Anfänger... wir brauchen Hilfe

  • Guten Tag,


    wir versuchen seit Wochen ein paar Informationen im Netz zu finden, erfolglos.

    Wir sind off grid in Irland und haben schon eine kleine Solaranlage, mit einem monochristallinen 150W Panel, einem Solarregler 10A,4 x 105 Ah Leisurebatterien (parallel 12V) und ein Batterieladegerät 300Ah.

    Betrieben werden damit eine 12V-Notlichtanlage (max 50W) sowie eine kleine Wärmepumpe und bei Bedarf ein 2000W Inverter.

    Wir haben nun noch 5 polychristalline Solarpanele und 5 Y-Stecker für Parallel-Schaltung 12V, die wir gerne anschließen möchten, sind aber unsicher was für Kabel und was für einen Laderegler wir kaufen sollen.

    Die Entfernung der Panele vom Regler/den Batterien beträgt ungefähr 10m und soll unterirdisch verlegt werden - reichen da 6mm-Kabel? Worauf müssen wir beim Kauf des Kabels achten?

    Der Laderegler sollte später ggfs. noch mehr Module bewältigen - ist 60A ausreichend?

    Wie gesagt, wir haben wirklich schon Stunden damit verbracht die fehlenden Infos im Netz zu finden, aber wir verstehen Vieles nicht weil uns Grundwissen fehlt. Vielleicht hat jemand Erbarmen und kann uns mit hoffentlich nicht allzu viel Aufwand weiterhelfen.

    Dafür wären wir sehr dankbar! Mit freundlichen Grüßen von der Grünen Insel, Konstanze

  • Hi die frage wehre welche Leistung haben eure 5 poly Module demnach kann man erst sagen welches Kabel und welchen laderegler usw. LG Dennis

  • Guten Abend Dennis, vielen Dank für die Rückmeldung! Hab' ich blöderweise vergessen reinzuschreiben - die Panele haben je 150W. Photo anbei. Herzlichen Dank schon im voraus für Ihre Mühe, schönen Abend und liebe Grüße von der Grünen Insel, Konstanze

  • Hallo Konstanze,


    Sind die Kabel zu dünn, hast Du Verluste. Es gibt Leiterquerschnittsrechner - z.B. den hier - mit denen Du das berechnen kannst. Wie viel Verlust für Dich tragbar ist, musst Du selbst entscheiden.


    Die Module sind für PWM-Laderegler gedacht. Ich würde den Laderegler größenmässig auf 40-45A auslegen. Falls weitere Module dazu kommen, könnt Ihr einen zweiten Laderegler dazu schalten. Es gibt auch welche, die dafür ausdrücklich gedacht sind, die unterhalten sich dann miteinander und sprechen sich so beim Laden der Batterien ab. Wobei ich das bei der Batteriekapazität (4x105Ah=420Ah) nicht machen würde, 40-45A sind da ein guter Ladestrom, über 60A würde ich nicht gehen. Die Erweiterung der Batteriekapazität zu einem späteren Zeitpunkt ist problematisch, da mensch alte und neue Batterien möglichst nicht mischen sollte.


    Das mit dem 2000W-Inverter finde ich problematisch, 2000W Leistungsentnahme ist für die Batterien eigentlich zu viel. Über 1000W würde ich da persönlich nicht gehen.


    LG

    Boitel


    [Edit]Die Widerstandswerte bei dem o.g. Leiterquerschnittsrechner stimmen, die Verluste und der Spannungsabfall nicht, da hat jemand beim Programmieren entweder nicht zu Ende gedacht, oder es war ihm egal. Ich hänge mal ein Bild unten an, dann wird klar, was ich meine, da kommen Werte von über 100% raus. :-) Nimm entweder zwei Leitungen mit >16mm², oder halt 5x6mm², wie das schon vorgeschlagen wurde. [/Edit]


  • Was für Akkus verwendet ihr (leisure)? Gibt es da einen Markennamen, Type, Datenblatt, Zyklenzahl?

    Die einfachste Methode, LR auszulegen ist die, einfach die Isc Werte der parallel geschalteten Module zu addieren.

    Hier also 6 x 8.9 = 54 Ampere. 50 Ampere geht auch.


    Einen weiteren Ausbau dieser Anlage würde ich allerdings nicht empfehlen.

    Es wurde ja schon angesprochen, alte und neue Akkus mixen hat nie was getaugt und wird nie was taugen.


    Außerdem ist irgendwo auch Schluß mit dem Parallelverschalten von Akkus.

    Die haben eh eine Produktionsstreuung von x % und der Gesamtkapazität tut es nicht gut.

    Also man kommt da irgendwann an Grenzen.


    Eine Lösung wäre es, mehrere unabhängige PV Anlagen zu installieren (teuer) oder auf eine höhere Systemspannung (24 V; 48 V) zu gehen. Allerdings sind dann die alten Inverter nicht mehr zu gebrauchen.

    Im Moment erscheint mir das Ganze als noch etwas planloses Gekruschel.


    Der Inverter macht mir natürlich auch Sorgen, bei evtl 2000 W Entnahme oder einem Strom von > 100 Amps dürften speziell diese Akkus schnell in die Knie gehen. Welche Verbraucher sind denn daran angeschlossen?


    Konstanze, bitte versteh mein Geschreibe nicht als Kritik. Ich bin sicher, die Experten hier können dir noch einen Weg aus dem Tal der PV Tränen weisen. :)


    Eine Frage noch, wo ungefähr ist die Anlage installiert und wie sind die Module aufgestellt? Richtung und Anstellwinkel?

    Seid ihr ganzjährig dort oder nur in den Sommermonaten?

  • Schade, dass ihr den Wechselrichter schon habt und die Modulzahl ungerade ist. Eine 24V Lösung hätte sich angeboten und würde nun vieles einfacher machen. Vier Batterien parallel macht man normalerweise nicht.


    40A über ein 6mm² Kabel bei 17,8V Vmp solltet ihr lassen. Es sind bei niedrigem Querschnitt nicht nur die Verluste, es gibt in der geplanten Konstellation auch ein Ladespannungsproblem. Der Strom wird deshalb noch weiter sinken, weil die Ladeendspannung nicht mehr im MPP erreicht wird, sondern erst darüber.


    Ihr habt nun zwei Möglichkeiten:

    Möglichkeit 1: Ein dickes Kabel verlegen und die Module bitte einzeln gegen Rückstrom absichern.

    Alternativ: Jedes Modul mit einem dünneren Kabel einzeln zum Laderegler führen oder Adern "bündeln".

    Der Querschnitt im Gesamten sollte mindestens 16mm², besser 25mm² betragen. Mit den Y-Adaptern braucht/könnt ihr da leider nicht mehr arbeiten, denn MC4 nehmen nur bis 6mm² auf.


    Möglichkeit 2: Einen teuren MPPT Regler mit 150V Eingangsspannung kaufen und die Module in Reihe schalten. In dem Fall wären selbst 4mm² kein Problem.


    Zitat

    Wie gesagt, wir haben wirklich schon Stunden damit verbracht die fehlenden Infos im Netz zu finden, aber wir verstehen Vieles nicht weil uns Grundwissen fehlt.

    Stunden sind nicht sonderlich viel um sich Grundwissen anzueignen. Entweder weiter machen bis ein Verständnis vorhanden ist oder jemanden beauftragen, der entsprechendes Know-How mitbringt :). Wurde bisher überhaupt etwas abgesichert?

    980Wp - Victron 100/50 - Soltronic MPPT7520 - 12V 260Ah - Multiplus 12/2000 - BMV700

  • Servus, eins hat Konstanze aber schon und nun sollen nochmal fünd dazu (alle 150Wp)

    Die Widerstandswerte bei dem o.g. Leiterquerschnittsrechner stimmen, die Verluste und der Spannungsabfall nicht, da hat jemand beim Programmieren entweder nicht zu Ende gedacht, oder es war ihm egal

    Vielleicht hat derjenige ja auch die Verluste mit eingerechnet die das geschmolzene Kabel in seiner Umgebung verursacht:mrgreen:

    lg,

    e-zepp

  • e-zepp : Da steht: "Wir haben nun noch 5 polychristalline Solarpanele". Ich verstehe das so, dass fünf Module vorhanden sind, zweifelsfrei klären kann das aber nur Konstanze.


    LG

    Boitel


    [Edit] kilclough : Wenn das fünf Module sind, nimm entweder zwei Kabel >=16mm², oder zwei Kabel mit 5x6mm² (so ähnlich wie Georg das vorgeschlagen hatte), oder einfach 10 Kabel 6mm². Im ersten Fall musst Du die Module vor dem Kabel parallel (+ an +, - an -) verbinden, in den anderen beiden Fällen kommt jedes Modul "einzeln an", und Du machst die Verbindung dann erst am Laderegler, dann auch + an +, - an -.[/Edit]