Frage zur EEG Umlage auf EV

  • Hallo zusammen,


    wir sind aktuell in der Planungsphase für eine PV Anlage mit ca. 20kWp Ost/West. Es stellt sich die Frage, ob wir gleich 20kWp in Betrieb nehmen oder lieber doch 2x 10kWp mit 12 Monaten Wartezeit dazwischen.


    Ich habe schon sehr viel hier im Forum gelesen, bin aber bei meiner Frage noch nicht fündig geworden...

    Die Einspeisevergütung ist ja auf 20 Jahre festgelegt.

    Aber was ist mit der EEG Umlage auf Eigenverbrauch?

    Wenn wir jetzt bauen und die EEG Umlage auf Eigenverbrauch entweder wegfällt oder vielleicht sogar steigt - betrifft uns das dann oder greift da eine Art "Bestandsschutz"?


    Wenn wir die Kleinunternehmerregelung wählen, kommt dann auf die zu zahlende EEG Umlage auf Eigenverbrauch noch die MWSt. drauf?


    Freue mich, wenn Ihr etwas Licht ins Dunkel bringen könnt :danke:

    Gruß,

    Karl

  • Hallo und Willkommen im Forum,

    im Allgemeinen ist sofort das Dach voll zu machen die wirtschaftlcihste Lösung.

    Du bezahlst immer die Umlage für das aktuelle Jahr (edit: also natürlich 40% davon; für 1000kWh selbst genutzten Strom derzeit also knapp 30Euro im Jahr), steigt sie, zahlst du mehr, sinkt sie eben weniger. Unseren Politikern ist alles zuzutrauen, aber sollte sie für Neuanlagen in Zukunft gestrichen werden, würde es mich stark wundern, wenn sie nicht auch für Bestandsanlagen wegfällt. In der EU-richtlinie vom Dezember ist von Anlagen bis 30kWp die Rede, für die das so sein sollte. Eine Umsetzung der Richtlinie ist aber imo noch nicht sichtbar, ist ja Zeit bis Mitte 21.

    IANAL steuerlich ist die Umlage etwas seltsam. Wenn ich das richtig sehe, fällt da keine Mehrwertsteuer drauf an, wenn keine Stromlieferung damit verbunden ist, wie das beim Eigenverbrauch der Fall ist. Und zwar völlig unabhängig ob du den Strom privat nutzt und KUR machst oder ein Großkonzern mit eigenem Kohlekraftwerk (wobei die nahezu alle wegen Bestandsschutzes befreit sein dürften) bist.

  • Mit dem 2. Abschnitt zu warten könnte auch dazu führen, das es dafür KEINE Einspeisevergütung mehr gibt, wenn nächstes Jahr der 52GW-Deckel des EEG greift und es dann keine Förderung mehr gibt.

  • Der EUGH hat just entschieden, dass die EEG Umlage mit europäischem Recht vereinbar ist....

    2014: 887,2 kWh/kWp - 2015: 938,2 kWh/kWp - 2016: 908,2 kWh/kWp - 2017: 845,8 kWh/kWp - 2018: 999,2 kWh/kWp - 2019: 936,3 kWh/kWp - 2020: 963,6 kWh/kWp - 2021: 853,90 kWh/kWp

  • Hast Du dazu eine Quelle?


    Aber zum Thema:

    Warte nicht mit der IBN der zweiten Anlage. Mach alles auf einen Rutsch.

    • Du bekommst einen besseren Preis für die Anlage
    • Du bekommst die Vergütung, die jetzt gilt und wer weiß wie hoch sie in einem Jahr ist. Aktuell sinkt sie, glaube ich monatlich um 1%
    • Ab einer Anlagengröße > 12 kWp fällt die anteilige EEG-Umlage kaum ins Gewicht.

    Warum jetzt schon für die KUR und nicht Regelbesteuerung entscheiden?

    In den allermeisten Fällen lohnt es sich den geringen Aufwand zu treiben und erst nach 5 Jahren zur KUR zu wechseln. Auch bei der KUR hast Du Papierkram.

    • Offizieller Beitrag

    Udo2009 Echt jetzt? Aeh.... Nee... https://www.pv-magazine.de/201…ne-staatlichen-beihilfen/


    Da geht es um die Industrieprivilegien, und nicht um die von Privatleuten zu zahlende Umlage auf EV,... die die EU immer noch abschaffen will.


    Zu Thema,... Ich würde es irgendwie auch 2x überlegen, eine Hälfte erst im nächsten Jahr anzumelden (bauen ganz bestimmt nicht). Wenn die EEG-Vergütung weiter jeden Monat 1% sinkt (was sie im Hinblick auf den Ausbau-Deckel wohl mind. tun wird), kriegst du nächstes Jahr 1,3ct weniger... Da müsstest du schon >5000kWh EV haben um mit der EEG-Umlage schlechter zu sein!


    + das Risiko wg. Deckel gar nix mehr zu kriegen

    + die Chance, dass die EU die EV-Umlage kippt


    Und natürlich keine KUR bei so ner grossen Anlage!

    9.5kWp Ost/West (-100°/80°, DN 45°), 17+21 Solarworld protectSW250 & SamilPower SolarLake 8500TL-PM (70% hart) ab 3'2015

  • Aha, ok... Kam gerade im Radio in den Nachrichten. Da wurde natürlich nicht gesagt, für wen speziell, nur dass die EEG Umlage mit EU Recht vereinbar ist.... :cursing:

    2014: 887,2 kWh/kWp - 2015: 938,2 kWh/kWp - 2016: 908,2 kWh/kWp - 2017: 845,8 kWh/kWp - 2018: 999,2 kWh/kWp - 2019: 936,3 kWh/kWp - 2020: 963,6 kWh/kWp - 2021: 853,90 kWh/kWp

    • Offizieller Beitrag

    Bleibt nur zu hoffen, daß sich mit der Rechtmäßigkeit der Befreiung der einen Klientel, nicht irgendwie auf die Rechtmäßigkeit der Belastung der anderen schließen lässt...:-?

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für die zahlreichen und hilfreichen Antworten! :danke:


    Bzgl. KUR ja/nein:

    Ich scheue mich etwas vor dem ganzen Papierkram, Umsatzsteuervoranmeldung & co. Dafür brauche ich bestimmt einen Steuerberater, der auch noch was kostet... Bisher mache die Steuererklärung komplett selber.

    Wir rechnen mit einem recht hohen EV. Wir sind ein Mehrgenerationenhaushalt + Elektroauto, so dass wir auf die 4000-4500 kWh EV zulaufen.

    Nebenfrage: ist es relevant, dass Haus und Grundstück auf meine Eltern laufen, die mit uns in einem Haushalt wohnen? Muss man da noch was beachten? Hausanschluss läuft auf mich.


    Vom 52GWh Deckel hab ich auch schon gehört, wenn es den nicht gäbe, würde ich mich wohl sofort für 2 x 10 entscheiden.:roll:


    Grüße,

    Karl

  • Meine Frage zu dem Thema:

    Muss die EEG Umlage nur auf den Anteil ab 10.000 kWh p.a. bezahlt werden?

    Ich habe ca 6.000 kWh Jahresverbrauch, davon möchte ich 4.800 kWh per PV "erledigen"
    und hätte dann noch 1.200 kWh Netzbezug.


    Also müsste ich keine EEG Umlage zahlen.

    E3DC S10E mit Speicher 13 kWh * 54 Stück Q-Cells DUO BLK 310 Wp Module * 16,74 kWp * S –10°