Luftentfeuchter mit PV best möglich betreiben ... Ideen ?

  • Von Wann bis wann (Uhrzeit) belastet man am besten eine PV-Anlage?



    Ziel:

    Mit den Erträgen einer bestehenden PV-Anlange soll best möglich ein Luftentfeuchter im Keller einer kleinen zur Zeit nicht weiter genutzten Hütte betrieben werden um die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren.

    Im Laufe des Jahres soll dann die Elektronik und Batterien die bis jetzt noch provisorisch in der Hütte stehen, sauber im Keller installiert werden.


    PV: 390Wp Süd, 55° Modulwinkel

    LR: EPever 30A MPPT

    Batterie: OPzS 200Ah / 12V

    Wechselrichter: 300W/ 600W reiner Sinus (NoName von solartronics) 10W Eigenverbrauch


    Theoretische Tägliche Erträge [kWh]:

    Jan: 0,27

    Feb: 0,53

    März: 1,04

    April: 1,34

    Mai: 1,29

    Jun: 1,29

    Jul: 1,23

    Aug: 1,22

    Sep: 1,06

    Okt: 0,79

    Nov: 0,36

    Dez: 0,26


    Luftentfeuchter:

    330W laut Hersteller


    Die letzten beiden Wochenenden habe ich den Luftentfeuchter im Keller dort mit einem kleinen Notstromaggregat probeweise betrieben um vernünftige Infos über die Leistungsaufnahme für die Auslegung zu bekommen.


    Mit 1,06kg Benzin wurde der Luftentfeuchter 3 Stunden und 59 Minuten betrieben.

    Die maximale Last betrug laut Messgerät in dieser Zeit 293 W.

    Insgesamt verbrauchte der Luftentfeuchter in den 4 Stunden 0,69kWh


    Arbeitsweise des Luftentfeuchters:

    1. Start des Gebläse und Messung der Luftfeuchtigkeit

    2. Start des Kompressors -> Gerät kühlt sich herunter (max. 293W gemessen)

    3. Kompressor schaltet sich ab, und der Vereiste Wärmetauscher wird durch das Gebläse wieder ab getaut.


    in Phase 3 Beträgt die Leistungsaufnahme nur 38W (Gebläse).


    Überrascht war ich dass der Wechselrichter mit der Last von 270-280W über längere Zeit anscheinend keinerlei Probleme hatte.

    Ich konnte keine nennenswerte Erwärmung des Geräts feststellen, und er ist auch nicht in "Überlast" gegangen.


    Meine Frage an euch:


    Wann lasse ich den Luftentfeuchter am geschicktesten laufen, damit die Batterie am wenigsten in Mitleidenschaft gezogen wird?


    Meine erste Idee war per Zeitschaltuhr von 11-15 Uhr täglich laufen lassen, da hier auch der größte PV-Ertrag zu erwarten ist?


    Oder ist es Sinnvoller dass der Luftentfeuchter früher läuft, damit hinterher mehr Zeit bleibt um die Batterien wieder auf zu laden?


    Die Leitung von der Batterie (mit D02 25A abgesichert) zum Wechselrichter wird über 4 parallel geschaltete Halbleiter (Typ: IRF 3703) getrennt.


    Meine Überlegungen:

    1. 12V Zeitschaltuhr um das Tägliche Zeitfenster vorzugeben in dem der Luftentfeuchter läuft.

    2. vor die Zeitschaltuhr einen billigen China Laderegler den ich noch habe, der die Aufgabe der Spannungsüberwachung (Tiefentladeschutz) und Überwachung der "reconnect-Spannung übernimmt.


    "reconnect-Spannung auf 14V oder höher setzen, sodass die Batterie erst erneut belastet wird wenn die Batterie wieder einmal vernünftig voll geladen war.

    Wenn der Luftentfeuchter deswegen mal 4 Tage nicht läuft wegen schlecht Wetter ist egal.



    Frage an euch:

    Von wann bis wann lasse ich den Luftentfeuchter am besten laufen?

  • Mal blöd gefragt, du entfeuchtest die Luft und das Wasser läuft in den Boden und das Spiel beginnt von vorne? Wäre es nicht technisch einfacher, Umgebungsluft reinzublasen, die auf der anderen Seite wieder austritt und so die Hütte entfeuchtet? Evtl auch in einer Solar-Luft-Kollektor-Ausführung, die damit auch zusätzliche (warme) Luft in die Hütte bringt? Mit der Leistung von 10W würde einiges gehen, da geht sich sogar ne Steuerung per Arduino aus, der die Luftklappe per Zeit öffnet.

  • Wäre es nicht technisch einfacher, Umgebungsluft reinzublasen, die auf der anderen Seite wieder austritt und so die Hütte entfeuchtet?

    Keine Blöde Frage...:thumbup:


    So lief es bis jetzt.


    Im Sommer kommt warme Luft von Außen in den 8°C kalten Keller. Die Luftfeuchtigkeit steigt auf 89-99%, und an den Wänden läuft das Wasser runter.

    Im Winter steigt die "warme" (4°C) Luft nach oben und spielt Tropfsteinhöhle an der kalten Decke...


    Das Spiel hab ich 1 Jahr lang gemacht. Mit Lüftern zur Luftumwälzung. Mit Zeitschaltuhr um zu bestimmten Uhrzeiten die Luft im Keller auszutauschen.


    Dann hab ich in den Unterlagen von der Uni mir das H1+X Diagramm heraus gesucht, und das ganze mal nachvollzogen.

    Kurzfassung: Die Temperatur vom Keller ist zu niedrig um mit Luft von außen den Raum zu trocknen. Was meine Erfahrung von einem Jahr praktisch ausprobieren bestätigt hat :-?


    In den 4 Stunden wo der Luftentfeuchter lief wurden 1,2L Wasser kondensiert.

    Dieses wird über einen Schlauch abgeleitet. :)

  • ok, danke für deine Info :) Mit einem Modul deiner angegebenen Grösse wirds eher nichts werden mit Aufladen der Batterie und noch den Befeuchter antreiben - kannst du jeden Tag 1,2 liter rausziehen oder wird das besser? ich hab ja keine Ahnung von Luftentfeuchtern, es gibt auch Modelle mit 12V - wäre das eine Alternative? Evtl mal was ausleihen zum testen?

  • ok, danke für deine Info :) Mit einem Modul deiner angegebenen Grösse wirds eher nichts werden mit Aufladen der Batterie und noch den Befeuchter antreiben -


    Für mich ist ehr die Frage an die die sich mit den Batterien auskennen, was mehr Sinn macht.


    - Last laufen lassen wenn mit dem größten PV Ertrag zu rechnen ist?


    oder


    - Last laufen lassen bevor der größte PV Ertrag kommt?


    Der PV - Ertrag soll rein zur Luftentfeuchtung genutzt werden, da bis auf weiteres die Hütte nicht genutzt wird.



    Von den kleinen 12V Luftentfeuchtern hatte ich auch schon mal zwei teilweise parallel Probeweise dort laufen.

    Sind dann aber nach einem Monat still gelegt worden.

    Diese kleinen 12V Spielzeuge basieren immer auf einem peltier element.

    Ein Kompressor hat ca. die 4 fache Effizienz.


    kannst du jeden Tag 1,2 liter rausziehen oder wird das besser?

    Bis jetzt habe ich nur testweise zweimal jeweils eine Tankfüllung lang den Luftentfeuchter laufen lassen. Dazwischen waren 7 Tage Abstand. Daher lässt sich schlecht dazu was sagen.

    Zum einen geht mir der laufende Motor auf die Nerven. Zum anderen ist mir das Benzin dafür zu schade :thumbdown:

    Ich hoffe dass die Wassermenge mit der Zeit weniger wird, die Raumtemperatur ansteigt, und die Luftfeuchtigkeit sinkt...


    Eilt ja nicht :)

  • Hallo Ranger,


    ich habe in eine bäuerlich geprägte Familie eingeheiratet und da war es so, dass die Fenster im (Most-Obst-Brot) Keller von Hand nur geöffnet waren wenn die Temperaturen im Keller und außen fast identisch waren.

    Im Sommer also meist gar nicht, allenfalls in den frühen Morgenstunden ganz kurz.


    Warum hast Du auch im Winter Probleme? Kannst Du den Keller nicht weitgehend abkoppeln / verschließen?

    Das abgeschiedene Wasser sollte nicht im Lehm? - Boden versickern (Endloskreislauf) oder liegt da das Problem mit aufsteigender Feuchtigkeit?

    Alle vorliegenden Gegebenheiten abklären oder zumindest überprüfen, dann wird die nötige Leistung geringer.

    Gruß
    Otti

  • Also ich trocke mein Baugrube mit einem großen Lüfter. Lehmboden da versickert nix.

    Das ist einfach über die Spannung gemacht.

    Mein Akku ist ein 13S Li-ion von daher ist der Unterspannungsabschaltung auf 48,5 V eingestellt. Sowie früh die Spannung über 49 V kommt, wird der Wechselrichter eingeschalten. Bei normalen Tagen erreiche ich über den Tag auch meine Absorbtionspannung.

    Aber die Anlage ist ne Nummer größer da die Baustromversorgung drüber läuft.

  • ....und da war es so, dass die Fenster im (Most-Obst-Brot) Keller von Hand nur geöffnet waren wenn die Temperaturen im Keller und außen fast identisch waren.

    Im Sommer also meist gar nicht, allenfalls in den frühen Morgenstunden ganz kurz.

    Warme Luft speichert mehr Feuchtigkeit als kalte Luft.

    D.h. man lüftet früh in den Morgenstunden wenn die Außenlufttemperatur geringer ist als die Kellertemperatur.

    Die kalte Luft von außen erwärmt sich und nimmt Feuchtigkeit aus dem Keller auf. Diese feuchte Luft wird dann am nächsten Morgen ausgetauscht.


    D.h. es sollte nicht gelüftet werden wenn die Außentemperaturen höher sind als die Innentemperaturen sonst führt dies unweigerlich zur Kondensation im Keller. Also wie oben beschrieben "im Sommer meist gar nicht" auch wenn viele das so nicht glauben wollen.

    Grüße
    Didi

  • Warum hast Du auch im Winter Probleme? Kannst Du den Keller nicht weitgehend abkoppeln / verschließen?

    In dem Raum befindet sich für den Schornstein eine Revisionsöffnung, weshalb die Tür über Lüftungsöffnungen verfügt.

    Und einen Raum mit 89-99% Luftfeuchtigkeit zu verschließen... von alleine wird der nicht trocken. :-?

    D.h. es sollte nicht gelüftet werden wenn die Außentemperaturen höher sind als die Innentemperaturen sonst führt dies unweigerlich zur Kondensation im Keller. Also wie oben beschrieben "im Sommer meist gar nicht" auch wenn viele das so nicht glauben wollen.

    Innentemperatur 8°C ... Luftfeuchtigkeit 89-99%


    Am Samstag hab ich 1,2L Wasser in 4 Stunden Kondensiert, wodurch die Luftfeuchtigkeit kurzzeitig auf 85% gefallen ist.


    Mit etwas Lüften klappt da nix.



    Die Frage die ich hab ist nicht ob Luftentfeuchter oder besser lüften,


    sondern um wie viel Uhr ich das System am günstigsten belaste mit den 300W

  • wer glaubt, daß er in so einer Situation mit einem "Luftentfeuchter" etwas ausrichten kann, der glaubt wahrschrinlich auch daß er mit einem Eierbecher das Meer ausschöpfen kann.

    Die Natur ist kein Depp, und sobald der Entfeuchter ausgeschaltet ist, wird sich über kurz oder lang wieder ein Gleichgewicht einstellen.

    Mit dem langfristigen Einsatz von so einem Trocknungsgerät zerstört man nur die Bausubstanz durch Salztransport und -kristallisation.