Neuling - PV-Anlage mit Verschattung durch Edelstahlkamin

  • In zwanzig Jahren wird der Speicher auch hinüber sein - der unterliegt einer normalen Alterung und verliert von Jahr zu Jahr an Kapazität und Wirkungsgrad --> die Verluste steigen jährlich. Ob das der Strompreis überkompensieren kann? Eine kWh zu speichern und wieder zu entnehmen kostet bei allen derzeit verfügbaren Systemen deutlich über 30 Cent (eher das Doppelte). Da müsste der Strompreis noch eine ganze Weile steigen. Solange fährst du ohne besser.


    Gibt's schon ein Update bezüglich Kamin? Der würde mir viel mehr Sorgen bereiten. Da quasi permanent mehrere Module vom harten Schatten betroffen sind, dürfte die Leistungseinbuße bedeutend sein, wenn der Schlot so bleibt, wie er jetzt ist. Ich würde auch über eine dachparallele Führung bis zum First nachdenken.

  • Servus, wozu ist der komische Kamin denn jetzt eigentlich gut/da?

    Auch wenn Du es vielleicht nicht (mehr) hören willst, rechne das doch wirklich mal ohne Thermie und Kamin durch,

    auch in Bezug auf die neue Klima-Du wirst staunen!

    lg,

    e-zepp

  • Für die zur Verfügung stehenden ~21000€ gibt es statt Puzzle Dach mit mini PV (Verglichen mit dem was geht) und Speicher alternativ ein sauber aufgeräumtes Dach mit PV Modulen auf beiden Seiten, und nur noch einem System das man beobachten/warten muss.

    Das macht sich auch für die evtl. kommende WP Heizung(Stichwort CO2 Abgabe) positiv bemerkbar.

  • Monsmusik

    Kannst Du mal Eckwerte nennen, wie Du das gerechnet hast?

    Klar, kann ich. Das basiert auf Werten, die ich seit über einem Jahr logge, und die einfach zeigen, dass der Grundverbrauch ohne Bewohneraktivitäten (und ohne Klimaanlage) bei ca 250 W liegt. In 8760 h sind das 2190 KWh, und das wiederum sind über 2/3 des Jahresverbrauchs. Der tägliche Spülmaschinenlauf, die Waschmaschine, Wasserkocher, Fön ... kommen also zusammen auf keine 1000 KWh. Natürlich kann und sollte man trotzdem versuchen, diese auf Sonnenzeiten zu legen, aber der größte Baustein für den Direktverbrauch ist die Grundlast des Hauses (und die habe ich schon soweit sinnvoll möglich reduziert).

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Ok, klingt nachvollziehbar ... ich komme morgens regelmäßig mit 1-1,5KWh Verbrauch von Mitternacht bis um 10 Uhr an.

    Mit 150Wh ergeben sich dann 1314KWh für das Rauschen pro Jahr

    Der Rest ... bei uns ca. 1500KWh ... ist die Weiße Ware plus Fön, Staubsauger nd Co.

  • Eine ältere Kühl-Gefrier Kombination braucht ~ 30Watt, dazu ein Router mit 15Watt macht ~45-50Watt. Moderne Unterhaltungselektronik braucht im Standby unter 1W (eher <0,5) macht für 20 Geräte noch mal 10-20Watt. Ohne Heizung sollte die Grundlast demnach < 70Watt sein. Moderne Heizungen (Gas) liegen mit Umwälzpumpen bei <50-70Watt.

    Die 250 Watt erscheinen mir damit recht hoch für eine durchgehende Grundlast die auch im Sommer vorhanden sein soll.

  • Die 250 Watt erscheinen mir damit recht hoch für eine durchgehende Grundlast die auch im Sommer vorhanden sein soll.

    Ist aber z.B. bei mir auch so, kommt halt auch auf die elektronische Ausstattung im Haus an.


    Für diese geringe Last wäre z.B. dieses Projekt hier geeignet, wenn es den schon unbedingt ein Speicher sein muss:


    Projekt “Forumsspeicher” für Grundlast (2-3 kWh, 250 W)

    Rechnet sich zwar (mit LiFePo) auch nicht, aber der finanzielle Einsatz ist aber auch nicht so hoch und die Grundlast wird abgedeckt.

  • Die 250 Watt erscheinen mir damit recht hoch für eine durchgehende Grundlast die auch im Sommer vorhanden sein soll.

    Das sind ein moderner Kühlschrank, eine moderne Gefriertruhe, Klingel/Sprechanlage, diverse DECT-Telefone, Router, diverse Powerlineadapter, Raspi, Standbygeräte, verschiedene Stromzähler, auch Wechselrichter, 5 Laptops, 5 Smartphones, Netzteile für LED-Leuchten, Umwälzpumpe (nicht austauschbar), Solarthermie-Pumpe, Wasserenthärter, diverse Radiowecker, ...

    Aquarium ist abgeschafft, Zirkulation ausgeschaltet, Sensorschalter stillgelegt, überall schaltbare Steckdosenleisten, ich probiere das schon bewusst niedrig zu halten, aber die Infrastruktur muss halt auch laufen. Die Ausstattung ist denke ich ziemlich Standard. Und mit einem Jahresverbrauch von 3000 KWh muss ich mich für fünf Personen auch nicht schämen. Wenn ich sehe, was hier teilweise für Jahresbedarfe kommuniziert werden, da liege ich mit meiner Annahme von 250 W Grundlast eher unter dem Durchschnitt als drüber. Man sollte sich da nicht selber in die Tasche lügen. Messen statt rechnen!:)

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Jeder Solarteur schwärmt vom Speicher. Das ist aber reiner Eigennutz.

    Bei mir hatte ich auch kein Angebot ohne Speicher und mir wurde vorgerechnet wie schnell sich das rechnet, allerdings wurde der Speicher natürlich nur im Gesamtpacket berechnet und nicht solo. Kein Solarteur wird dir jemals die Amortisation des Speichers solo berechnen (ohne die PV mit einzubeziehen), denn das fette Minus würde doch arg abschrecken.

    Die Speicher rechnen sich auch und zwar sofort, allerdings nur für die Solarteure, so viel Gewinn für so wenig Arbeit bekommt der bei der restlichen Anlage nämlich nicht.