Kostal Plenticore intelligente Batteriesteuerung noch intelligenter machen -70% weich (Plenticore & BYD)

  • Bei mir unterbricht das Laden auch zw. ca.. 11:30 und 13:30.

    Erklärungsversuch:

    1. Da der WR keine Datenquelle bzgl Wetterdaten hat muss er sich anderweitig helfen um ein Abregeln zu vermeiden. Zum Zeitpunkt der max Strahlung muss er noch Pufferkapazitat in der Batterie übrig lassen, damit er beim Überschreiten der 70% den Rest in die Batterie schieben kann.
    2. Auf Grund der Batterie Eigenschaften ist es von Vorteil, dass die Zeit an der die Batterie voll ist möglichst gering ist.
    3. Aus 1. & 2. folgt ein spätes Laden der Batterie.
    4. Das es nicht immer funktioniert, liegt an der fehlenden Prognose und in dem konkreten Fall u. U. daran, daß die Sonne in der Abendstunde weniger Leistung hatte als an den Vortragen bzw. unerwartet ein größerer Verbraucher hinzu kam.

    Alles nur Vermutung auf Basis meiner Beobachtung.! Wie sahen die Tage davor und danach aus?

    Klarheit kann hier nur Kostal schaffen.

    7,68kWp mit LG320N1K-A5, Kostal PIKO 8.0 BA und BYD HV-Box 6.4

  • Hallo zusammen,

    heute hatte ich wieder das gleiche Verhalten. Batterie Ladezustand lag bei 5% und sie wurde nicht geladen, obwohl Überschuss produziert wurde. Nachdem ich den Haken bei "Intelligente Batteriesteuerung aktivieren" im Menü Batterieinstellungen entfernt hatte, wurde bzw. wird der Überschuss sofort in die Batterie geladen.

    Die Ereignisliste zeigt keine Meldungen.


    Denis : Da dies ein von Kostal moderiertes Forum ist, wäre es an der Zeit, dass dies hier von Kostal erläutert wird, bitte!


    Danke und Grüße

    Masch

  • Da dies ein von Kostal moderiertes Forum ist, wäre es an der Zeit, dass dies hier von Kostal erläutert wird, bitte!

    ^^ Der war gut... moderiert :D


    Warum sollte Kostal hier seine Kommunikationsstrategie ändern? Man macht es wie sonst auch, wenn man per Mail oder telefonisch an die Firma heran tritt... nix bzw. so wie man Lust hat. Ich hab selten eine Firma erlebt, die so schlecht mit den Kunden kommuniziert, Anregungen und Fehlermeldungen ignoriert und von dem Pioniergeist der Nutzer anscheinend nicht profitieren möchte.


    Schau Dir doch den Kostal-Teil des Forums an, die Masse der Beiträge bleibt ohne Kommentar von Kostal. Wenn man wenigstens belangloses Zeug antworten würde, wäre das ja wenigstens was. Aber so garnicht reagieren hat schon was von Ignoranz und Überheblichkeit... man hat es nicht nötig, mit dem Kunden zu interagieren, der ist lästig und verursacht Arbeit.

  • Guten Morgen MichaO ,


    viele Themen sind anlagenspezifische "Probleme", bei denen wir auch in unserer Signatur auf den Service verweisen müssen. Zudem erkennen wir häufig, das es sehr visierte Nutzer in diesem Forum gibt die bei Fragen hilfreich zur Seite stehen.


    Die intelligente Batteriesteuerung basiert auf einem prognosebasierten System. Hierbei werden die Verbräuche am Netzanschlusspunkt, die Erzeugung der Anlage und die eingestellte Abregelgrenzen (z.B. 7kW bei einer 10kWp Anlage) in dem Wechselrichter berücksichtigt. Dieses System muss natürlich erst über die Zeit lernen wie das Haus und die Anlage sich verhält um dann die richtigen Parameter zu erlernen.


    Da dieses System unabhängig von Wetterdaten arbeitet, ist einer der Vorteile dass das System unabhängig von einer bestehenden Internetverbindung oder bereitstehenden externen Systemen arbeitet.


    Viele Grüße

    Dennis

    Bei Service-Fragen wenden Sie sich bitte an service-solar@kostal.com oder rufen Sie unsere Hotline +49 761 47744 – 222 an.

  • Guten Morgen MichaO ,


    viele Themen sind anlagenspezifische "Probleme", bei denen wir auch in unserer Signatur auf den Service verweisen müssen. Zudem erkennen wir häufig, das es sehr visierte Nutzer in diesem Forum gibt die bei Fragen hilfreich zur Seite stehen.

    Moin,


    Dennis danke für die Erläuterungen.


    Auch wenn es off-topic ist, aber es passt hier gerade... Die Frage von masch war über 2 Monate alt, ohne jeden Kommentar. Die war auch nichts für den Service, sondern etwas, was weder anlagespezifisch noch ein Betriebsgeheimnis ist. Einfach nur eine Frage zu Features, die für interessierte Nutzer nicht detailliert genau in den verfügbaren Dokumenten erläutert werden. Leider vermittelt einem (zumindest mir) Kostal den Eindruck, als ob Kunden lästig sind. Mails bleiben unbeantwortet, und wenn die Hotline spontan keine Antwort hat und zurückrufen will, passiert nichts. Ich persönlich würde es sehr begrüßen, wenn in einem Fachforum wie diesem wenigstens eine Kenntnisnahme durch Kostal gepostet werden würde, besser noch konkrete Antworten auch auf Verbesserungsvorschläge oder Fehler.

  • Hallo MichaO,


    wie versuchen natürlich die Thematiken regelmäßig zu Sichten und auf Verbesserungsvorschläge und mögliche "Fehler" einzugehen. Wenn dies nicht immer gelingt, bitte ich um Verständnis da wir nicht das Forum Rund um die Uhr oder während Zeiten in denen man nicht anwesend ist betreuen kann.


    Zu dem Thema "Intelligente Batteriesteuerung" haben wir eine kurze Erläuterung der Bedienungsanleitung https://www.kostal-solar-electric.com/de-de/download/-/media/document-library-folder---kse/2018/06/15/11/40/plenticore-plus_ba_de_201903.pdf mit entsprechenden Diagrammen vermerkt.


    Viele Grüße

    Dennis

    Bei Service-Fragen wenden Sie sich bitte an service-solar@kostal.com oder rufen Sie unsere Hotline +49 761 47744 – 222 an.

  • Da dieses System unabhängig von Wetterdaten arbeitet, ist einer der Vorteile dass das System unabhängig von einer bestehenden Internetverbindung oder bereitstehenden externen Systemen arbeitet.

    Ich finde es ja gut, dass es die intelligente Batteriesteuerung gibt. Ich verstehe auch, dass der interne Algorightmus etwas Lernzeit braucht. Und es ist auch völlig ok für die Verbrauchsdaten in die Vergangenheit zu sehen. Aber das Argument "keine Internetanbindung - keine Wetterdaten" als Vorteil zu verkaufen verstehe ich nicht.

    Man könnte ja genauso wie die optionale Anbindung des WR´s an das Kostal Portal sagen - wenn sich jemand die Daten an das Kostal Portal freigibt, ist der/diejenige bereit dem WR eine Internetanbindung zu spendieren, wo man dann auch prognosebasierend Wetterdaten in die intelligente Batteriesteuerung einfließen lassen könnte.

    Ich ziehe Daten vom DWD - und sehe eigentlich eine gute Übereinstimmung zwischen der Prognose - und dem was dann tatsächlich passiert... -aus der unten stehenden Grafik DailyYieldYesterday - und RadEnergyYesterday. DailyYieldYesterday ist was gestern tatsächlich als Ertrag vom WR kam - und RadEnergyYesterday was die Prognose des DWD ausgesagt hatte...

    Es gäbe da zwei Möglichkeiten das umzusetzen:

    1) Kostal implementiert die Abfrage von Wetterdaten (analog zu SMA)

    2) Kostal ermöglicht es über ne API, Prognosewerte zur Verfügung zu stellen


    PV: 9,4Kwp, LG 335, Kostal Plenticore, BYD 6,4

  • Ich finde es ja gut, dass es die intelligente Batteriesteuerung gibt. Ich verstehe auch, dass der interne Algorightmus etwas Lernzeit braucht. Und es ist auch völlig ok für die Verbrauchsdaten in die Vergangenheit zu sehen. Aber das Argument "keine Internetanbindung - keine Wetterdaten" als Vorteil zu verkaufen verstehe ich nicht.

    [...]

    Es gäbe da zwei Möglichkeiten das umzusetzen:

    1) Kostal implementiert die Abfrage von Wetterdaten (analog zu SMA)

    2) Kostal ermöglicht es über ne API, Prognosewerte zur Verfügung zu stellen

    100% Zustimmung.


    Grundsätzlich bin ich mit der intelligenten Regelung recht zufrieden. Aber... es gibt Situationen, da regelt sie einfach nicht gut. Dies passiert insbesondere dann, wenn sich nach einigen guten Tagen das Wetter ändert und es sich am Nachmittag zu zieht. Da hat man schön am Vormittag für 11ct eingespeist, der Speicher ist nur teilgeladen und dann fehlt am Nachmittag die Sonne für die Restladung. Ergebnis: man kauft teuer ein, obwohl Vormittags eingespeist wurde. Mit etwas mehr "Intelligenz" wäre dies zumindest teilweise vermeidbar gewesen, wenn sich die Wetteränderung angekündigt hat.


    Eine Ladesteuerung für ein System, bei dem das Wetter einer der wichtigsten Parameter auf der Erzeugungsseite ist, nur auf historische Daten der Verbrauchsseite aufzubauen, ist vielleicht weniger intelligent, als der erste Anschein erweckt.


    Ich behaupte, dass 99% aller Anlagen sowieso am Netz hängen, weil die Daten in irgendwelche Portale sollen. Und die Möglichkeit, aktuelle Wetterprognosen abzufragen, gibt es haufenweise, sogar sehr verlässliche für lokale Prognosen.

  • Und noch ein Nachtrag, selbst noch nicht verifiziert... angeblich soll die intelligente Ladesteuerung nicht funktionieren, wenn man am Plenticore "AC-Laden" einstellt. Das wäre dann der Knaller X/

  • Ich habe für den E3DC auch Software zur Steuerung des Ladevorgangs mit empirischen Ansatz verwendet.

    Das Problem ist nicht trivial und könnte eigentlich nur mit großzügiger Speichergröße abgemildert werden.

    Mehrere Anforderungen und Bedingungen stehen sich da diametral gegenüber.

    Zudem ist die Situation im Sommer und Winter völlig unterschiedlich daneben natürlich noch die Übergangszeiten dazwischen.


    Was soll ein Speicher


    möglichst hoher Eigenverbrauch bzw. Netzbezug vermeiden.

    Überschüsse aus der Abregelungsleistung (70%) nutzen.


    aber


    er sollte erst spät am Tag vollgeladen sein (warum eigentlich immer auf 100%, wenn er im Sommer mit > 50% aus der Nacht kommt) damit die Batterie nicht unnötig durch dauerhaften hohen SoC gestresst wird, was die kalendarische Degradation beschleunigen würde.


    Selbst mit einer Wetterprognose ist es schwierig, wie die Erfahrung aus der Praxis zeigt.

    Schlechtes Wetter = wenig Ertrag vorhergesagt.


    Morgen daher schon um 10:00 vollgeladen, man kam mit 60% aus der Nacht.

    Mittags/Nachmittags kam die Sonne immer mal durch, die Ertragsspitzen können nicht mehr gespeichert werden. Die Batterie steht viel zu lange vollgeladen rum ohne einen Nutzen, da erst ab 21:00 die Batterie wieder entladen wird.

    Lösung: Nur auf max. 50% laden, die Mittagsspitzen abfangen und dabei auf bis zu 80% laden.

    Ab 18:00 dann auf den gewünschten SoC fertig laden.

    Dann wird noch die im Jahresverlauf sich ändernde Tageslänge berücksichtigt und man hat ein leidlich funktionierendes System.

    Tesla P85+ seit 8/13 >414.000km gefahren. Seit 2/19 Smart ed cabrio aus 10/13. PV 10 kWp an E3DC Hauskraftwerk mit 13,8kWh und Wallbox. Weitere 18kWp PV an Solaredge. Gesamt PV-Leistung 28,049kWp. Jetzt habe ich ein Jahr Zeit, wie ich weitere 1,95kWp (=6x325W) aufs Dach bekomme.