Anlageplanung - bitte um rat

  • hallo zusammen,


    anlage in Planung- kurz zu den fakten:


    -- 3 fam. haus - dachausrichtung süd, 30° (keine verschattung) - Heizung+warmwasser über W/W wärmepumpe - mein Hobby verbraucht 24std an 365tg / 0,5kw - gesamtverbrauch (ich) jährlich ca. 8 000kw

    -- ich möchte einen speicher (mir ist die Diskussion ja/nein bekannt - ich bin bereit dadurch unrentable Mehrkosten zu generieren)

    -- mein Hauptziel max Eigenverbrauch

    -- zusätzliches ost -west dach vorhanden, aber Belegung von mir nicht gewünscht.

    -- Standort - raum karlsruhe/rheinebene


    die Rentabilität sollte zwar gegeben sein steht aber nicht im Vordergrund - ziel ist es einfach eine gewisse Unabhängigkeit zu erreichen.




    vorschlag lt. solateur:

    -- bei 300w modulen passen auf das dach 12,6kw/p (42module)

    -- speicher 10kw - LG

    -- System solar Edge


    meine Gedanken:

    -- 33module mit 9,9kw/p (weil ich der Meinung bin diese reichen um max. Eigenverbrauch zu generieren)

    -- 10kw speicher

    -- möglicherweise 2 Mietwohnungen noch mit Strom zu versorgen ?


    nun meine fragen:

    1. macht es sinn die beiden Mietwohnungen noch einzubinden?

    2. würdet ihr die Speicherkapazität in dieser Dimension befürworten oder verändern ?

    3. würdet ihr eher zur gesamtbelegung des daches tendieren - (12,6kw/p oder reichen meine gedachten 9,9kw/p) ?

    4. lt. solateur wäre es aufwendig/teuer das System mit Notstrom Versorgung auszulegen - ich tendiere aber schon ein wenig dazu - wie ist euere Meinung ?


    vielen dank für euere hilfe

    - bitte spart aber ein wenig mit Zuviel fachdeutsch, da ich momentan nur belesener laie bin ;)

  • 9.9 kwp reichen da nicht aus. Es scheint ja nicht immer die sonne und daher voll belegen. 12,6 aber warum nicht noch bissel mehr wenn Ost und West vorhanden sind?oder anstatt 300 Watt module 330 nehmen.

    Mit SE ja kein Problem und bei dem hohen Verbrauch ist mehr aufs Dach sinnvoll auch damit der Speicher mal öfters voll wird.

    Mfg

    9,9 kwp SE LG neon 2 black flame 330

    3,3 Nord -0 -Neigung 15

    3,9 Süd 0 - Neigung 15

    2,7 Süd 0 - Neigung 35

  • Du schreibst, dass du einen Speicher möchtest, obwohl dir bekannt ist, dass das unrentabel ist, und fragst dann nach unserer Meinung dazu? Du schreibst, dass du ein zusätzlliches O/W-Dach hast, das du aber nicht belegen willst. Warum schreibst du es dann? Du weißt, dass ein Speicher nicht rentabel ist, schreibst dann aber "Rentabilität sollte gegeben sein".


    Da sind schon einige Widersprüche in deiner Beschreibung. Ich hoffe, du nimmst es nicht übel, wenn du darauf aufmerksam gemacht wirst. Du willst maximalen Eigenverbrauch, kannst du auch sagen warum? Du wünscht dir eine "gewisse Unabhängigkeit", aber ist dir schon klar, dass es sowas gar nicht gibt? Wenn du keine Inselanlage baust, dann funktioniert das ganze nur am Netz, und "unabhängig" davon wirst du mit einer normal großen Analge über mehrere Monate im Jahr sicher nicht sein. Ich will dir das alles nicht ausreden, aber was bringt einem das? Es ist weder Ökonomie noch Ökologie, aber was ist es dann? Vielleicht kannst du das erklären, ich würde diesen angeblichen Wert "Unabhängigkeit" gerne verstehen lernen.


    Nun aber zu deinem Plan. Du hast einen der seltenen Solarteure erwischt, die mal über die 10 kWp-Grenze planen, bist aber unschlüssig, ob du das willst. Hört sich nach verkehrter Welt an, normal ist es andersrum. Eine maximale Eigenverbrauchsquote erreichst du, wenn du nur ein einziges Modul am besten in den Schatten legst. Maximalen absoluten Eigenverbrauch erreichst du mit maximal großer Anlage, der Anstieg wird aber mit der Größe immer langsamer. Ökologisch und ökonomisch macht es in der Regel Sinn, so groß wie möglich zu bauen.

    Für dein perfektes Süddach brauchst du mit Sicherheit kein SolarEdge.

    Deine Fragen:

    1. Normalerweise macht das keinen Sinn, da es mit einem Haufen Bürokratie und Abgaben verbunden ist, und du deine Mieter auch nicht zwingen kannst, da mitzumachen. Wenn du den Überschuss einspeist, hast du in aller Regel praktisch den selben Ertrag mit viiiiel weniger Aufwand.

    2. Nein, würd ich nicht befürworten. Wenn schon Speicher, dann wesentlich kleiner, sonst wird der gar nicht umgeschlagen. Mehr als 3-4 kWh verbrauchst du in einer Sommernacht nicht, und soviel kriegst du an einem Wintertag gar nicht eingespeichert. Und wenn du nur in die Nähe der Rentabilität kommen willst, musst du den Speicher möglichst oft voll und leer machen.

    3. Ja, voll, auch O/W

    4. Wozu brauchst du Notstrom? Um einmal in 10 Jahren für 3 Minuten Licht zu haben, wenn die Nachbarn im Dunkeln sitzen? Nie im Leben würde ich dafür viel Geld ausgeben.


    Ich hab ein bisschen das Gefühl, dass du hauptsächlich nach Bestätigung deiner Meinung gesucht hast, und die hast du jetzt nicht bekommen, aber vielleicht ist die Antwort deshalb ja umso wertvoller. Nimms mir nicht übel.






  • - ziel ist es einfach eine gewisse Unabhängigkeit zu erreichen.

    Nur um es zu verstehen: Warum, was hat man davon? :/

    Wenn man den Zug verpasst, ist er weg, auch wenn es vielleicht knapp war, aber man hat sein Ziel erst einmal nicht erreicht. Genauso sehe ich es mit der Unabhängigkeit: Bekommt man diese zu 100% erfüllt, kann man davon profitieren. Macht man sich nur ein Stück weit unabhängig hat man dadurch genau was erreicht ???

    7,71 kWp mit 38 x Hyundai HiS-M203SF an SB5000-TL & SB2100-TL, DN:49°, -30° SSO, Inbetriebnahme: 31.08.2010,
    Meine Ertag

  • hallo monsmusik,


    vielen dank für deiner Einschätzung - keine angst - ich kann mit Kritik sehr wohl umgehen und bin auch dankbar dafür !!!


    Zitat


    die Rentabilität sollte zwar gegeben sein steht aber nicht im Vordergrund - ziel ist es einfach eine gewisse Unabhängigkeit zu erreichen.

    ja - wenn ich es nochmal lese steht dieser satz wirklich etwas im widerspruch - ich versuche es mal anderst auszudrücken :-)

    einerseits bin ich bereit etwas Geld unnütz auszugeben - anderseits sollte sich aber die Verschwendung im rahmen halten.

    Unabhängigkeit heißt für mich lediglich, daß ich von der Preisgestaltung der großen stromanbieter teilweise befreit bin und meine eigenen Strompreise mitgestalte - daß eine vollkommene unabhängikeit nicht realisierbar oder gewünscht ist habe ich sehr wohl verstanden, deshalb auch meine Wortwahl " eine gewisse Unabhängigkeit "

    ……. und wenn sich meine anlage dann eben 2jahre später in den rentablen Bereich begibt, als eine anlage welche wirklich jede 0,1% mehr sonne genutzt hat als meine kann ich damit auch leben. …………. ich hoffe damit meine Sichtweise etwas verständlicher rübergebracht zu haben.


    *** solar Edge wurde mir vom solateur angeboten - ist solar Edge zu teuer oder zu hochwertig für mich ?

    *** ost west dach will ich ganz einfach aus optischen gründen nicht nutzen - zudem wäre es sehr aufwendig da eine gewisse Distanz zum Hauptgebäude besteht.

  • die Rentabilität sollte zwar gegeben sein steht aber nicht im Vordergrund - ziel ist es einfach eine gewisse Unabhängigkeit zu erreichen.

    Unabhängigkeit erhöht man am besten und universell mit mehr Geld auf dem Konto. Alles was dazu führt das weniger Geld auf dem Konto ist und die laufenden Kosten nicht in einem dementsprechendem Maße senkt oder zu Mehreinnahmen führt, führt zwangsläufig zu höherer Abhängigkeit.

  • die Rentabilität sollte zwar gegeben sein steht aber nicht im Vordergrund - ziel ist es einfach eine gewisse Unabhängigkeit zu erreichen.

    Unabhängigkeit erhöht man am besten und universell mit mehr Geld auf dem Konto. Alles was dazu führt das weniger Geld auf dem Konto ist und die laufenden Kosten nicht in einem dementsprechendem Maße senkt oder zu Mehreinnahmen führt, führt zwangsläufig zu höherer Abhängigkeit.

    sorry, aber irgendwie glaube ich, daß wir hier die falschen Themen in den Vordergrund rücken!

    irgendwie scheint hier eine gewisse finanzberater Lobby mit philosophischen Ansätzen aktiv zu sein - versuch doch einfach mal zu verinnerlichen, daß es menschen gibt, welche sich so eine anlage nicht rein aus ökonomischen ansätzen zusammenstellen möchte.

    akzeptiere ganz einfach , daß ich es nicht nötig habe mein finanzielles Spektrum von dir ordnen zu lassen und es ebenfalls reicht, ohne Kredit, eine anlage in wunschdimmensionierung aufs dach zu setzen.

  • *** solar Edge wurde mir vom solateur angeboten - ist solar Edge zu teuer oder zu hochwertig für mich ?

    SolarEdge sind Leistungsoptimierer, die die einzelnen Module vom Strang trennen und jedes Modul einzeln in den MPP (maximum power point) regeln. Das macht Sinn, wenn die Module verschieden bestrahlt werden (Ausrichtung, Neigung, Schatten) oder von verschiedener Bauart sind. Nichts davon ist bei dir gegeben, du erlangst also keinen Vorteil durch den Einsatz. Die Nachteile wären zusätzliche Kosten, zusätzliche Bauteile, die kaputt gehen können, ein proprietäres System, also keine Flexibilität mehr in der Wahl des WR.


    Ansonsten kann ich deine Überlegungen schon irgendwie nachvollziehen, für mich steht das Finanzielle auch nicht im Vordergrund. Mir ist nur nicht klar, was du jetzt vom Forum erwartest oder erhoffst, da dein Plan ja kaum noch Freiheitsgrade übrig lässt. Wenn die O/W-Dächer für dich wegfallen, dann kannst du auch unter 10 kWp bleiben, dann sparts du die die EEG-Umlage. Die 2.6 kWp reißen es dann auch nicht mehr raus. Aber wie gesagt, das ich nicht das, was ich machen würde.


    Wie wäre es denn statt Speicher mit maximaler Belegung und einem Elektroauto. Darin kannst du deine Überschüsse auch unterbringen, du erreichst Unabhängigkeit von der Mineralölindustrie (diesmal echte!) und du tust wirklich was Sinnvolles für die Energiewende und Verkehrswende. Für eine Batterie gilt das leider nicht.

  • "einerseits bin ich bereit etwas Geld unnütz auszugeben - anderseits sollte sich aber die Verschwendung im rahmen halten."

    "……. und wenn sich meine anlage dann eben 2jahre später in den rentablen Bereich begibt, als eine anlage welche wirklich jede 0,1% mehr sonne genutzt hat als meine kann ich damit auch leben. …"


    "irgendwie scheint hier eine gewisse finanzberater Lobby mit philosophischen Ansätzen aktiv zu sein - versuch doch einfach mal zu verinnerlichen, daß es menschen gibt, welche sich so eine anlage nicht rein aus ökonomischen ansätzen zusammenstellen möchte."

    - Es soll sich also die Verschwendung im Rahmen halten
    - sie soll dann (deiner Meinung nach) 2 Jahre Später im "rentablen Bereich sein"


    Wenn..

    - Verschwendung bei dir erst bei ca. 8.000 Euro oder mehr ist- und die Anlage wohl NIE in den rentablen Bereich kommt, weil du ggf. Jährlich ca. 150 Euro per Anno sparst, und innerhalb der 20 Jahre einen NEUEN SPEICHER kaufen musst, weil er nicht mehr so leistungsfähig wie bei einem Neuen ist,

    - dir also deine o.g. Wünsche doch nicht ganz so gemeint sind, sondern eher im Gegenteil du bereit bist, viel Geld zu verschwenden...


    dann könntest du dir einen Speicher ohne Weiteres zulegen.


    Ansonsten werden dir hier die "Finanzberater-Lobby mit philosophischen Ansätzen" immer sagen, wie Mathematik funktioniert.


    Nichts für ungut... soll nur mal zum Nachdenken anregen...


    lg

    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 30xxx

  • An alle, er will einen Speicher und ist sich darüber im klaren daß der die Amortisation negativ beeinflusst ;)



    Ich nehme das jetzt einfach mal so hin auch wenn ich es anders sehe.


    Zu den Fragen des TS :


    1.Mieterstrom

    Das würde ich vermeiden, die Abrechnung ist kompliziert, die Zähleranlage wird umfangreicher, es wird die volle EEG Umlage fällig und unterm Strich kommt trotzdem nicht viel dabei raus.

    2. Kapazität des Speichers

    Das kostenintensive Hobby (ich vermute ein Aquarium) welches pro Stunde einen Verbrauch von 0,5 kWh erzeugt erklärt den hohen Verbrauch. Trotzdem würde ich den Speicher eine Nummer kleiner wählen, so schafft man mehr Zyklen was den negativen Einfluß des Speichers auf die Rendite der Gesamtanlage verbessern wird.

    3. Anlagengrösse

    Ich würde weder 12,6 noch 9, 99 kwp bauen sondern vor dem Hintergrund des hohen Stromverbrauchs alles rausholen was mit preislich akzeptablen Mitteln geht.

    Ost/West möchtest du nicht belegen aber dann solltest du das geplante Dach dann auch mit 320 Wp Modulen belegen die m. E. im Moment das beste Preis Leistungsverhältnis haben. So kommt man dann auf 13,44 kwp mit denen man den Speicher auch in der nicht so sonnigen Zeit gefüllt bekommt.


    4. Notstrom

    Nice to have aber in Deutschland eigentlich nicht nötig. Wenn Notstrom wegen des von mir vermuteten Hobby (Aquarium) angedacht ist dann würde ich einen kleinen Notstromer anschaffen der dann die Zeit des Stromausfalls überbrücken kann.

    Abgesehen davon wäre der Akku vermutlich immer dann leer wenn Notstrom gebraucht wird... 😏


    5. Solaredge

    Ist teurer als Stringwechselrichter und hier überflüssig. Bei der geplanten Anlagengrösse ist davon auszugehen, daß 2 einphasige Wechselrichter zum Einsatz kommen müssen da die DC Anbindung des Speichers an dreiphasigen SE Wechselrichtern nicht funktioniert.


    Edit : Als Wechselrichter würde ich bei 13,44 kwp ein 12 KVA Gerät von SMA einsetzen, 2*21 Module wären daran optimal verstringt und SMA ist m. E. der einzige Hersteller bei dem die prognosebasierte Ladung des Speichers halbwegs funktioniert.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59