KUR oder Umsatzsteuer pflichtig werden - was ist besser?

  • Fragen zur Umsatzsteuerpflicht:


    1. Muss ich auf meinen Eigenverbrauch EEG Umlage zahlen - Stand heute 6,405 C/kwh?

    2. Zahle ich überhaupt EEG-Umlage?

    3. Fünf volle Jahre bedeuten dann bei mir (Inbetriebnahme April 2019) 5,75 Jahre, bis ich zur KUR wechseln könnte?

    4. Wie hoch ist der Bürokratieaufwand in Zeit? Mit ist klar, dass ich eine Umsatzsteuernummer bekomme und die Einkommenssteuererklärung sowie

    Umsatzsteuererklärung machen muss. Ich habe kein Einkommen aus nicht selbständiger Arbeit.


    Annahmen:


    A) Ertrag bei max. 5000 kwh im Jahr = 2000 kwh Eigenverbrauch, 3000 kwh Einspeisung zu 11 C.

    B) Eigenverbrauch bei ca. 40 %. Einspeisung ca. 11 C/ kwh bei ca. 60 %

    C) Abregelung (70 % Regel) der Anlage mit Plenticore 4.2 bei Ost-West unwahrscheinlich.

    D) Nachrüstung von Speicher in ca. zwei Jahren, um den Eigenverbrauch zu erhöhen.


    Würde mich über Antworten sehr freuen.

  • Warum stellt man solche Fragen nach dem Anlagenkauf?

    Gruß PV-Express


    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Datenlogger mit weicher 70%-Regel, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012
    Renault ZOE Z.E.40

  • Schönen Abend PV-Express,


    ich wollte eigentlich von Anfang an die KUR nutzen.


    Jetzt hat mich aber einer der Bekannten, der auch eine PV-Anlage (5.5 kwp) hat, sagen wir mal, "inspiriert".


    Er meinte, es sei "schlau", die KUR erst nach fünf Jahren zu nutzen, um die Umsatzsteuer zurück zu holen.

    Ich habe da eigentlich keinen Bock drauf, weil ich "Papierkram" nicht so gern mag.

    Bei ihm macht die Umsatzsteuererklärung seine Ehefrau.


    Ich müsste das selbst machen, weil die Kosten für einen Steuerberater die Amortisation weit verlängerte.


    Gruß


    Mihlowatt

  • Umsatzsteuervoranmeldung und -erklärung dauert 5 Minuten. Mit Elster ganz ohne Papier...

    Anleitungen/Erklärungen dazu gibt es hier im Forum zuhauf....

    4,81 kWp / 31 x TS CIGS-Hochleistungs-Solarmodule 155W / Kostal Wechselrichter PIKO 4.2 / seit 09/2013

    Ausrichtung 46° Dachneigung 36°

    Standort: 51° 54‘ 22” Nord, 8° 37‘ 52“ Ost

  • mit der Vorsteuer Rückerstattung bezahlst du dann den Steuerberater und die Umsatzsteuer auf den Eigenverbrauch.

    Wenn du das nicht möchtest bleibst du einfach in der KUR.

    bei der KUR brauchst du auch keinen Steuerberater mehr...

    Komplizierte Vorgänge immer dem faulsten Mitarbeiter geben. Er wird die einfachste Lösung finden!

  • Es würde Sinn machen, wenn Du Eingangs mal sagst, was Du nun überhaupt bauen willst.

    Von Balkonkraftwerk über 6-7KWp bist hin zu 20KWp war bei Dir ja alles drin.


    Über 10Kwp fällt die reduzierte EEG Umlage mit ca. 2,4 Cent pro KWh auf den DV an.

    Das sind aber Peanuts gegenüber dem Ertrag, den eine 20KWp Anlage liefert.


    3. Ja, nach 5 vollen USt Jahren kannst Du zur KUR wecheln.

    4. Im ersten Jahr etwas erhöhter Aufwand ... bis die erste UStVA steht vielleicht 1-3 Stunden. Die Finanzen und Steuer Ecke des Forums ist da eine sehr gute Hilfe. Schau Dir auch mal das für dein Szenario passende Excel Tool von http://www.pv-steuer.com an.

    Bist Du Selbstständig? Steuerberater ist eh jedes Jahr gebucht oder machst Du die ESt selbst?


    Deine Annahmen verstehe ich leider nicht.

    Wie kommst Du auf max. 5000KWh Ertrag im Jahr ... 2000KWh DV ergeben sich wie ... wie hoch ist überhaupt der Jahresstromverbrauch ... wie wird geheizt?


    A und B müsste man prüfen.

    C, eher nicht

    D wirtschaftlicher Unsinn, aber das weißt Du sicher selbst.


    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Umsatzsteuervoranmeldung und -erklärung dauert 5 Minuten. Mit Elster ganz ohne Papier...

    Anleitungen/Erklärungen dazu gibt es hier im Forum zuhauf....

    Ist das nicht ein Widerspruch in sich?

    Angeblich muß man da auch Fristen einhalten. Könnte problematisch werden, weil z.B. ich häufig IRGENDWO (!= zu Hause, wo die PV ist) bin.

    5 Minuten meiner Arbeitszeit werden dem Kunden mit 20 Euro netto in Rechnung gestellt ... nö, ich bin nicht selbstständig.


    Wie auch immer, ich bin auch sofort in KUR, kann den Brutto-Betrag in die AFA reinschreiben (zumindest hat das FA meine Angaben mit den entsprechenden Bruttobeträgen korrigiert), wodurch sich das auf die lange Sicht der 20 Jahre praktisch ausgleicht.

    Weniger Papierkram, nur einmal im Jahr die EÜR und fertig.

  • Nö, das ist kein Wiederspruch.

    UStVA muss 10 Tage nach Periodenende da sein ... ganz ehrlich ... da kräht kein Hahn nach, wenn die bei 8,92 EUR auch mal erst am 25. da ist. Am Ende zählt eh nur, was in der UStE drin steht.


    Nach einem USt Jahr ist es eine EÜR und eine UStE.

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  • Bis zum 10. des Folgemonats 2 Zahlen online ins Elster Portal und abschicken, das kriegst Du von überall hin, wo es Internet gibt. Nach dem 2. Jahr fällt die Voranmeldung weg, dann hast Du keine extra Arbeit mehr mit der USt. Die Jahreserklärung wird auch bei Kleinunternehmen regelmäßig angefordert.

    Nö, das ist kein Wiederspruch.

    UStVA muss 10 Tage nach Periodenende da sein ... ganz ehrlich ... da kräht kein Hahn nach, wenn die bei 8,92 EUR auch mal erst am 25. da ist. Am Ende zählt eh nur, was in der UStE drin steht.

    Einmal Termin verpaßt heißt gelbe Karte, ab dem 2. Mal fallen durchaus Verspätungszuschläge an. Also nicht ganz so locker nehmen.