Kaskade mit je 2 Erzeugern und Verbrauchern

  • Soll denn nach Wegfall der Vergütung weiterhin Strom aus der älteren Anlage eingespeist werden, z.B. per sonstiger Direktvermarktung der nur noch Eigenverbrauch stattfinden? Bei reinem Eigenverbrauich muss das Einspeisen ja irgendwie verhindert werden, was viele Anlagenbetreiber betreffen würde. Man könnte z.B. die (gesamte) Einspeisung und die Erzeugung der neuen Anlage messen und die Erzeugung der Altanlage dynamsich so begrenzen, dass die Einspeisung kleiner gleich der Erzeugung der neueren Anlage ist (ggf. die 70% berücksichtigen). Dann wäre die gemessene Einspeisung = der Einspeisung der neueren Anlage.

  • Das sind aber nur 4 Zähler in Reihe. Die dazwischen liegenden Abzweigungen zu Verbrauchern oder Generatoren lassen sich jeweils aus den beiden Richtungen der davor und dahinter liegenden Zähler berechnen sofern man einen Nullverbrauch der Erzeuger unterstellt. Bei den Verbraucherabgängen darf man sicher eine Nullerzeugung voraussetzen. Die Kette müsste sich eigentlich beliebig fortsetzen lassen.

  • Ne, die Kellerwand soll nicht mit Zählern tapeziert werden. Ich suche die beste Lösung. Es handelt sich leider um jeweils fünfstellige Mengen, daher bietet sich die Zusammenfassung von V1 und V2 nicht an.


    Ab Z2 ist die Messung scharf. Die Unschärfe an Z1 und V1 (wieviel daran ist von E1 und E2) lässt sich wohl nur mit RLM auflösen. Hatte gehofft etwas übersehen zu haben.

    Nun werde ich überlegen wieweit eine Kombination aus Messung und Mischvergütung nur für die unscharfe Menge möglich ist.

    An Z2 hat E2 mehr kWh/kWp als E1 da E1 vorrangig verbraucht wird. (Mehrere Anlagagen auf demselben Dach.)

    Der EV aus Egesamt an V1 könnte anteilig den beiden Anlagen zugerechnet werden und von den Werten die sich an Z2 ergeben abgezogen werden.

  • Ich hänge mich hier mal dran und geb euch ein Schema:

    Dass hier mit RLM-Messung gerarbeitet werden müsste um die genaue! Zuordnung hinzukriegen sehe ich auch so. Allerdings auch die Frage ob es denn dann geht und auch umsetzbar ist. Und wenn man dann weiter denkt, könnte es auch 10 PV-Anlagen mit je 10 Eigenverbrauchern geben, die die restlichen Verbraucher ggf. Fremdbeliefern, bevor der Überschuss im Netz verschwindet. Konkretes Anwendungsbeispiel wäre eine WEG mit großem Dach und vielen kleinen PV-Anlagen, die jeder WE eine PV-Anlage physikalisch zugeordnet.

    Das Beispiel ist konkret in der Umsetzung geplant und ein GO von einem Messstellenbetreiber (hier Commetering) wäre wünschenswert.


    Das Beispiel mit einer Kaskade an jeder Teilnehmerschnittstelle weiter gedacht könnte recht universell sein. Jedes andere Messkonzept ließe sich dann durch weglassen von Elementen daraus ableiten.



    Mit freundlichen Grüßen


    Kurt Schüle

  • "Messung-Messung" sicher nicht. rLM oder rL-Messung

    Konkretes Anwendungsbeispiel wäre eine WEG mit großem Dach und vielen kleinen PV-Anlagen, die jeder WE eine PV-Anlage physikalisch zugeordnet.

    Genau, und da willste je WE eine rLM einsetzen? Klingt mal ganz teuer.


    Zu deinem Bild: braucht keine RLM.

    Z1 L ist klar. Vergütung kann anhand Lieferung Z2 Z3 verteilt werden. Z2 + Z3 - Z1 (je L) ist der von den Parteien verbrauchte Fremd-PV-Strom. Darauf volle EEG-U.

    Lediglich dessen Verteilung ist unscharf-

    - hebt sich aber weitgehend auf

    - ist rechtlich (Umlage) irrelevant

    - sind i.d.R. im Verhältnis zum gesamten geringe Mengen da vorrangig die jeweils eigene PV liefert.

    => all das rechtfertigt keine (teilweise) rLM.

    => Mischpreis für sämtlichen Bezug Z2 + Z3 bilden aus Stromrechnung (bzw. Eigenbeleg) + PV-Strompreis + EEG-U darauf. Das Teilen durch Bezug, fertig. Meinetwegen Grundpreis vorher 1:1 teilen.

    Konkretes Anwendungsbeispiel wäre eine WEG mit großem Dach und vielen kleinen PV-Anlagen,

    wie klein sind die Anlagen? Spielzeugbereich? Wenn nein ist ein großer WR zzgl. volle EEG-U allemal günstiger als viele kleine WR zzgl. rLM ... Und nochmal, auch bei mehr als 2 WE gibt es keine rechtl. Notwendigkeit für rLM solang alle mit "Mischpreis" einverstanden sind, der immernoch günstiger als Vollbezug ist.

    Interessanter ist bei 10 WE eher das Thema Leistung, Wandlermessung usw.


    Das Thema rLM kommt ins Spiel wenn die Vergütung stark unterschiedlich ist oder eine Abgrenzung ZWINGEND ist. Das seh ich in deinem Beispiel mit Mietern und halbwegs ähnlichen Vergütungen nicht.


    Mittels ComMetering gibts feine Aufzeichnungen, die sollten genügen um das klar genug abzugrenzen, ohne dass es "echte rLM" benötigt. Außerdem muss der MSB willig und fähig sein, die Daten bereitzustellen oder gar mundgerecht auszuwerten.



    Zu den Beiträgen von vor 2 Jahren: Klar soll die Ernte per sonstiger DV bzw. Übergangsregelung weiterhin ins Netz gehen. Wäre töricht die Anlagen auf Null zu setzen.

    Der Bekannte hat über 150 kWp dazugebaut, in VE. Wird noch lustig wenn die ganzen Anlagen zu diversen Zeitpunkten aus dem EEG fallen. Dazu übers Flurstück verteilt mit mehreren Verbindungen zum Trafo usw.