Einfache Berechnung für PV-Anlage, etwas vergessen?

  • Guten Abend PV-Forumsteilnehmer,


    wir planen für nächstes Jahr ein EFH. Hierbei habe ich mir ein kurzfristiges Ziel gesetzt, keine jährlichen Stromkosten zu haben.

    Ich würde also gerne eine Anlage bauen, welche etwas für den Eigenbedarf bereitstellt, und über die Netzeinspeisung soviel einspeist, das die Entnahme Kostenneutral ist.


    Hierzu bin ich folgendermaßen vorgegangen.

    Strombedarf/Jahr (prognostiziert) SBp= ca. 7.000 kWh (4 Personen, Wärmepumpe, KFW 55)

    Einspeisevergütung in 18 Monaten = 9,37 Cent pro kWh (nach Bundesnetzagentur Anlagen bis 40 kWp)

    Aktueller Strompreis Greenpeace Energy 8,90 Monat + 28,5 Cent/kWh

    EEG Umlage 6,405% * 0,4 = 2,562 Cent kWh

    Geschätzter Eigenverbrauch = 30% (Nach allem was ich hier gelesen habe)


    Formel:

    (X = Anlagengröße)


    0 = SBp * 0,3 * EEG 40% + SBp * 0,7 * Strompreis + 12 * Grundgebühr - Eispeisevergütung * X


    (7000 kWh * 0,3 * 0,02562€ + 7000 kWh * 0,7 * 0,285€ + 12 * 8,90€ )/ 0,0937 € = 16618 kWh


    Nach dieser Rechnung würde ich nun mit einer 16.618 kWh Anlage oder 16,5 kWp Anlage keine Stromkosten haben.

    (Die Anlage ist auf einem Ost/West Dach zu gleichen teilen aufgebaut, also werden ich 70% dynamisch wählen)


    Nun meine Frage, habe ich was übersehen? Steuern, andere Gebühren oder Gesetze ?

  • Umsatzsteuer auf Eigenverbrauch ca 0,05€/kWh

    Einkommensteuer auf Gewinn je nach persönlichem Steuersatz, sobald Du über 410/820€ Gewinn kommst

    Versicherung

    Instandhaltungsrücklage

    Winterwetter

    --> bau so viel wie drauf passt, wenn am Ende Geld übrig bleibt, schick ich Dir gerne meine Kontonummer

    26 Aleo S25 240 Wp
    Fronius Symo 6.0-3-m mit Smart Meter 63A-3
    GroßMeisterLusche
    L:24 D:4 T:2
    Wir neigen dazu, die kurzfristigen Auswirkungen einer Technologie zu überschätzen und die langfristigen Auswirkungen zu unterschätzen (Amaras Gesetz)

  • Danke für die schnelle Antwort Nordlicht.

    Aber nach deinem Einwand bleibt bis jetzt nur ein - übrig.


    Hast du eine eigen Versicherung? Dachte die ist in der Haftpflicht dabei....


    Kann ich den Gewinn gegen irgendwelche Ausgaben rechnen?

  • Ziel gesetzt, keine jährlichen Stromkosten zu haben.

    Na, dann einfach monatlich bezahlen :mrgreen:

    Gruß PV-Express


    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Datenlogger mit weicher 70%-Regel, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012
    Renault ZOE Z.E.40

  • Für die Berechnung fehlt noch die unentgeltliche Wertentnahme Bei Anlage größer 10 kWp

    Kannst mal hier reinschauen, da sind die Abgaben usw alle drinnen

    Wirtschaftlichkeitsberechnung PV Anlage - wer hat Lust hierbei mit zu arbeiten?

    Gruß

  • jo : Danke für den Hinweis. Ich bin gerade noch bei der Bedarfsermittlung. Rechnerisch hätte ich Platz für mehr Module. (Pro Seite 3 Reihen mit 10 Module) Dazu kommt noch eine <Terrasse mit den restlichen Modulen. Aber soweit bin ich noch nicht. Erstmal schauen was es heißen würde, nix mehr für Strom zahlen zu müssen.


    @ PV Express: Du hast mein Problem echt schnell gelöst. Aber das wäre zu langweilig ;-)


    @ Nordlicht: Die Staatsausgaben muss ich aber nur bei einem bestimmten Betreibermodell abführen. Hat sich hier ein bestimmtes durchgesetzt?

  • @ Nordlicht: Die Staatsausgaben muss ich aber nur bei einem bestimmten Betreibermodell abführen. Hat sich hier ein bestimmtes durchgesetzt?

    Steuern sind auf das Einkommen zu entrichten. Baust Du eine PV, bist Du Unternehmer. Den Gewinn musst Du versteuern. Nicht die Einnahmen. Wahrscheinlich wird nach Kosten und Abschreibung ja nicht wirklich viel Gewinn anfallen.

    Anders sieht es mit der Umsatzsteuer aus. Wenn Du die normale Besteuerung wählst, bekommst Du die MWSt auf die Kosten der Anlage zurück und musst im Gegenzug Umsatzsteuer auf die Entnahme aus dem "Unternehmen", also den Eigenverbrauch zahlen.

    Nach gut 5 Jahren kannst Du dann in die Kleinunternehmerregelung wechseln, dann entfällt das. Lohnt sich.

    Dach vollmachen ist die Devise. Die Kosten je kWp sinken, die Einnahmen steigen.

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  • Die einfachste Lösung ist: Mach das Dach(er) voll. Was immer überdachbar ist, belegen!

    Nicht anfangen zu rechnen ob 16,18k oder 19Wp, wenn 20-30 drauf passen, dann mach das.


    Warum das so ist, kannst du in gefühlten 50.000 Beiträgen hier nachlesen.


    Ob jetzt der Plungszeitpunkt für eine in 18 Monaten geplante Anlage ist, hinblickend aufs EEG nebst Würgedeckel, weiß ich nicht. Das Dach jetzt schon so planen ist auf alle fälle nicht verkehrt. Aber finanziell würde ich außer der technischen Umsetzung/Möglichkeiten noch nichts machen.

    Gruß PV-Express


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  • Dach vollmachen ist die Devise. Die Kosten je kWp sinken, die Einnahmen steigen.


    Die einfachste Lösung ist: Mach das Dach(er) voll. Was immer überdachbar ist, belegen!

    Nicht anfangen zu rechnen ob 16,18k oder 19Wp, wenn 20-30 drauf passen, dann mach das.


    Warum das so ist, kannst du in gefühlten 50.000 Beiträgen hier nachlesen.

    Volle Zustimmung!


    Experimente mit Ausrichtung am Eigenbedarf sind gehen eh nicht auf. Im Winter hast du so oder so Unterdeckung, im Sommer Überschüsse.