Planung einer Anlage in Chile

  • Hallo,


    ich lebe seit 2005 in Chile und plane die Anschaffung einer PV Anlage. Da Chile in dieser Hinsicht, trotz ausgezeichneter Bedingungen, noch Entwicklungsland ist, bekomme ich hier wenig nützliche und unabhängige Infos. Deshalb probiere ich es mal hier, da die Komponenten heutzutage eh global verfügbar sind dürfte das ok sein.


    Ausgangslage:

    - Jahresverbrauch ca. 6.500 KW (im Sommer komme ich auf ca. 750KW/Monat, hauptsächlich gebraucht tagsüber durch Klimaanlagen und Pumpe für den Pool).

    - Verfügbare Dachfläche 161m2, flach, ideale Ausrichtung möglich

    - Ort: Santiago de Chile (sehr viel Sonne das ganze Jahr)

    - geplannte Anlage 4 KW. Diese soll laut verschiedenen Angeboten und anderen Infos pro Jahr ca. 6.500 - 8.500 KW liefern.

    - Aktueller Strompreis ca, 13 Cent/KW. Einspeisevergütung=50% vom Strompreis

    - Preis der installierten Anlage = 4.000 Euro


    Nun habe ich ein paar Fragen bezüglich angebotenen Wechselrichter und Panels.


    Wechselrichter: Ginlong “Solis” 5.000 Watt, 4G. Nach anfänglicher Skepsis finde ich das Teil gar nicht so schlecht. Hat einen guten Wirkungsgrad. Leider sieht es wohl um die Statistiken nicht wirklich gut aus bzw. man benötigt ein Wifi Modul was es evtl. in Chile nicht gibt. Was haltet Ihr davon? Was wäre eine Alternative? http://www.ginlong.com/4g_3p_inverter2/1894.html

    Panels: DAH Solar 320 Watt, ich glaube die solarpanels sind heutzutage alle auf dem gleichen Niveu. Was haltet ihr davon? Alternativen?


    Gruß aus Chile,

    Andre

  • Hallo Andre,


    willkommen im Forum. :)

    Was dein Statement zu PV in Chile betrifft, möchte ich dir gleich wiedersprechen.


    Es ist keineswegs so, dass es dort keine PV Firmen oder bisher keine PV gegeben hat.

    Vor vielen Jahren habe ich zB Christoph Horn, den Gründer von Heliplast, auf der Intersolar in München kennengelernt.

    Inzwischen dürften seine Söhne das Geschäft weiter führen.

    Heliplast, Chile Adresse siehe hier.


    Früher gab es ja in Chile nur Off Grid Anlagen, da waren sie einer der Pioniere.

    Seit den Ausschreibungen der letzten Jahre sind natürlich etliche Grid Anlagen Planer dazu gekommen.

    Aber das ist nicht deine Baustelle, hier geht erst mal um eine PV unter 10 kWp.


    Ich bin mir sicher, dass sie dir auch WR von SMA anbieten können.

    Und vielleicht bieten sie noch Module von SolarWorld USA an.


    Auch mal überlegen, ob eine größere PV Anlage (> 4 kWp) nicht Sinn machen würde.

  • Hallo kalle,


    du hast schon Recht, es gibt hier miltlerweile einige Firmen die sich darauf speziallisiert haben. Leider hatte ich bisher immer das Gefühl, dass die zwar Standardanlagen aufbauen können, aber wenn es um die Beratung und Planung der idealen Anlage für dein Haus geht keine Ahnung haben.


    Ich habe mal bei Heliplast geschaut, auf den ersten Blick haben die da auch nur Standard China Produkte. Ich werde die jedoch mal anschreiben.


    Es gibt in Chile WR von SMA, die kosten allerdings grob das doppelte. Lohnt sich das überhaupt?


    Bezüglich größerer Anlage. Bei dieser geringen Einspeisevergütung würde sich eine größere Anlage erst nach ca. 10 Jahren rentieren. Ich wollte erstmal mit einer kleineren Anlage Erfahrung sammeln und dann später erweitern.

  • Vieles gute kommt aus China. Huawei Wechselrichter z.B. aber auch Solarpanels.

    Ich hätte da keine Berührungsängste.

    Anlagenstandort Köln. in allen Strings verteilt insgesamt 12x TIGO TS4-O mit Monitoring

    2018 31x 320W Q-Cells an Kostal Piko 8.3

    2019 30x 325W Q-Cells an Kostal Plenticore plus 7.0

    2019 2x 325W Q-Cells plus 1x 320W Q-Cells mit je einem Tigo direkt per DC am WW Boiler.


  • Es gibt in Chile WR von SMA, die kosten allerdings grob das doppelte. Lohnt sich das überhaupt?


    Bezüglich größerer Anlage. Bei dieser geringen Einspeisevergütung würde sich eine größere Anlage erst nach ca. 10 Jahren rentieren. Ich wollte erstmal mit einer kleineren Anlage Erfahrung sammeln und dann später erweitern.

    Bei der hohen Einstrahlung werden die WR stärker belastet als in DE.

    Deshalb bin ich davon überzeugt, dass Qualität sich hier auszahlt, genau wie bei den Modulen.

    Das Billigste würde ich jedenfalls nicht einsetzen.

  • Warum nicht?

    Nur von dem Wahn die Wechselrichter so klein zu wählen würde ich weg.

    Der Wechselrichter soll mindestens die Leistung der Panels haben, ein Stück drüber schadet sicherlich auch nicht.

    Anlagenstandort Köln. in allen Strings verteilt insgesamt 12x TIGO TS4-O mit Monitoring

    2018 31x 320W Q-Cells an Kostal Piko 8.3

    2019 30x 325W Q-Cells an Kostal Plenticore plus 7.0

    2019 2x 325W Q-Cells plus 1x 320W Q-Cells mit je einem Tigo direkt per DC am WW Boiler.


  • Warum nicht?

    Nur von dem Wahn die Wechselrichter so klein zu wählen würde ich weg.

    Der Wechselrichter soll mindestens die Leistung der Panels haben, ein Stück drüber schadet sicherlich auch nicht.

    Weil die Chance auf weniger Probleme da ist.

    Du glaubst ja nicht im Ernst dass man für weniger Geld ein gleichwertiges Produkt herstellen kann?

    Der Billighersteller (bei ähnlicher Kapazität) spart etwas an der Qualität der Materialien und/oder bei der Produktion,

    ZB kürzere Laminierzeiten.

    Ist nur heutzutage nicht einfach, das herauszufinden. Hab schon längere Zeit keine Vergleichsstudien mehr gesehen.

  • Bei der doppelten Ertragsprognose wie in D ist die Vergütung im Endeffekt höher als hier, das solltest du auch bedenken. Was für ein Potential! Wenn es nicht an sonstigen Gegebenheiten scheitert gilt es dann eigentlich auch hier, groß zu denken.


    Und bitte, es soll nicht besserwisserisch klingen, aber auch du unterscheidest nicht zwischen Leistung (Kilowatt, KW) und Energie (Verbrauch, Produktion, KWh).

  • Spannende Sache. Wann Zeitm fällt dein Strombedarf an? Ost-West-Anlage mit ca. 15 Grad Aufständerung oder flache Montage? Wie ist es mit Regen und Sturm?