Regelbesteuerung wurde letztes Jahr gewählt. Ist jetzt noch Liebhaberei möglich?

  • Hallo,


    letztes Jahr kam die Photovoltaikanlage aufs Dach. Sie war relativ teuer da wir uns für Hochleistungsmodule mit langer Garantie entschieden haben, was auch der Grund für die Regelbesteuerung war. Die Vorsteuer haben wir also zurückerhalten.


    Wir haben einen Zweifamilien Haushalt und würden ca. 20-25kWh an Akkukapazität nutzen können.


    Wenn ich die Investition von Anlage und Akkus addiere und die Stromgestehungskosten auf 20 Jahre errechne, könnten wir in die Negativ Gewinnzone driften. Das würde ich dann noch mal ganz genau rechnen.


    Die Frage: Können wir jetzt zwei Akkus kaufen und trotz Regelbesteuerung Liebhaberei betreiben?


    VG Daniel

  • Regelbesteuerung ist Thema Umsatzsteuer

    Liebhaberei ist Thema Einkommensteuer


    Aber, interessanter Ansatz, etwas möglichst teuer anschaffen damit mit der Investition kein Gewinn erwirschaftet wird. Könntest in die Politik gehen.:)

  • Ich mache mit meiner PV Anlage von Beginn an negative "Gewinne" - das FA hat bisher nicht "gedroht", das jetzt als Liebhaberei anzusehen....

    2014: 887,2 kWh/kWp - 2015: 938,2 kWh/kWp - 2016: 908,2 kWh/kWp - 2017: 845,8 kWh/kWp - 2018: 999,2 kWh/kWp - 2019: 936,3 kWh/kWp - 2020: 963,6 kWh/kWp - 2021: 853,90 kWh/kWp

  • Wäre es uns um maximalen Gewinn gegangen hätten wir eine kleinere und wesentlich günstigere Anlage angeschafft.


    Dann würde ich jetzt auch nicht über einen Akku nachdenken.


    Aber ok, ich höre da heraus dass mein Gedanke nur als Politiker durchsetzbar wäre. ;)

  • Der Sinn muss sich mir nicht erschließen. Warum sollst du dir nicht privat 20 LKW voll (sinnloser) Akkus kaufen dürfen? Oder jeden Tag in deinem LIeblingsrestaurant eine Speise kaufen dürfen?

    Akkus gehören in mobile Geräte, nicht ins Netz. Würde auch niemand auf die Idee kommen sein Kabeltelefon mit Akku zu erweitern^^

  • Die Frage: Können wir jetzt zwei Akkus kaufen und trotz Regelbesteuerung Liebhaberei betreiben?

    du kannst so viel Liebhaberei betreiben, wie du möchtest. :love:

    das hat auch nix mit einer Regelbesteuerung zu tun.


    Du kannst dir auch so viele Akkus kaufen wie du möchest, aber einen Einfluß auf die steuerliche Situation deiner PV Anlage hat das nicht. Aus dem einfachen Grund, weil die Akkus ausschließlich deinem privaten Vergnügen dienen und nicht dem Unternehmenszweck der PV Anlage.

  • Ich wollte einfach nur so unverschämt sein und trotz Vorsteuerabzug bei der PV Anlage keine Steuern auf den Eigenverbrauch zahlen da ich mit Akkus aller Wahrscheinlichkeit keinen Gewinn mehr erzielen würde und ich einfach alles technische und Akkubetriebene liebe.


    Wenn ich dann aber auf die Akkuentnahme noch MwSt. bezahle ist es kein +- oder nahe 0 mehr, sondern ein teurer Spaß.

    • Offizieller Beitrag

    Nachträglich angeschaffte Akkus können nicht der PV zugeordnet werden, da sie normalerweise nur dazu dienen dem Unternehmen privat Strom zu entnehmen... Da müsstest du schon Regelenergie liefern und damit auch fürs Unternehmen Geld zu verdienen.


    NUR wenn Akkus zusammen mit PV angeschafft wurden kriegt man die Vorsteuer zurück (USt). Einkommensteuerlich werden sie aber auch da dann nicht zugeordnet und nicht mit abgeschrieben... Ausser man hat Glück und die so in der Rechnung versteckt, dass es das FA nicht gemerkt hat!

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015

  • Ich wollte einfach nur so unverschämt sein und trotz Vorsteuerabzug bei der PV Anlage keine Steuern auf den Eigenverbrauch zahlen da ich mit Akkus aller Wahrscheinlichkeit keinen Gewinn mehr erzielen würde und ich einfach alles technische und Akkubetriebene liebe.


    Wenn ich dann aber auf die Akkuentnahme noch MwSt. bezahle ist es kein +- oder nahe 0 mehr, sondern ein teurer Spaß.

    der Plan geht nicht auf, weil das Eine mit dem Anderen nichts zu tun hat, auch wenn du das gerne so sehen würdest.

    heißt: der teuere Spaß ist rein dein privates Vergnügen, das keine Auswirkungen auf die steuerliche Situation deines PV-Gewerbes hat.