Steuerliche Erfassung

  • Moin zusammen.


    Nach dem unsere PV-Anlage Ende Februar installiert worden ist, habe den Bogen zur steuerlichen Erfassung letzten Monat ans Finanzamt zugeschickt, hier wurde die Form der Vorsteuerabzugsberechtigung von mir gewählt.


    Einige Zeit später bekam ich einen weiteren Fragebogen in dem weitere 3 Punkte dem Finanzamt beantworten soll.

    Hier zu zählen auch die Erlöse im Gründungs- und Folgejahr, um unnötige Fehler zu vermeiden wollte ich mal kurz einhacken.


    Gehe ich richtig in der Annahme, dass es sich beim Erlös der Anlage quasi um den gesamt erzeugten Strom ohne Abzüge handelt.

    Laut Berechnung soll die Anlage rund 10.000 kWh im Jahr erzeugen und ich zahle aktuell rund 24ct./kWh bei meinem Anbieter.

    Somit würde der Erlös rund 2400,- im vollen Jahr betragen?


    Oder müsste bei der Berechnung hier genau aufgeschlüsselt werden, wie gross mein Verbrauch ist, was ich noch beziehen muss und was ich für den Überschuss vom Netzbetreiber bekomme?

    Dann würde der Erlös entsprechend anders aussehen:

    Eigenverbrauch mit Strombezug 5500 kWh x 24ct. (1320,-) + Einspeisung 4500 kWh x 12ct. (540,-) = 1860,-


    Grüsse

  • Ich habe das Formular Ende Januar eingereicht. Ein Steuerberater hat mir "beigestanden". Als geschätzten Jahresumsatz haben wir die voraussichtliche Einspeisung (also die Erzeugungsprognose abzüglich des geschätzten Eigenverbrauchs) mal der Einspeisevergütung angegeben. Also nur das was der Netzbetreiber netto an mich zahlt.

    Selbst im Formular steht ja "Umsätze, (geschätzt)". Es kommt also vermutlich nicht auf den letzten Euro an.

    26kWp | Hanwha QCELLs Q.PEAK DUO-G5 325W | SMA STP25000 | Sunny Home Manager 2.0

  • Damit wäre dein geschätzter Umsatz für ein volles Jahr 540€. Dein geschätzter Umsatz im ersten Jahr liegt ca. 2/12tel niedriger, da du im Januar und Februar fast nichts eingespeist haben kannst.


    Mir wurde das folgendermaßen erklärt: Du musst eine gespaltene Persönlichkeit entwickeln. Es gibt jetzt das Unternehmen EEatnS (Energieerzeugung aus thermo-nuklearer Strahlung, Inhaber Luporeiter) und die Privatperson Lupo Reiter.

    EEatnS erzeugt mit seiner PV-Anlage Strom. Einen Teil speist er ins Netz ein und bekommt dafür eine Einspeisevergütung gezahlt. Das ist der (vermutlich einzige) Umsatz des Unternehmens. Den anderen Teil der erzeugten Energie verschenkt er an an Lupo Reiter.


    Mit Strom, den EEatns verschenkt, macht er keinen Umsatz und damit entgehen dem Staat möglicherweise Steuern.


    Außerdem entgeht dem Staat auch noch Umsatzsteuer für den geschenkten Strom, den Lupo Reiter jetzt nicht mehr kaufen muss und damit als Endverbraucher eben auch keine Mehrwertsteuer dafür bezahlt. Das findet der Staat doppelt doof und darum hat er die "unendgeldliche Wertentnahme" erfunden. Im Prinzip bezahlt die EEatnS die Umsatzsteuer für den verschenkten Strom, den Lupo Reiter auf Grund des Stromgeschenkes nicht entrichten muss. Das steht bei der monatlichen Umsatzsteuervoranmeldung an.

    Und wenn ich mich nicht irre, muss EEatns das auch noch bei der Einkommenssteuererklärung berücksichtigen. Aber so weit bin ich noch nicht, das wird erst Anfang nächsten Jahres akut.

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  • Ertrag x Einspeisevergütung - AfA - Sonder-AfA - BA

    Das ist der Umsatz? Für mich sieht das eher nach Gewinn aus. Aber ich habe auch nicht wirklich Ahnung davon.

    Ein Kommentar eines unserer Steuerspezies dazu würde mich schon interessieren. Oder bist du sogar einer, donnermeister1 und ich bin völlig auf dem Holzweg?

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  • Also ich hatte im Formular zur steuerlichen Erfassung die geschätzten Umsätze einzutragen.


    Luporeiter musste in einem weiteren Formular Erlöse angeben.


    Ich frage mich nun, hatte Luporeiter bei der ersten Erfassung auch schon die geschätzten Umsätze angegeben, oder fehlten die dort und daraufhin hat das Finanzamt um die Schätzung der Erlöse gebeten? Von mir wollte das FA keine Erlöse wissen. Aber vielleicht kommt das noch?

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  • Vielleicht hätte es ein kleiner Anruf beim Finanzamt auch getan, um die Fragen zu klären.


    Dort sitzen keine Aliens, sondern i.d.R. sehr freundliche Menschen.


    Das FA muss wissen wie groß das Gewerbe ist, das mit dem Anschluß der PV Anlage automatisch gegründet wird. Es gibt Grenzen, ab denen monatliche Umsatzsteuererklärungen statt jährlicher vorgeschrieben sind, Grenzen ab denen Gewerbesteuer anfällt usw.


    Das alles spielt für die "normale" PV Anlage auf dem Hausdach keine Rolle.


    Umsatz ist hier zu verstehen: geschätzte Menge eingespeister Strom (ohne Speicher ca. 70 % der Erzeugung, Erzeugung ca. 1000 kWh je installierter kWp) zum jeweiligen Vergütungssatz für die Einspeisung.


    Also bei einer 10 kWp Anlage werden ca, 7000 kWh eingespeist, zu ca. 12 ct = 840 Euro.

    Nach Meldung dieser Zahl wird das FA nichts mehr wissen wollen, da logischerweise die Erlöse auch nicht grösser sein können, wie der Umsatz.


    In jeder Umsatzsteuererklärung ist zudem der Wert der unentgeltlichen "Sachentnahme" zu addieren, das ist der gemessene oder geschätzte Eigenstromverbrauch mit dem Nettostrombeszugspreis

  • Hallo zusammen.


    Grundsätzlich, laut Definition aus dem Netz ist der Erlös = Umsatz und zwar ohne Abzüge.

    Danke erstmal für die Beiträge, auch wenn es von 3 Leuten drei unterschiedliche Aussagen sind. ;)

    Jetzt weiß ich aber in welche Richtig es dabei gehen soll.


    Die Nachfrage des FA´s kam deswegen zu Stande weil ich vorerst in der SE-Formular keine Angaben zu Erlösen gemacht habe.



    Wenn wir dabei schon sind, wie sieht es eigentlich mit der Erstattung der MwSt. der PV- Anlage aus?

    Muss dabei erst die steuerliche Erfassung mit den neuen Steuernummer abgeschlossen sein?


    Grüsse