Geplante 9kwp-Anlage mit oder ohne Stromspeicher/Stromcloud

  • Hallo,

    wir planen demnächst die Installation einer 9kwp-Anlage auf der Südseite unseres Daches (ohne Verschattung) in Südbrandenburg. Es handelt sich um einen Gebäudekomplex mit drei Einheiten (zwei Wohnungen + Werkstatt). Der jährliche Stromverbrauch liegt recht konstant bei 9000kwh insgesamt. Aktuell gibt es noch drei Stromzähler, die im Rahmen der Anlagenerrichtung auch zusammengelegt werden können. Durch drei unterschiedliche Stromverträge haben wir daher monatliche Stromkosten von knapp 290 Euro.

    Der Mietkauf ginge über 20 Jahre zu 119 Euro (brutto) monatlich und beinhaltet Anlage, Installation, Versicherung, Reparatur, Wartung, Fernwartung, Reinigung usw.

    Da der Strom bei uns eigentlich über den Tag verteilt genutzt wird, haben wir keine Zeiten mit erhöhtem Verbrauch, geheizt wird bei uns mit Holzvergaser ohne zusätzlichen Stromfresser wie Durchlauferhitzer oder Heizpatronen.

    Ich versuche mich nun schon seit Wochen einzulesen bzgl. Strombatterie und der sogenannten "Stromcloud". Die Batterien kosten ja an die 10.000 Euro und würden im Mietkauf zusätzlich 45 Euro im Monat kosten, eine "Cloud" ganz grob gesagt auch wieder 40-50 Euro.

    Gibt es Erfahrungswerte, ob sich so ein Stromspeicher dann überhaupt lohnt oder eine Solarcloud? Oder würdet ihr empfehlen, die reine PV-Anlage einfach ohne Speicher laufen zu lassen? Ist abzuschätzen, wieviel kwh uns die Anlage grob bringt? Rechnet sich eine Stromcloud?

    Danke für Eure Hilfe. :)

    Viele Grüße

  • Der Mietkauf ginge über 20 Jahre zu 119 Euro (brutto) monatlich

    Macht über 20 Jahre dann also rund 29.000 €8|....


    9 kwp bekommst du zur Zeit für etwa 10.000 € netto, du zahlst also über "Mietkauf" mehr als das Doppelte:!:

    Dazu dann noch 90 € für Speicher und Cloud ......


    Ein besseres Geschäft kann der Anbieter garantiert nicht machen.


    Hol dir Angebote für eine normale PV Anlage ein, ohne Speicher und Cloud denn das lohnt sich nur für den Verkäufer. Dabei das Dach maximal belegen, die 10 kwp sollten bei dem hohen Stromverbrauch nicht das Ende der Fahnenstange sein.


    Falls mangelnde Liquidität der Grund für die Idee mit dem "Mietkauf" ist, da ist zur Zeit jedes normale Darlehen bei der Hausbank günstiger.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Der Mietkauf ginge über 20 Jahre zu 119 Euro (brutto) monatlich und beinhaltet Anlage, Installation, Versicherung, Reparatur, Wartung, Fernwartung, Reinigung usw.

    Juchuh, das sind 28.800,- brutto für den Verkäufer und Vater Staat darf sich auch freuen.

    Mach das nicht, dafür kannst Du 30KWp bauen:!:


    Stell mal Bilder von dem Komplex mit Werkstatt ein, da muss doch mehr als 9KWp gehen.

    Das sollte man bei 9000KWh Verbrauch auch machen.


    Nein, natürlich ohne Speicher bauen und so groß wie möglich.

    Speicher sind viel zu teuer, als dass sie sich rentieren können.

    Das ist ein Draufzahlgeschäft über Jahrzehnte ... und die Dinger gehen auch irgendwann mal kaputt.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Ehrlich gesagt könnte ich es auch finanzieren, aber ich habe immer die Befürchtung, dass sich dann im Fall der Fälle keiner kümmert, wenn es an der Anlage Probleme gibt. Über einen Mietkauf mit Wartungsvertrag hätte ich das eher weniger. Ein Bekannter hatte sich vor zwei Jahre eine Anlage machen lassen und nur Probleme damit, die Firma ist mittlerweile insolvent und jetzt steht er da. Zweiter Beweggrund wäre, dass sich der Anbieter schriftlich bereiterklärt hat, hier die notwendigen Arbeiten (auch Erdarbeiten) zu übernehmen, um die drei Stromzähler zusammen zu legen. Die Werkstatt steht 10m entfernt und müsste angekoppelt werden. Alleine dafür hatte ich einen Kostenvoranschlag von knapp 5000 Euro.

    Realistisch betrachtet hast Du aber völlig recht, ich glaube nicht, dass ich das über den Mietkauf noch machen werde. Über alles macht man sich Gedanken und verliert das aus den Augen, was unter dem Strich steht. Sind Anlagen über 10kwp nicht dann schon gewerblich und müssen wir diese keine größeren Zuleitungen für den Netzanschluss verlegt werden?

  • Dach.pdf Bitte nicht erschrecken wegen den Abmessungen, wir haben einen alten Bauernhof, von dem aus ich mein Gewerbe betreibe. Das L-förmige Gebäude rechts neben der Nummerierung "1" ist das Wohnhaus, auf die Süd- und Westseite würden insgesamt locker 18kwp passen. Die anderen Gebäude von 1-4 sind durchnummeriert, weil wir ursprünglich unsere Dächer (1400qm) für Solaranlagen verpachten wollten. Leider hat uns hier unseren Bank mit der Baufinanzierung einen Strich durch die Rechnung gemacht, weil sie die Eintragung einer persönlichen Dienstbarkeit verweigert und eine Nichtkapitalisierungserklärung nicht akzeptiert. Das Projekt müssen wir daher wohl um sechs Jahre verschiebe, sofern es dann noch rentabel wäre und Interesse besteht. Ist aber jetzt etwas vom Thema weg, die Werkstatt wäre in dem mit "3" nummerierten Gebäude.

  • Um eine PV auf dem Dach muss sich normal keine Sau kümmern, da muss nichts gewartet weden, weil sich nix bewegt.


    Gegen Hagel, Schneedruck, Sturm, Wind, Diebstahl und Vandalismus wird eine Allgefahrenversicherung abgeschlossen, die kostet 50,- bis 70,- im Jahr.

    Ansonsten wird die Reinigung ganz kostenlos vom Regen übernommen, ich weiß, klingt total verrückt, funktioniert aber einwandfrei.

    Für 5000,- kannst Du Dir einen Bautrupp inkl. Chippendale Nummer bestellen, bitte erde dich und denk mal nach.

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