Heckert Nemo 60 Nähe Kurzschlussstrom und dann aus

  • Ich habe seit kurzem eine PV Anlage 9,92 kWp mit Heckert. Nemo 60 2.0 310er Modulen. Bei meiner Beobachtung der Werte der Anlage an einem sonnigen Tag zur idealen Zeit habe ich beobachtet, dass der Strom lange Zeit mit 9,8 A oberhalb des Stroms bei maximaler Leistung (9,56 A) laut Datenblatt lag. Der Kurzzschlusstrom für diese Module ist mit 9,9 A angegeben. Die DC Eingangsleistung der Anlage am WR lag zu diesem Zeitpunkt bei etwas über 9,7 kW. Als der Wert dann über 9,8 kW stieg fiel er unmittelbar danach auf 0 kW. Er kam dann nach einigen Sekunden wieder auf über 4 kW und stieg dann wieder über 9 kW. Im Leistungdiagramm zu diesem Tag war dann auch eine Delle zu sehen, wo das Maximum hätte liegen müssen.


    So sehr mich die Leistungsfähigkeit der Anlage erfreut, so skeptisch bin ich aber auch ob das bei den aktuell ja noch nicht perfekten Bedingungen normal ist und die Module sich dann bei Idealbedingungen laufend abschalten. Was ist eure Erfahrung damit?

  • Viel besser als im Moment geht es gar nicht. Die Sonne steht Mittags schon ziemlich hoch, Temperatur hier um die 10°C, da kommen Spitzenleistungen.

    Was für ein WR ist denn am werkeln? Der muss die ganzen Elektronen ja schließlich verarbeiten.

    26 Aleo S25 240 Wp
    Fronius Symo 6.0-3-m mit Smart Meter 63A-3


    Wir neigen dazu, die kurzfristigen Auswirkungen einer Technologie zu überschätzen und die langfristigen Auswirkungen zu unterschätzen (Amaras Gesetz)

  • Der WR ist ein Kostal Piko 20. Kann es tatsächlich sein, dass diese Module sich in unseren Breitengraden bei guten Bedingungen wegen Erreichen des Kurzschlussstroms abschalten?

  • Nein, das war kein Scherz. Hier ein Screenshot kurz bevor das auf über 9800W in Summe hochging und dann wie beschrieben auf 0W:


  • Wie lang dauerte die zeitliche Spanne von 0 auf 4kw? „Einige Sekunden“ ist nicht aussagekräftig.


    WR ist Kostal? Ich konnte bei mir ähnliches beobachten. Sprünge bis über 6,5kw obwohl dieser String nur 6kwp installiert hat. Strom auch oberhalb des Kurzschlussstromes mit anschließendem Leistungseinbruch am Plenticore.Aber alles nichts wo ich mir jetzt Gedanken machen würde


    Ich denke hier kommen mehrere Faktoren zusammen:

    Bewölkung mit aufreißenden Himmel UND verzögerte Übertragung der Daten vom WR. Und die Anpassung der Spannung für den String.Dafür geht immer kurzzeitig die Leistung des Strings stark runter um dann wieder rasant zu steigen.

    Keine Ahnung wie ich’s erklären soll aber den Daten im Liveview kann man nicht immer trauen. Da ist eine Verzögerung drin und irgendwie scheint es mir so als ob Daten gepuffert oder auch verloren gehen was die Werte verfälscht.


    Am ehesten hauen die Daten hin wenn man direkt auf den WR zugreift.


    Zeig mal die Strings mit der Delle.

  • Genauer als die Momentanwerte habe ichs nicht. Der Kostal speichert in der kleinsten einstellbaren Einheit 5 Minutenintervalle ins Log. Darüber bekommt man so kurze Ausfälle nicht mit, die führen nur zu leicht niedrigeren Werten im Intervall, die dort auch tatsächlich verzeichnet sind.


    Ich nehme aber jetzt mal mit, dass diese Dropouts vorkommen können, in diesem Sinne also normal sind. Mich würde noch interessieren, ob, falls der Strom tatsächlich 9,9 A erreichte, Sicherung(en) in dem Modulen greifen und zum beschriebenen Symptom führen können.

  • Vielleicht noch als Ergänzung: Es gab an dem Tag keine Bewölkung, das war die Phase rund um den Peak durch für diese Anlage idealen Sonnenstand kurz vor 12:00 Uhr. Ob sich das wiederholt weiss ich nicht, ich habe wahrscheinlich nicht so bald wieder Zeit die Anlage live bei so tollen Bedingungen Mittags zu beobachten.

  • Alles klar! Du hast den Liveview beobachtet und dabei diese Peaks gesehen. Wie gesagt, Liveview ist dafür nicht so dolle geeignet.


    Wenn im Graphen der String gut aussieht ist doch alles gut ?. Ist bei mir das gleiche. Dass dadurch eine Sicherung anspricht kann ich mir nicht vorstellen und wenn doch dann hast du andere Probleme wie einen kurzzeitigen Einbruch der Leistung. Eher wird der WR das ausregeln.


    Jetzt mal unter uns Gebetsschwestern, warum rückst du nichtmal deine Stringlogs raus wo man das „Problem“ viel besser sehen kann.

    6,0 kwp, Hanwha Qcells G5 320wp Süd,DN 26, 3,6 kwp, Hanwha Qcells G5 320wp, Nord, DN 28 an Kostal Plenticore 8.5

  • Mich würde noch interessieren, ob, falls der Strom tatsächlich 9,9 A erreichte, Sicherung(en) in dem Modulen greifen und zum beschriebenen Symptom führen können.

    Es gibt keine Sicherungen in den Modulen. Der max. Kurzschlussstrom ist übrigens temperaturabhängig je wärmer das Modul, desto größer der max. Kurzschlussstrom.


    Das was du beobachtet hast könnte auch das Schattenmanagement sein, dabei wird ja einmal die komplette Kennlinie durchfahren, um den globalen MPP zu finden.

    9,99kWp 110°; 20°DN; 37x 270W Trina Honey PD05 an SMA STP 8000TL-20, HM 2.0 und SAE,

    Nibe F1155-6 mit RGK im sanierten Altbau von 1909