Ertragausfalls- Berechnung des realen, durch Hagel beschädigte Module mit Microrisse, seit 2013

  • Guten Tag,


    ich möchte den tatsächlich entstanden Ertragsausfall für meine Anlage berechnen welche im August 2013 durch einen Hagelschlag geschädigt wurde.

    Laut EL-Test sind Module mit Haarrissen vorhanden. Nun stellt sich die Frage ist durch die geschädigten Module ein Ertragsausfall entstanden?


    Ich habe hier im Forum schon nach Berechnungshinweisen geschaut aber noch nichts passendes gefunden bzw. ist mir eine Filterung der vielen Info nicht gelungen geeignete Beiträge zu finden.

    Auch habe ich im Internet vergeblich nach Berechnungsmethoden gesucht.

    Vielleicht auch die falschen Suchwörter eingesetzt, ich weis es nicht.

    Der Verweis auf die Datenbank http://www.pv-ertraege.de hat nicht weitergeholfen, da wenn ich die Suche auf meine PLZ-Bereich, meine Ausrichtung und Neigung eingrenze, die Auswahl an Vergleichsanlagen sich auf Null reduziert und somit der Beweis gegenüber z.B. einer Versicherung sich erübrigt.


    Über PV-Gis kann ich eine Prognose der Sonneneinstrahlung ermitteln aber nicht den Ertragsausfall ermitteln.


    Kann mir jemand eine Rechenmethode, Quellen oder Firmen nennen (gerne auch über PN) welche solch eine Berechnung durchführen?


    Vielen Dank für viele Antworten

    Gruß CES


    PS.

    Weiteres Interesse habe ich auch an Argumenten bzw. allerlei Infos über die Langzeitschädigung von PV-Modulen mit Microrissen nach einem Hagelschlag.

    :danke:

  • hm

    2013? lange her ;)

    Wurde der Hagelschaden damals gemeldet und evt. Langzeitschäden bereits abgegolten?

    Hast du weniger Erträge seit dieser Zeit?

    Ausrichtung der Module, Neigung, mehr Infos zur Anlage selbst wäre Hilfreich, Postleitzahl

    Gruß PV-Express


    46 x Sunowe 195Wp Mono, SMA STP8000TL10, Datenlogger mit weicher 70%-Regel, Ausrichtung - 40°Az, Dachneigung 35°, IBN 5/2012
    Renault ZOE Z.E.40

  • Guten Tag,


    der Schaden wurde gemeldet.

    Ob ich weniger Ertrag habe versuche ich mit diesem Beitrag zu erkunden in dem ich eine Berechnungsmethode finde wie ich dies berechnen kann.


    Ich kann auf Grund der Stromlieferung bzw. Zählerstände den spez. Ertrag für jedes Jahr (auch Monat) ermitteln. Aber mir fehlt noch die Vergleichszahl an Sonnenstunden bzw. spez Ertrag für meine Region (Zollernalbkreis 72351) für die Jahre 2013 bis heute mit der ich meine spez. Erträge vergleichen kann.


    Dachneigung sind 38 grad

    Ausrichtung 147° (bei N=0) bzw. 33° (bei S=0) (=> SSW)

  • Ob ich weniger Ertrag habe versuche ich mit diesem Beitrag zu erkunden

    Das musst du nicht erkunden sondern nur am Zähler ablesen :)


    Sind die Erträge immer schlechter werdend?


    Du schreibst Schaden wurde gemeldet. Aber?


    Sorry, aber eine Tabelle wo man ablesen kann was die Anlage hätte produzieren müssen gibts so nicht. Das ist zu spezifisch.

    Wenn du mehr Informationen über deine Anlage hier schreibst, kann man auch grobe Schätzungen machen. Dazu kommen aber auch Dinge wie Verschattungen, RSE oder sonstige Dinge.

    Gruß PV-Express


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  • Moinsen,


    dass was du suchst, nennt sich Kennlinienmessung.


    Dabei durchläuft ein Messgerät die komplette U/I- Kennlinie und zeichnet sie auf. Dies verbunden mit einem Einstrahlungssensor in Modulebene lässt schon sehr gute Schlüsse zu. Wenn es um Genauigkeit geht, muss man an einem String drei Messungen machen, einmal den kompletten String, dann nochmal mit 2 Teilstrings. Damit verhindert man, dass ein -warum auch immer- (teil-) defektes Modul den kompletten Strang herunterzieht. In guten Auswertungssoftwares kann man das Modul auswählen, welches vermessen wurde, um dann die Ist- Kurve in Relation zu stellen zu der Sollkurve STC/ bei gegebener Einstrahlung und Temperatur. Kein Hexenwerk aber auch nicht unaufwändig.


    Gruß, Andreas

    Andreas Witt
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    Am Dorfplatz 7, 24214 Neudorf
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    "Die Geschichte lehrt die Menschen, dass die Geschichte die Menschen nichts lehrt." [unbekannt]


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  • Kurz gesagt, eine Berechnungsmethode, um den Ertragsausfall bei Haarrissen in Modulen nach 5 Jahen festzustellen, gibt es so nicht.

    Wenn die betroffenen Module kurz nach dem Hagelschlag geflasht worden wären und man hätte die Ergebnisse mit den Werten in der Excel Liste verglichen, die du beim Kauf der Module erhalten hast, dann ließe sich daraus vielleicht ein Verlustwert ableiten.

    Die Kennlinienmessung nach 5 Jahren mag einen Aufschluß geben, aber nur, wenn bereits bei der Installation die I/U Kennlinien aufgezeichnet wurden und jetzt verglichen werden können. Oder es ist ein Modul oder mehrere im String signifikant abgefallen und kann jetzt mit der zuvor beschriebenen Methode ausgefiltert werden.

    Dann müßte wieder untersucht werden, ob dieses Modul die besagten Haarrisse hatte.


    Was ist dir denn selbst aufgefallen, wie kommst du auf die Aussage mit der Ertragsausfall?

  • Guten Abend,


    erst einmal ein Dankeschön an alle die sich dem Thema angenommen haben und Entschuldigung dass ich mich so spät wieder melde.


    Mittlerweile habe ich das Thema Berechnung Ertragsausfall abgehakt.

    Ich denke der finanzielle und zeitliche Aufwand ist um etliches größer als der Ertragsausfall hergibt.

    Wenn alle Toleranzen summiert werden wird das Toleranzband so breit dass ein evtl. Ertragsausfall in diesem Toleranzband verschwindet und somit ein Beweis nicht möglich ist.


    Ob die Hagelschäden / Zellbrüche einen Langzeitschaden mit sich führen der erst Jahre später zu Tage tritt, kann mir nach meinen bisherigen Erkenntnissen aus Gesprächen und Recherchen keiner verlässlich beantworten.

    Einen Gutachter zu beauftragen ist aus meiner bisherigen Sichtweise finanziell für eine 10 kw - Anlage ebenfalls nicht wirtschaftlich.


    Ich werde zwar weiter meine Augen und Ohren offen halten und weiter nach Antworten suchen habe aber irgendwie die Hoffnung verloren..


    MfG

    CES

  • Moinsen,


    lass doch wenigsten mal eine Wartung machen mit Kennlinienmessung, das ist doch auch in deinem Interesse. Wie geschrieben hast du dann schon mal was in der Hand.


    Gruß, Andreas

    Andreas Witt
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