Falsche Komponenten für Teil-Insel

  • Hallo zusammen,


    durch große Euphorie und viel Unwissenheit hab ich mir offensichtlich Komponenten besorgt die

    gelinde gesagt nicht ganz optimal zueinander passen.

    Daraus muss ich nun das Beste machen und brauche dazu eure Hilfe.


    Zuerst einmal mein Vorhaben:

    Im Kopf hatte ich eine Teilinsellösung. Verbraucher, wie Kühlschrank, Heizung, Solarpumpe, FritzBox, Handylader, etc (evlt. noch TV) zu eine Insel zusammen zu fassen. Alles in allem ca. 400W. Ich will damit meinen Grundstromverbrauch senken.

    Einspeisen will ich auf keinen Fall.


    Jetzt die Komponenten die (leider) schon bei mir rumliegen:


    Inverter:

    https://voltaconsolar.com/off-…d-inverter-bluetooth.html

    Kennt den jemand ? Hat da schon einer Erfahrung mit ?


    Akku:

    DiVine F5 280Ah

    https://www.ebay.de/itm/281771862396


    8 x Solamodul (da kommen noch wleche dazu):

    Luxor ECO Line M60 LX-310M

    https://www.photovoltaik4all.d…310m-mono?number=LUX31630


    Die Akkus sind wohl der größte Mist, heute würd ich die Trojan T-105 6V 225Ah verbauen.

    Ich scheue mich nicht 4 von denen dazu zu kaufen. Was aber mach ich mit den jetzigen ?

    Kann ich die parallel dazu hängen oder soll ich warten bis die DiVine tot sind und dann erst die Trojan kaufen ?


    Bin auf eure Kommentare und Vorschläge gespannt und bitte seid gnädig.


    LG Peter

  • Hallo,


    willkommen im Forum. :)

    Erst beraten lassen, dann kaufen - ist eine Grundregel die hier genau so oft mißachtet wird.

    Wenn man sich die Komponenten für eine PV Anlage zusammen stellt, sollte man immer erst die Datenblätter studieren.

    Bei den Akkus habe ich jetzt keins gefunden, kannst du es einstellen?

    Die Module sind aus dem Mittelfeld, aber sicher geeignet für ein PV Projekt deiner Größe.

    Zum Inverter / Laderegler kann ich dir nicht viel sagen, sieht nur wie ein Bruder des PIP aus.

    An deiner Stelle würde ich jetzt nicht den Korn in die Flinte werfen oder gar gleich neue Komponenten kaufen.

    Warte doch erst mal die weitere Diskussion / Beratung hier ab.

    Wo ich leichte Zweifel habe - deine ganzen Verbraucher kommen nur auf 400 W?

    Kannst du noch mal nachrechnen? Und auf wie viel kWh pro Tag kommst du?

  • Hallo Peter,


    ich würde die Batterien dazu hängen. Dadurch werden alle Batterien etwas weniger tief entladen, und halten länger.
    Du solltest die Batterien zwischendurch mal, überprüfen können. Dazu ist eine Stromzange hilfreich. Damit kann man erkennen, welche Batterie wieviel geladen, oder entladen wird.

    MfG Georg

  • Hallo Peter,


    dass die Batterien für deinen Anwendungszweck nicht viel taugen hast du ja bereits erkannt.

    Dein nächstes Problem ist der Wechselrichter. Der ist für deine Verbraucher viel zu riesig gewählt.

    Das hat einen gewaltigen Nachteil: Er hat einen Eigen-/Nulllastverbrauch von 35W. Das bedeutet du verballerst eine knappe kWh pro Tag für nichts. Ein weiterer Nachteil wird der relativ geringe Wirkungsgrad bei geringer Last sein.


    Der 560Ah C100 24V Akku ist bei 2,5kWp auch eher schon am unteren Ende der sinnvollen Größe. Oder hast du hiervon sogar nur zwei Batterien gekauft?

    Parallel zu den Trojans betreiben würde ich sie nicht, auch wenn es möglich wäre. Iron-age hat zwar nicht unrecht mit seiner Aussage, aber die Trojans benötigen aufgrund Ihrer Bauweise höhere Spannungswerte. Am besten verkaufen oder alternativ eben verbrauchen.


    Um eine möglichst gleichmäßige Abdeckung der Grundlast bei geringer Batteriebelastung über den Tag zu erreichen kann eine Ost/West-Ausrichtung Sinn machen.

    Man darf die geringen Leistungen der Heizung, Pumpen, FritzBox, Kühlschrank etc. nicht unterschätzen. In Summe ergibt das einen guten Tagesverbrauch. Der Fernseher kann an guten Tagen sicherlich mit dran.

    Das wichtigste ist eine Umschaltung der Verbraucher in Abhängigkeit des Ladezustands.

    Wie hoch ist denn der kalkulierte Tagesverbrauch?

    980Wp - Victron 100/50 - Soltronic MPPT7520 - 12V 260Ah - Multiplus 12/2000 - BMV700

  • Gerade bei Kleinverbrauchern wie Handyladegerät lässt sich auch noch was sparen, wenn du die bisher mit 220V über den Inverter betreibst, gibt dazu eine Menge Step-Down die wenig brauchen und dennoch einen guten Wirkungsgrad haben. Bei den Akkus, bringen sie nicht mehr die volle Ladung weil bereits sulfatiert? Vielleicht da mal ansetzen bevor du die Akkus abgibst. Auch mit neuen Akkus kann das wieder passieren wenn die ladestrategie nicht stimmt.

  • Hallo,


    kalle bond

    Ja, hast vollkommen recht, hab die Reihenfolge nicht eingehalten, muss ich jetzt halt büßen ...

    Das mit den 400W kommt schon hin.

    Grundlast 50W (Fritzbox, Handylader, etc)

    Kühlschrank 100W

    Heizung 200W

    ( Wenn der TV an ist kommen nochmal 150W dazu.)

    Hab ich gemessen, sollte also einigermasen stimmen.

    Mein Jahresverbrauch liegt bei ca. 2500KWh lt. Stromrechnung.

    Das ganze kann ich einfach skalieren, wenn im Sommer der Akku morgens noch proppe voll ist, dann steck ich den Eierkocher und Kaffeemaschine mit ran :-) ...


    Zu den Akkus hab ich auch kein Datenblatt. (blöd, ich weiß)

    Ich hab mich durch die Werbung "Solarbatterie" zum kauf verleiten lassen.

    Was ich darüber weiß ist der Ladesrom von 28A, C100, und es ist eine Versorgungsbatterie.

    Also alles nur schlecht.


    PIP, les ich hier oft, was ist das genau ? ( bitte nicht schimpfen )

    Ich hab mir den Inverter wegen der hohen PV Eingangsspannung (auch Bereich ausgesucht).

    Dadurch hab ich nicht soviel Strom in der Leitung.

    Auch die restlichen Eigenschafgten erschienen mir passend.


    iron-age

    das hab ich mir so auch vorgestellt, nur hab ich da meine Bedenken bezüglich ausgleichsströme zwischen den unterschiedlichen Akku Typen. Die machen sich doch gegenseitig kaputt ?!



    Viele Dank euch beiden für die schnelle Hilfe.


    LG Peter

  • Hallo KlausAlb,


    das hab ich mir auch schon so überlegt,

    wenn das ganze mal läuft könnt ich ja ein DC Netz für solche Dinge bereitstellen ...


    Die Akkus stehen noch auf der Palette, ich hab noch nichts verbaut.

    Die Panels fehlen noch und Kleinzeug.


    LG Peter

  • Gerade bei Kleinverbrauchern wie Handyladegerät lässt sich auch noch was sparen, wenn du die bisher mit 220V über den Inverter betreibst, gibt dazu eine Menge Step-Down die wenig brauchen und dennoch einen guten Wirkungsgrad haben.

    Das ist bei Kleinanlagen schon richtig und theoretisch ändert sich bei einer großen Anlage daran auch nichts.

    Bei 2,5kWp und einem Inverter, der 35W Eigenverbrauch hat, fällt das aber nicht mehr sonderlich ins Gewicht.

    980Wp - Victron 100/50 - Soltronic MPPT7520 - 12V 260Ah - Multiplus 12/2000 - BMV700

  • Hallo Schlossschenke,


    danke für deine Antwort, den Tagesverbrauch hab ich nicht kalkuliert.

    Aufgrund meine Stromrechnug gehe ich von einem durchschnittlichen Verbrauch von ca. 300Wh aus.

    Gesammt, nicht nur die Insel.

    Den Inverter hab ich absichtlich größer gewählt da ich noch platz für weitere Module und Akkus hab.

    Das mit der Nullast von 35W hab ich sicher auch überlesen ...

    Kennst du den InverterTyp ? Die Umschaltung ist programmierbar, abhängig der Akkuspannung.

    Und ich hab wirklich (zum Glück) nur zwei von den Batterien hier rum stehen.


    LG Peter

  • Hallo Schlossschenke,


    ich geh mal davon aus dass die 35W vom PV-Strom abgehen, sofern vorhanden, das wäre ja dann nicht sooo tragisch.

    Die StromQuelle läßt sich priorisieren , der Inverter kann lt. Beschreibung auch ohne Netz und Akku betrieben werden.

    Ähm, klar, wenn kein PV-Strom da ist holt er die 35W ausem Netz oder den Akkus ....


    Der liegt grad vor mir, ich glaub ich stöpsel den mal ans Netz un mess den Verbrauch ...


    LG Peter