Stadtwohnung - Inselanlagenbetrieb mitten in der Stadt

  • Hallo. Ich habe ein Südfenster und bereits schon meinen Vermieter um Erlaubnis gefragt. Da seine Kinder an Astma in der Großstadt leiden hat er meinen Plan für gut befunden und mir die Erlaubnis gegeben die Hausfassade zu verwenden.

    Die Hausfassade ist in Richtung Süden gerichtet. Es passen ca 5 1700*1000 Panäle an der Fassade unter meinem Fenster.


    Ich verbrauche im Jahr ca 350kWh an Ökostrom. Ich habe keine Lust mehr auf den Stromanschluss und möchte diesen Abmelden. Die Wohnung hat ca 25m². Wird von mir dann auf eine Phase umgestellt. Hier ist eh nichts was mehrphasig läuft. Gerät mit Maximallast (kurzfristige Nutzung) liegt bei 1500W(maximalleistung laut Schild). Mehr als 1 Gerät mit solch hohe Leistung möchte ich gleichzeitig nicht betreiben.Ich habe überhaupt kein Problem damit wenn ich mich vertue und sich der Wechselrichter aufgrund von kurzer Überlast abschaltet und ich dann kein Strom mehr in der Bude habe.


    Als Speicheranlage möchte ich kaputte Notebook- und Pedelec-Akkus ausschlachten und die daraus gewonnene 18650 Zellen verwenden.


    Als PV-Module werde ich möglichst auf ebenfalls gebrauchte Module zurückgreifen. Dort werde ich jedoch nicht welche mit gebrochenes Glas verwenden, da ich das meinem Vermieter aufgrund des Aussehens nicht antun möchte. Die PV-Module werden direkt unter mein Fenster hängen.


    Als Erdung im Stromkasten werde ich die vorhandene Erdung der jetzigen Stromversorgung verwenden.


    Vorbild: https://www.goingelectric.de/f…iewtopic.php?f=55&t=25333



    Laut mehreren PV-Rechner werde ich mit so viel Fläche trotz der nicht optimalen Ausrichtung bei meinem derzeitigem Verbrauch offensichtlich deutlich mehr als ausreichend Strom produzieren.

    Ich habe schon länger die Werte des verlinkten Vorbilds verfolgt https://www.alex-lange.org/emoncms/Chicken . Ja, seine PV-Anlage ist größer, aber er produziert auch vielfach mehr Strom als ich ihn benötige.


    Wenn etwas ganz schief geht, dann funktioniert in der Wohnung weiterhin die Heizung und das Wasser (Zentralheizung mit Gas). Duschen usw. geht auch mit eigeschalteter Taschenlampe am Handy im Badezimmer. Mein Laptop und Handy kann ich in der Uni laden. WLAN gibts da auch. Ich müsste mir einzig nur überlegen was ich mit den Lebensmitteln im kleinen Kühlschrank mache - vermutlich verschenken an Foodsharing Gruppen bis ich meine PV-Anlage wieder repariert habe.


    Gibt es hier im Forum Leute mit Stadt-PV-Inselanlagen? Habe ich irgendwo einen Denkfehler?

  • Erst schon mal sind solche Standardmodule nicht für Überkopfmontage zugelassen. Wenn darunter Gemeinschaftseigentum, ein öffentlicher Verkehrsweg oder ein Garten, in dem sich fremde Personen aufhalten können, ist, hast du ein Problem, sobald das jemand sieht (z.b. ein Mitarbeiter des Bauamts, und sei es nur zufällig)

  • Servus und willkommen hier! Netter Selbstversuch:)

    Klar geht das, Du scheinst ja gewillt, flexibel und alleinstehend zu sein- beste Voraussetzungen:mrgreen:

    Wo befindet sich Deine hoffentlich unverschattete Südseite denn so in EU?

    Bei dem geringen Verbrauch bekommst Du wenn überhaupt eh nur im Winter Probleme.

    Statt dem Kühli könntest Du ja vielleicht über Winter eine Kiste vor ein schlecht isoliertes oder max. leicht geöffnetes

    unbenutzte Fenster (oder so halt) bauen.

    Nur das mit den Akkus scheint mir noch etwas naiv bis euphorisch gedacht, es gehört schon eine Menge Wissen dazu

    aus "alten" 18650-Zellen einen nenenswerten aber dennoch sicheren Speicher zu bauen.

    Da gibt es auch noch einfachere Möglichkeiten- außer Du suchst halt vehement die Herausforderung...

    lg,

    e-zepp

  • passra

    Wusste ich nicht. Danke für den Hinweis. Das gute daran ist, dass sich darunter zwar der Bürgersteig befindet, jedoch ein ca 50cm abstehendes Werbeschild die ganze Fassade bedeckt. Dieses ist so lang wie die gesamte PV-Anlage sein wird.

    Mit anderen Worten: Die PV-Module werden direkt angrenzend an das Werbeschild montiert und mit der Fassade verbunden. Würden die sich, eigentlich unmöglicher Weise, ein Modul lösen, würde das Modul zuerst auf das nach außen ragende Werbeschild aufliegen.


    Wenn ich die PV-Module an jeder Seite des Moduls mit je 2 Edelstahlhalterungen welche das Modul umklammern mit der Fassade verbinde, dann kann da überhaupt nichts mehr herunter fallen.


    Wie ist dann die Rechtslage mit der Überkopfmontage mit diese Balkonmodulen die jetzt langsam auch in Deutschland zugelassen sind? Die hängt man außen am Balkongitter wie ein Blumenkasten und ggf. ein paar Kabelbinder. Zumindest waren die PV-Module die ich bisher gesehen habe so befestigt. Die hängen dann auch in der Regel über den Bürgersteig.


    e-zepp

    Standort wäre NRW. Ich wüsste nicht weshalb die 18650 Zellen nicht ausreichen würden. Ich habe auch vor so einen Speicher wie mein Vorbild auf zu bauen. Also so ca 30kWh. Bevor die Leute die 18650 Zellen sonst wegwerfen anstatt die guten Zellen aus den Akkupacks der Umwelt zur Liebe weiter zu nutzen.

    Ich habe schon einige Jahre Erfahrungen mit Akkus und auch viel Spaß daran. Der Akkuspeicher wird langsam mit der Zeit aufgebaut und in meinem Interesse werde ich schauen, dass ich bis zum Winter eine möglichst gute Ladekapazität aufgebaut habe damit ich mit der Ladung halbwegs "überwintern" kann. Laut den Rechnern die ich verwendet habe kommt da in der Regel immer so ca 1-2kWh am Tag rein. Selbst im Winter wenn es den ganzen Tag bewökt war.


    Wie sind so die Erfahrungswerte von Leute aus NRW mit ca 5 Module im Winter bei senkrechter Montage? Kommen da ca 1-2kWh rein?

  • "Laut mehreren PV-Rechner werde ich mit so viel Fläche trotz der nicht optimalen Ausrichtung bei meinem derzeitigem Verbrauch offensichtlich deutlich mehr als ausreichend Strom produzieren."


    Übers ganze Jahr gesehen mag das bei deinem geringen Stromverbrauch hinkommen aber wie sieht's im Winter aus:/:?:

    Da wirst du oft tagelang nichts ernten.

    Reine Selbstversorgung ist schon auf dem Land nicht so einfach und bedingt eine Kombination von mehreren Energiequellen, PV allein reicht m. E. trotz deines sehr geringen Strombedarf nicht aus.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Hi,

    hoffentlich ließt dein Vermiter nicht mit.

    Sowas selbst gebasteltes, vorallem mit den zusammengebastelten Li-Zellen, in einer Mitwohnung, mit Eingriff in die Elektroinstallation..... wenn da die Bude abfackelt geht der Vermiter in den Knast, und du warscheinlich auch.


    Aber gut, bedenken sollstest du, dass du in 2-3 Wintermonaten nur ca.10% der Leistung hast.

    Sinnvoller halte ich in deinem Fall, zwei Balkonmodule mit je ca. 250WP und eigenem WR, zur einspeisung ins Wohnungsnetz.

    Den Netzanschluss aber behalten.

    Growatt 5000

    EASun 6048

    4 x AEG 270 WP

    9 x Trina 405 WP

    16 EVE 280Ah

  • Ganz genauso, es kümmert nur keinen, da geht aber die größere Gefahr von den schwindsüchtigen Befestigungen aus.;)

  • Übers ganze Jahr gesehen mag das bei deinem geringen Stromverbrauch hinkommen aber wie sieht's im Winter aus:/:?:

    Darum auch die 18650 Akkus. Wenn die ganz voll sind sollte ich umgerechnet ca 1 Monat mit auskommen müssen.

    Wenn ich sehe, dass die Ladung immer weiter abfällt, dann werde ich einfach länger in der Uni/draußen abhängen. Dann brauche ich zuhause kein Strom mehr, da ich nur zum schlafen/duschen heim gehe. Aber so wenig Strom wird im Winter doch nicht wirklich rein kommen, oder?

    Wie sind die Erfahrungswerte?


    Auf Seite 8 des Infozettels des Sono Motors - Sion sieht man, dass selbst im Winter bei 1,2kW PV-Leistung im Monatsdurchschnitt 5km/Tag an Energie rein kommt. https://sonomotors.com/site/as…rmation_sheet_sion_en.pdf

    Bei nehmen wir mal an 15kWh/100km wären das 3kWh die am Tag im Schnitt bei 1,2kW PV rein kämen.

  • wenn da die Bude abfackelt geht der Vermiter in den Knast, und du warscheinlich auch

    Der Vermieter hat nur die PV-Montage erlaubt. Selbst die montiert er nicht selbst sondern ich. Nicht mehr und nicht weniger. Selbst wenn ein Mieter Atombomben in seine Wohnung bauen würde, würde der Vermieter dafür nicht haftbar sein. Der Vermieter hat doch auch logischer Weise kein Recht willkürlich die Wohnungen von den Leuten zu betreten.

    Darüber hinaus brennen die Zellen nur, wenn man die richtig ordentlich belastet. Ja, gebrauchte Zellen sind hochohmiger und werden wärmer wenn man die mit 20A oder mehr belastet.

    Hast du dir die Montageart meines verlinkten Vorbilds angesehen? Dort kann aus einer 18650 Zelle nicht mehr als 4A gezogen werden bis die Sicherung durchbrennt. JEDE einzelne Zelle ist separat abgesichert. Wenn man sich sein Thread durchliest, dann kann man lesen, dass er mehrere male aus Spaß versucht hat die wirklich schlechten Zellen durch extreme belastung zu entzünden und war enttäuscht, dass es kein Feuerwerk gab sondern einfach nur eine ca 120Grad warme Heizung.

  • Übers ganze Jahr gesehen mag das bei deinem geringen Stromverbrauch hinkommen aber wie sieht's im Winter aus:/:?:

    Darum auch die 18650 Akkus. Wenn die ganz voll sind sollte ich umgerechnet ca 1 Monat mit auskommen müssen.

    Wenn ich sehe, dass die Ladung immer weiter abfällt, dann werde ich einfach länger in der Uni/draußen abhängen. Dann brauche ich zuhause kein Strom mehr, da ich nur zum schlafen/duschen heim gehe. Aber so wenig Strom wird im Winter doch nicht wirklich rein kommen, oder?

    Wie sind die Erfahrungswerte?

    Wie du schon selbst festgestellt hast, es sind Durchschnittswerte.

    An einigen Tagen kommt was, an anderen Tagen nichts...

    Die Monatlichen Durchschnittswerte kannst du für deine Voraussetzungen (Standort, Ausrichtung, Neigung) z. B. mit PVGIS ermitteln:


    http://re.jrc.ec.europa.eu/pvg…st.php?lang=de&map=europe


    Und wie schon gesagt wurde, einen Akku aus 18650 Zellen zu bauen ist nicht ganz so einfach wie es auf den ersten Blick aussieht.

    Eigenbau eines LiIon – Speichers mit 5kWh nutzbarer Energie

    mit freundlichem Gruß
    smoker59