Kleine PV-Anlage auf dem Gragen Dach?

  • Hallo zusammen,


    eigentlich wollte ich ja meine bestehende Anlage (70° Süd-Ost) durch eine Anlage auf der Nordwest Seite erweitern. Leider haben von 11 Betrieben nur zwei ein Angebot abgegeben welches auf Grund der schlechten Ausrichtung nicht wirtschaftlich war. Hinzu kommt das kein Platz für einen weiteren Abgrenzungszähler und Einspeisezähler verfügbar ist.

    Daher habe ich dieses Vorhaben begraben und möchte nun selbst aktiv werden und auf meinem Garagendach eine kleine Anlage für den Eigenverbrauch installieren.


    Das ganze sieht wie folgt aus:

    Garagendach: PV Module ausgerichtet nach 40° Süd, Aufgeständert zwischen 10° und 20° je nach Abstand (3fach der Höhe).

    Module: 4x LG Neon 2 Bifacial 390W/p nehmen um möglichst viel aus der kleinen Fläche raus zu holen.

    Wechselrichter: Kostal MP 1.5 Plus, da die bestehende Analge einen Piko 4200 hat und alles über die App zu sehen wäre.


    Um eine Überschusseinspeisung zu verhindern würde ich den Kostal EM300 installieren, da ich evtl. später den 4200 gegen einen Plenticore Plus mit BYD Speicher austauschen möchte.


    Der Haken an der Sache, dass Dach erhält erst gegen 11:30/ 12Uhr Sonne und ist vorher verschattet.


    Habe ich hier einen guten Plan aufgestellt, oder machen ggf. Modulwechselrichter mehr Sinn, was aber auf Grund der Modulleistung evtl. schwierig wird...


    Jetzt bin ich mal auf die Kommentare gespannt und bedanke mich schon mal im Voraus für die Hilfe

  • Du hast 4KWp auf dem Dach als Volleinspeiser?
    Von wann sind die?


    Welche Dachneigung hat das NW Dach ... Ausrichtung müsst 110 Grad von Süden nach Westen sein.

    Das Dach muss schon sehr steil sein, damit sich das nicht selbst trägt.

    Stell doch mal ein google Luftbild ein.


    In welcher PLZ willst Du eigentlich bauen?


    Einen Abgrenzungszähler kenne ich nicht und einen Einspeisezähler brauchst Du nicht zusätzlich, wenn Du unter 10KWp neu baust. Der vorhandene Bezugszähler wird gegen einen Zweirichtungszähler getauscht und das wars.


    WasDu da alternativ auf dem Süddach planst klingt nach Geldvernichtung vom Feinsten.

    Sauteure Module, zu großer WR, satt Schatten, beste Voraussetzungen für eine ertragreiche und wirtschaftliche Anlage und dann auch bloß nicht einspeisen, könnte ja Geld dafür geben. :ironie:

    Statt dessen noch mehr Geld aus dem Fenster schmeißen wollen und schon an den Speicher denken.

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasonic Aquarea Monoblock 5KW


    Der Ausbaupfad der EE bis 2030 holt viel auf, was zuvor blockiert wurde.


    Parke nicht auf unseren Wegen, www.weg.li macht es möglich.

  • Die 4KW/p Anlage ist aus 01/2012 mit Eingenverbrauch und entsprechendem Bonus.

    Das Dach NW hat eine Neigung von 27° und ist laut Kompass auf 318° NW.

    Die PZL ist 56410 Montabaur.


    Der Energieversorger schreibt auf Grund der Eigenverbrauchsvergütung für eine weitere Große Anlage einen eigenen PV Zähler plus Abgrenzungszähler vor. Den Platz habe ich nicht, da ich bereits einen PV Zähler und einen Zweirichtungszähler habe.


    Zu erst hatte ich eine Plugin Anlage im Blick 600 oder 800W, allerdings besteht da die Gefahr einer Überschusseinspeisung welche dann über den zweiwege Zähler vergütet würde was Illegal ist.


    Das mit dem Speicher wäre später mal Interessant, da die Preise ja weiter fallen.


    Aktueller Hausverbrauch ca. 5500kw/h von denen schon ein Teil durch die bestehende PV gedeckt werden und noch ca. 3800kw/h zugekauft werden.

    Die Garage kam mir in den Sinn, da hier zum Mittag und Abend hin noch Energie erzeugt werden kann, wenn die große Anlage fast nichts mehr bringt. Im Sommer hätte ich dort bis 21Uhr und später noch die Sonne drauf...

  • Was Du da vor hast auf Süd funktioniert mMn nicht.

    Auch für den Nulleinspeiser wirst Du dann einen zweirichtungszähler gesetzt bekommen und der 2. Erzeugungszähler (???) und der Abgrenzungszähler ... halt irgendwie eine Kaskadenschaltung der beiden PV Anlagen, wird Pflicht sein.


    Auch eine Nulleinspeisung kann minimale Einspeisung nicht verhindern und genau das wird der VNB Dir auch sagen, wenn Du ihn fragst.


    Wie viel PV passt auf das Norddach?

    Dein Plan macht nur Sinn, wenn Du viel PV dazu bauen kannst, damit sich die Kosten für den neuen oder ergänzenden Zählerschrank auf möglichst viel PV verteilen.


    Die Angaben Deiner Himmelsrichtung sind etwas verwirrend.

    70 Grad ist nicht SO, wenn man von Norden guckt.

    Addiert man da 318 Grad, dann hat Deine Welt 388 Grad ... die beiden Dachseiten liegen auch nicht gegenüber.

    Prüfe das nochmal oder besser, ein google Luftbild einstellen.


    Einfach mal bei PVGis die DN27 und 138 Grad von Süd nach Westen rein gekippt, kommen da genau 700KWh/KWp raus.

    Das ist ein Wert, bei dem man problemlos noch PV bauen kann, das Angebot sollte nicht zu teuer sein, aber mit ausreichend großer PV im Neubau, kann man das ja auch selbst etwas beeinflussen.


    Alternativ könntest Du die bestehende Anlage auch auf Volleinspeisung umstellen und dazu die EEG Überschusseinspeisung neu bauen. Dann solltest Du mit einem Erzeugungszähler an der alten Anlage und einem Zweirichtungszähler fertig sein.

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasonic Aquarea Monoblock 5KW


    Der Ausbaupfad der EE bis 2030 holt viel auf, was zuvor blockiert wurde.


    Parke nicht auf unseren Wegen, www.weg.li macht es möglich.

  • die Himmelsrichtungen sind wie folgt:


    Bestehende Anlage auf 70° Abweichung von Süd nach Ost

    Andere Dachseite auf ca 105° Abweichung von Süd nach Nord

    Garage auf 40 Abweichung von Süd nach West


    Luftbild im Anhang.


    Die Angebote waren für 6,6 bis 7,6kw/p und ohne MwSt bei 11000 bis 12000 Euro. Die Investition wäre nach 14Jahren bei guten Eigenverbrauch wieder raus. Das ist zu lange....


    Die Garagendachvariante würde bei 1500 Euro liegen inkl. allem für 1,5kw/p ggf durch Bifacial mehr und würde mir den Abendverbrauch abdecken.


    Eine Nulleinspeisung ist abnahmefähig, da die Toleranzgrenze abhängig vom Stromverbrauch nicht überschritten wird.


    Den Antworten entnehme ich aber jetzt evtl. doch ehr eine PlugIn PV Anlage evtl. in guter Ausrichtung Süd zu installieren?

  • Dann hast Du -70 für das OSO Dach und 110 für das WNW Dach.

    Bei DN27 und 10% Verlust mit Climate Werten kommen da 780KWh/KWp raus.


    Warum sollte man das nicht bauen?
    Dach voll machen!


    Das Angebot sollte dann natürlich nicht bei 1600,- netto liegen.

    Um 5KWp sind 1300,- drin.

    9-10KWp sollten für unter 1200,- gehen.


    Wie groß ist das WNW Dach?


    Du kannst ja WNW Dach UND auf der Garage bauen, Ziel sind 10KWp.

    Dann schlagen die Zählerkosten auch nicht so stark zu.


    Die Angebote waren für 6,6 bis 7,6kw/p und ohne MwSt bei 11000 bis 12000 Euro. Die Investition wäre nach 14Jahren bei guten Eigenverbrauch wieder raus. Das ist zu lange....


    Das ist unverschämt teuer für reine PV ohne Speicher ... siehe oben.


    Den Antworten entnehme ich aber jetzt evtl. doch ehr eine PlugIn PV Anlage evtl. in guter Ausrichtung Süd zu installieren?


    Das würde ich auf gar keinen Fall machen, wenn Du an Deiner guten EEG Vergütung für die alte Anlage hängst.

    Bekommt der VNB davon was mit, ist großer Ärger vorprogrammiert.

    7 KWp PV, Bosswerk 4,6 KVA Hybrid Wechselrichter, 5 KWh Liontron LiFePO4 Speicher

    Plusenergiehaus, autark von März bis Oktober, mit Panasonic Aquarea Monoblock 5KW


    Der Ausbaupfad der EE bis 2030 holt viel auf, was zuvor blockiert wurde.


    Parke nicht auf unseren Wegen, www.weg.li macht es möglich.

  • das Problem ist der Platz, ich kann den Zählerschrank leider nicht erweitern es ist alles voll im Schrank wie auch Außen herum. Deswegen suche ich nach Alternativen um den Eigenverbrauch von Nachmittags bis Abends zu decken. Das WNW Dach ist ja auch bis Mittags verschattet und hat zudem noch einen Kamin der Schatten wirft... ob man da wirklich 780kwh/kwp rausholt glaube ich noch nicht...


    Wo gibt es solch günstige PV Installateure wie der angenommene Preis?

  • Können wir ein Foto von deinem Zählerschrank haben?


    Ich habe eine ähnliche Konstellation wie du mit zwei (!) Zählern umgesetzt. Das geht. Du kannst den "alten" Strom nachrangig und den neuen vorrangig verbrauchen. Siehe Signatur!

  • Guten Abend zusammen,


    vielen Dank für die bisher schnellen Reaktionen.

    Ein Bild vom Zählerschrank wird nicht viel bringen, da man nur hinter den Abdeckungen sieht das kein Platz mehr ist. Hatte mir inzwischen auch noch einen Elektriker geholt um mit Ihm nochmal mögliche Lösungen zu besprechen. Auch er sagt da geht nichts mehr rein.

    Im Anhang die das einzig mögliche Zählerkonstrukt was der Energieversorger machen würde. Selbst wenn der Platz da wäre würde mich der zusätzliche Schrank 1500 - 2000 Euro kosten mit allem.


    Klar hätte ich gerne noch eine zweite Anlage auch um die Energiewende zu unterstützen, aber nicht um jeden Preis. Deshalb bin ich auf die kleine Lösung gekommen um meine Dauerverbraucher ca. 300W länger mit eigener Energie zu versorgen, als es mit der bestehenden Anlage möglich ist.


    Im Forum habe ich auch viel gelesen, dass Personen Module Ihrer bestehenden Anlage zubauen oder durch PlugIn PV Anlagen ergänzen. Das kann man sicherlich machen, wird auch wohl kaum auffallen.....


    Mit den Vorkommentaren bin ich nun ratlos....