Neuanlage bei Ost/West Satteldach mit Teilbeschattung

  • Hallo,


    ich plane eine Photovoltaikanlage auf unserem Ost/West Satteldach mit 25° Dachneigung in 64579 Gernsheim.

    Leider steht auf dem Grundstück des Nachbarn im Westen eine riesige Tanne, die ab dem (späten) Nachmittag das Dach unregelmäßig beschattet.

    Aus diesem Grund war ich bisher skeptisch, ob das ganze Projekt überhaupt Sinn macht.

    Es handelt sich um einen Neubau aus 2015. Leerrohre ins Dach sind vorhanden, der Zählerschrank ist entsprechend aktuell.

    Der Tagesverbrauch beträgt ca. 11kWh.


    Im Anhang ist eine Skizze der zur Verfügung stehenden Flächen.

    Ich schätze maximal belegt könnten im Osten 24 und im Westen 20 Module aufs Dach passen.


    Erstmal wäre generell zu klären, welche Dimensionierung und Technik Sinn macht. Gerade im Zusammenhang mit der Beschattung bin ich immer wieder auf SolarEdge gestoßen.


    Zum anderen liegt schon ein erstes Angebot vor, das ich aber nicht wirklich nachvollziehen kann.

    Es ist ausgelegt auf 6000Wp. Es sollen 20 Viessmann Vitovolt 300 in Kombination mit einem SMA SB 5.0 zum Einsatz kommen. Die Module sollen auf Grund der Beschattung folgendermaßen verteilt werden: 14 im Osten, 6 im Westen. Ist das nicht für die Auslastung des Wechselrichters sehr ungünstig? Ich hätte jetzt (ohne Experte zu sein) eher mit einer gleichen Anzahl Module und dafür Einzelregelung/Optimierung gerechnet.

    Das Ganze soll inkl. Montage knapp 12.000€ brutto kosten.


    Über Input wäre ich sehr dankbar!

    Dateien

  • Da gehen ja auf Ost schon locker 40 Module und auf West mindestens ein 22er String. Auf West gehen auch noch mehr aber bezüglich Schatten und dazu vernünftiger Verstringung sollen Andere mal was sagen.


    Aber selbst bei 62 Modulen a 320-330W kommst schon auf ne Anlagengröße zwischen 19,84 -20,46 KWp!

  • Macht es denn Sinn, die Fläche maximal auszureizen?

    Die Empfehlung des Solateurs war, die Anlage so auszulegen, dass die Eigenverbrauchsquote möglichst hoch ist.


    Und zum Thema Belegung: Die vorhandenen Solarthermieplatten und die Lüfter sitzen ja teilweise nicht optimal. Ist es aufwendig, sie zu verlegen?


    Bilder der Dachflächen reiche ich gleich noch nach.

  • Ich würde die mit 62*320W = 19,84 KWp bauen.

    2*20 Ost an Mppt 1

    1*22 West an Mppt 2


    19,84 x 0,7 / 0,9 = 15,43 kVA Wechselrichter


    Dazu einen

    SMA Wechselrichter Sunny Tripower 15000TL-30

    Der wäre dann um ca. 400W zu klein. Aber wann bekommst die volle Leistung auf Ost/West wenn West auch noch Verschattung beinhaltet?


    Das wär dann 70% hart.


    Oder den

    Fronius Symo 15.0-3-M

    Auch 70% hart


    Oder den Symo 17.5-3-M und einen S0-Zähler für


    70% weich.


    Mein Rat wäre der 17.5er Fronius und S0-Zähler!

    Kostet ca. 150€ mehr als der 15er und der S0-Zähler ca. 50€ + Einbau aber in jedem Fall günstiger als mit SMA.

  • Das Traurige ist, dass man in diesem Forum meist nicht offene Fragen von Laien beantwortet, sondern faalsche Informationen von Solaarteuren korrigieren muss. Und das immer und immer wieder. Es ist frustrierend. Wo bekommen die das beigebracht?

    Also, es ist so: Deine Eigenverbrauchsquote ist dann am höchsten, wenn du am besten nur ein Modul legst, vorzugsweise auf Nord oder in den Schatten. Dein Eigenverbrauch in kWh (und nur das ist relevant) steigt mit der Größe der Anlage. Es ist bei einer so einfach zu belegenden Fläche wie deiner praktisch immer sinnvoll, die Fläche auszureizen. Das hat inzwischen sogar die Verbraucherzentrale erkannt.

    Wenn da wirklich großflächig Baumschatten drüber wandert, dann ist Solaredge in der Tat eine Überlegung wert. Alternativ könntest du auch nur die betroffenen Module mit Tigo-Optimierern ausstatten.


    Ein Strang mit 6 Modulen gaht am SB5 gerade so, aber dann darf wirkklich kein Schatten draufkommen. 12.000 für 6 kWp ist übrigens extrem teuer.

  • ca. 1600€/kWp für montieren wo alles vorbereitet ist wäre das erste,

    die Mini-Anlage das zweite nicht nachvollziehbare.


    Die Eigenverbrauchsquote ist für nichts

    relevant.


    Schade um die mit der Thermie zugemüllten Fläche aber wenigstens nicht

    mittendrin...


    ost gehen quer grob 34 und West 32 drauf, wenn man das Dach von der Thermie befreit, sonst mit Glück 26, was

    unglücklich ist. 2*17 und 22 die wäre da ein Ansatz.


    alternativ 72Zeller Hochkant oder das Minimum 10kWp.


    Nachtrag: wie sehr hängt dein Nachbar an seiner Tanne?

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5