Nord/Süd-Anlage mit Speicher

  • Guten Tag zusammen,


    wir möchten gerne eine PV-Anlage auf unser Hausdach setzen. Seit einigen Wochen lese ich hier im Forum mit und habe mich somit ein bisschen in das Thema eingearbeitet. Trotzdem habe ich noch keine finale Vorstellung wie die Anlage konkret aussehen soll. Deswegen möchte ich Eure Einschätzung hören und ein paar Fragen stellen. Entschuldigt vorab, aber das wird nun etwas länger :-).


    Zielsetzung:

    - Möglichst hohe Autarkie.

    - Persönlicher Beitrag zur Energiewende.

    - Keine Rendite-Ziele - schwarze Null innerhalb von 20 Jahren sollte aber drin sein.

    - Risiko-Minimierung bzgl. Energiekosten-Steigerungen (auch wenn ich nicht glaube, dass es 3-4% jährlich sind, wie mancher Verkäufer gerne annimmt)


    Randbedingungen zum Haus und Verbrauch:

    - REH Bj. 2015 mit ≈150qm Wohnfläche bzw. ≈200qm Nutzfläche als 2+2 Personen-Haushalt in PLZ 80995

    - Jahres-Stromverbrauch (2017/2018): 2339 kWh für Komfortstrom, 1453 kWh HT und 1900 kWh NT für die Wärmepumpe -> Annahme für Anlagenauslegung ≈6500 kWh/a (2,8 MWh Komfort und 3,7 MWh WP)

    - Dach mit Ausrichtung 15° nach Westen und DN32° -> siehe angehängte Bilder mit Abmessungen

    - Versorgungsschacht ist auf Nordseite ca. 3m unterhalb vom First und 1,5m von Dachaussenkante vorhanden, allerdings kein Leerrohr

    - Treppe für Kaminkehrer wird auf Nordseite verlagert (habe ich schon einmal in das Bild reinkopiert)

    - Mast für SAT-Anlage wird auch auf Nordseite verlegt (oben neben die Treppe)


    Details zum Verbrauchsverhalten:

    - Heizung mit FBH (nur HWR mit ≈16qm im KG ohne Heizung) und Warmwasser mit 235l Brauchwasserspeicher über Luft-Wärme-Pumpe (Integralgerät Tecalor THZ 404 eco mit KWL)

    - Stromverbrauch für WW täglich ø2,5 kWh (kann auch 4-5 kWh sein, wenn gebadet wird - ist aber eher selten); WW-Erzeugung aufgrund Verbrauchsverhalten vorrangig morgens gegen 6:30 Uhr und abends gegen 20:00 Uhr

    - Stromverbrauch für Heizung (nur zur ganz groben Orientierung): in der Übergangszeit (von Mitte Oktober bis Mitte November und Mitte Februar bis mind. Mitte April) täglich ø7 kWh; im Winter (von Mitte Nov. bis mind. Mitte Feb.) täglich ø15 kWh; Wenn’s kalt wird im Winter können es auch mal 25 kWh sein, dann ist aber meistens auch Schnee auf dem Dach und es sind selten mehr als 20 Tage im Jahr;

    - Die Wärmepumpe hat aktuell Sperrzeiten von 10:00-12:00 Uhr und 17:00-19:00 Uhr

    - Den Zweitarif-Zähler für die WP würde ich vorerst behalten wollen, aber die WP auch über PV-Strom versorgen können ->

    - Die Wärmepumpe ist nicht SmartGrid Ready und das dazu notwendige Interface ist unverhältnismäßig teuer; ich kann aber per Software (FHEM auf Raspberry Pi) die WW-Temperatur bzw. die Hz-Solltemperatur erhöhen, um den Direktverbrauch von eigenerzeugtem PV-Strom zu erhöhen; sofern ausreichend selbsterzeugter Strom vorhanden ist, sollte das auch während der Sperrzeiten möglich sein.

    - E-Auto ist für die nächsten Jahre nicht geplant, aber ich denke früher oder später werden wir eins haben (also wahrscheinlich eher später - so in ca. 10 Jahren)


    Zur geplanten PV-Anlage:

    - Belegung Südseite: 20 Module quer (Schneefanggitter wird demontiert); Prognose PVGIS-CMSAF (14% Systemverluste): 1,00 KWh/KWp

    - Belegung Nordseite (optional): 10 Module quer (Schneefanggitter bleibt bestehen; max 14-15 wären möglich, mehr als 10KWp erscheint mir aber nicht sinnvoll); Prognose PVGIS-CMSAF (14% Systemverluste): 0,61 KWh/KWp

    - Speicher (wir sind mind. drei Tage die Woche von ≈7:30 bis ≈16:00 Uhr nicht im Haus)

    - 100% Kredit-finanziert


    Münchner Förderprogramm Energieeinsparung (FES):

    - PV-Anlage: 200 € je kWp für die ersten 10 kWp (100 € für jedes kWp über 10 kWp bis 30 kWp)

    - Batteriespeicher: 300 € je kWh Nutzkapazität, jedoch maximal 50 Prozent der förderfähigen Investitionskosten (netto)

    - Bonuszuschlag Notstromfunktion Plus: Für Insel- bzw. Autarkiefähigkeit der Anlage wird ein Bonuszuschlag von 500 € gewährt.

    - Ausschlusskriterien: Bleibatterien und Lithium-Mangan-Kobalt-Oxid-Batterien (LNMC) sowie Prototypen werden nicht gefördert.

    - siehe Homepage https://www.muenchen.de/rathau…ng_und_Qualitaet/FES.html

    - bzw. Entwurf Förderrichtlinie 2019 (Seite 39+40) https://www.muenchen.de/rathau…a5/fes_richtlinie2019.pdf


    Bisher habe ich nur mit einem Anbieter gesprochen und ein Angebot über 20 Module quer Südseite (mit 3x Tigo wg. Kamin) und 9 Module längs Nordseite (jew. Q-Cells 330W) mit E3DC Speicher (Sonderserie mit LiFePo 12KW netto wg. Förderbedingungen) für knapp 25T€ netto vorliegen. Weitere Angebote habe ich bisher nicht angefragt.


    So, nun zu den Fragen die ich habe:

    - Was spricht für/gegen Belegung Nordseite? Zusätzlicher Ertrag; weniger Abregelverluste; größere Anlage gut für Eigenverbrauch; wenn PV, dann gleich richtig und nicht später noch einmal aufs Dach -> ich tendiere dazu die Nordseite zu belegen?

    - Oder sollte ich doch versuchen alles voll zu machen und über 10 kWp zu gehen? D.h. Dach Nordseite 14 Module quer und die Gartenhütte auf der Nordseite (2,5x3,6m Flachdach) auch noch belegen. Bisher habe ich das als unsinnig befunden, aber ich wollte zumindest mal die Frage gestellt haben... :-)

    - Wie gut klappt das mit der Verlegung der Leitungen im Versorgungsschacht, wenn es kein Leerrohr gibt? Sollte man das versuchen? Oder gleich im Alurohr an/hinter der Dachrinne runter und dann durch den Luftschacht der WP in den Keller (weiße Wanne, sehr hohes Grundwasser bei ca. -2m -> Versorgungsschacht wäre mir lieber)?

    - Wie groß sollte ich den Speicher wählen?

    - All-in-One-System aus WR und Speicher oder doch besser gut aufeinander abgestimmte Einzel-Komponenten? Ehrlich gesagt mache ich mir schon Sorgen, dass der Speicher nach X Jahren am Ende ist und ich dann alles inkl. WR tauschen muss, weil es z.B. E3DC gar nicht mehr gibt. Welche Kombinationen bieten sich ansonsten an und sollte ich mir genauer anschauen?

    - Gibt es Vergleiche / Daten aus der Praxis bzgl. Gesamtwirkungsgrad der E3DC S10E Systeme? Bisher habe ich nichts konkretes gefunden...

    - Was ich nicht einschätzen kann ist, ob der Preis gerechtfertigt ist? Gibt es dazu ggf. jmd. mit vergleichbarer Anlage?

    - Welche Systeme / Hersteller sollte ich mir noch anschauen / anfragen?


    Vorab vielen Dank für Eure Antworten!


    Viele Grüße,

    Florian

  • Nur kurz ... mit 20/10 erreichst Du ja keine 10KWp oder nur mit teuren Modulen.

    Zumindest mal 20/12 legen und mit 310Wp die 9,9KWp bauen.


    Prüfe das Förderprogramm ... hängen da 50% oder 60% Einspeisedrosselungen dran?
    Darfst Du überhaupt die Landesförderung mit EEG Förderung kombinieren?

    In NRW gab es mal was ähnliches, nannte sich Progress.NRW ... damit war aber EEG Vergütung ausgeschlossen.


    PVGis Wert mit Climate Wert und 10% Verlust für -165 und DN32 wird nicht berauschend sein.

    Kann man vielleicht noch mit bauen, wenn Geld eh keine große Rolle spielt ... der Speicher braucht die PV.


    Kosten im WP Tarif hier einstellen.

    Arbeitspreis HT und NT ... Grundgebühr.

    Ja nach Kosten den WP Zähler beim Bau der PV raus schmeißen.


    SAT würde ich auf Süd an die Fassade runter ziehen.

    Wie breit ist dein Dach ... unter dem Kamin ist noch Platz.


    Du musst Deine WP erziehen ... man kann der z.B. sicher sagen, dass sie WW nicht um 6 Uhr und 20 Uhr machen soll, wenn keine Sonne mehr da ist. 13 Uhr und dann nochmal um 17 Uhr nachlegen wäre gut und würde bis zum nächsten Morgen reichen ... morgens dann bis 11 Uhr sperren.


    330Wp und E3DC ... das wird teuer.

    Mit T€ 25 netto wirst du da nach 20 Jahren sicher noch tief in den roten Zahlen stecken ... das sind über 2500,- pro KWp!


    Auf Notstrom würde ich verzichten wollen ... mit SMA WR und SBS2.5 sowie mit einem BYD 6,4 oder 10KWh Speicher sollte das um 1750,- netto pro KWp gehen. Was soll E3DC kosten?


    Leerrohre kann man versuchen in den Schacht zu ziehen ... Ringschlüssel nehmen, Paketschnur dran und dann von oben in den Schacht lassen. Wenn man durch ist, an der Schnur 25er Flexrohr einziehen plus wieder neue Schnur. Du brauchst 2 oder 3 Leerrohre. Ich habe so 2 Ringschlüssel "verloren", aber irgendwann waren die Leerrohre drin. :roll:


    Abschließend solltest Du noch mitnehmen, dass dich der Speicher viel Geld kostet und nix spart.

    Reine PV ist nach ca. 12 Jahren bezahlt.

    Du hast eigentlich beste Voraussetzungen ohne Speicher zu bauen.

    Nutze die WP als Speicher für Energie in WW oder im Herbst/Frühjahr Wärme im Estrich.

    Im Kernwinter wird der Speicher 3-4 Monate leer rum stehen und absolut nix beitragen können.

    Das wenige, was dann noch runter kommt verschwindet sofort in der WP oder im HH Strom.

    Aber das ist Deine Entscheidung....


    Ist doch etwas länger geworden....

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Die größe des Speichers würde ich auf Basis des Stromverbrauch in der Nacht im Frühjahr dimensionieren. Also mal schauen was im Moment zwischen 17:00 Uhr und 7:00 Uhr verbraucht wird.

    23 x AXIpremium AC-330-P an E3DC S10 E12 Blackline, 5,28 kWh Speicher & Notstromfunktion
    seit 07/2018 mit 10,56 kWh Speicher
    2 kWp an SMA Sunnyboy 2000 seit 2001
    SolarView zur Visualisierung (E3DC/Modbus, SMA/smap, Versorgerzähler/D0)
    Renault Twizy

  • Die größe des Speichers würde ich auf Basis des Stromverbrauch in der Nacht im Frühjahr dimensionieren. Also mal schauen was im Moment zwischen 17:00 Uhr und 7:00 Uhr verbraucht wird.


    Der Ansatz passt ... mit WP im Haus sollte man da aber vorsichtig sein und nur den HH Stromverbrauch bewerten.

    Bei den oben genannten 2400KWh für HH Strom ist mMn alles über 6,4KWh zu viel.

    Mehr Speicher wird auch der WP nicht helfen, weil bedingt durch die WP eben sowieso nur wenig bis nix zum speichern da ist.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
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  • 3500kWh WP

    davon ~3kWh täglich für WW, 180 Tage (Sommerhalbjahr) sind ca. 500kWh

    in der Heizperiode wird fast der gesamte PV-Ertrag für Heizung und WW drauf gehen,

    ein Speicher stünde also leer rum.


    2500 HH, davon Wasch- und Spülmaschine per Timer um die Mittagszeit gelegt

    und ggf noch an WW angeschlossen, danach WW-Bereitung.

    Das Wäre mit 9,9kWp ohne Speicher...


    WP-Tarif in jedem Fall weglassen, für 300€/kWh könnte man die

    10er Sonnenbatterie mit 3000€ fördern lassen, 6750er flat dazu und gut.


    20S+10N mit 325-330WP an einem einfachen 8-8,5kVA-WR

    2000€ Förderung und für ca. 12000 netto bauen.


    Die Förderbedingungen sind irgendwie sehr wirr, einmal wird Notstrom

    gefordert und dann Inselfähigkeit mit einem Bonus belohnt?

    Ergibt mit Wärmepumpe keinen richtigen Sinn, da würde ich noch mal die endgültige Version abwarten

    oder mal konkret nachfragen, warum man solchen Unsinn fordert/fördert.


    bisher jedoch kein 50/60% limit entdeckt aber auch keine forderung nach prognosebasierter Ladung.

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5

  • Wenn die Notstrom- bzw. Inselfähigkeit nicht aus eigenem Interesse sondern nur wegen der Förderungen gebaut wird würde ich mal einen Vergleich machen welcher Preis dann heraus kommt wenn man auf diese Funktionen verzichtet.

    Den Speicher nur wegen der Förderung zu bauen macht keinen Sinn wenn die PV-Anlage ohne unter dem Strich günstiger zu haben ist.

    23 x AXIpremium AC-330-P an E3DC S10 E12 Blackline, 5,28 kWh Speicher & Notstromfunktion
    seit 07/2018 mit 10,56 kWh Speicher
    2 kWp an SMA Sunnyboy 2000 seit 2001
    SolarView zur Visualisierung (E3DC/Modbus, SMA/smap, Versorgerzähler/D0)
    Renault Twizy

  • Herzlichen Dank für die vielen Antworten.

    Die größe des Speichers würde ich auf Basis des Stromverbrauch in der Nacht im Frühjahr dimensionieren. Also mal schauen was im Moment zwischen 17:00 Uhr und 7:00 Uhr verbraucht wird.

    Anfang November waren es 9,8 kWh für WP und 1,2 kWh für Komfortstrom über Nacht. Ich schreibe heute noch einmal mit...

    Nur kurz ... mit 20/10 erreichst Du ja keine 10KWp oder nur mit teuren Modulen.

    Zumindest mal 20/12 legen und mit 310Wp die 9,9KWp bauen.

    Ehrlich gesagt habe ich noch keine Preise von einzelnen Modulen verglichen. Ich denke das muss ich dann machen, wenn ich weitere Angebote einhole. 12 Modulen à 310W könnte ich auf der Nordseite natürlich längs anstatt quer montieren - das macht es vielleicht zusätzlich etwas günstiger. Behalte ich im Hinterkopf...

    Prüfe das Förderprogramm ... hängen da 50% oder 60% Einspeisedrosselungen dran?

    Darfst Du überhaupt die Landesförderung mit EEG Förderung kombinieren?

    In NRW gab es mal was ähnliches, nannte sich Progress.NRW ... damit war aber EEG Vergütung ausgeschlossen.

    In dem Förderprogramm der Stadt gibt es keine Restriktionen bzgl. Einspeisung. Was meinst Du mit EEG Förderung? Das Programm 275 mit Zuschüssen zu Speichern ist doch Ende 2018 ausgelaufen... Einen Ausschluss zur EEG Vergütung gibt es nicht in den Förderbedingungen.

    PVGis Wert mit Climate Wert und 10% Verlust für -165 und DN32 wird nicht berauschend sein.

    Kann man vielleicht noch mit bauen, wenn Geld eh keine große Rolle spielt ... der Speicher braucht die PV.

    Bei 10% Verlust sind es Süd 1,05 kWh/kWp und Nord 0,64 kWh/kWp. Was meinst Du mit "...der Speicher braucht die PV"?

    Kosten im WP Tarif hier einstellen.

    Arbeitspreis HT und NT ... Grundgebühr.

    Ja nach Kosten den WP Zähler beim Bau der PV raus schmeißen.

    Wärmestrom: 36,41 €/a mit HT 21,91 ct/kWh (Mo-Fr: 6-21 Uhr mit Sperrzeiten 10-12 und 17-19 Uhr) und NT 19,46 ct/kWh

    Komfortstrom: 90,65€/a und 26,60 ct/kWh

    -> ich bin bisher davon ausgegangen, dass es sich nicht lohnt den WP-Zähler abzubauen.

    SAT würde ich auf Süd an die Fassade runter ziehen.

    Wie breit ist dein Dach ... unter dem Kamin ist noch Platz.

    Auf der Südseite wollen wir die Schüssel aus ästhetischen Gründen nicht haben. Unter dem Kamin ist noch Platz, aber das Dach ist bestenfalls 6,15m breit und damit wären zusätzlich längs montierte Module schon teilweise beim Nachbarn. Deswegen haben wir das verworfen.

    Du musst Deine WP erziehen ... man kann der z.B. sicher sagen, dass sie WW nicht um 6 Uhr und 20 Uhr machen soll, wenn keine Sonne mehr da ist. 13 Uhr und dann nochmal um 17 Uhr nachlegen wäre gut und würde bis zum nächsten Morgen reichen ... morgens dann bis 11 Uhr sperren.

    Bis zu einem gewissen Maße funktioniert das sicherlich. Allerdings ist es keine Inverter-WP. Das heißt, wenn sie an ist, dann sollte sie auch eine Zeit lang laufen und damit den Zyklus zu Ende fahren und nicht zwischendurch wieder abgewürgt werden, weil die Sonne fehlt. Wenn sie läuft, braucht sie ≈1,5 KW. Und ich brauche eine Möglichkeit die EVU-Sperre zu überregeln wenn Sonne da ist...

    Auf Notstrom würde ich verzichten wollen ... mit SMA WR und SBS2.5 sowie mit einem BYD 6,4 oder 10KWh Speicher sollte das um 1750,- netto pro KWp gehen. Was soll E3DC kosten?

    Im Angebot sind keine Einzelpositionen enthalten. Ist das üblich in der Branche, dass es nur Komplettpreise gibt?


    Notstrom brauchen wir nicht wirklich. Ich habe in einem Forumsartikel gelesen, dass es durch den Einsatz des Motorschalters beim E3DC keinen erhöhten Standby-Verbrauch gibt. Ich bin nicht mehr sicher, was der Anbieter als Aufpreis für die Notstromfunktion genannt hatte, aber ich glaube es lag in dem Bereich der 500€ Förderung.

    Leerrohre kann man versuchen in den Schacht zu ziehen ... Ringschlüssel nehmen, Paketschnur dran und dann von oben in den Schacht lassen. Wenn man durch ist, an der Schnur 25er Flexrohr einziehen plus wieder neue Schnur. Du brauchst 2 oder 3 Leerrohre. Ich habe so 2 Ringschlüssel "verloren", aber irgendwann waren die Leerrohre drin. :roll:

    Na, dann habe ich ja jetzt eine Aufgabe :-). Danach wird die Absperrbahn einfach wieder mit einem Spezialklebeband abgedichtet, richtig?

    Ja, die 25 T€ sind zu viel und mir ist auch klar, dass damit keine schwarze Null zu schaffen ist. Aber es war ja nur ein erstes Angebot... Und ich bin auch wirklich am überlegen, ob ich erst einmal ohne Speicher baue...

  • 2500 HH, davon Wasch- und Spülmaschine per Timer um die Mittagszeit gelegt

    und ggf noch an WW angeschlossen, danach WW-Bereitung.

    Das Wäre mit 9,9kWp ohne Speicher...

    Ich weiß, dass das richtig wäre die großen Verbraucher auf die Sonnenzeit zu schieben. Und in gewissen Grenzen schaffen wir das bestimmt auch. Aber wenn ich an die Wäscheberge denke, die sich manchmal ansammeln, wenn tagsüber keiner Zeit findet und die dann Nachts mit drei-vier Waschladungen bekämpft werden, dann hat das erfahrungsgemäß seine Grenzen :-).2500 HH, davon Wasch- und Spülmaschine per Timer um die Mittagszeit gelegt

    WP-Tarif in jedem Fall weglassen, für 300€/kWh könnte man die

    10er Sonnenbatterie mit 3000€ fördern lassen, 6750er flat dazu und gut.

    Ja, diese Flatrate-Tarife wären ggf. noch eine Option anstatt dem WP-Zähler. Muss ich mir mal anschauen...

    20S+10N mit 325-330WP an einem einfachen 8-8,5kVA-WR

    2000€ Förderung und für ca. 12000 netto bauen.

    Bei 12 T€ sind die 2T€ Förderung bereits abgezogen, oder? Wäre das die Preisregion für Anlage ohne Speicher?

    Endgültige Version werde ich sowieso abwarten. Gefordert wird eine Notstromfähigkeit nach meinem Verständnis nicht - es wird mit einem zusätzlichen Bonus gefördert, soweit vorhanden. Warum man das fördert leuchtet mir auch nicht ein - ich nehme an, dass da ein Notstrom-Speicher-Lobbyist am Werk war :-).

    Und nein, es gibt kein Limit und auch keine Forderung nach prognosebasiertem Laden. Ehrlich gesagt leuchtet es mir überhaupt nicht ein, warum die Stadt hier überhaupt irgendetwas fördert. Aber wenn sie schon dabei sind, dann mache ich schon mit ;).

  • Ehrlich gesagt habe ich noch keine Preise von einzelnen Modulen verglichen. Ich denke das muss ich dann machen, wenn ich weitere Angebote einhole. 12 Modulen à 310W könnte ich auf der Nordseite natürlich längs anstatt quer montieren - das macht es vielleicht zusätzlich etwas günstiger. Behalte ich im Hinterkopf...

    Einzelpreise sind völlig wurscht.

    Es kommt nur auf den Komplettpreis der Anlage an und über welche Position der Anbieter seine Reisekosten deckt und welche Marge er am Material hat ist wurscht.


    Wenn das Förderprogramm keine Restriktionen hat, kann man den Speicher mal mit anbieten lassen, als Option.

    Mit EEG Förderung meine ich die normale Vergütung pro KWh für eingespeisten Strom.


    Bei 10% Verlust sind es Süd 1,05 kWh/kWp und Nord 0,64 kWh/kWp. Was meinst Du mit "...der Speicher braucht die PV"?


    Da passt irgendwas nicht ... hast Du durch 1000 geteilt?

    1090KWh/KWp für Süd und 659KWh/KWp für Nord sind es.

    Da kann man auch Nord noch mitnehmen.


    Wärmestrom: 36,41 €/a mit HT 21,91 ct/kWh (Mo-Fr: 6-21 Uhr mit Sperrzeiten 10-12 und 17-19 Uhr) und NT 19,46 ct/kWh

    Komfortstrom: 90,65€/a und 26,60 ct/kWh

    -> ich bin bisher davon ausgegangen, dass es sich nicht lohnt den WP-Zähler abzubauen.

    Das kann man ausrechnen und bei 3300KWh für die WP würde ich das auch machen.

    Es ist ohne WP Zähler einiges einfacher, die WP mit PV Strom zu füttern.


    HH Strom sollte vielleicht auch was günstiger gehen, ohne bei Verbrechern zu landen.

    Dann bleibt noch die Aufgabe 1000-1500KWh der WP über PV zu beziehen.

    Alleine WW im Sommer dürften schon rund 800KWh sein ... machbar.


    Es ist ein Irrglaube, dass eine SAT aufs Dach muss ... unter dem Dachüberstand auf Süd ist sie vor Schnee und Wind optimal geschützt. Einfach zu erreichen, wenn mal das LNB hops geht.


    Alternativ zu E3DC würde ich mal eine SMA Anlage mit SunnyHomeManager2.0, SMA WR und SB Storage mit BYD Hochvolt Batterie dran, anbieten lassen. Das sollte vor Förderung für rund 1700,- pro KWp inkl. Speicher drin sein.

    Was für einen Absperrhahn meinst Du ... Spezialklebeband ... ich steh auf dem Schlauch?!?


    Ich weiß, dass das richtig wäre die großen Verbraucher auf die Sonnenzeit zu schieben. Und in gewissen Grenzen schaffen wir das bestimmt auch. Aber wenn ich an die Wäscheberge denke, die sich manchmal ansammeln, wenn tagsüber keiner Zeit findet und die dann Nachts mit drei-vier Waschladungen bekämpft werden, dann hat das erfahrungsgemäß seine Grenzen :-)

    Sorry, aber das ist doch Faulheit oder schlechte Planung.

    Wir waren früher ohne PV auch Nachtwäscher und Nachtspüler ... die Geräte liefen fast jede Nacht bzw, ab Abend und dann 2 Mal.


    Inzwischen sind wir seit Jahren Tagwäscher und Tagspüler.

    8 von 10 Waschmaschinen und mehr als 9 von 10 Spülis laufen tagsüber.

    Passt auch viel besser zum Tagesablauf ... danach trocknet die Wäsche draußen bei Wind und/oder Sonne.

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • Da passt irgendwas nicht ... hast Du durch 1000 geteilt?

    1090KWh/KWp für Süd und 659KWh/KWp für Nord sind es.

    Da kann man auch Nord noch mitnehmen.

    Deutlich besser :)

    Das kann man ausrechnen und bei 3300KWh für die WP würde ich das auch machen.

    Es ist ohne WP Zähler einiges einfacher, die WP mit PV Strom zu füttern.

    Es gibt wohl inzwischen die Möglichkeit bei der SWM die Zähler so zu verschalten, dass der WP-Tarif bestehen bleibt. Der Aufwand wurde vom E3DC-Anbieter mit ≈300€ kalkuliert. Und das sollte ja unabhängig vom eingesetzten System sein.


    Wenn ich unterstelle, dass ich 2000 kWh/a für die WP weiterhin aus dem Netz beziehe, dann wären das bei 5 ct Unterschied und Entfall Grundgebühr für den WP-Zähler immerhin 63€/a. Bin noch nicht überzeugt davon den Zähler wegzulassen. Auch wenn ich Dir Recht gebe, dass es einiges einfacher wäre mit nur einem Zähler (Installation und wahrscheinlich auch Abrechnung).


    Alternativ zu E3DC würde ich mal eine SMA Anlage mit SunnyHomeManager2.0, SMA WR und SB Storage mit BYD Hochvolt Batterie dran, anbieten lassen. Das sollte vor Förderung für rund 1700,- pro KWp inkl. Speicher drin sein

    Das wäre ja deutlich angenehmer. Ich werde mal entsprechende Anbieter suchen und anfragen...

    Was für einen Absperrhahn meinst Du ... Spezialklebeband ... ich steh auf dem Schlauch?!

    Absperrbahn nicht Absperrhahn - ich meinte die Unterspannbahn unter den Dachziegeln...