Martstammdatenregister Anlage auf Hausdach und Garage

  • Guten Tag,

    Ich habe meine 30KW-Anlage auf Hausdach und Garage verteilt. ( 8 Module auf die Garage und den Rest aufs Hausdach). Die Anlage ist am 30.03. fertig geworden. Ich habe diese Anlage als eine Anlage im Marktstammdatenregister angemeldet. Jetzt kommt der Brief von dem Netzbetreiber, der bei sich zwei Anlagen für die Abrechnung anlegt. Eine fürs Haus und eine für die Garage. Ist das so korrekt? Muss ich jetzt die Anlage im Marktstammdatenregister umregistrieren oder teilen?

    Für Eure Hilfe wäre ich sehr dankbar.

    PS: Mein Browser zeigt den button fürs Suchformular nicht mehr an. Ich kann das Forum nur noch über googles "mehr Ergebnisse von dieser Seite" durchsuchen.

  • Ui, warum wird das dort so gemacht? Habe alles als eines angelegt.

  • Befinden sich die Anlagen auf verschiedenen Grundstücken? Die Aufteilung in 2 Anlagen würde einen teilweisen EEG-umlagefreien Eigenverbrauch zur Folge haben, da die Teilanlage auf der Garage vermutlich unter 10 kW bleibt. Auch müsste die Vergütung höher ausfallen, weil die 10-kW Schwelle zweimal genutzt werden könnte udn der Teil über 10 kW kleiner wird. Ich würde mich daher nicht zu heftig gegen die vermutlich falsche Aufteilung wehren. Und wenn das dann irgenwann mal auffallen sollte, sit die Überzahlung vielleicht zum Teil schon verjährt.


    pflanze : Du hast doch aber 2 Anlagen mit unterschiedlichen Inbetriebnahmedaten, soweit ich weiß. Die müssten doch wohl getrennt gemeldet werden.

  • Das mit der EEG-Umlagebefreiung funktioniert doch nur, wenn die IBN 12 Monate auseinander liegt, oder? Und muss ich jetzt meine Meldung ins Marktstammdaten-Register anpassen? Da steht ja nur eine Anlage...

  • Vielleicht liegt es an §48

    "

    (3) 1Für Solaranlagen, die ausschließlich auf, an oder in einem Gebäude angebracht

    sind, das kein Wohngebäude ist und das im Außenbereich nach § 35 des Baugesetzbuchs

    errichtet worden ist, ist Absatz 2 nur anzuwenden, wenn

    1. nachweislich vor dem 1. April 2012

    a) für das Gebäude der Bauantrag oder der Antrag auf Zustimmung gestellt

    oder die Bauanzeige erstattet worden ist,

    b) im Fall einer nicht genehmigungsbedürftigen Errichtung, die nach Maßgabe

    des Bauordnungsrechts der zuständigen Behörde zur Kenntnis zu bringen

    ist, für das Gebäude die erforderliche Kenntnisgabe an die Behörde erfolgt

    ist oder

    c) im Fall einer sonstigen nicht genehmigungsbedürftigen, insbesondere

    genehmigungs-, anzeige- und verfahrensfreien Errichtung mit der Bauausführung

    des Gebäudes begonnen worden ist,

    2. das Gebäude im räumlich-funktionalen Zusammenhang mit einer nach dem

    31. März 2012 errichteten Hofstelle eines land- oder forstwirtschaftlichen Betriebes

    steht oder

    3. das Gebäude der dauerhaften Stallhaltung von Tieren dient und von der zuständigen

    Baubehörde genehmigt worden ist.


    Dann würde für die Module auf der Garage ein anderer Vergütungssatz gelten.

  • Habe ich auch schon gesehen, das Haus ist aber von 93. Also selber Vergütungssatz (Hat der Netzbetreiber auch so bestätigt) . Ich hab mit dem Netzbetreiber telefoniert, und er hat behauptet, dass müsse so sein. Dann hätte ich aber schon hier im Forum davon gelesen. Denn den Inbetriebnahmenachweis macht man ja nicht für irgendwelche Teilanlagen, die der Netzbetreiber festlegt, sondern für die Gesamtanlage. Jetz bleibt nur die Frage, aufgrund welches Gesetzes (Verordnung) diese Trennung und der entsprechende Mehraufwand vorgenommen wurde.

    Vielleicht wird das ja nur gemacht, um die Anzahl der Neuzulassungen künstlich hochzupushen.

  • Mitarbeiter bei Netzbetreibern, die mit EEG-Anlagen zu tun haben, denken sich des öfteren seltsame Ding aus. Die werden offenkundig so ausgesucht oder gar dahingehend geschult. Aber wie schon geschrieben, vergütungsmäßig entstehen dir keine Nachteile, ich würde daher keine großen Anstrengungen zur Richtigstellung unternehmen.

  • Wurde bei mir bei der 2016er Anlage auch so gemacht...

    Hausdach ist PV-Anlage 1 und Garage PV-Anlage 2.


    Bei der jetzigen 2019er Anlage nun auch wieder,

    Terasse ist PV3 und Gartenhütte PV4.


    Warum auch immer... Schätze es liegt an den unterschiedlichen Gebäuden.

    Alle befinden sich auf einem Grundstück mit derselben Flurnummer.


    Ich habe allerdings damals 2016 bei der BNA nur eine Gesamtanlage gemeldet.

    Selbiges habe ich auch jetzt mit der 2019er Anlage gemacht. Die Meldungen habe ich dem Netzbetreiber mitgegeben, bis jetzt scheint alles reibungslos zu laufen...

    Hausdach:

    9,36 kWp, 70% dynamisch; 36x Heckert NeMo 260W
    Fronius Symo 8.2
    180° Süden, 40° Dachneigung, teilweise Verschattung vorhanden (ca. 10% Verlust)
    Inbetriebnahme am 20.01.2016


    Terassenüberdachung:

    7,455 kWp, 70% dynamisch; 27x SI-Saphir 165W und 10x Heckert NeMo 300W

    Fronius Symo 6.0 light

    180° Süden, 5° Dachneigung, teilweise Verschattung vorhanden (ca. 10% Verlust)


    JK: 23 (D2, T1)

  • Es gibt inzwischen 56 Fälle bei der EEG-/KWKG-Clearingstelle bei denen es um die Anlagenzusammenfassung geht.

    Hier der neueste: https://www.clearingstelle-eeg-kwkg.de/stellungnv/2017/7-2


    Im EEG ist es wie folgt geregelt:


    (3) 1Mehrere Solaranlagen gelten unabhängig von den Eigentumsverhältnissen und

    ausschließlich zum Zweck der Ermittlung der installierten Leistung im Sinne der

    Absätze 1 und 2 als eine Anlage, wenn

    1. sie sich auf demselben Grundstück oder Gebäude befinden und

    2. sie innerhalb von zwölf aufeinanderfolgenden Kalendermonaten in Betrieb genommen

    worden sind.

    2Entsteht eine Pflicht nach Absatz 1 oder 2 für einen Anlagenbetreiber erst durch

    den Zubau von Anlagen eines anderen Anlagenbetreibers, kann er von diesem den

    Ersatz der daraus entstehenden Kosten verlangen.


    Da scheint manchen VNBs die Bedeutung des Wortes "oder" nicht ganz klar zu sein. Aber wie bereits gesagt, 2 Anlagen haben ja eher Vor- als Nachteile. Die solle man dann aber auch in Anspruch nehmen.

  • Außer unterschiedliche Inbetriebnahmezeitpunkte oder unterschiedliche Hausanschlüsse fällt mir kein Grund ein, warum von unterschiedlichen Anlagen auszugehen wäre.

    Ich würde das im MaStR auch nicht ändern. Soll der VNB bei der Prüfung doch sagen, was ihm nicht gefällt.

    Viele Grüße
    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)