• Warum im Norden nicht erst mal umfassend damit beginnen aus 1kWh Strom 3-4kWh Methan(>95%) zu "erzeugen"?

    ...

    Ja OK können auch gern mal 4-5 kWh Methan aus 1kWh Strom werden, dann muss die Wärmepumpe aber schon gut laufen.

    Da sich Physik nicht überlisten lässt, wirst Du und wohl den Nachweis für die wundersame Energievermehrung schuldig bleiben? PtG mit 50...75% Wirkungsgrad ist techn. möglich.


    Denn mit Strom alleine wird Dein Prozess ja eh nicht funktionieren und die reine Rückverstromung ist noch fragwürdiger. Mit einer BSZ statt Gasheizung kann man sicher einiges erreichen - aber synth. Methan wird da wohl noch lange nur in Spuren enthalten sein.

    EEG-PVA: 7,65kWp, Kostal Pico 8.3 seit 11/2009
    Insel-PVA: 4,44kWp, 2xTriStar MPPT60 +PIP2424MSX
    Hotzenblitz, Stromos, ...(Überschussverwerter)
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    Meister-Lusche L:44 (D:2)
    Kaiserlicher Jäger-König:83(D:13,T:3,Q:1)

  • Nach dieser Lektüre in der gestrigen FAZ : "Hoffnungsträger Methan : Wasserstoff aus dem Elektro-Ofen" wollte ich ein "Plätzchen" für diesen Artikel finden.


    Wer den sorgfältig durchliest, vorher schon mal die üblichen Vorurteile weglegt, wird womöglich erstaunt feststellen, es werden ja tatsächlich sehr große H2 Mengen in der Industrie gebraucht und unter Klimaaspekten höchst belastend "erzeugt".


    Dabei geht es noch keineswegs um die in diesem Thema so abweisend behandelte Nutzung als "Abfallprodukt" der überschüssigen Windstromerzeugung. Es geht offensichtlich um H2, welches schon jetzt in großen Mengen SOWIESO benötigt wird.


    Wer da nicht aufhorcht, der hat den Schuss noch immer nicht gehört. In dem "üblichen" Verfahren wird Methangas verbrannt um aus anderem Methangas den H2 herauszudestillieren. Die anfallende CO2 Menge beträgt allein schon "Drei Prozent der globalen CO₂ -Emissionen". DER Klimakiller Nr. 1


    Nun wird in diesem neuen Verfahren, weiter Wärme genutzt, die nun aus el. Strom gewonnen wird. Selbst das (da bleibt der Artikel unklar) ist schon ein "Gewinn" an CO2 Reduktion, wenn man ganz gewöhnlichen Graustrom dafür verwendet. Selbstverständlich ändert sich das erheblich zu Guten, wenn der Heizstrom mehr und mehr aus EE stammt. Für mich eine klare Forderung. Hier wird also mal nicht das Drittel Stromerzeugung durch 100% EE behandelt, sondern hier geht es um das in der Industrie notwendige Drittel, das leider nur wenige auf dem Schirm haben, wenn es um mehr notwendige EE Generatoren geht. Da ist anscheinend auch hier schon jeder glücklich, wenn wenigstens der el. Strom irgendwann zu 100% das "erste Drittel wendet".


    Die Frage, wie kann der Energiebedarf "Industrie" postfossil gedeckt werden, impliziert doch (jedenfalls für mich) da muss um z.B. die notwendige sehr hohe Temperatur in sehr kurzer Zeit zu halten, womöglich über dem unumgänglichen Umweg - EE-Strom zu Gas oder wie bekannt "PtX" für die notwendigen hohen Energiemengen gesorgt werden, die solche Prozesse ununterbrochen (von Problemen im Netz) benötigen.


    Wenn die postfossile Phase erreicht ist, gibt es keinerlei andere Ressourcen mehr, als el. Strom aus EE. Das dann H2 - völlig gleichgültig wie die immer gern als Gegenargument genommen Wirkungsgrade da in den Prozessen ausfallen, der einzige "Fossilersatz" darstellt, ist noch nicht angekommen. Nebenbei, wenn man die Wirkungsgrade die in der fossilen Nutzung als völlig normal hingenommen werden "müssen" zum Vergleich heranzieht, sollte man sich eigentlich darüber im klaren sein, wenn die Fossilen ausfallen - nicht mehr zu Verfügung stehen - ist jeder Vergleich völliger Unsinn. Das dass Zeug z.Z. noch massig zur Verwendung bereit "liegt" - wenn auch mit immer größerem notwendigen Energieeinsatz zu dessen Förderung, kann da eher kein Argument sein. Die Energiewende hat neben der Notwendigkeit schwindende fossile Energieträger zu ersetzen, ja auch eine noch viel wichtigeren und aktuellen Grund - die emittierten CO2 Mengen so rasch wie nur möglich auf Null zu reduzieren. Was bereits in der Atmosphäre ist, wird "uns" ohnedies noch "ein Weilchen" beschäftigen.


    Angesichts solcher Zwänge, ist es geradezu lächerlich nicht jede Chance für die notwendige Veränderung zu nutzen. Dazu gehört auch PtX, weil es außer el. zu speichern in den unterschiedlichen dafür anwendbaren Batteriesystemen - auch hier mit klarem Blick auf Ressourcen, weil es außer atomaren Prozessen KEINE andere Methode gibt die unvermeidlich notwendigen Energiemengen zu generieren.


    Es ist schlicht energetisch kleinkariert, auch nur auf eine der bereits vorhanden Methoden verzichten zu wollen, weil es teuer und oder mit "schlechtem" Wirkungsgrad verbunden ist. "Energiewende" ohne Anpassung der bestehenden Gesellschaftssysteme wird ohnedies scheitern. Wenn sich bei derzeit 7,6 Milliarden Menschen auf diesem Planeten auch nur für größere Zahl der weltweiten Habenichtse "fossilenergetisch" auch nur eine "Kleinigkeit" nach oben ändert, fliegt allen, alles was wir kennen, gnadenlos um die Ohren.


    Um die "Titanic" schwimmend zu erhalten, hätte man ca. 2 Stunden gehabt (Vorsicht "Metapher"). Wie das hier und politisch weltweit abläuft, wären da 110 Minuten für nutzlose Diskussion draufgegangen und niemand wäre wenigstens in die Rettungsboote gekommen...

  • @"wasserstoff"

    Danke für den Link. Aber da diese Berichte ja regelmäßig erscheinen, sind für mich allenfalls die Zahlen aktueller. Die Skizze zum zukünftigen Energiesystem hatte ich bspw. schon eingebracht. Da wäre es interessant, worauf Du besonders Wert legst.


    Zitat

    17.3.9.5 Wasserstoff und Derivate

    Die vielversprechende elektrolytische Umwandlung von überschüssigem Sonnen- und Windstrom in Wasserstoff, ggf. mit anschließender Methanisierung und Weiterverarbei-tung zu synthetischen Kraftstoffen, befindet sich in der Skalierung und Erprobung [AMP]. Im April 2019 waren Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 30 MW am Netz, in Planung waren 273 MW [DVGW].

    Meintest Du diese lächerliche Leistung der paar hochsubventionierten "Greenwashing"-Anlagen?

    Im Bericht steht auch ziemlich eindeutig, dass es derzeit kaum überschüssigen Sonnen- und Windstrom gibt ...


    Interessant auch:

    Zitat

    17.3.10 Übersicht

    Für die praktische Relevanz dieser Pfade sind neben dem technischen Wirkungsgrad auch die Kosten der Nennleistung (€/W) bei Transformation und die Kosten der gespeicherten Energie (€/kWh) bei Speichern zu betrachten.

    Für nachvollziehbare Kostenrechnungen wäre ich sehr dankbar. Denn da gehen die Behauptungen /Annahmen oftmals weit auseinander.

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  • stromlos :

    Wer Deine Quelle aufmerksam liest und nicht völlig kleinkariert denkt wird feststellen, dass für "mobilen Wasserstoff" recht wenig Platz ist - nicht nur wegen der ungleich höheren Kosten gegenüber dem (stationären) Industrieeinsatz.

    Dass H2 in der Industrie heute schon wichtig ist und zukünftig noch mehr (bspw. Stahlindustrie) ist nun wirklich keine Neuigkeit.


    Allerdings wird in dem Artikel "nebenbei" das Märchen von der Verwendung von fluktuierendem "EE-Überschussstrom" entzaubert:

    Zitat

    Die elektrische Beheizung industrieller Prozesse erfordert allerdings eine konstante Stromversorgung. Da Sonne und Wind fluktuieren, seien dafür Stromspeicher und intelligente Stromnetze notwendig

    Da sind also dynamische elektrische Lasten deutlich besser geeignet - im kleinen (bspw. OpenWB) und großen Maßstab.

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  • Hallo, ich suche seit einiger Zeit nach Informationen in welchen Bereichen die eingespeiste Strommenge im Niederspannungsnetz die Leistung der Transformatoren für das Mittelspannungsnetz ( Einspeisung) zu 100% ausgelastet waren. https://www.ise.fraunhofer.de/…oltaik-in-deutschland.pdf Seite 31-

    Wenn dies bis jetzt nie der Fall war kann auch (eventuell) die 70% Regelung entfallen.


    Es gibt immer verschiedene Kostenrechnungen -- Die tatsächlichen Kosten können erst in der Erprobung, bzw. im Einsatz herausgefunden werden.


    ich bin der Meinung man sollte zuerst einmal alle Möglichkeiten testen, und danach festlegen was der Beste Standard in diesem Moment ist - in Zukunft wird es bessere Alternativen geben.


    Nur unserer Erde läuft die Zeit weg.

  • Dazu gibt es einige Artikel, hier ist einer davon

    https://www.etz.de/3142-0-Mehr…snetztransformatoren.html

    Der Austausch der Trafos ist wohl eine der günstigsten Maßnahmen und kann die Netzkapazität je nach Struktur ohne andere Maßnahmen glatt verdoppeln.

    Unter besonderen Bedingungen lässt sich die Leistungsfähigkeit des bestehenden Netzes sogar um den Faktor 8 steigern.

    Anlagenstandort Köln. in allen Strings verteilt insgesamt 12x TIGO TS4-O mit Monitoring

    2018 31x 320W Q-Cells an Kostal Piko 8.3

    2019 30x 325W Q-Cells an Kostal Plenticore plus 7.0

    2019 2x 325W Q-Cells plus 1x 320W Q-Cells mit je einem Tigo direkt per DC am WW Boiler.

  • Was soll der aggressive Unterton :?:


    Es geht nicht um die Vergangenheit - auch nicht um die Gegenwart - es geht um Zukunft. Und die wird finster aussehen, wenn nicht zukünftig alle Möglichkeiten genutzt werden. Ganz besonders mit solchen Gesellen denen es sichtlich an der notwendigen Fantasie fehlt.


    Ohne eine kräftige Portion Optimismus und die Bereitschaft auch scheinbar derzeit ungeeignete Aktivitäten bis zum Beweis der tatsächlichen Unbrauchbarkeit wenigsten zu erproben wird das nix.


    Technische Evolution ist wie in der Natur - ein permanentes Anpassen an vorhandenen Nischen.


    Durch die höchst logische Forderung "dafür Stromspeicher und intelligente Stromnetze" zu bauen, bzw. zu bilden wird nichts "entzaubert" sondern lediglich die Notwendigkeit der Veränderung aufgezeigt.


    Als die ersten Autofahrer es leid waren das Benzin in Apotheken abzugreifen, kam mit der gleichen "Vorwärts gewandten Denke" die Idee, man müsse nun Tankstellen errichten. Mit der Auffassung geht nicht - haben wir nicht - haben wir noch nie getan usw. hätte es noch nie irgendeinen Fortschritt gegeben.... :!: