Mehr als 600 Watt mit ZweirichtungszÀhler

  • Ich habe einen Freund und der hat folgendes Problem 😉. Er hat zwei Module mit 600 Watt an einem evt und wird die Anlage demnĂ€chst anmelden. Dann wird ihm der NB fĂŒr nen Hunni einen ZweirichtungszĂ€hler einbauen, was schon in Erfahrung gebracht wurde. Er wĂŒrde - weil er angefixt ist - gerne zwei weitere Module dazunehmen. Obwohl der Verbrauch in seinem Haushalt zuletzt bei stolzen 4900 kWh lag, wird er im Sommer bei dann 1200 kwp krĂ€ftig einspeisen. FĂŒr ihn ist das wirtschaftlich okay, weil's ein Hobby ist, die 600 euro dafĂŒr nicht so wehtun und am Ende ja doch auch einiges hĂ€ngenbleibt.

    Nun die Frage: Wisst ihr oder denkt ihr, dass der NB skeptisch wird, wenn laut ZÀhler zu viel eingespeist wird im VerhÀltnis zu den angemeldeten modulen und dem Verbrauch. Schicken sie dann Johnny controletti raus?

    Keine Option ist es, 4 module unangemeldet zu betreiben, da das ohne RĂŒcklaufsperre zu heikel ist.

    Technisch gesehen dĂŒrfte die Sache unbedenklich sein, da die Kiste gut abgesichert wĂ€re...

    Möglichkeiten, ein wenig gegenzusteuern wĂ€ren da, etwa durch zusĂ€tzlichen KĂŒhlschrank oder mobiles KlimagerĂ€t oder Stecker rausziehen vorm Urlaub. Aber unnötig verrĂŒckt machen will man sich auch nicht

    0,6 kwp ohne EEG;)

  • deine Frage kam mir doch gleich bekannt vor.


    Was spricht gegen die Lösung, die maximale Ausgangsleistung auf die 600W begrenzen? Ist natĂŒrlich etwas teurer, vor allem, weil sich dann der EVT als Fehlinvestition herausstellt.


    4900 kWh Strombedarf klingen allerdings auch nach recht viel. Ich wĂŒrde eventuell auch mal schauen, ob man nicht auch anders Strom sparen könnte. Beispielsweise Alten Plasma-Fernseher durch energiesparendes neues Modell tauschen, Waschmaschine, Trockner, KĂŒhlschrank, KĂŒhltruhe, Staubsauger, Leuchtmittel, neue PC-Netzteile, Hocheffizienzpumpe bei der Heizung..

    Es gibt mittlerweile sogar energiesparende MikrowellengerÀte (mit Inverter-Technik! :) )

  • Begrenzen will ich eigentlich nicht. Zum Verbrauch: 5 Personen. Es wird jeden Tag gekocht und oft auch brot gebacken etc.. daher auch keine Begrenzung.

    Es lĂ€uft einfach viel ĂŒber strom. GerĂ€te sind okay.

    0,6 kwp ohne EEG;)

  • Ich glaube du hast da was missverstanden mit dem begrenzen, der EVT geht nur bis 600W außer du hast fĂŒr jedes Module einen eigenen.

    LG. Mario


    Standort: HU

    540Wp | Victron MTTP 100/30 | 12V Banner Energybull 230Ah

    SmartLog: Raspberry Pi Debian 9.5 MQTT & Node Red

    Standort : AT

    Mini-Solar-Anlage | 2x 275 Trina Solar Module | AEConversion 90/500

    Testumgebung:

    100Wp | Victron MPTT 75/15 | 12V Batterie 110Ah

  • Ich habe jetzt einen EVT500 mit zwei Modulen zu je 310 Watt. Ich wĂŒrde die gleiche Kombi nochmal kaufen. Eine weitere Begrenzung möchte ich eigentlich nicht. Aber die Ausrichtung der Module wĂ€re schon so, dass die Verbrauchsspitzen wegen der Ausrichtung in den Nachmittag fallen, wobei wir hier (Frau arbeitet halbtags, Kinder gehen in Schule/Kindergarten) auch die Verbrauchsspitzen liegen. Es wird viele Stunden geben, an denen wir die Spitzen voll mitnehmen.

    Nochmal zum Verbrauch: Hoher Stromverbrauch ist nicht immer ein Zeichen dafĂŒr, dass man unökologisch lebt - im Gegenteil!

    Wir haben einen großen Pflanzgarten. ÜberschĂŒssiges Obst und GemĂŒse wird fĂŒr den Winter (ganz altmodisch) eingeweckt oder zu Marmelade verkocht. An den Einwecktagen ziehen wir an vielen Stunden weit mehr als 1000 Watt. Die Vorstellung, dass da eine Menge von den Modulen kommt, ist toll und gibt mir ein gutes GefĂŒhl.

    Aber es gibt auch Tage, an denen die Sonne perfekt scheint und wir am Baggersee liegen. Da kann man dann im Idealfall vor dem Ausflug noch die SpĂŒlmaschine anstellen - aber ansonsten bleibt es beim Grundbedarf und der Großteil geht ins Netz.

    NatĂŒrlich könnte ich vor dem Baggerseeausflug oder dem Urlaub (zur "Vertuschung") einfach von einem EVT den Stecker ziehen. Aber das wĂ€re so, als wĂŒrde ich ĂŒberschĂŒssige Lebensmittel wegwerfen, wĂ€hrend drumherum Ressourcen verbraucht werden, um die gleichen Dinge einzukaufen.

    Dass der Beschenkte letztlich der NB wĂ€re, wĂ€re fĂŒr mich auch ok.

    0,6 kwp ohne EEG;)

  • Nun die Frage: Wisst ihr oder denkt ihr, dass der NB skeptisch wird, wenn laut ZĂ€hler zu viel eingespeist wird im VerhĂ€ltnis zu den angemeldeten modulen und dem Verbrauch. Schicken sie dann Johnny controletti raus?

    Das Risiko ist definitiv da. Wenn das Hobby etwas mehr Zeit kosten darf, mach doch ne EEG-Anlage mit Eigenverbrauch draus...

    MachDeinenStrom.de - Werde Energieriese!
    Informationen, aktuelle Entwicklungen und HintergrĂŒnde zu Mini-Solar-Kraftwerken / SteckerPV / PlugIn-Photovoltaik / Balkonkraftwerken / steckerfertigen Erzeugungsanlagen / "Guerilla"-PV

  • EEG-Anlage mit vollem Dach wĂ€re wahrscheinlich am sinnvollsten, bekomme ich aber aus gestalterischen GrĂŒnden intern nicht durchgesetzt (fĂŒhrt zu weit...). So wie es jetzt ist, sind die Module eher dezent...


    EEG mit Modulwechselrichtern wÀre ja auch nur mit 70 Prozent-Begrenzung möglich.

    Oder ich pokere, melde das Ding an, lasse den Antrag von einem Bekannten (Elektriker im Ruhestand, jenseits der 70) als "fachkundige Person" unterschreiben und verzichte auf EEG. Wenn sich der NB sperrt, prozessiere ich wie solarheini ...


    Aber ob ich darauf Lust habe, ist eine andere Frage...


    Ich frage mich immer wie das die Leute machen, die die vielfach angebotenen 1 kwp-Anlagen kaufen...

    0,6 kwp ohne EEG;)

  • Bei 600W ist die Schmerzgrenze, bis zu der es stressfreier sein soll mit der Anmeldung. Und wenn der NB sich so moderat gibt, weiss ich nicht, ob dann ein solches "Ausreizen" sein muss...


    Aber - was spricht dagegen, die zusĂ€tzlichen zwei Module nach Osten und Westen auszurichten und mit an den EVT 500/560 anzuschließen, Überbelegung kann der doch ab (haften tue ich dafĂŒr nicht -auch wenn ich es so betreibe). Simulier das doch mal mit Deinen jetzigen Modulen, indem Du sie mit zwei Y-Kabeln an einem MPPT-Eingang anschließt und eines der beiden von der jetzigen Position nach Westen ausrichtest. Wenn Du sie dann mal noch jeweils einzeln an/aus stöpselst, kriegst Du auch (mit einem StrommessgerĂ€t) die einzelnen ModulbetrĂ€ge raus.


    Und wenn Du dann noch mehr machen willst (und einen Warmwasserspeicher mit Heizstab hast) klemmst Du dir einen Energy-Manager von Westech vor den ZĂ€hler und versenkst den sonst ins Netz gehenden Strom im Warmwasser...

  • Oder ich pokere, melde das Ding an, lasse den Antrag von einem Bekannten (Elektriker im Ruhestand, jenseits der 70) als "fachkundige Person" unterschreiben und verzichte auf EEG. Wenn sich der NB sperrt, prozessiere ich wie solarheini ..

    Die 70% Regel wirst du mit deiner Anlage aber auch nicht einhalten können, außer du hĂ€lst dich an den Vorschlag von Holger73 . Die Anmeldung bekommst du strenggenommen also eh nicht durch. Daher wĂ€re ein Prozess zum Streiten ĂŒber die Unterschrift des Elektrikers wenig sinnvoll. Prinzipiell kann dir das aber egal sein, da du auf die EinspeisevergĂŒtung verzichten möchtest und das EEG keine anderen Strafen als den Wegfall der EinspeisevergĂŒtung vorsieht.


    Damit die Anlage aber den anerkannten Regeln der Technik entspricht, was sie dringend tun sollte, damit dein Netzbetreiber keine Handhabe dagegen hat, sollte der Elektriker dennoch seine Unterschrift drunter setzen und insbesondere die Einhaltung von VDE 0298-4 ĂŒberprĂŒfen, sofern du in einen Endstromkreis einspeisen möchtest.


    Falls es schon daran scheitert, dass dein Netzbetreiber die Anmeldung nur von einem eingetragenen Elektriker durchfĂŒhren lassen möchte und dir nicht mal die Anmeldeformulare schickst, kannst du dich an die Anmeldung aus der AR-N 4105 halten.

    Hier der Link zum Anmeldeverfahren mit Dank an SolarHeini_1

    und hier die dort genannten Anmeldedokumente

    E.3, E.5. und E.9 brauchst du nicht.

  • Die Ost-West-Lösung ist theoretisch gut, geht bei mir nicht.


    Anmeldung mit 2-RichtungszÀhler bekomme ich durch.


    Die Heizstablösung ist prinzipiell gut, ist mir aber technisch zu kompliziert - an meiner Heizung will ich nichts rumfummeln (bin froh, wenn sie lÀuft...)


    Am einfachsten ist es wohl, nur ein zusĂ€tzliches Modul zu nehmen, dann hĂ€tte ich zweimal West und einmal SĂŒd AC-mĂ€ĂŸig auf etwa bei 750 Watt begrenzt - das ist wohl zu wenig, um den NB misstrauisch zu machen.

    0,6 kwp ohne EEG;)