Neuplanung PV Anlage Rheinhessen

  • Guten Abend an alle,


    nach nun längerem stillen Lesen hab ich mich nun dazu entschieden, einen Thread zu erstellen.


    Das Internet ist einfach überflutet mit Infos und Angeboten. Ahm ja... leicht überfordert ;)


    Also nun zu meinem Vorhaben. Ich werde im August anfangen zu bauen. Geplant ist alles selbst zu machen. Bis auf ein paar Gewerke wie Estricht etc. habe ich durch meine berufliche Erfahrung denke ich die nötigen Mittel.


    Mein Vater ist Elektriker. Ich habe generell vor auch selbst die PV Anlage zu verbauen. Hat sowas jemand schonmal gemacht? Bei was benötigt man dann einen Fachbetrieb zwecks anschließen ans Netz etc.? Macht so etwas Sinn?


    Die geplante Größe ist 9,9 kWp. Es ist jetzt einfach mal eine generelle Frage an euch alle. Auf was man bei der Planung beim Neubau achten soll, ich den Gedanken die PV selbst zu installieren verwerfen soll... Mit oder ohne Speicher, welche Module oder Wechselrichter, Solar Edge oder nicht? Eine Anlage von Sonnen.de oder nicht?


    Genaue Daten kann ich hier auch zu Verfügung stellen. Die angebotenen Anlagen waren meiner Meinung zu teuer. 25000€ +MwSt für 9,9 kWp inclusive. Sonnenbatterie ist realistisch?


    Kurz mal die Eckdaten.

    Dachfläche :

    Walmdach Trapez

    Höhe: 2,30m

    Länge First: 6,50 m

    Breite total: 11,40 m

    Länge total: 12,80 m

    Ost-West sind die beiden Großen Flächen, Süd Seite eine kleine.


    Wärmepumpe Vissmann vitocal 300-G mit 10,3kw.


    Energiebedarf grob geschätzt 8500kw im Jahr.


    Falls ihr noch was benötigt, schreibt einfach!


    Gruß Martin

  • Bis August ist ja noch sehr lange hin.

    Da wundert es mich, dass die 9,9KWp schon fest stehen ... Du baust doch selbst...

    Es tut wirklich nicht weh, wenn man 14KWp, 20KWp oder noch mehr baut und auf das Haus sollten locker 20KWp passen, wenn man 3 oder4 Dachseiten nutzt, was bis DN25 absolut OK ist.


    Ohne Speicher bauen bei PV und vor allem ohne Sonnen Speicher und flat bauen.

    Ist viel zu teuer ... ist meine Meinung.


    Beim Hausbau säuft man ja gerne mal in Arbeit ab.

    Ein paar Gewerke, bei denen der Materialanteil sehr hoch ist, sollte man daher überlegen, ob man die nicht doch vergibt. Die PV ist da ein gutes Beispiel, gerade weil man den Elektriker für den Netzanschluss eh braucht und Gewährleistung auf die Anlage ... auf das Werk ,.. ist vielleicht auch nicht schlecht.

    Die 20KWp baut man im Neubau für unter 1000,- pro KWp schlüsselfertig aufs Dach.


    Eigenbau wird u.U. nicht von allen Versicherungen so günstig versichert, weil die Fachkunde fehlt.


    BTW: Die Heizlast solltest Du prüfen lassen ... der 10KW Brummer erscheint mir deutlich zu groß ... das Konzept mit Viessmann wird auch nicht günstig sein. Dein Ziel sollte bei FBH, Fenster, Dämmung und Dach sein, dass da KfW55 oder KfW40 entsteht. Bei letzterem dann auch mal über 2 Wohneinheiten auf dem Papier nachdenken ... 10.000,- von der KfW nehmen und für Nüsse einen kleinen Speicher ins Haus stellen.


    Du hast noch viel Zeit im Forum zu lesen und zu lernen.

    Nutze es.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Vielen Dank für die schnelle Antwort! Die 9,9 kWp war deshalb meine Grenze, da ab dann die EEG umlage doch angerechnet wird.. oder ist das falsch? Wenn ich das Angebot mit Sonnenbatterie umrechne, bin ich bei 2500€ pro kWp??


    Die qm Zahl liegt bei etwas über 300qm die mit einer FBH geheizt werden sollen. Die Heizlast wurde nach der EnEV für mein Haus berechnet.

  • Nach diesen ersten Informationen passt da viel mehr drauf als 9.9 kWp, und das solltest du auch bauen. Die Angst vor 2.6 ct EEG-Umlage auf Eigenverbrauch ist total unangebracht, sind vielleicht 50 Euro im Jahr, dafür bekommst du dann bestimmt den doppelten Ertrag.

    Ein Problem sehe ich bei dir eher beim Inbetriebnahmedatum. So ein selbstgebautes Haus kann ja ganz schön lang dauern, und da könntest du den 52 GW-Deckel reißen.

  • Okay, dann sehen die Karten wieder anders aus.


    Gillt dieser Deckel ab in Betriebnahme oder ab anschließen and Netz?


    Gibt es denn hier im Forum Anbieter, die faire und angemessene Angebote machen?

  • Vielen Dank für die schnelle Antwort! Die 9,9 kWp war deshalb meine Grenze, da ab dann die EEG umlage doch angerechnet wird.. oder ist das falsch? Wenn ich das Angebot mit Sonnenbatterie umrechne, bin ich bei 2500€ pro kWp??


    Ja, und genau das ist der Irrsinn.

    Dach frei lassen und einen Speicher in den Keller stellen ... prima Ansatz, aber der Speicher erzeugt nix und hat eine tief rote Rendite.


    Die EEG Umlage, dieses Schwein wird hier jeden Tag geschlachtet.

    Bei 1000KWh DV hast Du mit rund 50,- EEG Umlage im Jahr zu rechnen.

    Bereits 2KWp über den 9,9KWp ... also eine 12KWp Anlage ... erzeugen aber bis zu 2000KWh im Jahr, und diese zusätzlichen 2000KWh im Jahr sind bei aktueller Vergütung von 11,5 Cent dann für 230,- an Erlösen gut.

    Es muss also Sinn machen, größer zu bauen!


    Bei 2500,- pro KWp kommst Du auf 20 Jahre nie in den grünen Bereich, das ist ähnlich sicher, wie die garantierte Einspeisevergütung für 20 Jahre.


    PS.: 300m² ist natürlich was größer ... da werden 5KW knapp werden ... es gibt auch noch 7-8KW Geräte ... Heizlast nach EnEV kann man berechnen ... und man kann es mit Gürtel und Hosenträger berechnen. Wie wurde bei Dir gerechnet?

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Oh man...:/ Okay, das Thema direkt abhaken. Danke für die doch einfache Erklärung. Ich denke einfach oft zu kompliziert und bin zu „Technikgeil“ .... naja


    Meine Heizlast Berechnung wurde von einem Ingenieurbüro gerechnet, inclusive Trinkwasserberechnung für Bafa, Wasserbehörde, Brunnenbauer etc. Um

    genau zu sein ist der Wert 9,3 kW. Mit Trinkwasseraufbereitung sind wir bei 10kW

  • Die 9,9 kWp war deshalb meine Grenze, da ab dann die EEG umlage doch angerechnet wird.. oder ist das falsch?

    Klare Antwort : JEIN!

    Die EEG Umlage auf den EV ab 10 kwp wurde von der EU einkasiert, ist nur noch nicht in deutsches Recht umgesetzt.

    Kann also noch dauern, ein Ende ist aber absehbar.

    mit freundlichem Gruß
    smoker59

  • Angenommen , auf den Süd-Walm passten 4-3-2-1 PV-Module quer ,

    dann hätte man mit 10 * 300 Wp ungefähr 3 kWp an Solarleistung .


    Die käme an einen 1-phasigen Wechselrichter mit 2,5 bis 3,0 kVA .

    Kurz , knapp , und gut .


    Kein Speicher bei der Anlagengröße .



    Der kWpeak Errichtungspreis wäre nicht nur absolut günstiger , sondern auch

    relativ günstig , da Neubau , gerade Fläche , geringe Traufhöhe .



    Für die großen Ost- und Westflächen wird Geld angespart , und

    diese dann später belegt . Das notwendige Gerüst für

    nachträglichen PV-Einbau wird auch nicht sehr viel teurer werden .



    Bei der Gebäudegröße müsste man aber auch davon ausgehen ,

    daß sehr viel Geld eingesetzt werden kann , und dann kann

    man auch alles aufs Ganze setzen , und komplett belegen .

  • Oh man...:/ Okay, das Thema direkt abhaken. Danke für die doch einfache Erklärung. Ich denke einfach oft zu kompliziert und bin zu „Technikgeil“ .... naja


    Meine Heizlast Berechnung wurde von einem Ingenieurbüro gerechnet, inclusive Trinkwasserberechnung für Bafa, Wasserbehörde, Brunnenbauer etc. Um

    genau zu sein ist der Wert 9,3 kW. Mit Trinkwasseraufbereitung sind wir bei 10kW

    sicher, dass du die Viessmann Vitocal G willst?

    Es gibt definitiv bessere. Meines Erachtens ist Viessmann ein Hersteller, der notgedrungen Wärmepumpen zusammenbastelt, aber die "Kernkompetenz" liegt bei denen bei Gasthermen etc und im Sponsoring bei Biathlon :mrgreen:

    Habe Erfahrung mit einigen Vitocal 300 G unterschiedlicher Leistungsstufen..... alle machen nach ein paar Jahren wirklich Probleme. Wäre ja vielleicht nicht ganz so schlimm, wenn der Kundendienst von Viessmann etwas kann. Aber das ist die allergrößte Enttäuschung. Kosten immens, Probleme werden nicht gelöst, weil das Wissen fehlt.

    Die Regelung und Steuerung ist auch nicht wirklich gut. Okay, kann sein, dass in letzter Zeit sich etwas getan hat. Aber Wärmepumpen scheinen bei Viessmann stiefmütterlich behandelt zu werden.

    Steuerung per App/Internet als OPTION:!::!:. Vitoconnect als Nachrüst-Option ab Baujahr 2010 :cursing::cursing: kannst dir vorstellen, auf welchem technischen Stand die Geräte sind. Extra Zusatzkosten kommen auf dich definitiv dazu, wenn du bisschen technikaffin bist und dich nicht ständig vor die Wärmepumpe stellen willst :D


    grüße

    maddin