überschusseinspeisung bauen....


    WR in den HWR ... können aber laut werden über 10KW ... Alternativ nach draußen ... unter dem Dach wird es zu warm sein ... nicht gut.


    Ja, definitiv jetzt bauen.

    Vergütung sinkt und aktuell ist der 52GW Deckel noch gültig.

    Also so schnell wie möglich ans Netz kommen mit der Anlage und so groß wie möglich/sinnvoll bauen.