Bauvorhaben EFH inkl. PV & ggf. Wasserstoffbrennzelle

  • Wir sind eine 5-köpfige Familie mit einem durchschnittlichen Jahresverbrauch von ca. 2.500-3.000 KWh. Ich weiß nicht genau, wie wir es anstellen. Aber wir sind sparsam.


    Nun planen wir ein Eigenheim in Oberwiesenthal im Erzgebirge zu bauen. Das Baugrundstück ist ein unverschatteter Südhang (also wirklich Süd-Süd-Süd-Ausrichtung). Es soll ein 3-etagiges Haus werden: Keller, EG, OG und ggf. ein Dachgeschoss als Lagermöglichkeit. Die Dachneigung wird ca. 30-32° betragen.


    Von den Energieversorgern habe ich mir soweit die Nachweise eingeholt.


    Das gesamte Raumtermperierung-Warmwasser-Stromspeicher-Konzept fußt aktuell auf den Ideen des Bauherren und des lokalen Heizungsinstallateurs, den ich privat schon lange kenne und ihm grundsätzlich vertraue (wie innovativ er aufgestellt ist, kann ich allerdings nicht einschätzen):

    • eine kleine Solarthermie zur Erzeugung von Warmwasser
    • ein wasserführender Kamin (ich besitze vorm Haus ein knapp 2 ha Waldgrundstück, das ich bewirtschaften muss und mache gern Holz)
    • Gasbrennwerttherme

    Und nun habe ich kürzlich eine Sendung über ein energieautarkes Mehrfamilienhaus in der Schweiz gesehen: http://www.sonnewindwaerme.de/…-mehrfamilienhaus-schweiz


    Und das klingt ja erstmal total gut. Da ich persönlich Null Ahnung habe von den Energiethemen, mich aber gern damit beschäftigen möchte, interessiert mich die Meinung des Forum brennend:


    Wie steht ihr zu einer PV-Anlage gekoppelt mit einem herkömmlichen Akku als Kurzzeitspeicher und dem Elektrolyseur plus Wasserstoffbrennzelle als weiteren Speicher/Stromerzeuger?

  • Das gesamte Raumtermperierung-Warmwasser-Stromspeicher-Konzept fußt aktuell auf den Ideen des Bauherren und des lokalen Heizungsinstallateurs, den ich privat schon lange kenne und ihm grundsätzlich vertraue (wie innovativ er aufgestellt ist, kann ich allerdings nicht einschätzen):

    - eine kleine Solarthermie zur Erzeugung von Warmwasser
    - ein wasserführender Kamin (ich besitze vorm Haus ein knapp 2 ha Waldgrundstück, das ich bewirtschaften muss und mache gern Holz)
    - Gasbrennwerttherme

    Damit müsstest du ja eher ins Haustechnikforum gehen. Meiner Meinung nach ist dein Vertrauen in diesen Heizungsbauer nicht gerechtfertigt.

    - Solarthermie ist teuer, unwirtschaftlich, Überschüsse sind nicht verwertbar, lohnt sich nie, würd ich nie mehr machen.

    - wasserführender Kamin wird von den Experten im Haustechnikforum auch abgelehnt. Verbraucht viel Holz, teuer, lässt sich schwer in eine moderne Heizung einbinden, ist eine Dreckschleuder. Wenn überhaupt die Wärme besser im Stein des Kamins oder der Gebäudemasse speichern.

    - Gasbrennwert solltest du in einem Neubau auf jeden Fall vermeiden, das ist doch heute schon ein Auslaufmodell. Plane stattdessen mit einer Wärmepumpe, was zukunftssicher und ökologisch ist.


    PV ist natürlich gut, speichern in Akku ökonomisch und ökologisch zur Zeit sinnlos. Erst recht, wenn du eine Wärmepumpe hast, und die Überschüsse als Wärme in der Gebäudemasse speichern kannst. Die Autarkie durch eine eigene P2G-Anlage erscheint mir eher ein Modellprojekt/Forschungsprojekt zu sein. Meines Erachtens in einer vernetzten Gesellschaft ein idiotisches Konzept. Individuelle Unabhängigkeit ist mit Sicherheit der aufwendigste und teuerste Weg, die Energiewende zu vollenden. Außerdem ist das gesellschaftlich ein Rückschritt in die Steinzeit. Die anderen Produkte deines täglichen Konsums baust du doch auch nicht alle selbst?

    "1.21 Gigawatt - Tom Edison, wie erzeugt man soviel Strom? Das ist unmöglich! Unmöglich!"

    • Offizieller Beitrag

    ein Elektriker würde dir Infrarotheizung

    und DLE verbauen... der einzige der bei diesen" Konzepten" gut verdient ist der es verkauft.


    Im Neubau kommt heute ökonomisch und ökologisch nur noch eine leistungsgeregelte Wärmepumpe möglichst mit Erdkollektor, Ringgrabenkollektor und passiver Kühlung sowie möglichst eine Vollendeckung mit PV in Frage.

    Energetisch sollte man sich am Passivhaus

    orientieren: gute Dämmung, Lüftung grundlegend effizente, minimalistische Haustechnik, kurze Rohrwege, keine WW Zirkulation bei 5 Personen ggf auch Wärmerückgewinnung aus dem Duschwasser usw.

    als Wärmespeicher das Haus https://www.zement.at/mobile-s…nen/energiespeicher-beton

    und nur bei KfW40 plus auch einen Stromspeicher.


    Holzofen als Grundofen ohne weitere Technik.

    2*13 + 8 G5 Süd, 2*10 +10 l G9.3 XL Nord an Fronius Symo 12,5 & Solis RHi,

    12 Sharp NUSC Süd und 4 TSC PowerXT Ost an Primo 4,6,

    4xPylontech US2000C, Nibe S1155-6 an Ringgrabenkollektor, 15,6m² Hewalex Solarthermie
    Technische Alternative UVR16x2, CAN-Mtx2, CAN-EZ2 und C.M.I.

  • Welche Dachart? Wie viel Schnee?

  • Die Sache mit der Brennstoffzelle ist schon schick. Ich hatte mir auch schon angeguckt, es ist allerdings noch eine sauteure Spielerei. Wenn du dich mit Autarkiegedanken trägst, würde ich das mit der Gastherme lassen. Ganze drei Systeme zum Heizen klingen auch nicht recht innovativ. Ist das mit Radiatoren geplant?! Ich würde auf jeden Fall eine Flächenheizung nehmen, die mit Niedertemperatur arbeitet und an Dämmung nicht sparen.


    Bin auch aus dem Erzgebirge (Breitenbrunn, nahe Fichtelberg)-haben selbst eine Wärmepumpe mit gescheitem Erdkollektor, kein zusätzliches Heizsystem. PV, Eautos, Lüftungsanlage sind auch vorhanden-die WP ist allerdings BJ 2005 und noch ziemlich dumm. Bei Interesse kann ich gerne auch Zahlen liefern. (studiere selbst gerade Hausversorgunstechnik und habe Interesse an Energiefragen)


    An deiner Stelle würde ich das Dach mit PV vollmachen und eine modulierende WP nehmen, Holz dann zum Zuheizen, wäre da auch für einen Grundofen-aber kein Gas! Solarthermie ist leider im Vergleich zur PV eine echt teure Sache und nicht wirklich wirtschaftlich.


    Wüsste auch einen innovativen Heizungsbauer, der gute Arbeit leistet...
    Oder du legst das Haus auf eine Brennstoffzellenheizung, mit Gasreformer aus? - vielleicht futtern die Geräte mal auch H2 vom Dach.

    Energieverrückter weiblicher Technikjunkie - 2017: 10 kWp mit 10 kWh LG Chem, Haus mit 3 kW Sole-Wasser-Wärmepumpe und Erdkollektor, kontrollierter Lüftungsanlage mit Erdwärmetauscher und Wärmerückgewinnung, komplettiert von 2 Renault ZOE (22 & 40 kWh) 2019: 28 kWp Mieterstrom to be...irgendwann, wenn das mal praktikabel werden sollte :cursing:

  • Gestatte mir die Anregung nach einem steileren Dach, z.B. einem Satteldach mit First außerhalb der Mitte. Mit so viel Schnee freust du dich über ein steileres Dach. Auch die Schneelast ist zu berücksichtigen.

  • Gestatte mir die Anregung nach einem steileren Dach, z.B. einem Satteldach mit First außerhalb der Mitte. Mit so viel Schnee freust du dich über ein steileres Dach. Auch die Schneelast ist zu berücksichtigen.

    Glück auf & danke für die Anregung. Gestattet ist sowieso alles ;) Der Statiker berechnet schon nach "1.600" - was auch immer das heißt...wahrscheinlich die übliche/durchschnittliche Schneelast auf m ü.NN. Mit der Planung sind wir nicht ganz frei. Es ist ja alles sooo schön geregelt. Und da wir selbst auf eine eher klassische Bauweise stehen ... nun ja, wird es wohl ein klassisches Satteldach. Im Alpenraum baut man ja noch deutlich flachere Dächer.

  • Cool. Danke für den Link!
  • Und kannst du eine Solewärmepumpe in der Höhelage (gut 900 m ü.NN) mit sicherem Winter von Anfang Dez. bis Ende März empfehlen? Wir haben i.d.R. noch richtige Winter mit viel Schnee.