Vorteile, wenn ich eine Fläche miete?

  • Hallo zusammen,


    wir haben ein EFH aber leider kein Platz mehr auf dem Dach da schon Warmwasserkollektoren vorhanden.

    Nebenan steht ein Riesen CarPort des Nachbar, der mir die Dachfläche vermieten würde.

    Gibt es einen Kniff die Mietkosten in die Berechnungen einfließen zu lassen?


    Herzlichen Dank!

  • Gibt es einen Kniff die Mietkosten in die Berechnungen einfließen zu lassen?

    Da braucht es keinen Kniff, die Miete wird vom Finanzamt anerkannt so lange du nachweisen kannst dass du die entrichtest.


    Die Probleme liegen an anderer Stelle. Damit deine Investition sicher wird müsste der Nachbar zustimmen eine Baulast auf sein Grundstück ins Grundbuch einzutragen. Das sind zusätzliche Kosten, zusammen mit der Miete kann es dann sein dass dein Finanzamt keine Gewinnerzielungsabsicht mehr erkennen kann...

    Gruß vom Stefan
    1. Anlage aus 2002 6,2 kWp Axitec Module Solarmax Fronius WR,
    2. Anlage aus 2017 99,8 kWp Solarworld Module Kaco WR,
    Solarthermie 10 qm und ein Holzvergaser für den Winter im Nordschwarzwald.

  • zusammen mit der Miete kann es dann sein dass dein Finanzamt keine Gewinnerzielungsabsicht mehr erkennen kann...

    Ähm... wie oft ist das schon vorgekommen? Obwohl ich mit der PV seit Anfang an negative "Gewinne" erziele, ist mein FA noch nicht auf den Trichter gekommen, dass als Liebhaberei einzustufen.

    2014: 887,2 kWh/kWp - 2015: 938,2 kWh/kWp - 2016: 908,2 kWh/kWp - 2017: 845,8 kWh/kWp - 2018: 999,2 kWh/kWp - 2019: 936,3 kWh/kWp - 2020: 963,6 kWh/kWp - 2021: 853,90 kWh/kWp

  • Ähm... wie oft ist das schon vorgekommen?

    Das kann ich dir leider nicht sagen, aber hier ein Beispiel aus einer kurzen Suche bei Google.

    Gruß vom Stefan
    1. Anlage aus 2002 6,2 kWp Axitec Module Solarmax Fronius WR,
    2. Anlage aus 2017 99,8 kWp Solarworld Module Kaco WR,
    Solarthermie 10 qm und ein Holzvergaser für den Winter im Nordschwarzwald.

  • Hallo Udo,

    ich glaube Monsmusik wurde vom FA so eingestuft.


    Außerdem ist es doch gut wenn einem das FA bei dauerndem Minus so einstuft, dann reduziert sich der Aufwand für die Steuer wenigstens. ;)

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp; 2020: 1106 kWh/kWp; 2021: 1035 kWh/kWp; 2022: 1139kWh/kWp; 2023: 1089 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

    Steuern und Finanzamt (Dank an pflanze :))

    • Offizieller Beitrag

    Das FA macht dann aber die Bescheide nur unter Vorbehalt der Nachprüfung

    https://de.wikipedia.org/wiki/Vorbehalt_der_Nachpr%C3%BCfung,

    nach ein paar Jahren werden dann die zurückliegenden neu berechnet (und die Verluste der PV herausgerechnet)

    und man darf die zu viel erstattete Einkommenssteuer zzgl. 6% p.a. wieder bezahlen.


    Also entweder auf rechtskräftige Steuerbescheide bestehen oder gleich Liebhaberei,

    bei Überschusseinspeisung ist eh der Direktverbrauch entscheidend ob sich die Anlage für den Betreiber lohnt.

    Für Volleinspeiser sieht das da ganz anders aus.

    2*13 + 8 G5 Süd, 2*10 +10 l G9.3 XL Nord an Fronius Symo 12,5 & Solis RHi,

    12 Sharp NUSC Süd und 4 TSC PowerXT Ost an Primo 4,6,

    4xPylontech US2000C, Nibe S1155-6 an Ringgrabenkollektor, 15,6m² Hewalex Solarthermie
    Technische Alternative UVR16x2, CAN-Mtx2, CAN-EZ2 und C.M.I.

  • Mein Hinweis sollte nicht wertend sein,

    die "Liebhaberei" könnte ja auch Vorteile haben die ich nicht erkenne...


    Es geht mir darum dass TichaWutz vorher weiß was auf ihn zukommen kann um dann darauf vorbereitet zu sein.

    Je nach Anlagengröße kann es einen ja schon ins schleudern bringen wenn man mal kurz die bereits erstattete MwSt. ans Finanzamt zurück zahlen muss.

    Gruß vom Stefan
    1. Anlage aus 2002 6,2 kWp Axitec Module Solarmax Fronius WR,
    2. Anlage aus 2017 99,8 kWp Solarworld Module Kaco WR,
    Solarthermie 10 qm und ein Holzvergaser für den Winter im Nordschwarzwald.

  • die "Liebhaberei" könnte ja auch Vorteile haben die ich nicht erkenne...


    Es geht mir darum dass TichaWutz vorher weiß was auf ihn zukommen kann um dann darauf vorbereitet zu sein.

    Je nach Anlagengröße kann es einen ja schon ins schleudern bringen wenn man mal kurz die bereits erstattete MwSt. ans Finanzamt zurück zahlen muss.

    Die Vorteile sind für mich sehr eindeutig. Man zahlt nicht nur keine Einkommensteuer (all die Abschreiber zahlen am Ende mehr als sie am Anfang abschreiben) und man muss vor allem keine EÜR und Einkommensteuererklärung machen.


    Mit der MwSt hat die Einstufung als Liebhaberei nichts zu tun. Die MwSt ist unabhängig von der Erzielung eines Totalgewinns und setzt nur unternehmerische Tätigkeit voraus, zu der auch die Liebhaberei zählt. Slebstverständlich kann man sich auch bei Betrieb aus Liebhaberei die MwSt erstatten lassen.

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

  • Hallo Monsmusik,

    wenn ich Gewinn manche zahle ich gern Steuern. ;)


    Wenn der Gewinn nur 100€ sind statt 10.000€ und der Aufwand der gleiche ist sollte man das aber einfließen lassen.


    Für Überschusseinspeiser rechnet es sich meist nach 5 Jahren in die KUR zu wechseln.

    Bei der Abschreibung wäre auch die Inflation zu berücksichtigen, und die Abschreibung über die Jahre geht meist zu Null aus ohne was drauf zulegen über die Jahre.

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp; 2020: 1106 kWh/kWp; 2021: 1035 kWh/kWp; 2022: 1139kWh/kWp; 2023: 1089 kWh/kWp

    "Handle so, wie du auch von anderen behandelt werden willst" (frei nach Kant)

    Steuern und Finanzamt (Dank an pflanze :))