Beurteilung eines Gelakkus

  • Ich hab vor 2 Wochen günstig 2 Gelakkus (40aH) erstanden, und hab die auch gleich an meine Mini-Anlage gehängt. Nachdem es gestern wieder mal schön war wurden die auch wieder schön aufgeladen, und so hab ich mir mal angesehen, wie sie spannungsmässig über die Nacht kamen - gestern Abend hatte ich eine Batteriespannung von 13,1 Volt, heute morgen ebenfalls, bei ca. 0,2A Grundlast. Kann man Aufgrund der Spannung - auch über das Verhalten über die Nacht - eine Bewertung der Akkus vornehmen? Zumindest Spannungsmässig sind die trotz ca. 2,5Ah Entnahme ja nicht gefallen. Dazu gesagt, ich hab einen Victron 75/15 und hab das Ladeverhalten nach dem Datenblatt der Akkus eingestellt.

  • Sagt als solches bei der mini Belastung. Im sinne der Kapa und Last garnix bzw sehr wenig aus.. Das sind ja Peukert korrigiert weniger als 2% gewesen bei > C/100... Guckst mal wie er sich bei 40Ah entnahme unter c20 verhält.. Das sagt mehr aus..

  • Dass die Spannung trotz einer gewissen kleinen Last sich so lange über 13 Volt hält, ist schon mal ein gutes Zeichen. Allerdings sind Bleigel-Akkus echte Mimosen und nehmen jeden kleinen Fehler übel, also ganz genau auf die Spannungseinstellungen achten und keinesfalls über- oder tiefentladen.

  • Für die Beurteilung wirst du einen Kapazitätstest machen müssen, ich würde 10h Entladung auf max 20% SOC empfehlen, dabei die Unterspannungsabschaltung lt. Herstellerangabe beachten, wenn Unterspannung erreicht ist sofort abschalten und wieder laden.

    Grüße Toni.

  • Ok, geh ich dann mal an, wenns wärmer ist. Ein Lastwiderstand für ca. 1A bei 12V reicht dicke oder? geht dann mal über nen Tag, aber wär schonend. Insofern, ich hab die neuen ja eingesetzt, weil die alte - war ne 24aH - nicht mehr so dolle war. Hab bei der alten den Test gemacht, auf 50% runter mit dem Widerstand, war dennoch nach 5 Jahren noch so auf 20 aH.

  • Ok, geh ich dann mal an, wenns wärmer ist. Ein Lastwiderstand für ca. 1A bei 12V reicht dicke oder? geht dann mal über nen Tag, aber wär schonend. Insofern, ich hab die neuen ja eingesetzt, weil die alte - war ne 24aH - nicht mehr so dolle war. Hab bei der alten den Test gemacht, auf 50% runter mit dem Widerstand, war dennoch nach 5 Jahren noch so auf 20 aH.

    Hallo, die Kapazität ändert sich nach Peukert mit dem Entladestrom, es ist ein Unterschied ob du 10h oder 100h entladest. Wichtig ist die korrekte Messung der entnommenen Ah und die Unterspannungsabschaltung. Man kann auch über die Verbraucher entladen und so eine halbwegs passende Kapazitätsmessung abschätzen, der Strom wäre dann nicht verheizt. Für eine Normgerechte Kapa Messung müsste man viel mehr beachten.

    Grüße Toni.

  • KlausAlb allgemein stellt sich immer die frage warum hier groß testen.. Wennst sie billig bekommen hast und noch für deinen Zweck passen freu dich... Um akkus anständig und Aussagenkräftig zu testen musst sie immer an ihre Grenze treiben.. Und das ohne Einzelzellenüberwachung..kann böse ausgehen weil du nicht weißt obst dir ne einzelne Zelle killst ..Gut ist das nie.. Akkus die dabei (beim testen) Schaden nehmen sieht man oft genug.. Somit wenn du sie nutzen willst nutze sie.. Wenns nicht mehr passt für den Einsatzzweck.. Weg damit.. Aber kein Test macht akkus in irgendeiner Form besser ;)

  • Danke, ja das war eh angedacht, ich hab die günstig bekommen, scheinen in Ordnung zu sein, wieder 2,3 oder mehr Jahre gut.

    Insofern, ich wollte mal wissen, wie weit die Spannung eine vollgeladenen Akkus und sein Verhalten Stunden später Rückschlüsse auf seine derzeitige Leistung zulassen, Testen ist wie schon geschrieben auch für den Akku nicht immer erstrebenswert, und manchmal ists auch egal, ob 80Ah oder 75 Ah in dem Akku Platz hat, einfach so grob geschätzt ist bei der Beobachtung oft mehr.

  • allgemein stellt sich immer die frage warum hier groß testen..

    Ein Grund wäre, dass man dann einen Referenzwert hat, wenn man später den Zustand der Akkus beurteilen will. Ein anderer, dass es wahrscheinlich die Lebensdauer der Batterie verlängert.


    Prophylaktisch mit niedrigem Konstantstrom desulfatieren, um größere Kristalle aufzulösen, falls da welche sind. Ruhepannungen notieren. Kapazitätstest durchführen, Verlauf notieren, Batterie wieder richtig aufladen (am besten wieder mit niedrigem Konstantstrom zum Schluss), Ruhespannung notieren, in Betrieb nehmen.


    Wenn Du da keinen Bock drauf hast, würde ich sie wenigstens längere Zeit im Float halten, also mehrere Tage keinen Strom aus dem Laderegler entnehmen. Wenn über einige Tage der Strom im Float nicht mehr sinkt, sollten die desulfatiert sein, so Pi * Auge.


    Ist halt etwas Aufwand, ob's Dir das Wert ist, musst Du selber wissen.


    Edit: Wenn da größere Kristalle sind, werden sie sich umso schwieriger auflösen lassen, je länger Du wartest, deshalb schreibe ich das hier.


    LG

    Boitel

  • Hab vorhin kontrolliert - und heute nacht nur die Grundlast entnommen (ca. 2,5 Ah) - heute ist Sonne pur und die Akkus gingen nach ner Stunde in den float Modus - in dem verweilen sie noch. Insofern denk ich dass die Teile doch noch recht gut sind, haben zwar 2 Jahre USV Erfahrung, doch scheint da recht nett mit ihnen umgegangen zu sein. Kapazitätstest mach ich dann mal wenns zeitlich besser passt. Auf alle Fälle beobachte ich es weiter! insofern, jetzt wenns heller ist hab ich eh genügend Kapazität um die Akkus dauernd voll zu bekommen, zumal ich gleich mal auf 600W erweitere.