Petition zur Umsetzung der "Fridays for Future" Forderungen.

  • Glaubt ihr wirklich CO2 Steuern ändern an der Sache etwas? Glaubt ihr die Konzerne geben die Steuern nicht 1 zu 1 einfach an die Verbraucher über Strompreise und Benzin- und Dieselpreise weiter? Die Politik wird der Forderung nach einer CO2 Steuer oder ähnlichen Strafen für Besitzer von Verbrennern (Diskussion läuft schon) gerne nachkommen, ist es doch eine willkommene Zusatzeinnahme. Um wirklichen Umweltschutz geht es doch nur den wenigsten. Hier trifft es doch nicht die Konzerne, sondern nur wieder die schwächsten, die vielleicht gerne ein E-Fahrzeug fahren würden aber einfach kein Geld dafür haben und noch Jahre lang ihren alten Diesel weiter fahren müssen! Solche Leute (und das dürfte die Mehrheit sein) sollen nun eine Strafsteuer zahlen? Während die Besserverdienener mit ihrem Tesla Steuerfrei fahren. Ist das Fair?

    Natürlich können Steuern da etwas Ändern! Das geht auch ohne Menschen mit geringerem Einkommen höher zu belasten. Die Steuer muss nur richtig umgesetzt werden, z.B. das ein Teil der Einnahmen als Kopfpauschale direkt wieder ausgezahlt wird. Dann werden z.B. Alleinerziehende/Familien stärker Entlastet wie der Single mit mit übergroßem SUV.

    Die von Menschen gemachten Gesetze, die die Verteilung von Gütern regeln, sind oftmals leicht wieder zu ändern, ganz im Gegensatz zu Naturgesetzen die sich bisweilen eher weniger abändern lassen egal welche Regierung an der Macht ist.

  • Denk doch mal nach!

    Das ist die Vorderung von FFF, das festgelegte Ziel das aus einem Kompromiss bestehen wird, wird davon schon mal abweichen. Die 100% zum Stichtag(Jahr) sind auch nicht wirklich notwendig, es ist nur notwendig das CO2 Budget nicht zu überschreiten! Auch 90-95% EE bis 2035 können ausreichen, wenn die Treibhausgasemissionen nur am Anfang kräftig genug gesenkt werden.

    Unser aller Problem ist also das ständig irgend welche Idioten sagen das 100% EE nicht möglich sind und deshalb erst gar nicht mit der Umstellung auf EE angefangen werden muss. Jedes Jahr mit gerade mal 20% EE(Beispiel) kostet uns 8 Jahre die wir mit 10% fossile als Backup für die Dunkelflaute fahren könnten. Das sollte man nach Abschluss der Grundschule verstehen können.

    Ich würde an deiner Stelle mit Kampfbegriffen wie "Idiot" oder dem Vergleich mit Grundschülern sparsamer umgehen (leg mal ne Autokorrektur über deine Ergüsse).

    Warum wird jede abweichende Meinung zu der Petition hier denn ohne Niveau und Manieren niedergebrüllt? Und dann wundert man sich, dass das Ganze niemand unterzeichnet.


    Bist du in der Lage, die Frage nach Versorgungssicherheit bei 100% EE zu beantworten? Ja oder Nein!?

  • ich bekenne dann Farbe bzw. unterschreibe die Petition dann, wenn mir jemand plausibel erklärt, wie folgende Forderung aus der Petition umgesetzt werden soll, ohne die Versorgungssicherheit auf´s Spiel zu setzen (Stichwort "Dunkelflaute"):

    - 100% erneuerbare Energieversorgung bis 2035

    Es gibt grundsätzlich zwei Wege dieses Ziel zu erreichen, wobei einer deutlich teurer ist.


    Die schlechtere Variante sieht so aus, dass in Deutschland massiv Anlagen gebaut werden, um riesige Überschüsse an Strom zu produzieren. Die Überschüsse werden dann in Wärme, Wasserstoff, Speicherseen usw. gespeichert und in der Dunkelflaute wieder zur Verfügung gestellt. Strom aus anderen Ländern muss hier nicht importiert werden.


    Das Gebiet, in dem Dunkelflaute herrscht, hat allerdings nur einen Durchmesser von 1500km, daher braucht die bessere Variante starken Netzausbau, auch über Landesgrenzen und Kontinente hinaus. Diese Variante benötigt in Deutschland viel weniger installierte Leistung, als die erste Variante. In ganz Europa ist es nie überall gleichzeitig windstill. Je leistungsfähiger und größer das Netz, desto geringer ist die Bandbreite der erzeugten Leistung.

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE,

    Nibe F1155-6 mit RGK im sanierten Altbau von 1909

  • Warum hängst du dich so an den geforderten 100% EE bis 2035 auf? Kannst du nicht verstehen, das es darum in der Sache überhaupt nicht geht? Worum es geht ist schnell den Ausstoß von Treibhausgasen zu reduzieren und noch lange nicht wie die letzten paar Prozente durch EE erbracht werden können.


    Die Erzeugungsleistung sollte mMn schon innerhalb der Landesgrenzen sichergestellt werden können, dafür gibt es z.B. Öl Kraftwerke die mit synthetischen Kraftstoffen betrieben werden können. Diese Kraftstoffe könnten Problemlos auch in Zukunft importiert werden, wenn sie andernorts günstiger beschafft werden können. Im "Normalfall" sollte Strom dann aber wie bereits beschrieben wurde über umfangreiche,Ländergrenzen übergreifende, Netze verteilt werden.


    Du suchst dir lediglich einen Ansatzpunkt den du kritisieren kannst und der für dich anscheinend alles andere um diesen Punkt herum als unmöglich realisierbar erscheinen lässt. Jeder normale Mensch kann an den Forderungen erkennen worum es geht, und zwar auch dann wenn kleiner Inhaltliche Fehler, oder Rechtschreibfehler wie bei mir, drin sind

  • Schlußlicht sind wir in Deutschland nicht (Platz 24)

    Hautsparer ist Kongo mit 0,03t/Kopf gegenüber 8,88t.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Länder_nach_CO2-Emission

    Wird bei pro kopf eigentlich Wald und Grünflächen CO² bindung abgezogen?

    Allein die Waldflächen ohne Agrar und sonnstige Grünflächen binden immerhin 148,2 mio Tonnen/anno .

    https://www.wald.de/wie-viel-k…rt-der-wald-bzw-ein-baum/

    Aber ich weiß gar nicht wo das Problem liegt.Da wir ja demografisch eh Spitzenreiter im Aussterben sind

    sind wird doch schon Vorbildlich.Was ist gegen CO² gegen Null einzuwenden.

    Und in der Zwischenzeit ziehen wir nach Kongo.:mrgreen: da verbrauchen viel weniger schon allein weil wir nicht

    heizen müssen!

    Die verbliebenen machen den Industriestandort DE eh kaputt.Das ist also schon eh beschlossene Sache

    Kohle/Braunkohle/Atom/Autoindustrie uvm.

    Eine Petition für eine eh schon beschlossene Sache?

    Deutschland hat mit eh die strengsten Umweltvorschriften und ist mit Solar und Wind eh weit vorn

    dabei.

    Deutschland kann/wird alle106 Kohlekraftwerke abschalten wenn sie nicht die nächsen Jahre so

    oder so aus Altersgründen abgeschalten werden.

    https://www.wwf.de/fileadmin/f…twerke_in_Deutschland.pdf

    gleichzeitig werden weltweit 1400 gebaut +geplant.

    https://www.handelsblatt.com/u…t-die-kohle/23141178.html

    und selbst wenn es grüner auf der Erde (auch)wegen CO² +Klimawandel wird sucht man ein Haar in der Suppe.

    .....es kann ja nicht sein was nicht sein darf.

    https://www.andrealumina.com/kit-redaktionsdienst/

  • wie folgende Forderung aus der Petition umgesetzt werden soll, ohne die Versorgungssicherheit auf´s Spiel zu setzen (Stichwort "Dunkelflaute"):

    In den ganzen ehemaligen Bergbaugebieten haben wir über Tage jede Menge Brachen und unter Tage gigantische Hohlräume.

    Statt der Brachen können wir Seen für Pumpspeicher anlegen, Infrastruktur und Netzanschlüsse wären ja schon vorhanden.


    Würden solche Ansätze auch nur mit einem Bruchteil des Steuergeldes das wir in der Sackgasse Kernkraft versenkt haben (und noch versenken werden) gefördert könnten in absehbarer Zeit gigantische Kapazitäten bereit stehen.

    Also falls man denn wollte...


    Im Moment verweist man lieber darauf dass das mit der Energiewende nichts werden kann weil die Norweger nicht die für unsere Energieversorgung nötigen Speicherseen in ihre Landschaft bauen wollen.

    Gruß vom Stefan
    1. Anlage aus 2002 6,2 kWp Axitec Module Solarmax Fronius WR, Ø Ertrag 1,02 1,09 (MWh/kWp)/a
    2. Anlage aus 2017 99,8 kWp Solarworld Module Kaco WR, Ø Ertrag 1,10 1,15 (MWh/kWp)/a
    Solarthermie 10 qm und ein Holzvergaser für den Winter im Nordschwarzwald.
    Und verantwortlich für das https://www.heiztechnikforum.eu/

  • Ist es realistisch, eine von beiden Varianten bis 2035 tatsächlich technisch umzusetzen?

    95% E-autos, Wärmepumpen (als Ersatz für alle Heizsystem die nicht akzeptiert werden), Netzausbau, Speichervorhaltung, Gebäudedämmung, 350 GW PV und WKA ..., Umstellung der Grundstoffindustrie auf EEs bzw. Synthetische Grundstoffe ?


    Technisch - Ja. Realistisch - Nein.


    19 GW pro Jahr wären in PV-Bereich die Ansage.

    Das wäre eigentlich nur möglich, wenn man die *Förderung* einstellen würde und die Forderung entsprechen aufstellt.

    350 GW PV sind 4.5 kWpv pro Nase (das selbe nochmal in WKA).


    Die *Förderung* nach EEG führt dazu das diese 4,5 KWpv ca 9000 Euro an Stromkosten verursachen, die Forderung nach 4,5 kWpv, aber grob nur 4500 Euro Investition.

    Um der Forderung nach zu kommen bedeutet es für _Jeden_ jedes Jahr ein zusätzliches Modul aufs Dach oder das Gerüst in der Freifläche zu bringen.


    Was meinst du ? Wird sich ein Mieter lieber ein Zertifikat für 220 Euro an die Wand hängen oder 440 Euro beim EEG abdrücken ?