Kommunale pv Anlagen

  • Hey. Vielleicht könnt ihr mir helfen.

    Ich bin begeistert pv fan, Umweltschützer und weltverbesserer. Wenn ich mich hier in meiner Gegend umschau, sehe ich unzählige Dächer die ungenutzt sind, sich jedoch unbedingt für pv anbieten.

    All das Gerede von klimaschutz und energiewende sind in der Öffentlichkeit nur geheuchelt und der Staat unternimmt viel zu wenig.

    So bin ich nun in der Politik gelandet und versuche nun in unserer Verbandsgemeinde die dachflächen der öffentlichen Gebäude mit pv zu belegen .

    Welche Möglichkeiten gibt es denn? Rechtsformen, Unternehmens Form? ??

    Gibt es bezüglich öffentlichen Gebäuden Besonderheiten?

    Überzeugen will ich die Leute in den Räten und bin höchst motiviert.

    Habt ihr Erfahrungen? Ideen? Konzepte? Empfehlungen?

    Würde mich freuen.

    Mfg stefan

    9,9 kwp SE LG neon 2 black flame 330

    3,3 Nord -0 -Neigung 15

    3,9 Süd 0 - Neigung 15

    2,7 Süd 0 - Neigung 35

  • Die Unternehmensgesellschaft dürfte Dein kleinstes Problem sein.

    Das kommt zu den Stadtwerken, dem örtlichen Energieversorger oder sonst einer Abteilung, die noch Kapazitäten frei hat.


    Aber ... Du brauchst Budget ... das muss wirtschaftlich sein ... welche Gebäude ... wie werde die in 20 Jahren genutzt ... Verkauf geplant ... Outsourcing ... usw.


    Ich will dich nicht entmutigen, aber die Hürden in de Holzköpfen sind hoch.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Danke schon mal.

    Ich denke an die Dächer der Schulen, Turnhallen, Feuerwehren, Verwaltung.

    Alles Gebäude die in öffentlicher Hand sind und wohl auch bleiben.

    Ich dachte daran die Dächer zu prüfen und einfach zu belegen.....

    EV und einspeisen. Finanzierten sich selbst ,bringt Geld in die Kasse und macht die welt besser.

    Klar muss man erst investiert doch für die Gemeinde ist rechnet es sich.

    Die holzköpferegen mich aufX(X(

    9,9 kwp SE LG neon 2 black flame 330

    3,3 Nord -0 -Neigung 15

    3,9 Süd 0 - Neigung 15

    2,7 Süd 0 - Neigung 35

  • Im einfachsten Fall baust Du Volleinspeiser und irgendeine städtische Gesellschaft hat halt den Hut für die Anlagen im Stadtgebiet auf.


    Alternativ und evtl. auch etwas rentabler, Schule, Feuerwehr und Co bauen die Anlagen und machen EEG Überschusseinspeisung.

    Das kann trotzdem mit einer Gesellschaft für alle funktionieren.


    Bei großen Anlagen kostet 1 KWp, wenn alles drumherum halbwegs "normal" ist, rund 850-950,- pro KWp und jetzt kannst Du den Taschenrechner zücken.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Ist zwar schon ein paar Tage alt, ich schreibe trotzdem.

    Die meisten Kommunen arbeiten mit eienr (uralten) Kammeralistik, sowas wie Abschreibungen gibt es da nicht. Ausgaben werden also sofort in voller Höhe haushaltswirksam, während die Einnahmen womöglich der Nachfolger des BM, womöglich noch von einer andern Partei in die Kasse bucht - das geht gar nicht.

    Höchstens, wenn man ein fähiges Planungsbüro als Partner hat, das das sofort beim Bau berücksichtigt und auf irgendeine Förderung hinweist. Das passiert gerade bei unserem Kläranlagenneubau, wobei die Haupterzeugung aus dem Klärgas-BHKW kommen wird, die PV auf dem Verwaltungsgebäude und das Miniwasserrad im Abfluß sind imo eher ein Alibi. Da wurden bisher aber schon zehntausende Euro (von Bund und Freistaat gefördert) alleine in die Planung dieses Teils gesteckt. Mit dem Geld hätte man die PV schon bezahlt...

  • Ja, die leidigen Holzköpfe. Ich überlege manchmal wie man denen die PV so verpachten / ihnen ein Darlehen geben kann dass sie keine hohen Einmalausgaben haben. Die denken zu kurzfristig und dem muss man leider entgegenkommen.


    Andererseits müssten auch Kurzsichtige eine saubere Rechnung verstehen und sehen, dass das ein guter Gewinn ist. Vielleicht helfen ungeschönte, ehrliche Berechnungen.

  • Es ist zum verzweifeln. .......der deutsche Staat ist so verdammt schlecht. Es ist einfach nicht zu verstehen. Warum wird nicht von höhere stelle endlich mehr getan.leider it es notwendig Vorgaben verpflichtend zu gestalten........

    9,9 kwp SE LG neon 2 black flame 330

    3,3 Nord -0 -Neigung 15

    3,9 Süd 0 - Neigung 15

    2,7 Süd 0 - Neigung 35

  • Bald sind in manchen Ländern wieder Kommunalwahlen. Schau mal in deine Nachbarschaft - irgendwer hat die Amtierenden gewählt.


    Von 12 bis Mittag denken, das können sie. Naja, bleibt die Dächer zu belegen die man hat und selber aktiv was für die Energiewende zu tun. Von wo beziehst du deinen Strom? Tipp: https://www.robinwood.de/schwerpunkte/%C3%B6kostrom-wechsel

  • Ich muss die "Holzköpfe" hier einmal ein wenig in Schutz nehmen, zumindest teilweise. Der Betrieb von PV-Anlagen durch Kommunen ist leider nicht so einfach. Selbst wenn sie sich von der Kameralistik schon verabschiedet haben und mit Abschreibungen schon zu tun haben.


    Die wirklichen Probleme lauern in der dauernden Administration. Alles im kleinen Bereich mit Kleinunternehmerregelung geht vielleicht noch, aber darüber wird es kompliziert für die Verwaltung. Es geht mit der Umsatzsteuer los. Kaum eine Kommune hat damit bisher etwas zu tun. (ich weiß, §2a UStG kommt, ist aber noch nicht angekommen). Weiter geht's mit der Körperschaftssteuer. Die jährlichen Meldungen an die Netzbetreiber, EEG-Abgabe auf Eigenverbrauch, Umsatzsteuer auf unentgeltliche Abgabe (Eigenverbrauch zu "privaten" Zwecken), usw.


    Um all das muss sich jemand kümmern, der/die aber durch die Einsparungen im Personalbereich genug Anderes um die Ohren hat.


    Ich bin selber für eine Kommune tätig und betreue neun PV- und drei KWK-Anlagen. Das lohnt sich dann schon, weil man ein wenig Zeit hat um sich in die Materie einzuarbeiten. Wenn ich aber daran denke, dass das ein Kollege auf dem Dorf mit vielleicht einer Anlage auf dem Kindergarten und einer Anlage auf der Feuerwehr machen soll; viel Spaß! Da gehört schon eine Menge Idealismus dazu oder freizeitliches Engagement.

  • Hab gerade eine Anlage mit 6 Modulen auf den Kindergarten gebaut. :lol: ;)

    Völlig auf Idealismus basiert und als Ehrenamtler ...wenn es mal mehr machen würden.

    Kindergarten, Schule, Kita, Altenheim, Eishalle, Schwimmhalle, Sporthalle ... das passt mit dem Verbrauch immer ideal zur Erzeugungskurve einer PV und der Rest geht eben ins Netz.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5