Falsche Komponenten für Teil-Insel

  • Die Akkus mit verstärktem Gitter. Die werden dann als Deep-Cycle verkauft. Anscheinend sind die dann auch

    verschlossen?

    Dann wirst du im PV-Betrieb rel. schnell Säureschichtung bekommen. Da eine Ausgleichsladung laut Hersteller

    nicht zulässig ist, verlierst du dann auch noch die Garantie. Die SD kannst leider auch nicht messen.

    Wasser nachfüllen geht auch nicht.

    Diese verschlossenen müssen lange mit 14.8V(29.6V) geladen werden, damit das Sulfat abgebaut und der

    Säureschichtung entgegengewirkt wird. Im PV-Betrieb meist nicht möglich.

    Wenn die los bekommst, wäre es das beste.


    Ansonsten eben mit 14.8V pro Akku solange wie möglich laden. Falls sie dann auffällig werden,

    z.b. geringere Kapazität müssen die dann dennoch ausgeglichen werden.

    Da beim Ausgleich bei 16V vermutlich Wasser verloren geht wird die Lebensdauer nicht sonderlich sein.

    Hier hilft dann nur noch aufbohren und Wasser nachfüllen. (Ganz klar - eine schlechte Lösung.

    In diesem Fall hast du sowieso keine Garantie mehr)


    VG Dietmar

    Anlage 1 : 7.85 kwp SW 55° DN45°

    Anlage 2 : 4.4kwp SW 55° DN45° und 5.4kwp NO -125° DN45° (gesamt 9.76 kwp)

    Senec-G2+ 8kwh netto (Blei) 4.75J alt + 2kwh "Grundlastakku" 3Stck. Qbatteries 8DC-170 >1 Jahr alt

    12V 55Ah AGM "Inselchen" für Gartenhaus, Victron 350W WR, 2x50W Panel poly, Akku 7 Jahre alt

    12V 28Ah Panasonic AGM für Sabo Rasenmäher - Akku 13 Jahre alt

    12V 7Ah Panasonic AGM für Bilgepumpe - Akku 6 Jahre alt

  • Hallo Dietmar,


    danke für deine Antwort.

    Ja die sind wohl verschlossen.

    Messen und nachfüllen ist nicht möglich.

    Wollt die schon pimpen, mit ZEG und EUW versehen und loch rein zum SD Messen.

    Da wurde mir aber von abgeraten.

    Garantie ist mir egal, das lehrgeld muss ich jetzt halt bezahlen.


    Grüße, Peter

  • Falls da Platz für eine EUW wäre, wäre es sicherlich eine interessante Lösung. Dann spart dir das die

    Ausgleichsladung bzw. nur nötig wenn die Akkus auffällig werden. Wasser müsste dann allerdings

    auch nachgefüllt werden können.


    Die 400W d.h. ca.20A bei 24V können die Akkus max. ca. 6h im Neuzustand liefern.

    Werden die älter wird es weniger.

    Lebensdauer würde ich bei diesen vorsichtig mit 3 Jahren bei 200 Zyklen pa veranschlagen.

    Was noch interessant wäre ist dein täglicher Verbrauch. Dann könnte die Kapazität

    der Akkus auch richtig eingeschätzt werden.

    Die PV+WR ist sicherlich reichlich dimensioniert. Die Akkus erscheinen mir dagegen

    ziemlich unterdimensioniert.


    VG Dietmar


    Anlage 1 : 7.85 kwp SW 55° DN45°

    Anlage 2 : 4.4kwp SW 55° DN45° und 5.4kwp NO -125° DN45° (gesamt 9.76 kwp)

    Senec-G2+ 8kwh netto (Blei) 4.75J alt + 2kwh "Grundlastakku" 3Stck. Qbatteries 8DC-170 >1 Jahr alt

    12V 55Ah AGM "Inselchen" für Gartenhaus, Victron 350W WR, 2x50W Panel poly, Akku 7 Jahre alt

    12V 28Ah Panasonic AGM für Sabo Rasenmäher - Akku 13 Jahre alt

    12V 7Ah Panasonic AGM für Bilgepumpe - Akku 6 Jahre alt

  • Hallo, das mit der EUW macht wenig Sinn. Eine EUW kostet dich auch Geld und die Akkus sind nicht sonderlich hoch. Auch werden die sicherlich keine 600 Zyklen mitmachen. Lass die Akkus mal lieber so wie sie sind. Da muss man nichts aufbohren.


    Bei dem angestrebten Entladestrom werden die Batterien unter 200Ah@24V haben. Das ist viel zu klein. Ebenso 4xT105 sind für eine 2,5kWp Anlage viel zu klein.


    <2,5kWh Puffer bei täglich 840Wh Eigenverbrauch des Wechselrichters ohne Verbraucher und ~200Ah bei einem möglichen Ladestrom von <70A passen nicht zusammen.

    Da lässt sich auch nichts retten, da müssen größere Batterien her oder die Batterien sind nach einem halben Jahr am Ende.

    Das einzige was du aktuell machen kannst ist die Sonne zu nutzen, wenn sie da ist und die Akkus möglichst wenig zu belasten. Also einen möglichst hohen Direktverbrauch anzustreben. Das hat mit Insel dann zwar nicht mehr viel zu tun, aber falls die aktuellen Komponenten zwingend bleiben sollen sehe ich keine andere Möglichkeit als den Ladestrom zu begrenzen und die Akkuentladung bei 30% DOD zu stoppen. Über Nacht also aufs Netz umschalten.

    980Wp - Victron 100/50 - Soltronic MPPT7520 - 12V 260Ah - Multiplus 12/2000 - BMV700

  • Hallo Dietmar,


    der Tagesverbrauch lässt sich nur sehr schwer ermitteln da er von unbekannten Faktoren abhängig ist.

    (oder ich nicht genau weiß wie ich das anstellen soll)

    Die 400W sind auch nur nötig wenn alles zusammen läuft (Kühlschrank und Heizung).

    Ein Grundrauschen hab ich von ca. 50W .

    Der Durchschnitt derzeit liegt bei unter 200W.

    Wenn es kälter wird oder mein Mieter wieder da ist dann ändert sich das auf alle Fälle wieder.

    Mit deiner Schätzung von 3 Jahren wäre ich alle mal zufrieden.

    Evtl. tut sich ja bis dahin auf dem Akku Markt noch einigs.


    Ob platz für ein EUW ist muss ich halt schauen.

    Diesbezüglich hab ich schon mal an anderer Stelle hier nachgefragt:

    Elektrolyt Umwälzung nachträglich anbauen

    Ist demnach nicht möglich ?!


    Grüße, Peter

  • Zitat

    Ein Grundrauschen hab ich von ca. 50W

    Das sind mit Wechselrichter schonmal ~2kWh täglich Minimum. Also etwa die Größe des Puffers, die du zur Verfügung hast. An halbwegs schönen Tagen kommst du damit durch die Nacht. Der Ladestrom muss aber trotzdem begrenzt werden sowie eine automatische Umschaltung nach Ladezustand gegeben sein.
    Über den Sinn eine Grundlast von 50W mit einer 2,5kWp Anlage, einem 3kW Wechselrichter und 5kWh Akku zu betreiben spreche ich jetzt besser nicht. :)

    980Wp - Victron 100/50 - Soltronic MPPT7520 - 12V 260Ah - Multiplus 12/2000 - BMV700

  • Hallo schlossschenke,


    die Befürchtung mit der Lebensdauer hab ich auch.

    Werd wohl die Parameter sehr schonend einstellen müssen, oder was meinst ?


    Die 35W hab ich in der Beschreibung jetzt auch gefunden, kann ich aber nicht wirklich glauben, scheint mir recht hoch.

    Es steht ja auch kleiner (<) 35W da.

    Würd das gerne mal messen ...

    Wäre ja schon heftig !


    Grüße, Peter

  • Hallo schlossschenke,


    "Über den Sinn eine Grundlast von 50W mit einer 2,5kWp Anlage, einem 3kW Wechselrichter und 5kWh Akku zu betreiben spreche ich jetzt besser nicht."


    Doch bitte lass dich mal darüber aus.

    Ich will nicht dumm sterben ...


    Grüße, Peter

  • EUW einbauen würde ich machen aus Interesse oder falls Spass am basteln.

    Im Prinzip reicht es auch, wenn Wasser nachgefüllt werden kann.


    Laden, solange die PV Leistung bringt bei 14.7V (20°C) am besten temperaturkompensiert.
    Wenn nichts machen möchtest, genügt es alle 30 Tage 1h ausgleichen und ansonsten sehen,

    wie sie sich verhalten. Kapazitätsverlust ist ein erstes Indiz für unvollständige Ladung.


    Es scheinen diese typischen WOMO-Akkus zu sein. Die haben "verstärkte" Gitter und sind einigermaßen

    zyklenfest, wenn die korrekt geladen werden.(bezieht sich auf Ladung am Netz)

    Wie die Hersteller aber auf die Idee kommen, die für PV-Betrieb zu empfehlen, bleibt leider

    deren Geheimnis. Durch die PV-Ladung werden die bei Schlechtwetter nicht richtig voll. Dann geht es los

    mit Säureschichtung und Sulfatierung.
    Es gibt die mit Herstellerangaben zwischen 600x 50% Zyklen bis 900x 50% Zyklen.

    Die mit Herstellerangaben 300x 50% Zyklen sind meist herkömmliche Autoakkus und sind für

    zyklischen Betrieb überhaupt nicht geeignet.


    Zum Verbrauch. Wenn du selbst deinen Verbrauch nicht kennst, ist es leider nicht möglich eine

    Aussage zur Auslegung zu treffen. Die 6h bei 400W Leistung beziehen sich nur im Neuzustand.

    Wie ich gerade sehe, sind die 280Ah der C100-Wert. In der Praxis können die dann mit viel Glück

    5h die 400W liefern.


    Zum WR. 35W nur damit der an ist, ist halt auch schon heftig. Normalerweise analysiert man

    den Verbrauch, die max. nötige Leistung übers Jahr und kombiniert dann eben einem normalen WR mit einem

    MPPT Solarladeregler. Falls induktive Lasten wie Kühlschrank hinzu kommen, wird es etwas

    schwieriger mit der Auslegung, da die Leistung dieser Geräte die Nennleistung locker das 10fache

    erreichen können.

    Falls der Akku dann bereits "schwach" auf der Brust ist, steigt der WR bereits beim Einschalten solcher

    Verbraucher aus.


    In meiner Insel läuft z.b. ein Victron-Phoenix WR mit 350W Nennleistung. Der kann auch den Kühlschrank

    mit 45W Dauerleistung und 550-600W Einschaltleistung sicher bedienen.

    Ohne Last benötigt der dann ca. 3W. Da wird dann der Akku erheblich weniger belastet.

    Bei deinen 35W sind das in 12h (z.b. über Nacht) bereits 420Wh. Da ist bereits über 1h Betrieb futsch.

    So werden dann aus den 5h Betrieb nur noch 4h. Da so ein großer WR auch noch im unteren

    Lastbereich einen schlechten WG aufweist, werden es in der Praxis vielleicht nur noch 3h Betrieb

    sein.


    VG Dietmar

    Anlage 1 : 7.85 kwp SW 55° DN45°

    Anlage 2 : 4.4kwp SW 55° DN45° und 5.4kwp NO -125° DN45° (gesamt 9.76 kwp)

    Senec-G2+ 8kwh netto (Blei) 4.75J alt + 2kwh "Grundlastakku" 3Stck. Qbatteries 8DC-170 >1 Jahr alt

    12V 55Ah AGM "Inselchen" für Gartenhaus, Victron 350W WR, 2x50W Panel poly, Akku 7 Jahre alt

    12V 28Ah Panasonic AGM für Sabo Rasenmäher - Akku 13 Jahre alt

    12V 7Ah Panasonic AGM für Bilgepumpe - Akku 6 Jahre alt