10kWp (Eigenverbrauchs)-Anlagenerweiterung mit Fronius Energy Package und Entwitec Box im TT-Netz der TEN

  • Hallo zusammen,


    ich habe eine existierende 9,9kWP Ost/West Anlage (Inbetriebnahme zum 19.09.2018) mit einem Froinus Symo 8.2-3-M


    Jetzt überlege ich


    a.) die existierende <10kWp Anlage vor dem 19.09.2019 um x,xx kWp zu erweitern.

    Hier würde, laut meinem Netzbetreiber TEN, zusätzlich zum vorhandenen Zweirichtungsähler ein Gesamterzeugungszähler notwendig um den selbstverbrauchten PV Strom der Anlage für die Berechnung der EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch zu berechnen.


    b.) zusätzlich zur existierende <10kWp Anlage nach dem 19.09.2019 eine weitere >10kWp Anlage zu erreichten

    Hier würde, laut meinem Netzbetreiber TEN, zusätzlich zum vorhandenen Zweirichtungsähler ein Gesamterzeugungszähler notwendig um den selbstverbrauchten PV Strom der neuen >10kWp Anlage für die Berechnung der EEG-Umlage auf den Eigenverbrauch zu berechnen.


    c.) zusätzlich zur existierende <10kWp Anlage nach dem 19.09.2019 eine weitere <10kWp Anlage zu erreichten

    Hier würde, laut meinem Netzbetreiber TEN, alles wie bisher über den existierenden Zweirichtungszaehler gemessen und die Gesamtvergütung anteilig nach Anlagengrösse in kWp berechnet. Also sagen wir die alte Anlage mit 10kWp wird aktuell mit 10 cent vergütet und die neue Anlage mit auch 10kWp würde dann mit 8 cent vergütet, so würde die TEN mir alle eingespeisten kWh mit 9 cent vergüten.


    Weiterhin würde die neue Anlage immer mit dem Fronius Energy Package und der Enwitec Box für TT-Netze gebaut werden.


    Mein Hausanschluss ist mit 3 x 63A NH abgesichert. Der Zähler Vorsicherung ist 3 x 50A.


    Mir stelllen sich jetzt folgende Fragen zur Variante a,b, oder c:


    1.) Wieviel kWp kann ich auf jeden Fall noch zubauen, ohne das ich eine Wandlermessung von der TEN aufs Auge gedrückt bekomme. Die TEN meinte 50A sind hier die Grenze. Der Thread Wandlermessung vermeiden spricht aber von 44A in Bezug auf die "neue" VDE-AR-N 4101:2015-09 und E DIN VDE 0603-2-2, die ja Erzeugungsanlagen als Dauerbetrieb einstuft und und somit die Grenze bei 44A legt. Unklar ist mir hierbei generell wie ich von den 50A oder 44A auf die gesamt zu installierende kWp Generatorleistung komme, also Bestands- und Neuanlagenerzeugerleistung in kWp zusammen.


    2.) Falls ich ich mich für Variante a.) oder b.) entscheide, an welcher Stelle im System, der von der TEN für die Berechnung der EEG-Umlage geforderte Gesamterzeugungszähler eingebaut wird und wie dieser mit der Enwitec Box zusammen spielt:





    3. Welche Allpolig abschaltbaren Enwitec Boxen brauche ich hier?

    - Type 10011465 -Allpolig; Standard
    - Type 10011646 -Allpolig; incl. NA-Schutz Bender
    - Type 10011645 -Allpolig; incl. NA-Schutz Bender+Quellenumschalter




  • a, b und c geben das EEG korrekt wieder.

    Bin kein Elektriker, aber in dieser Größenordnung kannst du weiterrechnen:

    44A * 230v = 10,12 kVA je Leiter. => 30,36 kVA WR-Leistung. Blindleistung habe ich nicht berücksichtigt.

    Wenn dein VNB mit 50 einverstanden ist entsprechend mehr.

    Wie viel könntest du noch bauen?


    Der Erzeugungszähler ist aus Netzsicht vor dem neuen WR (oder beiden oder dem kombinierten wenn du vor Ablauf eines JAhres baust) zu installieren.

    Option b scheint mir das kleinste Übel zu sein - die EU kippt die unsinnige EEG-Umlauge auf EV übrigens.

  • 44A * 230v = 10,12 kVA je Leiter. => 30,36 kVA WR-Leistung.

    Wenn dein VNB mit 50 einverstanden ist entsprechend mehr.

    Danke fuer deine klare Antwort. Das macht vollkommen Sinn.


    Ja, das kann ich bei denen nur herausfinden indem ich es beantrage. Die Damen am Telefon sind da nicht willens oder maechtig meine Fragen zu beantworten. Aussage: "Wir duerfen hier keine EEG Beratung machen." Ich habe all meinen Charme und meine Ueberedungskuenste angewendet - ohne Erfolg. Die Dame wollte einfach nicht. Ich solle das doch meinen Elektriker ausrechenen lassen. Eine letzte Chance habe ich noch - eine Email zu schreiben mit der Hoffnung das sich eine Elektrotechniker meine Fragen annimmt und diese im Vorfeld beantwortet.


    Selbst bei 50A meinte sie auf Rueckfrage zu einer anderen Dame (die machte dann so eine Art Ueberschlagsrechnung) das waeren so ein paar in die 40 kWp Generatorleistung. Auf meine Frage wie sie denn das jetzt gerechnet haetten, ich wuerde das gerne nachvollziehen, kam auch wieder nur der Hinweis auf den Elektriker und wo den mein Problem waere. Mir ist absolut unklar was die da gerechnet haben.


    Wie viel könntest du noch bauen?

    Ost Seite 7 x 18m (hier sind schon 17 300W Module a ca. 1,7x1m in einer Reihe verbaut)

    West Seite 7 x 18m (hier sind schon 2 x 8 300W Module a ca. 1,7x1m in zwei Reihen verbaut)


    Alles kann ich nicht zulegen, da es ein wenig Verschattung gibt und auf der Westseite am Gibel noch eine Schornstein hat.


    Ich haette also auf der Ostseite unter optimalen Bedingungen noch mal Platz fuer 51 Module (3 Reihen a 17 Module)

    Und auf der Westseite unter optimalen Bedingungen haette ich auch nochmal Platz fuer 34 Module. (2 Reihen) Das muesste man sich aber mal genau anschauen. Eventuell geht auch noch mehr wenn man mit Solaredge Optimierern rumtut.


    Sprich die 30kWp koennte ich auf jeden Fall vollmachen.

    Der Erzeugungszähler ist aus Netzsicht vor dem neuen WR (oder beiden oder dem kombinierten wenn du vor Ablauf eines JAhres baust) zu installieren.

    Das habe ich jetzt noch nicht Verstanden. Was ist hier in diesem Kontext ein Erzeugungszaehler (bzw. Gesamterzeugungszaehler wie er von den TEN EVU Damen bezeichnet wurde)?


    Was meinst du mit aus Netz Sicht?


    Sorry ich stehe bei den Begrifflichkeiten ein wenig gedanklich auf dem Schlauch.

    Option b scheint mir das kleinste Übel zu sein - die EU kippt die unsinnige EEG-Umlauge auf EV übrigens.

    Das hab ich auch schon gelesen, aber in wieweit und wann das alles in geltendes Recht umgesetzt wir und inwieweit hier schon existierende Anlagen "rehabilitiert" werden ist mir nicht ganz klar. Ich traue unserer Politik einfach nicht weiter wie ich sie sehe.


    Aber nochmal danke danke danke fuer deine Antwort. Hier hat sich der Nebel schon einmal ein wenig gelichtet.

  • Ok, damit kommt es auf die Details an. Such mal nach "magische Grenzen" da gibt es einen kompakten Thread mit vielen Informationen.

    Bei Ost-West kannst du natürlich einiges mehr an kWp die 30 kVA WR hängen als bei Süd-Ausrichtung. Wie ist die Dachneigung?

    Etwas Verschattung packt ein WR mit Schattenmanagement und langen Strings gut weg. Wenn du die Schwellen überschreitest kann man überlegen die Flächen auch noch zu belegen.


    Die gesamte oder die neue Erzeugung (je nach IBN) muss gemessen werden bevor sie (von dir) verbraucht werden kann.

  • Bei Ost-West kannst du natürlich einiges mehr an kWp die 30 kVA WR hängen als bei Süd-Ausrichtung. Wie ist die Dachneigung?

    Ah jetzt kommen wir der Sache schon naeher. Weil ich habe immer kWp mit kVA gleichgesetzt.


    Sprich ich muss sicherstellen das all meine WR bei direkter Zaehlung nicht mehr als 30,36 kVA ins Netz schieben. richtig?


    Wenn meine Ost/West Anlage mal an die 6000W kommt muss es schon richtig ballern von oben und das nur zw. 12:00-13:00 wenn die Sonne ueber den First dreht (also am hoechsten steht).



    Etwas Verschattung packt ein WR mit Schattenmanagement und langen Strings gut weg

    Was waeren solche WRs?



    Die gesamte oder die neue Erzeugung (je nach IBN) muss gemessen werden bevor sie (von dir) verbraucht werden kann.

    Was meinst du mit gesamt oder neue Erzeugung? Im Moment habe ich eine 2 Richtungzaehler der den vom EVU ins Haus fliesenden Strom zaehlt un ddann den Strom von der PV den ich nicht selbstverbrauch un der von mir (Haus) ins EVU-Netz fliesst.

  • Wenn meine Ost/West Anlage mal an die 6000W kommt muss es schon richtig ballern von oben und das nur zw. 12:00-13:00 wenn die Sonne ueber den First dreht (also am hoechsten steht).

    na dann, leg noch mal 20 kWp dazu am Symo 15

    oder 30 am Symo 20 und setze den 8,2 mit 2 langen Strings im Schatten ein.

    mit einem 63A anschluss, sollte das möglich sein, mit glück reicht ein externer NA Schutz und gut.

    Am besten noch vor dem Sommer, so in den nächtens 8 Wochen...

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • Schau mal MK A3 und B2 in https://www.swm-infrastruktur.…pte-erzeugungsanlagen.pdf an, das erklärt dir den Erzeugungszähler.


    Deine Leitung sehe ich bei überschlägiger Betrachtung nicht als limitierend an.

  • Schau mal MK A3 und B2 in https://www.swm-infrastruktur.…pte-erzeugungsanlagen.pdf an, das erklärt dir den Erzeugungszähler.

    Danke das ist echt gut erklaert. Die TEN hier in Thueringen ist da ein wenig schwierig.



    MK A3 und B2


    Z2L zaehlt hier also meine ganzen erzeugt Solarstrom und Z1L zaehlt was ich davon einspeise. Z2L-Z1L ist dann mein selbst verbrauchter Strom auf den ich EEG Umlage zahlen muss richtig?



    Das MK A3 Szenario wuerde ja dann fuer mein Szenario a.) passen: die existierende <10kWp Anlage vor dem 19.09.2019 um x,xx kWp zu erweitern.




    Ok das gleiche wie MK A3 nur mit 2 PV Anlagen. Waere das fuer mein Szeniario b.) zusätzlich zur existierende <10kWp Anlage nach dem 19.09.2019 eine weitere >10kWp Anlage zu errichten.


    Sagen wir EA1 ist die existierende <10kWp Anlage und EA2 die 2. neue Anlage mit >10kWp. Wie will man dann hier die EEG Umlage fuer die neue 2. ANlage messen. braeuchte ich hier nicht


    braechte ich hie r nicht MK B3 fuer mein Szenario b.)





    Kannst du das mit meinen Leitungen un der ueberschlaegigen Betrachtung noch mal naeher erklaeren?


    Und danke erstmal fuer die ganzen Infos!!!

  • na dann, leg noch mal 20 kWp dazu am Symo 15

    oder 30 am Symo 20 und setze den 8,2 mit 2 langen Strings im Schatten ein.

    Kennst du jemanden der das zeitnah und zuverlaessig in Suedthueringen machen wuerde?

    mit einem 63A anschluss, sollte das möglich sein, mit glück reicht ein externer NA Schutz und gut.

    Was bedeutet ein externe NA Schutz? Wie sieht sowas in der Praxis aus? Was muss da genau abgeschaltet werden? Wie sieht sowas in der Praxis aus?

  • > Z2L-Z1L ist dann mein selbst verbrauchter Strom auf den ich EEG Umlage zahlen muss richtig?

    > MK A3 Szenario wuerde ja dann fuer mein Szenario a.) passen


    Jeweils ja.


    Bei IBN > 1 Jahr und MK B3 erschließt sich mir nicht ob die EEG-Umlage dann ebenfalls nach installierter Leistung bemessen wird - EA1 bliebe ja dann befreit. Ganz vorstellen kann ich es mir nicht. Vielleicht kann dazu jm was sagen?

    Ermitteln lässt sich ja mit B3 nicht wieviel EV aus welcher Anlage kommt.


    Schau dir auch das erste MK in meiner Signatur an wenn du getrennt erfassen möchtest. Das ist einfacher als dieser Unsinn mit 3 oder 4 Zählern. Zugegeben, bei dir bringt die Kaskade nichts wenn du jetzt baust. Die wird wieder interessant wenn meie Gedanken zu B3 zutreffend wären.


    Bei IBN vor Ablauf von einem Jahr brauchst du halt trotzdem den Erzeugungszähler. Wenigstens vorrübergehend - die EU kippt die Umlage auf EV <= 30 kWp aktuell.

    Entscheidend ist doch was gut aufs Dach passt. Das wird beim VNB angefragt und ggf. geht man ein bisschen runter wenn eine magische Schwelle (hast du danach gesucht?) leicht überschritten wird.

    Die Zukunft ist recht unklar - jetzt bauen ist wohl besser als noch ein halbes Jahr zu warten.


    Zum NA-Schutz gibt es zB auf https://www.sma.de/partner/pv-…anwendungsregel-4105.html Informationen.