Total überfordert, Solar oder Bhkw

  • Hallo liebe Forenmitglieder, ich bin neu hier und bitte euch um eure Hilfe, da ich durch immer mehr recherchieren immer unsicherer werde.



    Zu meinen eckdaten:


    2 familienhaus

    Anliegerwohnung: ca 3-3500kwh strom und 10-15.000 gas verbrauch

    Das haus: ca 3500kwh und 35-40000 gas.

    Das haus ist bj57 und wurde ende der 70 komplett gedämmt, dach möchte ich dieses jahr neu dämmenlassen ca 20% heizkosten reduzierung.


    Nun war mein Gedanke eine 10er Photovoltaikanlage aufs Dach zu setzen um wenigstens ca. 70% der Strom Kosten zu reduzieren mit oder ohne speicher, Jedoch wurde mir vom Verkäufer ein BHKW empfohlen. Welches ca 6200kwh abdeckt, Kostendifferenz cs. 10 bis 12000 € ohne Förderung.


    Nach all meinen Recherchen bin ich momentan zum Ergebnis gekommen dass sich ein BHKW nicht lohnt.


    Da ich den Strom ja mit EEG Umlage und Steuern für ca netto 12 Cent an meine Mieter verkaufen würde, brutto ca24.

    Bitte um Einschätzungen von sachkundigen bzw Betreibern.

    • Offizieller Beitrag

    Erstmal herzlich willkommen im Forum.:)

    Ein paar Eckdaten fehlen noch.

    Dachausrichtung, grösse desselben, welche Neigung hat das Dach, pp.

    Gibt es auch ein Foto vom Dach / Haus? Wenn ja, dann stelle es doch ein.;)

  • hey, danke für die flotte antwort, ausrichtung ist ost/süd, schätze 45° mit abflachendem teil, dachfläche beide seiten ohne flachächer ca.150-160m³


    Ach so bhkw netto mit förderung ca 11000€ brutto 27000€, 10er solar mit speicher brutto 22000€

  • dasist das angebot zum bhkw:

    Der Bruttopreis beträgt € 26.990,-

    KFW Förderungen in Höhe von € 11.100,- Mehrwertsteuer € 4309,33

    Energiesteuer Rückerstattung € 900,97

    Nettopreis: € 10.679,70


    Vitovalor PA2

    • Offizieller Beitrag

    Nach all meinen Recherchen bin ich momentan zum Ergebnis gekommen dass sich ein BHKW nicht lohnt.

    40.000 + 15.000kWh ist ne menge Holz.

    ist die Frage, wie viel davon wirklich genutzt wird und wo es am meisten verschwindet.


    BHKWs rechnen sich nur für Grundlast bei genügend Betriebsstunden, bei "kleinen" Wohneinheiten ist der Grundbedarf zu niedrig, selbst mein Nachbar mit Gästehaus/Hotel und Restaurant würde kein BHKW mehr anschaffen...

    Die Weitergabe von Strom an Mieter ist aktuell -leider- in jedem Fall völlig sinnlos.

    eine 10er Photovoltaikanlage aufs Dach zu setzen

    kein Platz für mehr?


    Bei Baujahr 57 ist die Frage, wann eh die Kernsanierung fällig ist (Heizung, Sanitär, Elektro usw.)

    Dach und Fenster/Türen sind meist die Posten, die am meisten bringen.

    Hier würde ich zu einer Bestandsaufnahme raten, um langfristig einen Fahrplan zu haben

    und die größten Problemzonen zeitnah zu beheben.

    2*13 + 8 G5 Süd, 2*10 +10 l G9.3 XL Nord an Fronius Symo 12,5 & Solis RHi,

    12 Sharp NUSC Süd und 4 TSC PowerXT Ost an Primo 4,6,

    4xPylontech US2000C, Nibe S1155-6 an Ringgrabenkollektor, 15,6m² Hewalex Solarthermie
    Technische Alternative UVR16x2, CAN-Mtx2, CAN-EZ2 und C.M.I.

  • Hallo, wie gesagt das Haus wurde komplett gedämmt und Fenster Türen etc sind neu nur das Dach hat den letzten Sturm nicht gut überstanden und von daher wollte ich daran gehen. Heizung ist 4 Jahre alt. Ich dachte 10kwp wäre gr genug besonders da diese ja auch schon inkl speicher bei 22.000 liegen

    • Offizieller Beitrag

    Ich dachte 10kwp wäre gr genug besonders da diese ja auch schon inkl speicher bei 22.000 liegen

    Genug ist, wenn das Dach voll ist ;)

    Speicher ist Strom und Geldverbrennung, kann man als Hobby betreiben. Dann sollte das Geld aber "übrig" sein.


    Die Module sind das einzige, was an der Anlage etwas Produziert, der Rest ist "notwendiges Übel",

    das speichern verteuert die eigene kWh auf Netzpreis oder sogar mehr, Amortisation unwahrscheinlich.

    z.B: Sonnenbatterie (Wirkungsgrad Akku und Eigenverbrauch)

    25% Verluste!

    oder: Nach einem Jahr Photovoltaik-Betrieb kehrt nun Ernüchterung ein...

    2*13 + 8 G5 Süd, 2*10 +10 l G9.3 XL Nord an Fronius Symo 12,5 & Solis RHi,

    12 Sharp NUSC Süd und 4 TSC PowerXT Ost an Primo 4,6,

    4xPylontech US2000C, Nibe S1155-6 an Ringgrabenkollektor, 15,6m² Hewalex Solarthermie
    Technische Alternative UVR16x2, CAN-Mtx2, CAN-EZ2 und C.M.I.

  • Die Module sind das einzige, was an der Anlage etwas Produziert, der Rest ist "notwendiges Übel",

    das speichern verteuert die eigene kWh auf Netzpreis oder sogar mehr, Amortisation unwahrscheinlich.

    So ist es. Lass den Speicher unbedingt weg!

    Wenn du gute PV-Flächen hast nutze sie. Das ist per se schon wirtschaftlich und NICHT an deinem Strombedarf zu bemessen sondern an der nutzbaren Dachfläche! Bitte lies diese Sätze noch ein paarmal.


    BHKW und PV kannst du immernoch kombinieren, das schließt sich nicht aus. Mittels Kaskadenmessung geht das wunderbar.


    Strom an Mieter ist leider in DE kompliziert. Entweder man macht das einfach intern weil man sich mit ihnen einig ist oder man lässt es.

    70% weich darfst du dennoch auf den Hausanschluss bezogen messen statt nur auf deinen Zähler.


    Mit großer PV machst du Gewinn. Mit größerer größeren Gewinn.

  • Wie groß ist denn das Haus? 40000 kWh zum Heizen, das klingt so, als wäre es eine Bretterscheune, wo die Luft durch alle Ritzen pfeift, aber nicht nach einem gedämmten EFH ?