Neubau Einfamilienhaus mit Garage in 53819

  • Guten Morgen zusammen ich würde gerne wissen wie ihr in meiner Situation die Photovoltaik Anlage konfigurieren würdet.

    Zum groben Bauvorhaben: Es wird ein ca. 180qm großes EFH mit Dachmaßen von ca. 11x7-7,5m in Südausrichtung. Das Haus hat auf dem Norddach einen Zwerchgiebel mit Ost / West Ausrichtung. Neben dem EFH steht eine Garage mit Maßen von 5,4m x 9m also ca. 48qm Flachdachfläche. Das Haus und die Garage sollen mit Fußbodenheizung und Luft Wasser Wärmepumpe betrieben werden. Das Haus soll sowieso in einem KFW 40 Standard gebaut werden, somit wäre die Überlegung sogar mit einem Speicher zu planen wegen dem 5k Zuschuss. Wie würdet ihr bei einem Neubau konstruktiv überhaupt vorgehen? Aufdachmodule? Oder dann doch Indachmodule? oder sogar Ziegel? Was würdet ihr bei diesem Vorhaben planen? Mit Speicher? Ohne? Über 10kwp? Norddach auch voll machen?. Zur Nutzung vielleicht noch: Wir sind 2 Erwachsene und 3 Kinder. Meine Frau ist täglich zu Hause. Unsere Priorität liegt auf Wirtschaftlichkeit und weniger auf Ästhetik oder ähnliches.

    Ich bin sehr gespannt und dankbar für jeden Tipp. Danke.

  • 7*11m passt gut für vollbelegung mit 4*11

    Modulen, was perfekte 2*22 ergibt.

    Pfannen und Dachhaken würde ich mir da sparen und auf Trapezblech montieren.

    Da ihr eh schon KfW 40 plant, würde ich

    Nord und Giebel auch belegen und

    plus mitnehmen.


    44 Süd und noch mal min. 30 Nord/Giebel/Garage, ziel wenn möglich 30kWp.


    bei der restlichen Auslegung muss man

    schauen, was nachher zum Belegungsplan passt.

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • Das mit dem Zwerchgiebel auf N habt ihr ja schon mal richtig gemacht. Viele bauen den auf S, und dann haben sie bei der PV-Belegung Probleme. Dein Süddach ist perfekt. Da gehen 4 Reihen a 11 Module drauf, wie mdonau schon geschrieben hat zwei perfekte Strings a 22 Module, sind schon mal 14 kWp. Der Rest ist weniger optimal. Das Norddach ist meiner Ansicht nach zu steil, der Zwerchgiebel wäre nutzbar, leidet aber vermutlich auch etwas unter dem Dachschatten. Wenn du da auf jede Seite 8 Module oder mehr draufbekommst (167*100 cm), vermutlich am besten in quer, dann könntest du zwei kurze Stränge parallel an den zweiten MPP-Tracker hängen.

    Garage kann man machen, liegt aber halt ab Mittag im Schatten. Wenn du genau wissen willst, ob sich das lohnt, dann modellier das ganze mal in PVSOL, da bekommst du eine detaillierte Prognose mit Schatten und allem drum und dran. Die 30-Tage-Version ist kostenlos.

    KfW40+ ist das einzige Szenario, in dem eine Batterie sich lohnen kann. Kannst du in dem Fall also machen.

  • Das Haus und die Garage sollen mit Fußbodenheizung und Luft Wasser Wärmepumpe betrieben werden.

    Du willst eine Garage heizen, warum? Stelle mir Auslegung und Hydraulik von FBH und LWWP dann schwierig vor. Stell doch das Konzept mit den Heizlasten von Haus und Garage mal im HTD-Forum ein.

    An deiner Stelle, würde ich vermutlich das Haus mit einer kleinen SWWP und Grabenkollektor warm halten und für die Garage mit Lager/Werkstatt, zusätzlich eine kleine SPLIT-Klima vorsehen, um diese frostfrei zu halten.

    Damit kannst du die WP bedarfsgerecht und effizient auch für die Übergangszeit auslegen und die Last-Spitzen der PV, tagsüber effizient in der Garage versenken.

    Grüße Peter


    4 Strings Süd zu je 10 Sanyo HIP-215NKHE1 / Fronius IG Plus 100
    2 Strings Nord/Ost zu je 12 REC240PE / SMA SB-5000TL-21

  • Unsere Priorität liegt auf Wirtschaftlichkeit und weniger auf Ästhetik oder ähnliches.

    Wie bereits meine Vorredner geschrieben haben: 44 Module auf die Südseite, ergibt 2 schöne lange Strings a 22 Module. mit 325W Modulen kommst du auf 14,3 kWp.


    Ich persönliche würde es dabei belassen und die anderen Dächer nicht belegen.

    6,9 kWp Heckert NeMo 2.0 60M, SMA STP7000, SHM 2.0

  • Tja, es ist eigentlich alles gesagt ... ab nach Troisdorf mit Dir un Angebote einholen.

    Wenn Du KfW40+ machst, dann Bauantrag mit 2 Wohneinheiten machen ... dann gibt es 2*5000,- Tilgungszuschuss.


    Süddach frei und leer ist top ... Trapezblech oder Pfannen ist egal, auf jeden Fall aber kein Geld für neumodische Flachziegel ausgeben. Standard Braas Frankfurter Pfanne oder Harzer Pfanne nehmen. Keine Aufsparrendämmung ... ordentlich Zwischensparrendämmung machen.

    Die PV Module ganz klassiche aufdach bauen ... festes Dach ist wichtig und dieser Aufbau ist Standard und der günstigste.


    Wegen WP mal ins Forum Haustechnikdialog abbiegen und Ringgraben oder Erdkörbe prüfen/rechnen lassen und dann Sole WP nehmen!!! Ist besser und kostet im Neubau, Bagger ist eh da, fast nicht mehr.


    Garage mit FBH ... hä wie?


    Bei Ziel Wirtschaftlichkeit die PV so groß wie sinnvoll möglich bauen.

    Süd die bereits genannten 2*22 mit 320Wp oder 325Wp bauen ... Garage würde ich auch mitnehmen und dort nochmal ca. 20 Module flach nach Süden aufständern ... in Summe hast Du dann ca. 20,5KWp am Start.


    Fronius Symot mit 17,5KVA dran und fertig sollte das für um 1000,- pro KWp sein ... eher drunter, wenn das Gerüst vom Hausbau mit genutzt werden kann.


    Wann steht der Rohbau:?:

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Wie bereits meine Vorredner geschrieben haben: 44 Module auf die Südseite, ergibt 2 schöne lange Strings a 22 Module. mit 325W Modulen kommst du auf 14,3 kWp.


    Ich persönliche würde es dabei belassen und die anderen Dächer nicht belegen.

    Genauso sehe ich es auch. Wegen ein paar zusätzlichen Modulen mit durchschnittlicher Ertrgagserwartung, weil O/W und steil, würde ich keine Klimmzüge bezgl. WR machen, wenn eine optimale Auslegung bereits besteht und diese mit weiteren Modulen nur schlechter bzw. teurer werden kann. Ebenso wäre die Garage für mich ein NoGo, da diese ab mittags wohl kaum oder keine Sonne mehr sieht und diese auch noch versetzt nach hinten steht. Hier ist mein Motto: Manchmal kann etwas weniger nachher auch etwas mehr sein.

    7,71 kWp mit 38 x Hyundai HiS-M203SF an SB5000-TL & SB2100-TL, DN:49°, -30° SSO, Inbetriebnahme: 31.08.2010,
    Meine Ertag

  • Zitat

    Du willst eine Garage heizen, warum? Stelle mir Auslegung und Hydraulik von FBH und LWWP dann schwierig vor. Stell doch das Konzept mit den Heizlasten von Haus und Garage mal im HTD-Forum ein.

    Werde ich machen, heizen möchte ich sie, da ich einen Oldtimer besitze und auch regelmäßig dort im Winter was machen möchte.


  • Du bist doch nah dran an Troisdorf, oder?


    Zwei Wohneinheiten ist Thema Architekt und Baugenehmigung.

    Haben hier im Forum aber schon ein paar so gemacht und die 2. Wohneinheit wurde nie genutzt.

    Könnte mir denken, dass man 2. Bad, 2. Küchenanschluss usw. nachweisen muss, das sollte machbar sein...


    Mit Aufdachdämmung ... je nachdem wie dick die wird ... ist die PV Montage etwas herausfordernder.

    Sparren aufdoppeln und Zwischensparrendämmung ist einfacher und Du kannst diesen Punkt ja noch anpassen.


    LWWP günstig in der Familie ... was soll das denn sein?
    Alles andere als eine Panasonic Aquarea Monoblock für 3000,- wäre da zu teuer!!!

    Und bei Viessmann und Co ist das definitiv teurer.

    Die Kosten entstehen bzw. nicht beim Kauf, sondern für den Energieträger ... Strom

    LWWP kommt wenn es gut läuft auf JAZ3,5 bis 4 ... die Sole-WP schafft >5


    Garage bleibt kalt ... was hälst Du davon ... zum Haus natürlich dämmen und gescheite Tür einbauen, wenn die Garage dicht dran steht.


    Den Ost/West Giebel ... Giebelchen kann man sich ansehen ... da geht aber nicht viel drauf.

    2. WR wäre dann auch fällig oder SE ... das kostet alles Geld ... Garage voll machen für mehr PV ... Südausricthung hilft gerade der WP einiges mehr als dein Ost/West hinterm First ... das sieht Nov. bis Feb Null Sonne.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5