Newbie benötigt ein wenig Input

  • Hallo liebe Forengemeinde,


    auch auf die Gefahr hin , dass ich vielleicht den einen oder anderen Artikel übersehen habe , der meine folgenden Fragen beantwortet, so bitte ich an dieser Stelle schon mal um Entschuldigung :-)


    Ich benötig von den Gurus hier ein wenig Input , ob meine Entscheidung an einigen Punkten richtig ist / war.


    Gegeben :


    Ab Mai bauen wir ein nicht KFW gefördertes NiedrigEngerie Haus (da nicht finanziert).

    Grösse : 115 qm, 40cm Poroton Aussenwände,zwei Etagen, Energieberater beauftragt.


    Im Pauschalangebot (Bezugsfertig) des Bauträgers wurde uns eine 3KVPeek Anlage ohne Speicher angeboten.

    Heizsystem ist Infrarot-Deckenheizung ( WellTherm), Warmwassser : Elektro-Durchlauferhitzer.


    Wir haben derzeit einen Strombedarf ~ 4300 kWh per Anno



    Frage :


    Ich neige dazu , die PV auf alle Fälle jetzt schon auf ca 6 KVp erweitern zu lassen und einen LiOn-Speicher zu verwenden.


    Macht das Sinn ?

    Wozu würdet ihr mir anraten ?

    Was würdet ihr komplett anders machen ?


    Lieben Dank im Voraus


    Stefan

  • Hallo,

    willkommen im PV-Forum :)


    Die Erweiterung der Anlagengrösse macht auf jeden Fall Sinn. Dabei sollte man bei Betrachtung unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten die PV-Anlage nicht auf 6 kwp beschränken sondern so groß wie möglich bauen.

    Den Speicher sollte man hingegen komplett weglassen wenn der nicht als schönes (aber teures) Hobby unbedingt gewünscht ist.

    Was steht denn an belegbarer Dachfläche zur Verfügung, wie ist die Ausrichtung und die Dachneigung? Wo in Deutschland soll das Haus gebaut werden?

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Hallo,


    PV 3 oder 6 kann man machen wie man will mehr ist immer besser.


    Aber Infrarot Heizung (denke mal Strom) würde ich mir sparen lieber eine einfache Luft-WP mit Fußbodenheizung wird auf dauer günstiger.


    Speicher wenn du Geld sparen willst nein

  • Hallo smoker59,


    danke für die freundliche Aufnahme im Forum.


    Als Dachfläche stehen ca 60 qm zur Verfügung, gegen Süden ausgerichtet, Ort ist Mainz.


    Und schon hast du mich erwischt :-)

    Speicher : Ich bin immer davon ausgegangen, dass es mir recht wenig bringt , wenn ich Tagsüber den produzierten Strom kaum verwenden kann , sich aber in den Abendstunden bei und das "Familienleben" abspielt, Wäsche, Duschen, Kochen.


    Ich würde dann eher mehr als jetzt über den Netzanbieter in dieser Zeit beziehen.

    (Durchlauferhitzer, Heizung)



    the--doctor-9

    Auch an Dich ein Danke : Fussbodenheizung möchten wir vermeiden

  • Ist das eine elektrische Direktheizung? Ein No-Go meines Erachtens.

    PV natürlich so groß wie möglich. Da sollte deutlich mehr als 6 KWp gehen, du hast ja keinen Schornstein :). Da eine PV sich selbst bezahlt, wäre jede Beschränkung auf kleinere Leistungen weder wirtschaftlich noch ökologisch sinnvoll - schon gar nicht mit einer Elektroheizung.

    Ebenso kein Speicher - jedenfallls nicht aus wirtschaftlichen oder ökologischen Gründen (Manchen fallen andere Gründe ein).

  • Hallo swa00 .

    das mit der Elektroheizung und Durchlauferhitzer solltest du dir dringend noch einmal überlegen...

    Sie wird dich auffressen ... finanziell gesehen.

    Bau mit einer Wärmepumpe mit Flächenheizung.

    Dazu dann eine PV-Anlage, die so groß wie möglich sein sollte.

    Auf Speicher verzichtest du besser.

    Lies dich hier im Forum mal zu den Anfragen, wie du sie auch hast, etwas ein...

    Du wirst sehen, dass viele Anfragen haben, wie du sie auch hast.

    So vermeidest du viele Anfängerfragen und dir wird einiges klarer.


    lg

    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 30xxx

  • Und es folgen weitere. Darf ich dich fragen warum so viele an dem Marketing festhalten bis hier mindestens 5 erfahrene Betreiber von davon abraten?


    Weitere Infos auch in meiner Signatur.


    Sachliche Speicher-Darlegung

    Totaler Neuling will PV Anlage aufs Dach bauen


    Erfahrungsbericht nach einem Jahr Akku

    Nach einem Jahr Photovoltaik-Betrieb kehrt nun Ernüchterung ein...


    Hausbau-Tipps

    Hausbau, Tipps gesucht von Veteranen ;-)


    PVGIS

    http://re.jrc.ec.europa.eu/pvg_tools/en/tools.html


    Auf dein Dach passen bis zu 35 Module.

    Das sind ca. 11 kWp. * 1000 kWh (die je kWp ca. zu ernten sind) * 0,11 (ungefähre Einspeisevergütung) * 20 Jahre = 24.200 EUR netto Umsatz.


    Nur wenige Interessenten wissen wie viel Potenzial in ihren Dächern steckt. Gerne informieren wir dich unabhängig und ohne Verkaufsabsichten.


    Hast du weitere Dächer, Carports, Garagen, Nordseite, ...?

    Wie ist deine Dachneigung, wie sind die Maße?

  • Ich bin immer davon ausgegangen, dass es mir recht wenig bringt , wenn ich Tagsüber den produzierten Strom kaum verwenden kann , sich aber in den Abendstunden bei und das "Familienleben" abspielt, Wäsche, Duschen, Kochen.

    Der "Gewinn" besteht nicht (oder zumindest nicht nur) aus dem Verbrauch des selbst produzierten Stroms sondern vor allem aus der Einspeisung.

    Die aktuelle Einspeisevergütung ist zwar nicht besonders üppig, reicht aber aus um die Anlage bei einem vernünftigen Angebot innerhalb von 12-15 Jahren auch ohne Eigenverbrauch vollständig abzubezahlen. Oder man bezahlt davon den Bezugsstrom für die Nacht und die sonnenarme Zeit was unterm Strich auf's gleiche rauskommt.


    Ein Speicher ermöglicht zwar einen höheren Eigenverbrauch, er kostet in der Anschaffung aber z. Zt. noch mehr als er über die eigene Lebenserwartung wieder reinholt.

    Heutige Speichersysteme haben einen Wirkungsgrad um 80%, sie sind also nicht verlustfrei und auch die Lade/Entladestrategien der Hersteller lassen noch sehr zu wünschen übrig.


    Auf 60 qm passen etwa 32 Module, 32 * 310 Wp ergeben eine schöne Anlage mit 9,92 kwp und die würde ich dann auch bauen.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Weil ein Speicher nur Geld und Strom vernichtet, auch bei dir. Siehe z.B. hier oder in 1000 anderen Threads. Das hat nichts mit dir und deiner Familie und ihrem Bedarf zu tun, so ungewöhnlich kann der gar nicht sein. Siehe z.B. hier.


    Jetzt lese ich gerade auch noch, dass ihr Elektro-Durchlauferhitzer plant. Was hat denn der Bauträger geraucht? Elektro-Direktheizung und WW-Bereitung? Hat der schon mal was von Klimawandel gehört? Von Effizienz? Wenn du ein Haus ohne Finanzierung bauen kannst, dann sollte das Geld für eine Wärmepumpe doch drin sein, oder? Sorry, möchte nicht patzig klingen, aber ich reg mich grad ein bisschen auf. Wie gut, dass du ins Forum gekommen bist.