Wirtschaftlichkeitsberechnung PV Anlage - wer hat Lust hierbei mit zu arbeiten?

  • Die Steuervorschriften für Gewerbe sind für alle gleich. Warum soll es bei Verkauf vom Strom anders sein als bei Brötchen?

    Grüße
    Didi


    2015: 1052 kWh/kWp; 2016: 1036 kWh/kWp; 2017: 1102 kWh/kWp; 2018: 1162 kWh/kWp; 2019: 1137 kWh/kWp

  • Also ich kam zu dem Schluss, dass man sich zunächst lösen muss von dem alleinigen Begriff "Wirtschaftlichkeit". Hier wird schnell geschrieben "das Rechnet sich nicht" "das ist nicht wirtschaftlich". Aber ich glaube das stimmt immer nur aus bestimmten Sichtwinkeln.

    Im Sinne der Steuer und als Unternehmen kann es schnell sein, dass sich eine Anlage z.B. mit Speicher nicht rechnet. Soweit ich das Verstanden habe, und da lasse ich mich gerne belehren.

    Mein Schluss ist, als Privathaushalt kann es sich sehr wohl rechnen auch wenn das Finanzamt das ander sieht und das zeigt auch die Tabelle gut.

    Wenn ich Privat davon ausgehe, die Anlage ist nach 20 Jahren komplett zu ersetzen und sie kostet mich jetzt 15t€, die Stromersparnis liegt aber bei 30t€ (über 20 Jahre) habe ich noch immer 15t€ über 20 Jahre angespart. Diese Rechnung kann man aber so gegenüber dem Finanzamt nicht aufmachen.

  • ist auch keine Rechnung gegenüber dem Finanzamt. Dient deiner eigenen Betrachtung.

    Lediglich EÜR Berechnung und daraus folgend, ob die Anlage gewinne macht oder nur negative Einkünfte ist etwas was das Finanzamt betrachtet (musst du aber nicht mit dem Excel nachweisen, sondern über die jährliche EÜR), die sollte halt mindestens ab dem 6 Jahr positiv sein, sonst ist es Liebhaberei...

  • So ist das halt, weil die Sachentnahme in der ESt beim FA/Unternehmen netterweise auch nur mit der Einspeisevergütung bewertet wird und 410€ zudem auch noch steuerfrei sind. Und nach 5 Jahren bist dann auch noch die USt auf EV los...


    Wenn wir hier von Wirtschaftlichkeit reden meinen wir aber eher aus Sicht des Privatmannes... Unternehmer sind wir ja nur gezwungenermaßen.


    Die Unternehmersicht ist aber natürlich richtig, wenn es um Beurteilung der Liebhaberei geht!

    Kann durchaus sein, dass der Privatmann dann trotzdem leicht im Plus landet... Selbst wenn die Anlage nach 20Jahren hin ist.

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015


    LuschenPraktikant L:3 (mit sagenhaften 0.021kWh/kWp am 10.1.2017)

  • Nach 2 Tagen PV auf dem Dach ist es doch eh Liebhaberei :love: 8o

    3.2018 40 x BenQ Solar Sun Vivo PM060MB2 -> 12kWp bei DN 38° mit ca. -18 ° SO

    8.2019 22 x Ja Solar JAM60s03 - 325 WP mit 22 X SE P370 + SMI35-> 7,15 kWp bei DN 10 mit ca. -18° SO

    WR 25000TL-30 mit SHM 2.0
    SBS 3.7 und BYD HV 10,2 kWh
    PVGIS - Prognose 980 kWh/kWp (für die 12 kWp)

    Zähler von ComMetering

    aWATTar als Stromlieferant

  • Also ich kam zu dem Schluss, dass man sich zunächst lösen muss von dem alleinigen Begriff "Wirtschaftlichkeit". Hier wird schnell geschrieben "das Rechnet sich nicht" "das ist nicht wirtschaftlich". Aber ich glaube das stimmt immer nur aus bestimmten Sichtwinkeln.

    Im Sinne der Steuer und als Unternehmen kann es schnell sein, dass sich eine Anlage z.B. mit Speicher nicht rechnet. Soweit ich das Verstanden habe, und da lasse ich mich gerne belehren.

    Mein Schluss ist, als Privathaushalt kann es sich sehr wohl rechnen auch wenn das Finanzamt das ander sieht und das zeigt auch die Tabelle gut.

    Wenn ich Privat davon ausgehe, die Anlage ist nach 20 Jahren komplett zu ersetzen und sie kostet mich jetzt 15t€, die Stromersparnis liegt aber bei 30t€ (über 20 Jahre) habe ich noch immer 15t€ über 20 Jahre angespart. Diese Rechnung kann man aber so gegenüber dem Finanzamt nicht aufmachen.

    Die Tabelle berücksichtigt ja auch die Stromersparnis und nicht nur die Einspeisung!

    Die berechnete Rendite berücksichtigt beide Faktoren und gibt schon einen guten Anhaltspunkt für die "wirtschaftlichkeit" einer Anlage aus der Sicht des Privthaushaltes.


    Eine Speicherlösung kann dabei durchaus auf eine positive Rendite kommen - die Frage ist halt welche Parameter du voraussetzt bezüglich erwartete Reparaturkosten und erwartete Strompreissteigerung.


    Aktuell kann allerdings wohl noch davon ausgehen dass eine reine PV Anlage im Vergleich zu einer Anlage mit Speicher meistens im Vorteil ist was die Rendite angeht.

    Bei einem Großen Dach und begrenztem Budget also im Zweifel eher eine Große PV Anlage als eine kleine PV Anlage + Speicher.

    Das sollte diese Tabelle, wenn realistisch mit Daten gefüllt, auch sichtbar machen.