PV Überschuss für 24V Verbraucher nutzen

  • Hallo Leute,


    Ich hab 4 Panels (mit Mikroinverter am Dach und 230V~ kommt runter in den Schaltschrank) für die Grundlast meines Hauses die an einem schönen Tag so ca. 2kWh Überschuss produzieren den ich aktuell dem Netzbetreiber schenke.


    Meine Vorhaben ist jetzt kostengünstig (NICHT wirtschaftlich 8o) diesen Überschuss selbst (über Nacht) zu nutzen.


    Grunddaten der PV + Haus:

    • Die PV erzeugt nie mehr als 650W
    • Mein Haus verbraucht wenn keiner zhaus ist mind. 150W
    • Ergibt also einen maximal möglichen Leistungüberschuss zu jedem Zeitpunkt von 500W


    Meine Idee (~1500 EUR):

    Ich habe eine Haussteuerung (Loxone) mit einigen Zusatzkomponenten sowie LED-Streifen in vielen Räumen die alle mit 24V Gleichspannung laufen.

    Die Haussteuerung braucht 50W 24/7. Wenn alle LED-Streifen leuchten sinds ca 700W.


    Dank passra und seinem Blockschaltbild hier bin ich auf das MeanWell RSP-750 gestoßen das man mittels 2-5,5V Steuersignal regeln kann.


    Somit bräucht ich nur 3 Komponenten (~1500,- EUR) plus Kleinmaterial:

    1x 24V 100Ah Batterie (22V Entladeschlussspannung, 29,4V Ladeschlussspannung)

    1x MeanWell RSP-750-27 (27V Netzteil)

    1x Shunt zum Ladestrom messen


    Anschluss:

    • MeanWell kommt an die Steckdose.
    • Ausgang an die Batterie und an all meine Verbraucher.


    Steuerung:

    • Der Shunt kommt mit einem 0-10V Signal als analoger Eingang an die Loxone.
    • Ein 0-10V analoger Ausgang der Loxone steuert die MeanWell Ausgangsspannung: 2-5,5V Steuerspannung ergibt 10,8-29,7V Ausgangsspannung.
    • In meiner Loxone weiß ich schon wann ich gratis exportiere. Ist dies der Fall erhöhe ich die MeanWell Spannung bis ich nix mehr exportiere.
    • Am Abend schalt ich das MeanWell auf 22V und somit werden mein 24V Verbraucher von der Batterie gespeist


    Kann das wirklich funktionieren oder übersehe ich etwas?


    Das einzige Problem was ich noch sehe ist, dass meine 24V Verbraucher nicht mehr als 24V vertragen. Somit muss ich noch irgendwie einen Spannungsbegrenzer bauen/kaufen der bis zu 750W Verbraucher auf 24V hält obwohl ich ev. 29V von der Batterie krieg...




    Natürlich geistern mir auch andere Varianten durch den Kopf. Vor allem solche wo ich die Batterie für alles was in der Nacht sonst noch so läuft (Wohnraumlüftung, Steuerung der Erdwärme, ... alles im alle zusätzliche 150W zu den 50W auf 24V) verbrauchen kann.

    Das wäre der große Vorteil der unteren Varianten:



    Variante 1 (~1650,- EUR):

    1x 2.4kWh 48V PylonTech LiPo Batterie

    1x MeanWell RSP-750-48 (48V Netzteil) für den Ladevorgang der Batterie durch Überschuss

    1x Letrika SMI260 Batterieversion fürs Entladen in der Nacht

    1x Shunt zum Ladestrom messen


    Vorteil: Ich kann alle Verbraucher versorgen, nicht nur 24V.

    Nachteil: Ich speiße eventuell gratis Strom von der Batterie ins Netz da ich den Letrika WR nicht regeln kann.



    Variante 2 (Idee von hier, ~2200,- EUR):

    1x 2.4kWh 48V PylonTech LiPo Batterie

    1x Bi-Direktionaler WR


    Vorteil: Ich kann alle Verbraucher versorgen, nicht nur 24V.

    Vorteil: Sehr einfacher Aufbau und ist schnell installiert.

    Nachteil: Preis.

    Nachteil: Weiß nicht wo und ob ich als Privatmann den Solarinvert krieg



    Was meint Ihr dazu?


    sG

    Soko

  • Da du zum RSP gefragt hast:


    Ich habe die Spannung fest eingestellt. Die Höhe (rund 51,5v) habe ich so festgelegt, dass der STROM bei vollem Speicher gegen 0 geht, d.h. der Speicherblock kann vom Netzteil auf keinen Fall überladen werden.

    Geregelt wird das Laden dann rein über die 1-5,5V-Schnittstelle der Stromeinstellung, mit dieser regle ich dann die Leistung, die geladen wird. Das Netzteil begrenzt dann zusätzlich, wenn die Batterie zu viel ziehen würde, selbst auf seinen Maximalstrom, indem es die Spannung (ohne mein Zutun) zurücknimmt.

  • Da du zum RSP gefragt hast:


    Ich habe die Spannung fest eingestellt. Die Höhe (rund 51,5v) habe ich so festgelegt, dass der STROM bei vollem Speicher gegen 0 geht, d.h. der Speicherblock kann vom Netzteil auf keinen Fall überladen werden.

    Geregelt wird das Laden dann rein über die 1-5,5V-Schnittstelle der Stromeinstellung, mit dieser regle ich dann die Leistung, die geladen wird. Das Netzteil begrenzt dann zusätzlich, wenn die Batterie zu viel ziehen würde, selbst auf seinen Maximalstrom, indem es die Spannung (ohne mein Zutun) zurücknimmt.

    OK, danke! Kannst du den Strom damit aber auch auf 0A zurückdrehn? Soweit ich das Datenblatt verstanden hab ist das Minimum 40% des Maximalstroms.

    Schaltest du das RSP dann ab wenn du nicht laden willst?

  • Das Datenblatt sagt zwar Minimum 2V, es läuft aber auch noch mit 1 Volt, das waren dann irgendwie so 3A. Das liegt dann innerhalb der Grenzen, die die Steuerung vorgibt. Aus- und Einschalten tu ich über den Freigabeeingang des Netzteils, verzögert wird dann auch die AC-Seite über ein Relais getrennt.

  • Ich habe die Spannung fest eingestellt. Die Höhe (rund 51,5v) habe ich so festgelegt, dass der STROM bei vollem Speicher gegen 0 geht

    Hast du nicht auch den Pylontech US2000 als Speicher? Das Datenblatt sagt "Ladespannungsbereich 52,5-54,0V". Somit kann ich das RSP gar ned fürs laden den US2000 verwenden?


    Hmmm... das is komisch (https://www.meanwell.com/productPdf.aspx?i=358): Das Datenblatt sagt

    "Voltage adjustment range 43-55V"

    aber mit der DC-Steuerung geht nur 40-110% der Nominalspannung... also 19,2-52,8V

  • Wenn aber bei 50,5V schon 15A fließen, wie willst du da 52,5V Ladespannung erreichen?

    Die Praxis zeigt, es funktioniert mit der RSP eineandfrei.

    Auch die Zellspannungen differieren nur wenige mV bei Vollladung.


    Die Spannung kann man mit einem Poti einstellen.

  • Wenn aber bei 50,5V schon 15A fließen, wie willst du da 52,5V Ladespannung erreichen?

    Naja, theoretisch hätt ichs dir nachgebaut: Per Poti fix auf 54V und den Ladestrom mit dem Steuereingang begrenzt. Funkt natürlich nur wenn das RSP bei Vollast (bzw. volle Pulle am Steuereingang) die Spannung hält und den Strom begrenzt. Also kein Spannungsabfall passiert...


    Anyhow... die Praxis is was zählt :) Und wenn du eh ein US2000 hast (hab befürchtet du hast einen anderen Speicher) dann haut das schon hin :D


    PS: Hab grad gsehn das du mit dem Blockschaltbild auch ein Foto geposted hast wo man die US2000 sieht :whistling::whistling:

    Dabei ist mir aber aufgefallen, dass du im Blockschaltbild zwei Dioden eingezeichnet hast die den DC Eingang des RSP von der "Batteriespannung schützen". Welche hast du da genommen wenn ich fragen darf?

  • Per Poti fix auf 54V und den Ladestrom mit dem Steuereingang begrenzt. Funkt natürlich nur wenn das RSP bei Vollast (bzw. volle Pulle am Steuereingang) die Spannung hält und den Strom begrenzt.

    Wie soll das den gehen? Der Strom wird begrenzt, indem die Spannung abgesenkt wird, bis sich der richtige Strom einstellt. Sonst müsste das Netzgerät ja Leistung über einen Widerstand verbraten, nämlich 3V (Überschussspannung) * 15A.



    Welche hast du da genommen wenn ich fragen darf?

    Schottky 20A Doppeldiode

  • Wie soll das den gehen? Der Strom wird begrenzt, indem die Spannung abgesenkt wird, bis sich der richtige Strom einstellt. Sonst müsste das Netzgerät ja Leistung über einen Widerstand verbraten, nämlich 3V (Überschussspannung) * 15A.

    Hmmm... da stand ich wohl auf a dicken Leitung. Das Ohmsche Gesetz lässt sich ned austricksen ;)


    Auf die Gefahr hin schön langsam lästig zu werden:


    Die Schotty is eine mit gemeinsamer Kathode in Bauteilform nehm ich an. Was anderes hab ich ned gefunden. Das hier, oder?

    Der "Adapter" für die dicken Kabel is schön. Wie findet man denn sowas? Hab schon "Hutschienenadapter" "Bauteiladapter", ... gesucht und nix gefunden.

  • Diese Bauteile nennen sich "Reihenklemme". Die markierten sind von Wago, gibt es aber auch von Phoenix oder Weidmüller.


    Schottky mit gemeinsamer Kathode, richtig.