Induktives Kochfeld vs Herdplatte Stromeinsparung und Betrieb an der Insel

  • Habe soeben das erste Mal auf Solarenergie gekocht. Vorerst auf einer alten Einzelherdplatte die ich im Keller der Eltern gefunden habe. Wird heiss und funktioniert, soweit so gut.

    Sie hat 1800 Watt und ich stellte überrascht fest- auch wenn man es sich bei genauerer Betrachtung wahrscheinlich hätte denken können- , dass sie nur Vollgas und aus kennt und wohl ein einstellbarer Bimetallschalter regelt.


    Jetzt ist 1800 Watt schon eher viel und ich dachte um die Temperatur zu halten, müsste man die Batterien vielleicht nicht so quälen...


    Induktives Kochfeld liesst sich so, dass da je nach Verfahren mit PWM geregelt wird, das könnte auf variable Leistung hindeuten. Auch wird sie als stromsparender angepriesen, da kann ich mir nur vorstellen, dass man sehr viel rechnet und dann feststellt, dass bei der konventionellen Herdplatte die ersten 40 Sekunden die volle Leistung benötigt wird aber noch nicht gekocht werden kann weil die Platte erst warm wird und die ganze Energie im Prinzip in den 20 Minuten nach Kochende im Raum verpufft wo sie wieder abkühlt?


    Da ich nicht ausgiebig koche sondern eher kurz Wasser für Nudeln oder für Tee erwärme, wär ich wohl der Prototy das Potential der Stromeinsparung maximal zu nutzen? Ist die Leistungsabgabe tatsächlich variabel? Gibt es auch normale Herdplatten die mit PWM oder anders die Leistung reduzieren? Wie lustig findet das der Inverter, weil irgendwas findet der auch doof wenn man irgendwas mit der Sinuswelle macht?

  • Gibt es auch normale Herdplatten die mit PWM oder anders die Leistung reduzieren?

    Meist sind in älteren Platten mehrere Heizelemente mit unterschiedlicher Leistung (z.B. 500, 1000 und 2000W) verbaut, die über Stufenschalter geschaltet werden können (im Beispiel dann in 500W-Stufen von 0 bis 3500W; 1, 2, 1+2, 3, 3+1, ...).


    edit: für die beschriebenen kulinarischen Ansprüche reicht aber eigentlich ein Wasserkocher - viel effektiver kann man Wasser mit Strom nicht erwärmen ;)

    Der VNB ist keine Rechtsberatungsstelle für Betreiber für Fragen zum EEG.

  • Die Energieeinsparung soll bei Induktion gegenüber "Strahlungskochfeldern" (klassische Herdplatte oder Cerankochfeld) etwa 20 % niedriger sein laut Stiftung Warentest, fast so effizient wie ein guter Wasserkocher. Vor allem, weil keine zusätzliche Masse erwärmt werden muss (Stahlplatte), und weil nichts unnötig in andere Richtungen abgestrahlt wird. Unser Induktionskochfeld scheint allerdings auch nur an/aus zu kennen, dafür schaltet es relativ häufig.

  • Hatte gerade Glück bei den Kleinanzeigen und son Induktionsding gebraucht bekommen und direkt ausprobiert. Gestern konventionell gekochte Nudeln kochen haben 10% SOC gekostet, Heute Spinat auftauen und Backcamenbert gar 11%, die Stromeinsparung kann ich noch nicht nachvollziehen aber vielleicht gibts morgen nochmal Nudeln zu Testzwecken ;)


    Das Ding hat erschreckende 4W vor Inverter Standbyverbrauch und macht im Vergleich ein tierisches Palaver mit Lüfternachlauf und Betriebsgeräuschen. Stufe 1 bis 5 sind 1000W mit unterschiedlicher ED, Stufe 6 bis 10 geht dann die Leistung bis auf 2100 Watt hoch. Schon ernstzunehmende Leistungsabgabe für son Beistellgerät aber vielleicht gras ich nochmal die Kleinanzeigen nach einem mit Schalter ab, das Gerät ist mir zu modern und geil. Bis man es allein an hat und sich durchs Menü gedrückt hat um auf die gewünschte Heizstufe zu kommen *augenroll* Keine geplante Obsoleszenz inklusive.

  • Meist sind in älteren Platten mehrere Heizelemente mit unterschiedlicher Leistung (z.B. 500, 1000 und 2000W) verbaut, die über Stufenschalter geschaltet werden können (im Beispiel dann in 500W-Stufen von 0 bis 3500W; 1, 2, 1+2, 3, 3+1, ...).

    Sind sie gemeinhin und ungesehen daran zu erkennen, dass die Schalter rasten und sich nicht stufenlos drehen lassen damit ich die Verkäufer vorher fragen kann?

  • Sind sie gemeinhin und ungesehen daran zu erkennen, dass die Schalter rasten und sich nicht stufenlos drehen lassen

    Servus, ja, würde ich so sagen. Mein altes Zweiplatten-Kochfeld rastet und schaltet in 0,5-Schritten bis Stufe 3

    Von Stufe 0 -1,5 immer 150W und von Stufe 2-3 immer 300W dazu, gesamt 1,2kW

    Die kleinere Platte entsprechend bis 1kW.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Siebentaktschaltung

    Geht super um Überschüsse präzise manuell abzugreifen:)


    Aber richtig kochen natürlich mit Gas:roll:


    lg,

    e-zepp

  • Perfekt, vielen Dank. Strom hab ich über, Gas muss ich erst ranschleppen.


    Campinggefühl ist für mich doch eher Benzinkocher, inklusive meterhoher Stichflamme beim starten, lautem rauschen im Betrieb, Pyrolyse statt abwaschen durch ordentlich Temperatur und total verrußtem Geschirr hinterher. Viel Aufwand für ne Tasse Tee.