Planung: 170m² - Gründach mit Aufständerung

  • Hallo zusammen,


    ich spiele mit dem Gedanken, im Zuge einer Errichtung einer extensiven Dachbegrünung, ebenfalls Phontovoltaik zu installieren.

    Grundsätzlich möchte ich mich mit der Materie etwas auseindersetzen und die Gelegenheit des Austausches nutzen um natürlich auch die Möglichkeiten einer Realisierung zu besprechen.


    Das Bungalow hat ein Flachdach, welches allerdings auf Grund einiger Aufbauten auch das Schattenproblem aufwirft, weiterhin ist eine Garage vorhanden.


    Gebäudehöhe: 3m

    Breitengrad: 51,37°

    Dachausrichtung: 242° (SW) oder 142° (SO) je nach Ausrichtung der Module (oder ganz anders?)

    Schneelastzone 2 (unter 300m): 75kg/m²


    Ursprünglich war das Dach komplett mit Kies aufgeschüttet und in der Statik mit 150kg/m² berücksichtigt. Weitere 100kg/m² Schneelast.

    Wobei wir in der Schneelastzone 2 wohnen aber unter 300 M ü NN. Genau genommen sind es aber dort nur 87 MüNN und ca. 500m von der Schneelastzone 1 entfernt;)


    Verbrauch: ca. 3500kwh

    gewünschte kWp: mach voll das Dach :mrgreen:


    Ist es sinnvoll bspw. zwischen den Reihen auf Grund der Verschattung bspw. 1,62m Platz zu lassen und somit nur 4 Reihen auf das Dach zu bekommen, oder ist es besser auf bspw. 5 Reihen gehen zu können, der Abstand zwischen den Modulen jedoch auf 0,80m zu reduzieren, dadurch aber mit einer Höheren Verschattung zu leben? Was ist sinnvoller?

    Aufständerung 15°,20°,... wieder Thema Schattenwurf..


    Gedacht habe ich an die Q-Cell Module DUO G5.


    Anbei mal ein paar Bilder des Daches sowie auch schon einer kleinen Visualisierung mit Sketchup und paar Maßen.

    Bin über diverse Lösungsvorschläge dankbar!


    Gruß

    Tackle

  • Warum willst Du die meisten Module nach WSW ausrichten
    Du solltest entweder WSW/ONO bauen oder aber alles nach SSO bauen.


    Von dem "Türmchen" auf dem Haus muss man natürlich etwas Abstand halten und kann die Module nicht voll dran legen.


    Auf der großen Fläche würde 4*11 in hochkant nach Süden passen ... abzüglich ein paar hinter dem Türmchen ... plus nochmal eine Reihe hochkant vor der anderen Erhebung im osten auf dem Dach.


    2*22 wäre ein guter Start.

    Da recht viel Schatten unterwegs ist, würde ich für mehr PV einen WR mit 3 Mpp Trackern nehmen (Kostal oder Huawei) oder auf 2 kleinere WR mit dann 4 Mpp Trackern setzen (Fronius oder SMA). Es sollten mMn besser keine Strings parallel gebaut werden.


    Ziel dürften 20KWp sein.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • wenn du schon am pc simuliert, nimm pvsol und nicht sketchup. Das kann die die PV Anlage gleich durchrechnen und gibt auch bessere Infos zum Schatten.


    Sonst versuchen alles o/w zu legen. Einfach mal hoch und quer durchspielen was so drauf passt.


    Ich denke schon, dass man unter Umständen Strings schon parallel schalten kann. Dann musst du aber darauf achten, dass beide gleichmäßig verschattet werden. Falls das baulich nicht klappt, den Vorschlag von seppelpeter nehmen oder SolarEdge.

  • Danke für die schnellen Reaktionen! :thumbup:


    Klar, warum nicht SSO. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr...

    Die Ausrichtung würde dann auch im Bereich von ca. 150-152° liegen und nicht den 142° wie fälschlicherweise von mir angegeben.


    Welche Abstände sollen die 4 Reihen á 11 Modulen zueinander haben? Wegen der Aufständerung mit Gründach müsste ich auf die Systemplatten von Bauder, Zinco,... zurückgreifen, welche 2000mm*1000mm groß sind und mir in gewisser Weise einige Vorgaben aufbrummen. Vielleicht hat hierzu jemand bereits Erfahrungswerte.


    Hochkant würde ich auf Grund der Halbzellen bei den Modulen ebenfalls eher bevorzugen, da dann nur der untere Bereich als erstes verschattet wird.


    chrisss83 Schaue mir das Programm mal an, danke dafür!


    Bzgl. der Wechelrichter habe ich mich leider noch nicht so tief eingearbeitet, allerdings bereits so weit zu wissen, dass es zwei Fronten bzgl. solaredge gibt. Dies soll hier aber nicht das Thema sein :S

  • solaredge bietet halt einige Vorteile. Du bindest dich halt an eine Firma. Auf einem Gladbach bei dem man wesentlich einfacher mal einen defekten Optimierer tauschen kann, hätte ich aber wesentlich weniger Bauchschmerzen als bei einem großen steilen Dach.

    Das System ist bei dir aber mMn nicht notwendig, weil deine Strings lang genug werden.

    Mit PVSol kannst du aber alles simulieren.

  • Habe mich soweit mal ein bisschen mit dem Programm beschäftigt.

    Die Module hinter der Erhöhung sind doch sehr stark verschattet, außerdem sind dort Abläufe die wiederum zu viel Platz weg nehmen und somit kein Modul platziert werden kann.


    Anbei der Belegungsplan für das Wohnhaus und der Garage. Sowie die Stränge, die allerdings automatisch erstellt wurden.

  • Sieht doch schon ganz gut aus:)


    Hast du schon mal die Ost West Belegung simuliert? Die stark verschatteten Module würde ich nur legen, wenn noch sowieso Reserven im Wechselrichter vorhanden sind.

  • Jetzt lass mal alle Module mit >10% weg.

    Zumindest die im Süden, die die Wand anglotzen und alle >15% liegen machen mMn keinen Sinn.


    Die Nordöstlichen Module an beiden Dachaufbauten mit >20% auch weg lassen.


    Dann kommt man auf 44 Module auf der ersten Dacheben, die 2*22 gebaut werden.


    Der größere Aufbau mit 12 Modulen.

    Warum ist der kleine Dachaufbau leer ... da sollten auch 8-10 passen.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Ist denn trotz der OST/WEST Ausrichtung trotzdem noch eine extensive Dachbegrünung möglich oder erzeuge ich mir dadurch dann nicht zu viel Schatten?


    Entsprechende Module >10 werde ich später raus nehmen. Bekomme aktuell die auf den Aufbauten abgelegten Module nicht sauber eingebunden, da fehlt eben noch das technische know-how.

  • naja die Idee hunter Ost West Belegung ist, dass man das Dach perfekt voll macht. Aber selbst bei Süd Ausrichtung wirst du sehr viel Schatten auf dem Dach haben, der sicherlich viele pflanzen vom Wachsen abhält.


    Solange man keinen größeren Wechselrichter nehmen muss halte ich Module mit 20% Schatten nicht für dramatisch. Wenn du von 1000 kWh/kW ohne schatten ausgehst, liefert es dir dann immer noch 800 kWh/kW. Voraussetzung ist natürlich, dass das eine Modul nicht andere negative Auswirkungen hat, wie dass ein ganzer String ausfällt oder aufgrund von Parallelschaltung ein anderes Modul ebenfalls raus geht.