Qualität der Mercedes-Benz Energiespeicher - Einzelfall?

  • Nach nur 21 Monaten des Betriebes ist im letzten Juni mein 10kW Mercedes-Benz- Energiespeicher, 10 Jahre Restwertgarantie, unwiderruflich ausgestiegen. Nach 7 Monaten der Funkstille meldete sich nun endlich die Mercedes-Benz Energy GmbH, erkannte einen Garantiefall und bot mir 64% des Kaufpreises als Entschädigung mit der Auflage der eigenverantwortlichen Energiespeicherentsorgung an. Grundlage ist vermutlich eine nächtliche Tiefenentladung, entstanden in fehlerhafter Kommunikation zwischen Energiespeicher und SMA 4.4 Wechselrichter. Den wahren Fehler verrät mir leider keiner. Wer hat die selben Erfahrungen gemacht? Kann man die Batterieblöcke reaktivieren? Ist es ein grundsätzliches Problem, was in der Kommunikation zwischen MB-Energiespeichern und SMA- Wechselrichtern besteht?

    Mit dieser Serviceleistung eines deutschen Industrieunternehmens der Marke Mercedes-Benz bin ich mehr als unzufrieden und hatte mir in der Qualität deutlich mehr versprochen, als ich mich für diese Energiespeicher entschied.

    Nun ist es so, dennoch besten Dank für Euer Feedback und ggfs. Vorschläge der Rettung (zB. externe Ladung der Batteriespeicher und Wiederanschluss an den SMA- Wechselrichter?

  • Generell könnte man Zelle für Zelle mit einem Labornetzteil "aufpeppeln." Mit Hilfe von Lade-und Entladezyklen testen.

    Hat aber gewisse Risiken !

    Dann kann man sich auf das wahrscheinlich, sich verweigernde Softwareprogramm "zubewegen". Verschiedene Strategien

    Detail nur per PN.

  • Willkommen im Forum!


    Dass der Speicher überhaupt eine Tiefentladung zulässt, ist in meinen Augen bereits eine Fehlkonstruktion. Kommunikations-Aussetzer sind nie zu 100% vermeidbar, sowas muss bei einem soliden Produkt abgefangen werden.

    Wenn es Li-Ionen-Batterien sind, sind extreme Spannungen (zu niedrig genau wie zu hoch) auch sicherheitskritisch, vom negativen Einfluss auf die Kapazität ganz zu schweigen. Daher würde ich Experimenten eher skeptisch gegenüberstehen. Bei LiFePo4 kann man den Spieltrieb eher ausleben.


    64% Restwert nach <2 Jahren hören sich nach schlechtem Witz an (auf welche Lebensdauer ist der Speicher denn ausgelegt?), aber wohl das kleinste Übel. Vorher aber informieren, ob dich die Entsorgung was kosten würde.


    Das ist wirklich eine ernüchternde Erfahrung. Verkauf Daimler die Speicher noch? Ich meinte gelesen zu haben, dass die das Heimspeicher-Geschäft loswerden wollen?

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-

  • Ohoh, das klingt nicht gut.

    Weiß man was für Zellen da drin sind ... mal losgelöst davon, dass das BMS das selbstständig verkindern sollte, kommt da vielleicht demnächst eine kleine Welle der defekten Heimspeicher auf Solarwatt, BYD, LG und Co zu?


    Zum Schaden:

    Nach 21 Monaten hast Du doch noch Gewährleistung.

    Erstattung von 100% des Kaufpreises oder bitte neu hin stellen sollte deine Forderung sein.

    Der Begriff der Wandlung sollte MB bekannt sein ... die Rechnung für ihre 64% müssten Sie mal offen legen, das erscheint mir zu niedrig.


    Hast Du VSt aus dem Speicherpreis gezogen?

    Will MB zzgl. USt erstatten?

    Das könnte auch steuerlich interessant werden, wenn das Ding wirklich entsorgt wird.

    Entsorfungskosten vorab klären.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • https://www.manager-magazin.de…r-zu-hause-a-1205742.html

    Zitat

    Demnach lohnt es sich für das Unternehmen offenbar nicht, Batterien, die eigentlich für Elektroautos konzipiert sind, als Kellerakku einzusetzen.

    "Sie sind technisch überfrachtet", sagte die Sprecherin. "Es ist nicht nötig, eine Elektroautobatterie im Keller zu haben.

    Das ist ein Widerspruch zu obigem Fehlerbild.

    Wenn es zu einer Tiefentladung kommen kann, dann müssen Teile der Sicherheitsüberwachung im BMU (wie sie im Auto eine Grundvoraussetzung sind) außer Kraft gesetzt worden sein! Denn die ist genau dafür da, rechtzeitig vor einer Tiefentladung die Leistung herabzusetzen, bzw. bei Amok laufenden externen Komponenten die Schütze zu öffnen um den Speicher zu schützen..


    Bei NMC ist mit extremen Betriebsbedingungen nicht zu spaßen.

    Wenn das ein Auto-Hochvoltspeicher ist, bei dem es gleichzeitig zu Tiefentladung kommen kann, dann ist das ein wirklich absurdes Gesamtkonzept. Unnütze Verschwendung und gleichzeitig technischer Unsinn. Kein Wunder, dass die damit keinen Gewinn machen...

    sonnige Grüße,
    -Weidemann-

  • Moin, Moin Gerd,

    nach fast drei Monaten habe ich wieder Post von MB Energy erhalten, wo ich genau auf die bislang angesprochenen Punkte (Entsorgung, 64% Restwert bei bestätigter linearer Abschreibung bzw. Austausch) keine Antwort erhalten habe. Alle meine Fragen dazu wurden beantwortet, in dem MB Energy sein Bedauern mit dem Wunsch zum Ausdruck brachte, das Restwertangebot zum anerkannten Garantiefall anzunehmen. 10 Monate sind mittlerweile ins Land gegangen, ohne einen Schritt weiter zu sein. Scheinbar wird ohne Anwalt kein Einvernehmen zu erreichen sein.


    Allen anderen Beiträgen danke ich ebenso, wobei ich manche technische Äußerung nicht ganz einordnen kann. In der Preisdiskussion spreche ich nur von Kosten vor Mehrwertsteuer, d.h. die Mehrwertsteuer ist nicht Bestandteil der Berechnung.


    Die Idee des manuellen Aufpäppelns der Batterieblöcke habe ich erstmal zurückgestellt. Zum einen Fehlen mir die Detailkenntnisse (technisch, Software) und zum anderen las ich etwas über damit verbundene Gefahren (u.a. Brand).


    Somit warte ich nunmehr wieder auf die Reaktion von MB Energy. Vielleicht noch eine Frage zur finanziellen Berechnung des Ausfalls des 10kw Batteriespeichers pro Tag. Nimmt man da einen vollständigen Ladezyklus und den damit verbundenen Verbrauch (90%) bzw. kann man mehr Zyklen ansetzen.


    Abschließend halte ich jedoch in erster Auswertung des Vorgangs für mich fest, diese Art der Energiespeicherung werde ich wohl langfristig, auch unter Berücksichtigung der Entsorgungsfrage, nicht mehr in Betracht ziehen.


    Schönen Feiertag allen.

    rahoma

  • Die finanzielle Berechnung des Ausfalls des Speichers pro Tag würde ich mal außen vor lassen.


    Das Ding ist noch keine 2 Jahre alt.

    Damit gesetzliche Gewährleistung nach BGB.

    Auf irgendwelche Restwertangebote würde ich nicht eingehen.


    MB darf da einen neuen Speicher hin stellen oder den Kaufpreis erstatten.


    Letztes unmißverständliches Schreiben in der Sache an MB richten und nach Fristverstreichen sofort ab zum Anwalt damit und die Keule auspacken. Du merkst doch selbst ... deren Taktik ist verzögern ... aussitzen ... nicht antworten ... nicht reagieren und tod stellen. So wirst Du nie ins Ziel kommen. Die brauchen Druck!

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Leider leider habe ich ähnliche Erfahrungen mit MB Energy. Seit September 2018 kämpfen mein Installateur und ich um eine Fehleranalyse der Notstrombox (bei Stromausfall schaltet der Hauptschütz nicht mehr um; es gab mehrere Fehlersuchen meines Installateurs, des Elektrikers, der Firma SMA und dem Hersteller der Notstrombox). Zurückgeführt wurde es auf eine fehlende Schaltspannung der Batterie. Wir bekommen keine Antworten, dann daß Daten fehlen würden, dann wieder wochenlang gar nichts. Es ist echt eine Schande, vermutlich sind die personalseitig totgespart worden und jetzt wird alles abgewälzt. Heute kam der Hammer nach der gefühlten hundersten Nachfrage: "Im konkreten Fall kamen wir zum Ergebnis, dass der uns zugesandte Prüfbericht unplausibel und eine tiefgründige Analyse aufgrund von fehlenden Daten leider nicht möglich ist....

    Zudem liegt uns keine ausgefüllte Garantiekarte vor, die mit den Seriennummern des Prüfberichts übereinstimmen. Laut Garantievoraussetzungen B3.2a ist die Garantiekarte vollständig ausgefüllt, unterschrieben und spätestens zwei (2) Monate nach der Installation des Energiespeichers zurückzusenden.

    Somit sind die Voraussetzungen für eine Garantieleistung als nicht erfüllt und der gemeldete Reklamationsfall als abgeschlossen anzusehen."


    Ich bin am Überlegen was ich machen soll. Anwalt....ist immer so eine Sache, ob die einem dann überhaupt noch helfen wollen? In jedem Fall: Ich bin zutiefst enttäuscht von dem Laden, war selber 20 Jahre in der Firma (Automobil allerdings)