1*1 der Anlageninbetriebnahme / des Anlagenbetriebes - Was sollte man unbedingt beachten?

  • Ich hatte bereits das Elster Zertifikat und konnte so auch den Fragebogen "Steuerliche Erfassung" online abgeben. Nach einer Woche hatte ich per Post die Bestätigung der Steuernummer.
    Meine bereits vorhandene Steuernummer gilt nun auch für "Elek.erzeug. o. Verteilung"

    E3DC S10E mit Speicher 13 kWh 54 Stück Q-Cells DUO BLK 310 Wp Module 16,74 kWp

  • Genau das hatte ich Dir sagen wollen, reicht nicht. Du brauchst eine UST-ID-Nr. Sonst macht der Verteilnetzbetrieber Probleme. Die wollen dann die EEG-Vergütung ohne MWST zahlen.

    Hängt damit zusammen, das die VTN testierte Jahresabschlüsse erstellen müssen und das sind USt-IDs vorgeschrieben.

  • Nun warte ich erst mal ab, eine Abrechnung habe ich vom VNB noch nicht bekommen.
    Inbetriebnahme und Produktionsbeginn war der 11.02.2019 und alle Unterlagen (MaStR, VNB, Finanzamt, Versicherung) waren rechtzeitig aktiv.
    In Mainz ist zZt noch 5. Jahreszeit ...

    E3DC S10E mit Speicher 13 kWh 54 Stück Q-Cells DUO BLK 310 Wp Module 16,74 kWp

  • Du brauchst eine UST-ID-Nr.

    Ist das neu? Ich habe damals zwar eine neue Steuernummer für die USt bekommen - aber von einer Umsatzsteuer-ID war nie die Rede. Und Westnetz hat auch nie eine verlangt.


    Eine USt - Id benötigt ein Unternehmer, der Waren in das übrige Gemeinschaftsgebiet liefert... ist mit PV eigentlich ausgeschlossen...

    4,81 kWp / 31 x TS CIGS-Hochleistungs-Solarmodule 155W / Kostal Wechselrichter PIKO 4.2 / seit 09/2013

    Ausrichtung 46° Dachneigung 36°

    Standort: 51° 54‘ 22” Nord, 8° 37‘ 52“ Ost

  • "Eine USt - Id benötigt ein Unternehmer, der Waren in das übrige Gemeinschaftsgebiet liefert... ist mit PV eigentlich ausgeschlossen."

    ja da ist es zwingend erforderlich. Aber auch verschiedene Unternehmen fordern dies. Ich hatte die Begründung geschrieben (testierte Abschlüsse von Wirtschaftsprüfern). Wenn die in Ihren Büchern jede Menge Aufwendungen stehen haben ohne UST-ID wird es schwierig mit dem testieren, weil ja nicht sicher ist, ob die Rechnungen korrekt sind. Will heissen eine EST-Steuer-Nr. kann jeder angeben und die muss auch nicht korrekt sein. Das kann der Rechnungsempfänger nicht prüfen. Eine Ust-ID kann man prüfen. Juristisch betrachtet muss man nur MWST zahlen bei UST-ID auf dem Beleg.

    Eon heute Westfalen Weser Netz wollte das damals 2010 bei mir so. Kann sich aber heute geändert haben.

  • off-topic


    und es besteht auch keinerlei weitergehende Prüfungspflicht hinsichtlich der Korrektheit der in Rechnungen angegebenen Steuernummern. Wenn es sich offensichtlich um die Lottozahlen des kommenden Wochenendes handelt, weil die Struktur überhaupt nichts von einer Steuernummer erkennen lässt... sprich, wenn der Fehler offensichtlich ist, dann wäre der Vorsteuerabzug tatsächlich gefährdet.
    Hingegen wenn da steht 03/204/0058/5.... braucht keiner herzugehen, und die Echtheit anzuzweifeln.


    Die UST-ID ist sicherlich gedacht und zwingend erforderlich um im EG-Binnenmarkt agieren zu können;
    da braucht sie der PV-Betreiber nicht. Normalerweise zumindest.


    Allerdings hat sie einen schönen Nebeneffekt: Gelebter Datenschutz.
    Während die Steuernummer jeden Mitarbeiter beim Fiskus zum Dampfplauderer werden lässt, bekommt man mit der UST-ID nicht mal raus, wieviel Uhr es gerade ist. Entsprechend ist es aus Datenschutzgründen eine kluge Idee, die UST-ID zu beantragen und statt der Steuernummer in seinen Belegen anzugeben.

    16,92 kWp / 72 x Sharp NU-235 / Aurora Power One 12,5 + 3,0/ 0° Südabweichung / 8° Dachneigung

  • Wenn die in Ihren Büchern jede Menge Aufwendungen stehen haben ohne UST-ID wird es schwierig mit dem testieren, weil ja nicht sicher ist, ob die Rechnungen korrekt sind. Will heissen eine EST-Steuer-Nr. kann jeder angeben und die muss auch nicht korrekt sein. Das kann der Rechnungsempfänger nicht prüfen. Eine Ust-ID kann man prüfen. Juristisch betrachtet muss man nur MWST zahlen bei UST-ID auf dem Beleg.

    Tut mir leid, aber ich glaube dir kein Wort.

    Zeig mal ein paar Quellen.

    Viele Grüße
    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)

  • Sonderabschreibungen sind nach §7g möglich.
    Es besteht ein Bewertungswahlrecht von bis zu 20% der AHK im Jahr der Anschaffung/Herstellung sowie den vier Folgejahren. Der klassische Zweck des §7g (bestehend aus dem IAB und der Sonder-AfA) besteht darin, dem Unternehmer die nötige Liquidität bzw. Eigenkapital zu verschaffen, um eine Investition überhaupt zu ermöglichen. Der Anzug passt dem gemeinen PV-Betreiber wohl kaum.

    Sollte es bei der Gewinnermittlung nach §4 Abs.3 EStG "systembedingt" zu einer phasenverschobenen Ergebnisauswirkung der Umsatzsteuer kommen (über die Totalperiode ist sie ja immer = 0; nur beim 4/3-Rechner können sich echte Auswirkungen durch Phasenverschiebungen ergeben) ... kann man die mit der Sonder-Afa "wegbügeln".
    Auch hier: Es werden am Ende nur Progressionschwankungen ausgeglichen. Der Effekt hält sich - unter ansonsten normalen Umständen - in engen Grenzen.

    Darf ich da bitte als Neuling kurz einhaken anhand eines konkreten Rechenbeispiels, ob ich das richtig verstanden habe?

    Ich habe (wie hier ebenfalls empfohlen wurde) zum 01.12.2018 das Unternehmen beim FA angemeldet. Nun ist die Situation die, dass ich vor zwei Jahren ein Haus gekauft hatte und so langsam (aber noch nicht ganz) die Renovierung und Gartenumgestaltung durch ist und ich nun ziemlich klamm bin für weitere Restarbeiten. Wäre dann folgende Rechnung sinnvoll, wenn die Absicht ist, die kommenden 1-2 Jahre möglichst große Steuerentlastung bzw. -rückzahlung zu erreichen?


    Mit der Steuererklärung für 2018 40% IAB abrechnen, das würde dann wohl zu einer Steuerrückzahlung für 2018 führen (als normaler Arbeitnehmer). Die Nettosumme der PV-Anlage (knapp 29.000 €) habe ich im März 2019 bezahlt, d.h. ich würde im April eine größere Summe Umsatzsteuer zurückerhalten (ca. 5.500 €), die ich an den Solarteur weiterleiten muss. Gleichzeitig steht ja diese große Summe als Gewinn in der EÜR für 2019, richtig? Um das Ziel zu erreichen dieses Jahr dadurch dann keinen hohen Gewinn zu erreichen, den ich dann anteilig wieder per Steuer abführen müsste, haue ich die ganze Sonderabschreibung von 20% in dieses Jahr rein. Ist das richtig gedacht?


    Mir ist bewusst, dass ich die Jahre danach durch geringere Abschreibung dann mehr Gewinn mache, was dann zu höherer Steuerlast führt, aber ich brauche die Knete halt leider jetzt um die Renovierung abschließen zu können. ^^


    9,93 kWp Aleo (180° Süd, 40° Neigung) mit 13 kWh E3/DC-Speicher S10 E PRO

  • Die Nettosumme der PV-Anlage (knapp 29.000 €) habe ich im März 2019 bezahlt, d.h. ich würde im April eine größere Summe Umsatzsteuer zurückerhalten (ca. 5.500 €), die ich an den Solarteur weiterleiten muss.

    Das ist sehr ungewöhnlich, daß du das Werk des Solarteurs nur Netto zahlst, dann vom FA die nicht gezahlte USt bekommst und diese nicht gezahlte, aber erstattete Ust an den Solarteur weiterleitest. Sachen gibts. :/