7 kwp + Akku - Fragen über Fragen

  • Hallo,


    Ich muss gestehen, dass ich in Sachen Photovoltaik absolut ahnungslos bin und war bisher sehr dankbar einiges im Forum hier nachlesen zu können.

    Dennoch sind viele Fragen offen geblieben oder auch manche Themen wurden hier im Forum zu Grundsatzdiskussionen.


    Bei mir geht es momentan um folgende Parameter:


    7 kwp aufs Dach (Ost-West Ausrichtung)

    4-6 kWh Akku in den Keller

    Der Akku muss zwingend eine Notstromversorgung beinhalten

    15.000 netto maximale Kosten


    Von den bisher angeforderten Angeboten kommt bisher nur ein Angebot so wirklich in Frage:


    E3/DC S10 Mini (4,6 kWh) mit einer 6,4 kwp Anlage für 13.900 € Netto inkl. Montage. Dabei stellt sich eben die Frage ob die 4,6 kWh ausreichend sind und welche Nachteile ich bei einer 1-phasigen Notstromversorgung habe im Vergleich zu einer mit 3 Phasen(Außer dass ich den E-Herd nicht nutzen kann:P)


    Im Internet habe ich jetzt recherchiert und bin auf den Fronius Symo inkl. Speicher für 7000 € gestoßen (netto) mit 6.4 kWh.

    Das wäre im Vergleich zum S10 Mini mehr kWh für den Euro. Die Idee hierbei wäre die Photovoltaikanlage von einem Fachbetrieb ohne Akku installieren zu lassen und den Akku nachzuordern und von einem Fachmann nachträglich zu installieren.


    Nun zu meinen Fragen:

    Unterschied 1-Phasig zu 3-Phasiger Notstromversorgung relevant?

    Ist das Budget in Ordnung oder muss ich zwangsweise mehr Geld einplanen?

    Welche Akkus sind Empfehlenswert?

    Akkugröße zu kwp richtig oder worauf muss ich achten?

    Wie einfach ist die nachinstallation eines Akkus mit Notstrom?


    Über weitere Tipps bin ich natürlich sehr dankbar.

    Vielen Dank für eure Zeit.


    Grüße

    DrKnibblero


    PS: Ich bin absoluter Laie, ich verstehe also manche Fachbegriffe Evtl nicht.:S

  • Wenn du PV-Anlage und Akku getrennt in Betrieb nimmst, bekommst du vom Akku die USt nicht erstattet. Das geht nur bei gleichzeitiger Inbetriebnahme.


    Die Akkugröße würde ich keinesfalls größer dimensionieren als dein durchschnittlicher Stromverbrauch von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang zur jetzigen Jahreszeit. Im Winter kriegst du ihn selten voll und im Sommer nie leer.


    Wenn du dich nicht so gut auskennst, wirst du gleich etwas über die Wirtschaftlichkeit von Akkus erfahren.

    12,06 kWp 32x IBC Polysol 270 gx5 + 12x IBC Polysol 285 + SMA Tripower 10.0 + LG Chem Resu 10H + SMA Storage 2.5 + SHM 2.0 - Ost-West Flachdach 10° - -65° / 115° - Renault Zoe Q210 Erst- und Einzig-KFZ - NRGKick an CEE-Kombi-Dose mit wahlweise 2,3/3,0/3,7/6,9/9/11 kW - Heizung noch Gasbrennwerttherme BJ 2004 - was kommt danach?

  • hallo Herr Dr.,


    ich habe hier vor einigen Tagen recht ausführlich geschrieben, was ich über Notstromfähige Batteriewechselrichter sagen kann.


    Zum Thema 1-phasig oder 3-phasig: Ich persönlich erwarte von einer Notstromversorgung, dass alle "üblichen" Verbraucher versorgt werden können, ggf. mit leichten Einschränkungen. Praktisch heißt das, dass je Phase 2-3kW zur Verfügung stehen müssen. Bei 1-phasigen Systemen lässt sich die Nennleistung des Wechselrichters relativ einfach mittels Phasenkopplung auf alle 3 Phasen verteilen. Ab ca. 3,5kW muss man aufpassen, dass der Neutralleiter nicht überlastet wird (zum Beispiel beim Herd).

    Bei dreiphasigen Systemen darauf achten, dass diese bei weniger als 6-9kW Gesamtleistung auf einer Phase mindestens 2-3kW bereitstellen können.


    Das E3DC S10 mini hat soweit ich weis nur eine Notstrom-Steckdose am Wechselrichter. Aber immerhin solar nachladbar (laut Homepage von E3DC). Aus der Batterie stehen 1,5kW zur Verfügung, wenn die Sonne scheint bis zu 4,6kW (entsprechenden Solarertrag vorausgesetzt). Wenn die Sonne scheint, kannst du also sogar den Backofen (2,5kW) nutzen, sofern die Elektroinstallation das zulässt (Phasenkopplung).

    Das "echte" Hauskraftwerk von E3DC kann mit einem Motorschalter zur Netztrennung den kompletten Haushalt weiter versorgen.


    Der Fronius Symo hybrid stellt dreiphasig Notstrom bereit. Allerdings insgesamt nur 5kW, macht je Phase 2kW. Wird eng, wenn du den Backofen oder die "falschen zwei" Herdplatten gemeinsam nutzen willst.

    Die Notstromumschaltung erfolgt mit Schützen, was im Gegensatz zu E3DCs Motorschalter einen dauerhaften "Standby" Verbrauch zur Folge hat.


    Unterbrechungsfrei erfolgt die Umschaltung bei beiden Systemen nicht.

    Da die Notstromversorgung als obligatorisch genannt wurde, spielt die Wirtschaftlichkeit hier eine untergeordnete Rolle. Je nach erforderlicher Notstrom-Laufzeit muss man auch den Akku größer oder kleiner dimensionieren. Er wird aus wirtschaftlicher Sicht am Ende vermutlich "zu groß" sein.


    Gruß Markus


  • wenn du noch etwas zu deinem Stromverbrauch erzählst und wofür du die Notstromfähigkeit zwingend brauchst, lässt sich sicher mehr zu deinem Wünschen sagen. Muss die Versorgung unterbrechungsfrei funktionieren oder reicht auch eine Einschaltung mit kurzer Netztrennung? Interessant wäre auch noch eine Zeichnung und Bilder von deinem Dach damit man beurteilen kann, was an kW drauf passt.

  • Hallo,

    Genau da fängt es bei mir an, dass ich nicht mehr mit komme. Laut Angebot kann der S10 mini eine Phase mit Notstrom versorgen. In diesem Fall möchte ich natürlich dass mein Kühlschrank, Fritzbox und Licht weiter im ganzen Haus funktioniert. Auf was muss ich bei der Anschaffung genau achten? Vielen Dank für die Einbringung deiner Expertise


    Unser Jahresverbrauch liegt zwischen 4500-5000 kWh.

    Eine Unterbrechung von ein paar Minuten wäre nicht schlimm. Hintergrund für den Notstrom sind seltene Stromausfälle in unserer Region und dazu panische Eltern, die auch schon für den Winter ein externes Notstromaggregat angeschafft haben:D


    Auf das Dach, sofern man denn alles belegen wollte, würden ca. 16kwp drauf passen laut den Fachberatern die uns bereits besucht haben.

  • Um zu beurteilen welches Gerät geeignet ist brauchen wir schon Infos für welchen Zweck die Notstromfunktion benötigt wird.


    Bei mir kam der E3DC Mini nicht in Frage, da ich zumindest eine automatische Umschaltung ohne manuellen Eingriff haben wollte. Die gibt es bei diesem Gerät nicht sondern nur eine Notstromsteckdose direkt am Gerät an die man im Fall der Fälle dann die zu versorgenden Verbraucher selbst anstecken kann.

    23 x AXIpremium AC-330-P an E3DC S10 E12 Blackline, 5,28 kWh Speicher & Notstromfunktion
    seit 07/2018 mit 10,56 kWh Speicher
    2 kWp an SMA Sunnyboy 2000 seit 2001
    SolarView zur Visualisierung (E3DC/Modbus, SMA/smap, Versorgerzähler/D0)
    Renault Twizy

  • Stell doch mal dein Dach mit Fotos vor... dann kann dir auch geholfen werden.

    Für deine panischen Eltern ist das Notstromagregat schon das Richtige, weil günstig.

    Gebraucht wird es wohl NIE.

    Aber diese Variante spart dir viiiieeeel Geld, was du sonst mit einem Speicher verbrennen würdest.


    lg

    citystromer

    Sanyo 18 X HIt N 235 SE 10, Sunways WR NT 4200, Westausrichtung, Standort: 30xxx

  • Kühlschrank und Router ist kein Problem, da muss man dann von der Notstromsteckdose des S10 Mini aus eben ein Kabel hinziehen. Entspricht dem gleichen Prinzip wie der Betrieb mit dem Notstromaggregat. Licht wird schwieriger, ausser man nutzt dann nur Steh- und Tischlampen die über Verlängerungskabel angeschlossen werden.

    Das Dach würde ich voll belegen und den Speicher so dimensionieren, dass er für einen normalen Nachtverbrauch zur aktuellen Jahreszeit reicht. Also am besten mal die nächsten Tage protokollieren was morgens um 7:00 Uhr und abends um 18:00 Uhr auf dem Stromzähler steht, dann kann man schon eine gute Schätzung abgeben.

    In der Nacht sollten dann natürlich keine größeren Verbraucher (Waschmaschine, Wäschetrockner, etc.) laufen. Die lässt man ja in Zukunft möglichst dann laufen wenn die Sonne Energie liefert und nicht in der Nacht mit Strom aus dem Speicher.

    23 x AXIpremium AC-330-P an E3DC S10 E12 Blackline, 5,28 kWh Speicher & Notstromfunktion
    seit 07/2018 mit 10,56 kWh Speicher
    2 kWp an SMA Sunnyboy 2000 seit 2001
    SolarView zur Visualisierung (E3DC/Modbus, SMA/smap, Versorgerzähler/D0)
    Renault Twizy

  • Um zu beurteilen welches Gerät geeignet ist brauchen wir schon Infos für welchen Zweck die Notstromfunktion benötigt wird.


    Bei mir kam der E3DC Mini nicht in Frage, da ich zumindest eine automatische Umschaltung ohne manuellen Eingriff haben wollte. Die gibt es bei diesem Gerät nicht sondern nur eine Notstromsteckdose direkt am Gerät an die man im Fall der Fälle dann die zu versorgenden Verbraucher selbst anstecken kann.

    Gut, ich denke den Mini kann ich für mich dann auch abhacken. Es soll sich schon konkret um eine Notstromversorgung ohne „Kabel durchs Haus ziehen“ handeln. Der Akku soll für Abends natürlich über Eigenverbrauch den Strombedarf decken und bei einem möglichen Stromausfall dafür sorgen dass man ohne manuellen Eingriff weiter im Haus den Strom an jeder Steckdose nutzen kann, sofern der Akku natürlich Ladung hat.


    Was für einen Speicher hast du dir dann angeschafft?