Lang lebe der Bleiakku. Aber wie?

  • Der Bleiakku ist doch schon länger in Energiesystemen tot. Da hilft auch kein Versuch

    dieses Sterben zu verhindern.


    Es gibt nicht einen einzigen Hersteller mehr der Blei als Lösung in seinen netzparallelen

    Systemen anbietet.


    Lediglich bei kleinen Inseln mit Sommerbetrieb wie Gartenhäusern usw. mit wenig Zyklen und begrenztem Budget

    kann Blei noch Sinn machen.


    Wir bieten im GreenAkku Shop alle Bleiarten und Lithium an.


    Pro Blei Akku werden momentan mehr als 10 Lithium Akkus mit steigender Tendenz verkauft.

  • @Boitel, Deine Aussage dass ein Akku eine gewisse Zeit "float" braucht um voll geladen zu werden kann ich nicht teilen.

    Er sollte da halt regelmäßig so grade eben ankommen, mehr aber auch nicht.

    Ansonsten ist halt die Apsorbtionszeit zu kurz oder die ladespannung zu niedrig.

    Im PV-Betrieb hat man selten die Zeit den Akku mit Erhaltungsladespannung fertig zu laden.

    Diese soll(te) ausschließlich dazu dienen die Selbstentladung auszugleichen.

    Probier mal Folgendes: Lass die Batterien einfach mal mehrere Tage hintereinander längere Zeit (>4h) floaten, und dann schau mal, wie groß der Schweifstrom am Ende des Tages ist, und wie sich das von Tag zu Tag verändert. Der Schweifstrom am Ende des Tages wäre dann auch ein mögliches Kriterium, um den Sulfatierungszustand der Batterie einzuschätzen. Ich habe da bisher drauf verzichtet, weil ich im Design erst mal unter 10€ bleiben will, so ein INA 226 oder sowas kostet auch gleich wieder ein paar Euro.


    Die Batterie direkt zu beobachten, und da ggf. regelnd einzugreifen, ist Schritt 2, der kommt nach Schritt 1. ;-)


    LG

    Boitel

  • Du musst ja nur mit einer zweiten Batterie die Floatphase abends über Nacht verlängern.


    Wie wäre es, die Abschaltung an die Floatzeit der, sagen wir, letzten Woche zu hängen? Ab einer gewissen Schwelle wird der Benutzer vorgewarnt, geht die Floatzeit noch weiter runter, wird abgeschaltet. Eine gewisse Floatzeit (z.B. 15h) dann als Wiedereinschaltschwelle.


    Die gleiche Frage stellt sich bei der Wiedereinschaltschwelle. Ich hatte an 20h Float gedacht.

    Ich verstehe nicht, was du mit einer langen Floatphase erreichen willst?

    Wenn der Strom während der Absorptionsphase nicht mehr fällt, dann ist der Akku voll - jedwedes weiterladen ist dann sinnlos. Mit der Floatphase soll lediglich die Selbstentladung ausgeglichen werden, falls keine sonstige Entladung ansteht.

  • Servus @Felzen, ich sehe das eher so dass die sog. "Hersteller" (ich nenne sie Verkäufer) mit Bleispeichersystemen

    schnelles Geld gemacht haben oder zumindest machen wollten ohne sich die nötigen Vorkenntnisse anzueignen<X

    Selbst echte Akkuhersteller wie Hoppecke dachten ein PV-Betrieb wäre ein Kinderspiel im Gegensatz zu den
    sonstigen Einsatzgebieten. Tja, weit gefehlt, aber da kann das Blei nix dafür.

    Ob die bzw. ihr jetzt den gleichen Fehler nochmal macht- mal schauen. Noch hat kein Lixx-Speicher die versprochenen

    Zyklen geleistet, oder? Aber immerhin haben sie schon wieder eine Menge Geld gebracht;)

    lg,

    e-zepp

  • die An und ABschaltung einer INSEL Anlage niemals die Frage sein kann weil eine Insel "muß" laufen 24/7 hier gibts eine Lastabschgaltung nur im Not und Fehlerfall

    Servus @Pezi, naja, die meisten Inseln haben ja irgendein Backup, ob es bei "Halbinseln" das Netz ist oder bei den wenigen "echten" Inseln dann halt der Moppel.

    Du eh .. aber im endfeekt ob Moppel an oder auß bei ner Insel, ist es auch so vom konzept das hier die Last prinzipiell nie an und abgschalten wird es wird halt eine weitere STromladequelle (nicht öffentliche Netz) angeschlossen. Halbinsel die jetzt regelmäßig auf Netzumschalten jetzt seh ich persönlich garnicht nicht als Insel die Form is mir zu kündstlich gewählt, Sondern als Nichteinspesenden Anlage mit Speicher, was ja absolut nix schlechtes ist, nur halt für mich per Definitin keine Insel. Ich weiß darüber hatte wir schon mal gesprochen da bin ich einfach Definitions Hardliner. Nur das begündlich für mich auch das so Punkte wie Akku Pflege in einer echten Insel schlicht weg wenig bis garnix möglich ist weil die Läuft halt wie sie läuft, und wenn sie schlecht läuft dann nur weils halt net passt

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Der Bleiakku ist doch schon länger in Energiesystemen tot. Da hilft auch kein Versuch

    dieses Sterben zu verhindern.

    Es gibt nicht einen einzigen Hersteller mehr der Blei als Lösung in seinen netzparallelen

    Systemen anbietet.

    Netzparallel korrekt... Dir ist aber schon bewußt das wir hier im Offgrid Bereich sind?

    Wohnhaus 100% OFFGRIDInsel: 13,47kwp,5xMppt,BMV700,CCGX,2xMultiplus 5000, OPzS/PzS => 4150Ah/c100/48V
    TeichInsel: 930wp, 2xVictron Mppt 100/15, BMV600, SolarixPI 1100, 400Ah/OPzS 24V

    100% PVInsel Liveview | SDM630 Logger | INSEL WIKI

    "Denn auch eine Beziehung muss wie eine Insel sein. Man muss sie nehmen, wie sie ist, in ihrer Begrenzung - eine Insel, umgeben von der wechselvollen Unbeständigkeit des Meeres, immer während vom Steigen und Fallen der Gezeiten berührt." Anne Lindbergh

  • Ich verstehe nicht, was du mit einer langen Floatphase erreichen willst?

    Desulfatierung. [Edit]20h wären mindestens zwei Tage "nur Float". Natürlich kann ich nicht sicher sein, dass das reicht, dazu müsste man den Batteriestrom kennen. Wenn's gut läuft, reicht's, wenn nicht, sollte der Zustand der Batterie hinterher wenigstens besser sein, als vorher. [/Edit] Der ganze Ansatz ist nicht so weit weg von den "Battery Life Algorithms" von irgend welchen Laderegler-Herstellern, er zieht aber die Zeit mit in Betracht. Das nur spannungsgesteuert zu machen, ist meiner Meinung nach weniger effektiv, das wird Bleibatterien nicht gerecht, weil es die Notwendigkeit langer Schweifstromphasen außer acht lässt.

    Wenn der Strom während der Absorptionsphase nicht mehr fällt, dann ist der Akku voll - jedwedes weiterladen ist dann sinnlos. Mit der Floatphase soll lediglich die Selbstentladung ausgeglichen werden, falls keine sonstige Entladung ansteht.

    Bei geschlossenen Batterien kann man in der Tat versuchen, dass durch eine lange Absorptionsphase zu erreichen. Dann nimmt man eine stärkere Gasung der Batterie hin, das kann gewollt sein, oder auch nicht. Für VRLA ist das IMHO keine Option, da droht die Gefahr der Ausgasung.


    LG

    Boitel

  • Servus @Felzen, ich sehe das eher so dass die sog. "Hersteller" (ich nenne sie Verkäufer) mit Bleispeichersystemen

    schnelles Geld gemacht haben oder zumindest machen wollten ohne sich die nötigen Vorkenntnisse anzueignen<X

    Selbst echte Akkuhersteller wie Hoppecke dachten ein PV-Betrieb wäre ein Kinderspiel im Gegensatz zu den
    sonstigen Einsatzgebieten. Tja, weit gefehlt, aber da kann das Blei nix dafür.

    Hi e-zepp,

    also so pauschal solltest du deinen Frust nicht ablassen. :(

    Da ich vor allem ab Ende der Achtziger Jahre im Insel Projektbereich gearbeitet habe, kann ich sagen, dass es durchaus fähige Hersteller von PV Akkus gegeben hat. Und bei den Herstellern gab es durchaus Techniker, die dir viel zu den Akkus sagen konnten. Angefangen haben wir mit Varta (OPzS und OPzV), dann Exide, Sonnenschein (A 600 ua), später Hoppecke (OPzS und OPzV).

    Was ich bestätigen kann, in den Anfangsjahren ist den Planern aufgefallen, dass sich die Akku Hersteller recht wenig mit Ladereglern auskannten und die LR Hersteller nicht immer mit verschiedenen Akku Typen.

    Insgesamt dürfte sich der Wissensstand auf allen Seiten verbessert haben.

  • Das nur spannungsgesteuert zu machen, ist meiner Meinung nach weniger effektiv, das wird Bleibatterien nicht gerecht, weil es die Notwendigkeit langer Schweifstromphasen außer acht lässt.

    Bei zum Akkutyp passender Absorptionsspannung (einschl. Temperaturkompensation) lädst du solange bis der Strom nicht mehr fällt oder alternativ die Stromstärke weniger als 1% der Nennkapazität beträgt. Dann ist der Akku voll.

    Für VRLA ist das IMHO keine Option, da droht die Gefahr der Ausgasung.

    Warum sollten die ausgasen? Bei den geringen Strömen wird das Gas rekombiniert...

  • Seevetaler: Mit C/100 kommst Du da nicht hin, da ist der Akku noch weit von der desulfatierenden Volladung entfernt. Bei mir (300Ah) liegt der Schweifstrom dann bei Float (2,25V/Zelle) unter 100mA, also < C/3000. Wenn man C/100 als ausreichend ansieht, wird der Akku IMHO schleichend sulfatieren.


    Zur Ausgasung bei überlangen Absorptionsphasen: Ich hab's ausprobiert, einfach Tesa sauber angedrückt auf den Ventilauslass, dann sieht man's. Du siehst das auch an den Herstellervorgaben zum Ladevorgang in den Betriebsanleitungen, die sichern sich da nicht ohne Grund ab.


    LG

    Boitel