PV-Anlage auf Reihenhaus, welche Versicherungen?

  • Warum muss man sich erst Fälle ausdenken, wenn man die Anlage einfach nur über die richtige Privathaftpflichtversicherung (die hoffentlich jeder hat) versichern kann? Muss am Ende aber auch jeder selbst entscheiden.

    Ich verstehe gut, worauf du hinaus willst und wenn man mit einer eigenen Privathaftpflicht alles abdecken kann, ist ja alles prima.


    Ein Problem könnte aber sein, dass die Privathaftpflicht nur Anlagen bis 10kWp abdeckt, man selbst aber eine größere Anlage hat und diese dann extra versichern müsste.

    Genau dann ergibt es durchaus Sinn, sich über die möglichen Folgen Gedanken zu machen.


    Im Ergebnis bin ich also bei dir. Ich würde die Privathaftpflicht anpassen, so dass die PV enthalten ist.

    In meinem Fall deckt die Privathaftpflicht eine PV-Anlage bis 200qm Fläche ab, das reicht bei neueren Anlagen locker bis 30kWp und ist damit wohl für die meisten privatgenutzten PV-Anlagen ausreichend.

  • Hallo raffix,


    so ganz kann ich deine Gedankengänge noch nicht nachvollziehen.

    Du schreibst einerseits, dass ein Problem bestehen könnte, dass die Privathaftpflicht nur Anlagen bis 10 kWp versichert, um dann direkt im Anschluss dein Beispiel anzuführen, bei dem deutlich mehr möglich ist. Natürlich sollte man sich die Versicherungsbedingungen vorher genau anschauen und nur einen Versicherer wählen, der dann auch tatsächlich die Haftpflicht für die eigene PV-Anlage abdeckt. Da es sich hier um eine Privathaftpflichtversicherung handelt, dürfte auch klar sein, dass dieses Modell auf jeden Fall nicht für PV-Anlagen auf gemieteten Dächern gilt.


    Ich habe mir gerade mal einen aktuellen Vergleich von Privathaftpflichtversicherern bei einem meiner Online-Lieblingsmakler erzeugen lassen. Da ich keine Schleichwerbung machen möchte, habe ich sowohl seine Namen als auch den Namen des Leistungssiegers "wegretouchiert". Grundvorgabe war: meine PLZ, keine Selbstbeteiligung, angenommenes Alter 50 J., Familienversicherung, PV.

    Nachfolgend findest du den Preis für den Leistungssieger und einen Auszug aus seinen Versicherungsbedingungen:


    Es ist also problemlos möglich, einen guten, preiswerten Privathaftpflichtversicherer zu finden, der PV-Anlagen auf dem eigenen Dach ohne Größeneinschränkungen mitversichert.

    Viele Grüße
    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)

  • Du schreibst einerseits, dass ein Problem bestehen könnte, dass die Privathaftpflicht nur Anlagen bis 10 kWp versichert, um dann direkt im Anschluss dein Beispiel anzuführen, bei dem deutlich mehr möglich ist.

    Stimmt, bei meinem Beispiel passt es. Bei anderen aber vielleicht nicht. Ich schließe nicht automatisch von meiner Situation auf andere. Auch rate ich keinem seine Privathaftpflicht zu wechseln, denn das muss jeder selbst wissen.


    Ich bleibe also dabei, dass es sinnvoll sein kann, sich über mögliche Haftpflichtschäden Gedanken zu machen, wenn man diese nicht mitversichern kann oder will. Bento : Du hast das Beispiel einer PV auf einem vermieteten Dach schon angesprochen.

  • Auch rate ich keinem seine Privathaftpflicht zu wechseln, denn das muss jeder selbst wissen.

    Vielleicht hast du mich falsch verstanden:

    Ich rate jedem, eine Haftpflichtversicherung nach seinen persönlichen Gegebenheiten und Ansprüchen zu dem besten Preis-Leistungsverhältnis abzuschließen. Wenn Geld keine Rolle spielt kann man natürlich auch den Leistungssieger nehmen.:)

    Wer einen Öltank im Keller hat, sollte z.B. darauf achten. dass das Umweltrisiko durch auslaufendes Öl abgedeckt ist; wer keinen Öltank hat, dem kann das schnuppe sein.

    Bei einer vorhandenen PV-Anlage halte ich es für sinnvoll, bei einer Privathaftpflichtversicherung (die ohnehin jeder haben sollte) darauf zu achten, dass diese eben auch Haftpflichtschäden aus der PV abdeckt.


    Wenn die bisherige Haftpflichtversicherung das nicht hergibt, rate ich zu einer Erweiterung oder zu einem Wechsel. Das stumpfe Beibehalten von immer schon bestehenden Versicherungen ohne Rücksicht auf etwaige Änderungen der persönlichen Verhältnisse halte ich für die schlechteste Lösung. Versicherungen passt man sich ändernden Lebensumständen an und nicht umgekehrt! Das wäre allgemein mein Rat zu Versicherungen.

    Und jetzt werden wir uns wieder einig: Jeder muss letztendlich selbst entscheiden, wie er damit umgeht.

    Viele Grüße
    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)

  • also prinzipiell ist es doch so, dass ich eine Versicherung dringend haben sollte, wenn mich ein Schaden wirtschaftlich ruinieren kann.

    Egal wie wahrscheinlich es ist, dass jemand durch eine PV Anlage zu schaden kommt, es kann mich ruinieren. Wenn ich für wenige Euro im Jahr dieses Risiko mitigieren kann, würde ICH das machen.


    Ein Schaden an der Anlage ruiniert mich in der Regel nicht, daher ist es meiner Meinung nach eine persönliche Abwegung ob ich sie haben will oder nicht. Entweder nehme ich das Risiko und gewinne oder verliere, oder ich zahle regelmäßig an die Versicherung. Muss man sich halt überlegen.

  • Die ganzen Tip´s zum Einschluß einer PV Anlage in die Privathaftpflicht stelle ich in Frage.


    Denn es handelt sich ja i.d.R. um eine gewerbliche Nutzung der PV Anlage. Und gewerbliche Nutzung ist in der "Privat"haftpflicht selten bis gar nicht versichert.


    Ebenso ist der Einschluß in eine Wohngebäudeversicherung eher skeptisch zu betrachten, sichert man damit ja lediglich den Anlagewert ab und nicht einen eventl. Ertragsausfall. Man sollte sich zumindest über eine entsprechende weitergehende Absicherung informieren.

  • bei mir ist es definitiv in PHV abgedeckt. Sogar ohne Größenbegrenzung. Ebenso etliche andere Dinge mit denen sich Geld verdienen lässt wie u.a. Vermietung. Auch sind bei mir deliktunfähige Kinder mit eingeschlossen und eine Schadenausfall Versicherung, weil ja viele einfach ohne PHV durch die Gegend laufen. Kostet halt für.Meine Familie zusammen zwar 100€/Jahr, dafür ist es aber auch eher der Leistungssieger bei Finanztest.


    Bezüglich dem Einschluss in der Gebäude Versicherung hast du recht. Mit persönlich würde es aber reichen, wenn ich für eine kostenlose Versicherung die Anlage repariert wird. Da Sie's bei mir aktuell nicht der Fall ist, werde ich mir eine neue Versicherung suchen. Dabei muss natürlich berücksichtigt werden, wie viel teurer eine Versicherung ist, die mir die PV Anlage “kostenlos“ mitversichert. Den Rest des Risikos (Ertragsausfall, Diebstahl,...) werde ich selbst tragen.

  • Die ganzen Tip´s zum Einschluß einer PV Anlage in die Privathaftpflicht stelle ich in Frage.

    Das ist dein gutes Recht; man soll immer kritisch bleiben.


    Unter #12 hatte ich hier kürzlich die Versicherungsbedingungen einer privaten Haftpflichtversicherung bzgl. PV eingestellt. Lies dir das mal durch. Ich halte das für eindeutig.


    Ansonsten sind hier im Forum aber auch Versicherungsmakler vertreten, die es eigentlich wissen müssten. Leider machen die sich in letzter Zeit sehr rar. Vielleicht kommt von dort ja noch etwas zu dem Thema.


    Ansonsten schau mal hier oder hier..........oder frag bei den PH-Versicheren nach, die den Einschluss von PV anbieten, ob das auch gilt, wenn man den Strom verkauft.


    Ich habe meine Hausdachanlage auch über meine private Haftpflichtversicherung abgedeckt. Leider kann ich nicht über einen Abwicklungsfall berichten, da ich Gott sei Dank noch keinen hatte.


    Wie du siehst.......es gibt genug Stellen, wo man sich informieren kann; man muss es nur tun.

    Viele Grüße
    Bento


    Auch an Tagen, an denen der Himmel grau ist, ist die Sonne nie ganz verschwunden.
    (Arnaud Desjardins)

  • Hallo Zusammen!


    Wird die Photovoltaikanlage auf dem eigengenutzten Gebäude betrieben, so haben zahlreiche Privat-Haftpflichtversicherungen den Einschluss automatisch drin. Hat jemend einen älteren Vertrag, so kann, je nach Versicherer, über eine Vertragsänderung (Update) der gewünsche Versicherungsschutz erlangt werden. Es ist jedoch anzuraten, die Bedingungen zu lesen. Es sind in den meisten Fällen Begrenzungen zur Anlagengröße gegeben und auch die eigentlichen Versicherungsleistungen können "abgespeckt" sein. Sind die Leistung nicht ausreichend oder bietet der derzeitige Haftpflichtversicherer keinen Einschluss an, so ist eine eigenständige Photovoltaik-Betreiberhaftpflicht anzuraten!


    Wenn der Betrieb / Besitz einer netzgekoppelten PV-Anlage unter den Versicherungsschutz einer Privat-Haftpflicht fällt, dann ist dem Versicherer bewusst, dass es sich um eingespeisten Strom und somit um eine gewerbliche Tätigkeit handelt!


    Gruß

    rosa

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