Bewertung meiner Batteriebänke

  • Hallo Gemeinde,

    ich betreibe seit ca 5 Jahren eine 4Kw Einspeiseanlage und habe sie nun um 2 Batteriebänke zur Grundlastabdeckung erweitert.

    Die Batterie-Lade-Leistung wird tagsüber ab mittag von der vorhandenen Photovoltaikanlage erzeugt und abends ab 20 Uhr wieder über 2 Letrika Wechselrichter wieder ins Hausnetz zur Grundlastabdeckung eingespeist.

    Bank 1 läuft seit 1 Jahr schon wunderbar, Bank 2 ist ist in diesem Winter dazugebaut worden.

    Es sind 2 verschiedene Batterietypen verbaut:

    Bank 1 = U1 2X BSA SOLAR DC 280AH C100 24V

    Bank 2 = U2 2X SUN SOLAR 280AH C100 24V


    an jeder Bank hängt je 1 Letrika SMI260 gedrosselt auf 170W eingestellt auf je 130W Erzeugung


    ich habe mal eine Spannungskurve über 24 Stunden mitprotokolliert und würde gerne eure Meinung über die Batterieleistung hören.


    Gruß Uwe

  • Was willst denn wissen ?. Entladekurve sieht "normal" für deine Batteriegröße aus. Nutzbare Kapazität ist

    ca. 30%, wenn ich die Grafik korrekt interpretiert habe. Das deckt sich auch mit deinen Angaben zur

    Akku Kapazität. (Ermittelt über theoretische Ruhespannung sowie parallel zu entladenen Ah im Verhältnis

    zur Kapazitäts-Brutto-Angabe des Akkus - grob überschlagen eben deckt sich das dann auch so in etwa)


    Bis 50% könntest du noch entladen. Ein paar Stunden mehr könnten es daher schon noch sein.

    Die 30% halte ich dennoch für eine gute Entladetiefe, da deine Akkus nicht besonders zyklenfest sind.

    Dadurch halten die wesentlich länger und werden nicht so gestresst.


    Die Ladeparameter mit bulk,float und Erhaltungsladung sind auch in Ordnung. Dein Ladegerät scheint

    ordentlich Power zu haben. Du könntest die Akkus wie bereits besprochen auch auf 50% entladen.

    Einzig die Dauer der Float-Ladung erscheint mir zu kurz zu sein. Das dürfte durchaus länger ausfallen

    um ein Sulfatieren des Akkus entgegenzuwirken.

    Mit diesen Ladeparametern müsstest du alle 4 Wochen eine Ausgleichsladung durchführen.


    VG Dietmar

    Anlage 1 : 7.85 kwp SW 55° DN45°

    Anlage 2 : 4.4kwp SW 55° DN45° und 5.4kwp NO -125° DN45° (gesamt 9.76 kwp)

    Senec-G2+ 8kwh netto (Blei) 5J alt + 2kwh "Grundlastakku" 3Stck. Qbatteries 8DC-170 >1.5 Jahr alt

    12V 55Ah AGM "Inselchen" für Gartenhaus, Victron 350W WR, 2x50W Panel poly, Akku 7 Jahre alt

    12V 28Ah Panasonic AGM für Sabo Rasenmäher - Akku 13 Jahre alt

    12V 7Ah Panasonic AGM für Bilgepumpe - Akku 6 Jahre alt

  • Hallo Dietmar,

    vielen Dank für die Analyse meiner Speicher.
    Ich hatte ja nur 1 Bank seit 1 Jahr in Betrieb und nun den Vergleich durch die zweite Bank, die sich ähnlich verhält.
    bisher hingen beide Letrikas nur an 1 Bank mit je 125W Last
    Habe lange nach "günstigen" Batterien gesucht, die 4 haben mich schon rund 1000€ gekostet. Aber das ganze entstand ja auch aus Experimentierfreude und Hobby.

    Verunsichert hat mich die Entladekurve durch die vielen Minispannungssprünge beim Entladen.

    siehe Bild

    Als Ladegeräte benutze ich 2 Fraron IUoU Lader BLG30M12V die jeweils 2 parallele Batterien aufladen.

    Die Dauer der enzelnen Ladungen kann ich nicht beeinflussen, da die Ladekurve vom Hersteller für wet Akkus vorprogrammiert ist.

    Viel mehr will ich die Entladetiefe nicht ausreizen, 1 Stunde könnte ich noch zugeben.


    Was mir bis heute aber immer noch nicht klar ist: Batteriebewertung unter Last oder nach ein paar Stunden Erholung nach der Entladung. Da hab ich bisher nichts aussagekräftiges gefunden.

    Hab noch ein Schaltbild meiner Anlage angehägt.


    Gruß Uwe

  • Möglicherweise kommen die Spannungssprünge von den Letrikas, da die ja eine recht hohe Ripple-Spannung

    aufweisen. Ich habe meinen Letrika mittels eines R-C-R-Glieds entkoppelt um unter dem max. Eingangsstrom von 11A

    zu bleiben. Da ich aber nur ein Multimeter habe, kann ich das leider nicht vernünftig messen.

    Da gab es auch eine Warnung von dem Forumsteilnehmer Pezibaer, dass die Letrikas durch das betreiben

    an einem Akku durch die hohe Ripplespannung zerstört werden könnten.


    Deine Akkus sind Blei-Säure-Typen mit ca. 600 Ladezyklen nach DIN. Das sind glaube ich 75% nutzbar.

    Damit erzielen deine Akkus unter den jetzigen Bedingungen ca. 1500 Lade/Entladezyklen.

    Die C20 Kapazität beträgt ca. 235Ah. Ein Letrika belastet den Akku mit ca. 7.5A. Du entnimmst ca. 83Ah.

    Das würde dann ca. 35% nutzbar entsprechen. Aus der Entladeschlussspannung unter Last hatte ich

    ca. 32% nutzbar ermittelt. Da der Akku mit 7.5A nicht mit C20 belastet wird, ist die spez. Kapazität

    auch etwas höher als die 235Ah.


    Falls dich etwas in die Blei-Akku-Materie einlesen möchtest, kannst dich ja auf der INFO-Seite von

    pezibaer einlesen. Da ist einiges an Wissenswertes über die Blei-Akkus zusammengefasst.


    http://wiki.polz.info/doku.php



    VG Dietmar

    Anlage 1 : 7.85 kwp SW 55° DN45°

    Anlage 2 : 4.4kwp SW 55° DN45° und 5.4kwp NO -125° DN45° (gesamt 9.76 kwp)

    Senec-G2+ 8kwh netto (Blei) 5J alt + 2kwh "Grundlastakku" 3Stck. Qbatteries 8DC-170 >1.5 Jahr alt

    12V 55Ah AGM "Inselchen" für Gartenhaus, Victron 350W WR, 2x50W Panel poly, Akku 7 Jahre alt

    12V 28Ah Panasonic AGM für Sabo Rasenmäher - Akku 13 Jahre alt

    12V 7Ah Panasonic AGM für Bilgepumpe - Akku 6 Jahre alt

  • je 1 Letrika SMI260 gedrosselt auf 170W eingestellt

    Wie hast du das gemacht? Kann ich in der Zeichnung nicht so richtig erkennen. Oder kann man das im Gerät programmieren?

  • je 1 Letrika SMI260 gedrosselt auf 170W eingestellt

    Wie hast du das gemacht? Kann ich in der Zeichnung nicht so richtig erkennen. Oder kann man das im Gerät programmieren?

    @ passra
    da kann man selber nichts einstellen, wurde beim Hersteller ( Verkäufer) fest intern eingestellt, weil die Letrikas sonst bei Batteriebetrieb nicht überleben. Man kann aber extern mit z.B. dem Stick also maximal 1-180W einstellen.
    Wenn du einen gelben Aufkleber auf den Letrikas hast, ist der wohl schon gedrosselt.
    Nachzulesen u.a. bei

    https://volxpower.de/Modulwech…ka-SMI260-Batterieversion

    ....>


    Die Batterieversion des SMI260 hat eine Strombegrenzung von 7,5 A integriert. Dadurch ist die volle Ausgangsleistung von 255 W jedoch erst ab ca. 34 V DC nutzbar. Insbesondere können aus einer 24 V-Batterie max. ca. 180 W Ausgangsleistung erzielt werden.


    Die maximale Ausgangsleistung des SMI260 kann wie gewohnt über den SunStick oder das neuentwickelte SolGate eingestellt werden.


    Die Firmware des SMI260 wurde für Batterieanwendungen angepasst. So wurde insbesondere der MPPT der Solarversion abgeschaltet und das Gerät arbeitet in einem Konstant-Leistungs-Betrieb.
  • Was mir bis heute aber immer noch nicht klar ist: Batteriebewertung unter Last oder nach ein paar Stunden Erholung nach der Entladung. Da hab ich bisher nichts aussagekräftiges gefunden.

    Hi kittekat,


    die Bewertung des SoH erfordert eine Kapazitätsbestimmung, die Messung des Innenwiderstandes der einzelnen Zellen und des Ladungserhaltungsstroms bei minimalem Gasen.


    Die irreversible Sulfatierung zeigt sich am Unterschied zwischen SD im neuen Zustand (die kaum einer gemessen bzw. notiert hat) und jetzt, jeweils zwei Stunden nach Vollladung. Da Dein DCS Akku verschlossen ist, kommst Du da nur schwierig dran.

    Die Ruhespannung nach zwei Stunden ohne Last und Ladung zeigt Dir den Ladezustand (SoC). Die Spannung unter verschiedenen Lasten zeigt den Innenwiderstand.

    Der Ladungserhaltungsstrom bei minimalem Gasen zeigt Dir den Fortschritt der Entsulfatierung und die Selbstentladung.

    Die Gasentwicklung bei Erhaltungsladung zeigt Dir ob die Ladungserhaltungsspannung richtig ist.


    Freundliche Grüße

    pvx