Neuen Zweiwege-Zähler "dazwischenschalten" ?

  • Hallo,


    ich bin neu hier und hätte gerne Informationen, möglichst von kompetenten Fachleuten zu folgenden Vorhaben / Problem:


    Grundlagen: wir sind zu zweit, haben eine kleine DHH aus den 70ern, ca. 3000 - 3500 kw/h Verbrauch, (noch) kein E-Auto oder PluginHybrid, und einen alten Zählerplatz (siehe Bild/Skizze).


    Ich möchte eine PV-Anlage mit 6 bis 16 Modulen installieren, habe aber das Problem des alten Zählerplatzes.


    Die PV-Anbieter verweisen darauf, dass der Netzbetreiber (AllgäuNetz) auf einen neuen Zählerplatz besteht. Nach erster Einschätzung der Anbieter benötigt die Erneuerung des Zählerplatzes 1-2 Tage und kostet 3-400€.


    Bei diesen zusätzlichen Kosten (die mir überhaupt nichts bringen, denn so funktioniert bis jetzt so auch alles problemlos) rentiert sich die Anlage praktisch nicht mehr.


    Deswegen frage ich mich, ob man (auch halbwegs richtlinienkonform) nicht einfach einen neuen (kleinen) Zählerplatz dazwischenschalten kann, der dann nur den neuen 2-Wege-Zähler enthält, und den vorhandenen Zähler ausbaut, stilllegt oder überbrückt.


    Ich weiß, dass die VDE usw. einen neuen Zählerplatz fordert. Aber mit Sicherheit gibt es eine "Grauzone", die man in meinem Fall ausnutzen kann.


    In erster Linie bräuchte ich Hilfe beim Vorgehen und bei der Argumentation gegenüber dem Netzbetreiber, mit dem Ziel, dem Netzbetreiber ein Okay für das Dazwisichenschalten eines Zählers "herauszuleiern", und somit die sehr hohen Kosten für einen komplett neuen Zählerplatz zu vermeiden.


    Falls sich herausstellt, dass ich einen Zähler dazwischenschalten schalten kann und darf, spiele ich mit dem Gedanken, eine kleine StorePV-Anlage einzuschleifen, um möglichst viel Eigenverbrauch abzudecken und auch eine kleine "Notstromfunktion" zu erhalten (siehe Bild/Skizze).


    Erklärung meiner laienhaften Skizze:

    Rot = "kleiner" dazwischengeschalteter Zählerplatz

    Blau = Wechselrichter mit reiner Sinuswelle, Batterielader und Transferschalter

    Gelb = Batterie

    Grün = von PV-Anlage


    Ich würde mich sehr über konstruktive Tipps freuen, vor allem in Bezug auf die Vermeidung des teuren Zählerplatz-Wechsels.


    Danke

    Toni

  • Willkommen im PV-Forum


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    Speicher "sind wie 100km Umweg fahren um beim Tanken 2ct/l zu sparen". Zitat mdonau


    "Förder"programme NEIN! BaWü, Brandenburg Alpha ESS Storion-SMILE 5 für 3,75 kwp auf dem Dach, Thüringen und einige weitere Bundesländer fördern die *Vernichtung* von Strom: Anlagen müssen auf 50% ihrer installierten Leistung abgeregelt werden. Stell dir das so vor als müsstest du ungefähr ein Drittel bis ein Viertel aller Module im Keller montieren.

    Es wird versucht, die Physik mit Gesetzen auszuhebeln. Die vermeintlich hohen Zuschüsse werden aus unser aller Steuergeldern finanziert, halten aber keiner neutralen Berechnung stand. Förderprogramme nutzen nur Menschen die falsch beraten (betrogen) wurden.

    Eine Ausnahme sind KFW40+-Häuser, aber auch da gibt es einiges zu beachten, z.B. Mischwert aus 60% und 70%. Details auf Anfrage.


    Eine maximal große Anlage ohne Speicher mit vergüteter Überschusseinspeisung bringt den größten Gewinn.

    Das sagt auch die Verbraucherzentrale NRW: https://www.verbraucherzentral…-wirtschaftlichsten-34542


    "Als ich ... angefangen habe meine Anlage zu planen, bin auch ich ganz intuitiv davon ausgegangen dass ich so viel Strom erzeugen sollte, wie ich selber verbrauche.

    Meine PV-Planung hat ... mit 9kWp begonnen. Nach viel Rechnerei und Lesen ... hier bin ich ... bei 26kWp angekommen. Es gibt viel über PV zu lernen: Technik, Kosten, EEG, Steuern usw. Das braucht seine Zeit, sich da ein umfassendes Bild zu machen. Ich bin aber froh diesen Weg gegangen zu sein, ich würde mich heute ärgern, wenn ich zu klein gebaut hätte." Zitat Olli-jwd



    Hausbau-Tipps

    Hausbau, Tipps gesucht von Veteranen ;-)


    PVGIS

    http://re.jrc.ec.europa.eu/pvg_tools/en/tools.html



    Eigenverbrauch ist kein Kriterium!

    Kennst du eine Bäckerei die nur für ihren Eigenbedarf Backwaren herstellt?

    Im Sommer wird deine Anlage für den Eigenbedarf zu groß sein, im Winter zu klein.



    Angenommen auf dein Dach passen 50 Module.

    Das sind ca. 15 kWp. * 1000 kWh (die je kWp ca. zu ernten sind) * 0,11 (ungefähre Einspeisevergütung) * 20 Jahre = 33.000 EUR netto Einspeisevergütung.


    Nur wenige Interessenten wissen wie viel Potenzial in ihren Dächern steckt. Gerne informieren wir erfahrenen Anlagenbetreiber unabhängig und ohne dir etwas zu verkaufen.


    Hast du weitere Dächer, Carports, Garagen, Nordseite, ...?

    Wie ist deine Dachneigung, wie sind die Maße?


    Weitere Informationen in meiner Signatur.



    Zu deinen Fragen:

    Anlage ohne EEG-Förderung bauen und schauen was passiert. Sie werden früher oder später einen Zähler mit Rücklaufsperre setzen.

    Andererseits ist ein Schrank mit Überspannungsschutz usw. Vorschrift, da gibt es, wenn du Förderung nach EEG möchtest, soweit ich weiß nichts zu diskutieren.

    Eine möglichst große Anlage wird dir den aber auch finanzieren. Gleich einen mit 2 Zählerplätzen nehmen!

    Dass das technisch fraglich ist ist klar. Kommt drauf an wie weit du gehen möchtest und was letztlich deine Ziele sind.


    Die Schränke sind vorgefertigt und wenn man es auf die schnelle Tour machen möchte klemmt man deine jetzige Verteilung als Unterverteilung an einen neuen Schrank.


    Die Telefondose oben links (Abdeckung) könnte noch interessant werden um den WR ans LAN anzuschließen. I.d.R. lässt sich alte Fon-Leitung dafür verwenden.

  • Du kannst deine Hausverteilung

    erneuern lassen und die Kosten mit der PV abschreiben, ist doch super.


    ich bin froh meine alten Kästen

    los zu sein, jetzt mit Fehlerstromschutzschalter (Fi/RCD)

    und Überspannungsschutz.

    Ist irgendwann eh mal fällig.


    Die PV Anlage anschließen stellt einen erheblichen Eingriff in die Anlage dar,

    somit muss der selbe Standard wie bei Neuanlagen erfüllt werden.

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • Ist es wirklich so schlimm und abwegig, wenn man bei der Gelegenheit die 70er Jahre Elektrik im Keller auf Vordermann bringt und in einem NEUEN Zählerkasten neue Sicherungen und FIs verbaut und sich das von dem Gewinn der PV bezahlen lässt:?:

    Die Schraubsicherungen sind ja schon ein wenig aus der Zeit gefallen und technisch überholt ;)

  • vor allem in Bezug auf die Vermeidung des teuren Zählerplatz-Wechsels.

    Allein diese "vorsintflutliche" Technik gehört schleunigst auf den Schrott - unabhängig von der PV....

    4,81 kWp / 31 x TS CIGS-Hochleistungs-Solarmodule 155W / Kostal Wechselrichter PIKO 4.2 / seit 09/2013

    Ausrichtung 46° Dachneigung 36°

    Standort: 51° 54‘ 22” Nord, 8° 37‘ 52“ Ost

  • vor allem in Bezug auf die Vermeidung des teuren Zählerplatz-Wechsels.

    Allein diese "vorsintflutliche" Technik gehört schleunigst auf den Schrott - unabhängig von der PV....

    Kann ich nur zustimmen, wäre das Erste was ich rausreißen würde um es neu zu machen!

  • 300-400€.....Das ist fast schon GESCHENKT:idea:

    Da rentiert sich die PV-Anlage immer noch wenn du den Speicher weglässt.


    pflanze

    Deine Zusammenstellung ist sicher gut gemeint und grundsätzlich auch richtig aber die Liste ist inzwischen leider viel zu lang, das liest kein Mensch mehr.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Werde sie komprimieren/strukturieren. Wenn Threads über 5 Seiten ausarten ist es nicht besser.

  • Sorry, Ich meinte natürlich 3-4000€. Sollte aber klar sein ;)


    Danke euch. Wenn es keine "Gegenstimmen" gibt, bleibt mir wohl nichts anderes übrig, meinen Zählerplatz erneuern zu lassen....

    Oder alles so lassen wie es ist, inklusive Strom aus der Steckdose


    Toni

  • Lass uns doch mal wie o.g. einen Blick auf deine Dächer werfen und schauen wie deine Anlage aussehen könnte,

    Deine kleine Elektrik darf keine 4.000 EUR kosten.