PV + WP Nachtabsenkung

  • Hallo zusammen,


    da ich mich mit meinem alten BN nicht mehr anmelden kann und keinen Zugriff auf die alte Mailadresse hab, nun mit Neuanmeldung.


    Ich habe ein Haus Kern-saniert. BJ 1982, zum KFW 100 Haus. Wir haben einen hohen Grundwasserspiegel und haben uns nach Beratung mit Architekt und Energieberater für einen Grundwasser WP Entschieden. Stiebel Eltron WPW18 SET, bestehend aus einer WPF13 und jeweils 400l Puffer für Brauch und Heizwasser. Wir heizen damit ein Zweifamilienhaus mit 250 qm Wohnfläche, FBH.

    Vor der Sanierung haben wir im Mai 2011 eine 13,13 kwp PV Anlage installieren lassen. Seit Anfang Januar 2018 haben wir hier auch auf Eigenverbrauch umgestellt. (12,36 Cent netto pro eigenverbrauchter kwh, wenn unter 30 % Eigenverbrauch). Letztes Jahr haben wir ca. 14000 kwh erarbeitet.

    Wir konnten keinen WP-Tarif nutzen, weil wir Eigenverbrauch haben und die Dame des Netzbetreibers (Stadtwerke) meinte, dass beides nicht kombinierbar ist.

    Wir haben auch keinen Tag-Nacht Tarif sondern Eintarif.

    Wir sind 7 Personen (5 Erwachsene, 2 Kinder).

    Soviel zu den Voraussetzungen.


    Nachdem wir nun 2 Jahre im "neuen" Haus sind, muss ich feststellen, (und nach den Voraussetzungen werden viele sagen, dass war ja klar) das wir jedes Jahr extrem viel zahlen und nachzahlen mussten. Lt. Abrechnung hatten wir einen Verbrauch der über das Netz bezogen wurde von 10.000 kwh + 4000 kwh die wir selbst erzeugt und verbraucht haben.

    Nun frage ich mich, ob

    1. irgendwo ein Problem herrscht, dass wir gar nicht auf dem Schirm haben, weil wir zwar nicht die typischen "Stromsparer" sind, aber jetzt auch keine Dauerverbraucher haben oder immer Lichter und Verbraucher an lassen.

    2. Ob das zum Großteil von der WP kommt. Wir haben derzeit keine Nachtabsenkung und keine Kopplung von Wechselrichter zur WP. Macht hier eine Nachtabsenkung sind, bzw. ist das mit dem Pufferspeicher überhaupt möglich?

    3. Was ich machen kann, damit es weniger wird.


    Ich denke, dass hier einige die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, aber wer einmal ein Haus saniert hat, weiß, dass man, wie gut auch immer man plant, irgendwann in einen Status fällt, in dem man einfach allem zustimmt, um endlich mit der Sache fertig zu werden. Hier könnte ich mir gut grundlegende Fehler vorstellen.


    Wer kann mir also in einfachen Worten weiterhelfen?


    Danke!
    LG
    Stefan

  • Ohne die Angabe, wie viel von den 14000KWh sich die WP gegönnt hat, kann man Dir nicht wirklich helfen.


    Wenn man die Info nicht aus dem Menü der WP bekommt, am besten einen digitalen Zwischenzähler für 50,- installieren.


    Wie ist der Wandaufbau?

    Ist das Dach gedämmt?

    KfW100 klingt nicht nach bester Dämmung.


    250qm ist aber auch nicht wenig, WW wird bei 7 Personen auch etwas mehr sein.


    Die Dame der Stadtwerke (ist das dein VNB?) dürfte falsch liegen. Ein WP Zähler sollte natürlich möglich sein. Damit würde ich aber noch warten.


    Nachtabsenkung ist mit WP und FBH der größte Unfug. Am Verbrauch der WP kann man aber trotzdem arbeiten.

    Kannst du die JAZ bestimmen?

    Welche Vorlauftemperatur hast du bei Frost?

    18x Heckert NeMo 60P, SMA SB4000TL-21, SunnyHomeManager, mit Metalldachpfannen, Ausrichtung +30° Dachneigung 35° in Betrieb seit 17.04.2014
    Seit 23.04.2016 Ausrichtung -150 Dachneigung 13° mit 6x 315Wp Astroenergy (große 72-Zeller) am SMA SB1.5

  • das Hauptproblem wird sein, daß bei einer "Kern-Sanierung" eines Hauses von Baujahr 1982 nur Kfw 100 Standard ausgeführt wurde. Dementsprechend hoch ist dann natürlich auch der Energieverbrauch für die Beheizung.

    Welchen Heizenergiebedarf und welche Heizleistung hast du denn, oder wurde dazu garnichts berechnet sondern nur irgendetwas gebaut und installiert ?

    Wie oben schon geschrieben wurde, kann ohne detailliertere Angaben keine sinnvolle Beurteilung der Situation abgegeben werden.

  • Kann da Seppelpeter nur zustimmen - vielleicht ein paar "Verfeinerungen"

    Im Prinzip hat man halt über das Jahr gesehen bei der WP einen parabelförmigen Verbrauchsverlauf. Bei der PV auch - aber die steht leider auf dem Kopf. Damit ist halt wenn der Hauptwärmebedarf anfällt am wenigsten von der PV da. Aber in der Übergangszeit - und im Sommer kann man schon ein bischen was machen.

    Hier meine Gedankengänge:

    Du musst rauskriegen, wann - und wieviel deine WP zieht. Ich hab bei mir auch nen Stromzähler eingebaut. Weil ich aber faul bin, war das einer mit S0 Ausgang. Die Pulse greife ich dann über nen Raspberry ab - und protokolliere darüber minutengenau den Bedarf der Wäpu. Mein Häuschen ist um einiges kleiner - aber ich hab z.B. im Februar ca 460KwH für die WP verballert. Davon waren knapp 200 aus der PV. Meine WP ist nicht smart. Aber sie hat zwei Modi für die Heizung: Normalbetrieb - und Aufheizen. Ohne PV hatte ich das Aufheizen in der Nacht. Jetzt mach ich das abhängig vom Wetter (Schönwetter - Aufheizen um Mittag - Schlechtwetter - Aufheizen in der Nacht). Die Wärmemenge im Mittel ist ne Konstante - egal wann Du im Tagesverlauf Dein Haus heizt.

    Wenn Du die ungefähren Verbrauchsverläufe - und Aufteilung WP - gegenüber Normalstrom kennst, kannst Du mal schauen, ob sich eine Umstellung in einen anderen Tarif rentieren würde- Oder (so hab ichs bei mir gemacht) eine Kaskade - wo die PV sowohl den Hausstrom - als auch die WP unterstützt. Damit hast Du aber 2x die Grundgebühr - und einen erhöhten Schaltungsaufwand an der Backe. Dass muss man sich halt durchrechnen.

  • nun, ihr habt einen 16,82kW klopper

    angedreht bekommen. der ist zwar

    mit einem COP von 6,16 angegeben

    bei W10W35, davon geht dann aber noch

    die Grundwasserspumpe ab.


    welche Vorlauftemperatur ist denn nötig?

    Heizkörper oder FBH?


    grob über den Daumen wären 10.000kWh

    50.000kWh Wärme, bzw. 5500l Heizöl.


    bei einen sanierten Altbau würde ich da

    mal die betriebsweise der Wärmepumpe

    überdenken: Wärmeabnahme Sicherstellen, Heizkurve absenken.


    jedes °C mehr kostet euch 2,5% mehr Strom, eine Wärmepumpe ist nur effizient,

    wenn der Temperaturhub so niedrig wie möglich ist. Heizstäbe prinzipiell abschalten, diese sind absolut unnötig.

    hohe Verdichterlaufzeit am Stück anstreben, gerne 30-60min.


    im Forum vom Haustechnikdialog.de gibt es viele mit Problemen, weil die Handwerker oft keine Ahnung haben.

    Viel zu hohe Leistung ist da ein riesen Problem für effizienten Betrieb.

    16+15 Hanwha Qcell G5 Duo 320Wp (9,92kWp). Nach Dachsanierung

    Ausbau auf 16+16 G5 Duo und 15 Sharp NU-SC 360 (15,64kWp)

    an Fronius Symo 12,5