• Hallo zusammen,

    Ich habe hier schon etwas gelesen und hoffe, dass ich von den Erfahreneren gute Tipps bekomme, wie ich an meinen Offenstall Strom bekomme.

    Da mein Pony eine chronische Bronchitis hat, muss es leider regelmäßig Inhalieren und eben dafür brauchen wir Strom.

    Der Inhalator ist ein Air One mit folgenden Daten:

    230V

    50Hz

    0,2A

    Er soll ca. 2-3 mal die Woche für 20 Minuten laufen, vornehmlich jedoch im Winter. Einen Spannungswandler mit reinem Sinus habe ich bereits und auch die Möglichkeit die Batterie im Winter zu Hause aufzuladen. Jedoch hoffe ich, dass dies mit der Aufladung über Solarstrom nicht ganz so häufig der Fall ist wie ohne. (Nur falls der Einwand aufkommt: ich weiß, dass es Inhalatoren für Pferde auch als Akkuversion gibt. Der Preis liegt jedoch bei ca. 1000€ und da benutze ich lieber den vorhandenen Inhalator und schaffe mir die Möglichkeit im Notfall ein bisschen Strom am Stall zu haben.)

    Nun zu meinen eigentlichen Fragen:

    Könnt ihr mir eine Solarbatterie empfehlen, der die Bedingungen am Stall nicht so viel ausmachen? Da es sich um einen Offenstall handelt sollte sie Tepmeraturschwankungen bis -10 Grad und die teils recht hohe Luftfeuchtigkeit aushalten können. Bei zu hoher Außentemperatur kann ich die Batterie auch abbaGleichzeitig darf keine Brandgefahr bestehen (der Stall besteht aus Holz). Ich habe vor im Offenstall noch eine extra Box an die Rückwand zu bauen um dort die Batterie und den Laderegler unterzubringen. Den Spannungswandler kann ich in einem alten Wohnwagen lagern, der sehr trocken ist. Theoretisch Bestände auch die Möglichkeit die Batterie dort zu lagern, allerdings komme ich mit dem Pferd nicht dahin und brächte dann ein Verländerungskabel, hätte den Inhalator je nachdem im Regen stehen und so weiter.

    Weiter habe ich gelesen, dass es bei den Ladereglern ziemliche Unterschiede gibt. Auf was genau muss ich hier achten?

    Ich wäre euch sehr dankbar für eure Hilfe. Wenn es nur um Licht am Stall ginge, würde ich mir das ganze Thema sparen und weiter mit der Handytaschenlampe arbeiten, aber da es medizinisch notwendig ist, dass mein Pferd inhaliert bleibt mir kaum etwas anderes über.

    Liebe Grüße

    Offenstallerin

  • Nicht ganz das Anwendungsgebiet, aber für einen Gabelstapler in ungeheizter Lagerhalle habe ich habe gute Erfahrung mit "Blei-Kristall-Akkus" (lead crystal) gemacht, die auch -10°C und Tiefenentladung überleben. Dafür kosten die aber eine deutliche Runde mehr als normale AGM- oder Gel-Akkus.

  • Hallo, so eine einfache Solarbatterie in Verbindung mit einem 100-150Wp Modul und Laderegler wäre für dich ideal. Die Batterie sollte so nahe wie möglich am Wechselrichter sein. Damit könntest du auch einen kleinen LED Scheinwerfer direkt auf 12V Betreiben. Als Laderegler den 75/10 oder 75/15.

    Du kannst auch mit einer gebrauchten guten Autobatterie beginnen, wird aber nicht lange halten.

    Grüße Toni.

    https://www.shop-muenchner-sol…0+ah-12-v-blei-saeure.htm

    https://www.willhaben.at/iad/k…il-und-camping-122342994/

  • Hab mal ne kleine Rechnung gemacht:


    Mit 20min Laufzeit und ca. 50W komme ich auf ca. 17Wh (@230V) für den Inhalator.

    Jetzt kommt noch etwas Stromverbrauch des Wechselrichters hinzu... Hast du hierfür Daten oder eine Typbezeichnung?

    Aber angenommen der nimmt sich 1A für die 20min Laufzeit, sind das nochmal ca. 4Wh (@12V).

    Also in Summe ca. 21Wh. Das entspricht ca. 1,8Ah Verbrauch pro Inhalation.

    Somit, denke ich, kommst du mit einer 30Ah Batterie locker aus. Hier solltest du eine AGM (Solar-Batterie) nehmen, - am besten eine Zyklenfeste. Sollte unter 100€ kosten.

    Ein 100W Modul, die es schon für ~65€ gibt sollte reichen und ein PWM Laderegler, z.B. der Steca PR1010 für ca. 70€ sollte wunderbar reichen. Der o.g. Victron 75/10 wäre natürlich noch etwas besser, aber in meinen Augen übertrieben für diese Anwendung.


    Edit:

    Ich seh gerade, dass der Victron 75/10 nur 10€ mehr kostet als der Steca PR1010. Somit ist da der Preisunterschied nicht mehr so groß.

    Dennoch sollte ein normaler PWM Regler einer guten Marke (das setze ich natürlich voraus ;)) locker reichen. Z.B. ein Victron PWM 10A.

  • Hallo, deine Rechnung stimm nur bedingt, da sie weder die Umwandlungsverluste noch den Leerlaufverbrauch beinhaltet. Aber ich gebe zu dass eine 100Ah Batterie sehr überdimensioniert ist. Die Erfahrung zeigt aber dass oft vergessen wird den WR abzudrehen, wenn Strom vorhanden ist immer auch andere Lasten dazu kommen usw., daher meine Empfehlung der etwas größeren Batterie, es gibt ja auch den Winter und Schlechtwetter.

    Grüße Toni.

  • Ja, meine Rechnung geht grob davon aus, dass der Wechselrichter nur für den Zeitraum von 20min eingeschaltet wird.

    Die Wandlungsverluste hab ich aber mit dem Verbrauch von 1A etwa mit drin (50W entsprechen ca. 4A *1,2 ergibt 1A). Okay, vielleicht kommt noch etwas drauf. Aber das spielt dann keine Rolle, ob 1,8Ah oder 2,5Ah raus kommen. Viel schlimmer wäre, wie du schon schreibt, wenn man den Wechselrichter vergessen würde auszuschalten. Dann ist nämlich auch eine 100Ah Batterie platt (bei Annahme 1A Standby des Wechselrichters).

    Wenn das Pferd alle zwei Tage besucht wird, und man erst dann festgestellt dass der Wechselrichter noch an ist wenn die nächste Inhalation ansteht, dann ist die Batterie bereits platt (ca. 50Ah entladen). Ok, eine 100Ah Batterie wäre dann noch zu retten, eine 30Ah wäre wahrscheinlich ordentlich vorgeschädigt wenn nicht gar "tot".

  • Ein 100 W-Modul dürfte auch bei schlechtem Wetter genug ( 20 Wh/Tag ) in den Akku speisen, dass der Inhalator zweimal die Woche laufen kann. Ein Timer zwischen Akku und WR wird Ruheverluste ausschließen. Der wird beim Misten manuell eingeschaltet und schaltet dann nach 20 Minuten jeglichen Verbrauch, auch sich selbst ab. Sowas gibt's auch rein mechanisch mit klassischem Federuhrwerk, mit und ohne Kuckuck bzw. Bimbam.

    Mit einem Modul mit 18,x V Leerlaufspannung gelingt die Ladung einer gebrauchten Starterbatterie auch ohne LR = die billigste Lösung.

  • Mit einem Modul mit 18,x V Leerlaufspannung gelingt die Ladung einer gebrauchten Starterbatterie auch ohne LR = die billigste Lösung.

    Auch wenn es dein Hobby ist:

    Kein vernünftiger Mensch baut heute noch eine PV Anlage ohne Laderegler.

    Ein 100 Wp Modul mit 36 Zellen und der Steca PR1010 und alles wird gut!

  • Vielen Dank für eure lieben Antworten

    Der Wechselregler hat einen Wirkungsgrad von mindesten 85%.

    Ohne Laderegler würde ich bestimmt kein Solarmodul an den Stall bauen, da hätte ich zu viel Angst, dass was passiert.

    Das mit dem Toner ist natürlich eine super Idee als Backup.

    Nochmals vielen Dank für eure Hilfe.

  • Hi kalle bond,


    einen gebrauchten Starterakku auf Bleibasis (> 30 Ah) mit so einem kleinen Modul (100 W) mit 18,x V Leerlaufspannung zu laden ist überhaupt kein Problem und völlig risikolos. Kommt zu viel Strom entsulfatiert der Akku. Der dann noch verbleibende Überschuss bildet ein wenig Knallgas, das entfleucht oder (bei AGM und Gel) rekombiniert. Übrigens viel weniger als im Auto beim Laden mit der Lichtmaschine. Gas hat man im Stall sowieso und mehr (Biogas). Auch der Ladestrom steigt nie über C5 weil das Modul auch bei voller Sonne nicht mehr liefern kann.


    Es ist vielmehr unvernünftig mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.


    Freundliche Grüße

    pvx